Guten Tag!
Jedes Netzteil hat Verluste. Ich habe 5 Geräte nebeneinander hängen, die
alle 12 Volt Spannung brauchen. Die Leistungen variieren zwischen 8-20
Watt. In Summe beträgt die "Gesamtleistung" ca. 90 Watt.
Meine Idee - ich nehme ein Netzteil, was 90-100 Watt Leistung bei 12
Volt liefert, setze zum Schutz vor jedes Gerät noch eine kleine passende
Feinsicherung und betreibe sie alle parallel an dem Zentralnetzteil.
Würde ich damit etwas Energie sparen?
mehrere Netzteile ersetzen schrieb:> Würde ich damit etwas Energie sparen?
vermutlich nicht viel.
Ob nun 5 Netzteile 90% Wirkungsgrad haben oder ein Netzteil 90% hat -
ändert an der Verlustleistung wenig.
Wenn das große Netzteil eine bessere Wirkungsgrad hat, dann spart man.
mehrere Netzteile ersetzen schrieb:> Dort steht 0,1A bei 250 Volt. Löst die Feinsicherung dann auch bei 12> Volt aus, wenn ein Strom größer 0,1A fließt? Oder muss die Feinsicherung> dann passend zur Betriebsspannung gewählt werden?
jetzt überleg doch mal selber - wie soll denn eine Sicherung wissen wie
hoch die Spannung ist?
Kann ich bei Netzwerkendgeräten auch Energie sparen, indem ich diese an
einem PoE-fähigen Switch betreibe? Oder würde durch den Wandler (ein
PoE-Splitter z.B., der aus den 48 Volt aus dem PoE-Switch z.B. 5 Volt
macht) keinen Vorteil haben, wenn ich dierekt das dazugehörige Netzteil
verwenden würde?
Was du beachtet solltest, bis jetzt hat jedes Gerät seine eigene
Galvanische Trennung, mit einen Netzteil hast du sie nicht mehr. Wenn
also ein Gerät intern Masse auf das Gehäuse legt und das andere Gerät
den + aufs Gehäuse dann könntest du Probleme bekommen.
Peter II schrieb:> jetzt überleg doch mal selber - wie soll denn eine Sicherung wissen wie> hoch die Spannung ist?
in dem die Sicherung "leistungsabhängig" reagiert? Bei 12V und 0,1A hätt
ich 1,2 Watt Leistung, bei 250V und 0,1 A 25 Watt Leistung, also mehr
Energie die übertragen wird durch das kleine Drätchen in der Sicherung?
Es heisst doch, je dicker das Kabel, um so größer können die Ströme
sein. Aber ich weis leider nicht, ob nur der reine Strom zählt oder auch
die übertragene Energie?
Oder müssen deshalb z.B. KFZ-Batterie-Kabel auch so dick sein, weil die
Ströme so groß sind? Die Spannung ist ja bei 12 Volt auch in der Regel
klein, aber bei 100 A fließt ja ein großer Strom. 12 V*100A = 1200 Watt.
Hätte ich jetzt 1200 Watt bei 230 Volt, dann wäre der Strom "nur" 5,2
Ampere groß, da würde ja dann schon ein Kabel mit nem Querschnitt von
1,0mm^2 ausreichend sein.
Peter II schrieb:> Was du beachtet solltest, bis jetzt hat jedes Gerät seine eigene> Galvanische Trennung, mit einen Netzteil hast du sie nicht mehr. Wenn> also ein Gerät intern Masse auf das Gehäuse legt und das andere Gerät> den + aufs Gehäuse dann könntest du Probleme bekommen.
und wenn ich ein DC-DC-Wandler zur galvanischen Trennung dazwischen
setze? Oder würde dann der Wirkungsgrad dadruch auch wieder schlechter
und es ergäbe sich kein Vorteil gegenüber mehreren Einzelnetzteilen?
Wie kann ich denn den Wirkungsgrad messen? Müsste ich die Leistung vor
dem Netzteil und nach dem Netzteil messen und die Differenz wäre meine
dissipierte Energie?
mehrere Netzteile ersetzen schrieb:> Peter II schrieb:>> jetzt überleg doch mal selber - wie soll denn eine Sicherung wissen wie>> hoch die Spannung ist?>> in dem die Sicherung "leistungsabhängig" reagiert? Bei 12V und 0,1A hätt> ich 1,2 Watt Leistung, bei 250V und 0,1 A 25 Watt Leistung, also mehr> Energie die übertragen wird durch das kleine Drätchen in der Sicherung?
Dann messe doch mal die Spannung an einer Sicherung! (keine Defekte)
Mit deinen Kenntnissen solltest du die Geräte so lassen wie sie sind.
Wie funktioniert eigentlich so ein DC-DC-Wandler? Wandelt der die
Spannung erst in einen Wechselstrom um, damit sie durch einen Trafo
geschickt werden kann und wird dann wieder gleichgerichtet? Oder gibt es
noch ein anderes Prinzip?
Peter II schrieb:>> Dort steht 0,1A bei 250 Volt. Löst die Feinsicherung dann auch bei 12>> Volt aus, wenn ein Strom größer 0,1A fließt? Oder muss die Feinsicherung>> dann passend zur Betriebsspannung gewählt werden?
Die Spannung spielt keine Rolle, sondern der Strom.
Stell Dir den Strom wie Reibung vor, durch Reibung entsteht Wärme, die
die Sicherungsdraht zum Schmelzen bringt. Ist der Strom größer, ist die
Reibungsenergie höher und es entsteht mehr Wärme - unabhängig vom Strom.
Dieses Prinzip wendet man auch beim Elektroschweißen an. Kleine Spannung
12 Volt, großer Strom (bis zu 1000A bei Kraftwerkselektroden).
Werner schrieb:> Dieses Prinzip wendet man auch beim Elektroschweißen an. Kleine Spannung> 12 Volt, großer Strom (bis zu 1000A bei Kraftwerkselektroden).
das ist vollkommen richtig, ein genialer Beitrag.
Dirk J. schrieb:> Wenn Du schon bei einer simplen Sicherung von keiner Ahnung umzingelt> bist, wie soll das dann erst bei größeren Projekten werden?
Man(n) wächst mit den Aufgaben die man löst .-)
scnr.
Dirk J. schrieb:> Andrew Taylor schrieb:>> Nimm gleich geeignete Kfz- sicherung, die sind für 12V DC spezifiziert.>>>> scnr.> Die fangen aber erst bei 10A an.
nee nee, im geneigten KFz-Zubehörhandel gibt es bereits deutliche
niedriger ausgelegte.
Hallo,
wenn du 5 Netzteile, die jeweils mit 80% Wirkungsgrad in dem Lastbereich
arbeiten durch ein Netzteil mit ebenfalls 80% Wirkungsgrad ersetzt
benötigst du genau die gleiche Energiemenge, was sich ändert ist die
Ausfallsicherheit. Wenn ein Netzteil von 5 ausfällt, dann funktionieren
die 4 anderen noch, wenn eines von einem ausfällt geht garnichts mehr.
Interessant kann es sein, wenn man aufräumen will und nicht mehr so
viele Einzelnetzteile haben will und die Ausfallwahrscheinlichkeiten
weitestgehend egal sind (z.B. weil der Ausfall eines Gerätes eh den
Ausfall des Gesamtsystems bewirkt).
Was beim Zusammenfassen von mehreren Geräten auf ein Netzteil
problematisch werden könnte sind mögliche Störungen, die vom Gerät auf
die Versorgungsleitung übertragen werden.
Zur Sicherung:
Für das Auslösen einer Schmelzsicherung ist, wie schon geschrieben
wurde, erstmal nur die Stromstärke ausschlaggeben, da der Strom den
Sicherungsdraht erwärmt und ihn damit zum Schmelzen bringt. Die Spannung
ist dafür erstmal uninteressant, da sie im Betriebszustand zwischen den
beiden Leitern des Stromkreises besteht, die Sicherung aber nur in einem
Verbaut ist.
Interessant wird die Spannung erst beim Abschalten, da dann die
Sicherung den Stromkreis unterbricht und die Spannungsdifferenz über die
Sicherung ansteht. Hierbei ist die Sicherung bis 250V AC spezifiziert.
Bei Feinsicherungen ist aber auch der Einsatz bis 24V DC möglich. Das
Problem mit Gleichspannung ist, das der Lichtbogen, der beim Abschalten
entsteht nicht so leicht von selbst erlischt, da immer Spannung
vorhanden ist. Bei Wechselspannung gibt es Nulldurchgänge der Spannung,
in denen der Lichtbogen abreisen kann.
Gruß Kai
Andrew Taylor schrieb:> Bist Du 100%ig sicher, dass diese Sicherung auch für DC geeignet ist?>> Die Specs sind für Wechselstrom (AC) !!!> Lichtbogen beachten!
Wo hast du das mit AC im Datenblatt gelesen?
Bei 12V und weniger als 10A sehen ich noch keine Problem mit der
Sicherung.
Dirk J. schrieb:> Die fangen aber erst bei 10A an.
Nee, die gibt es schon ab 1A !
Wobei 3A die unterste noch Gerade so gängige Baugröße ist, aber selbst
da muss man manchmal schon suchen um die zu bekommen - von 1 & 2 ampere
ganz zu schweigen. (3A ist bei den Flachsicherungen auch das kleinste
was ich da habe)
Aber Alternativ wären für kleinere Leistungen die Glassicherungen nach
der US Norm ein Ausweg. Also die Dinger die Aussehen wie gängige
Schmelzsicherungen die nur mächtig "Gedopt" wurden (deutlich größer
halt).
Der Kontaktabstand ist viel größer was sich positiv auf die
Trennleistung auswirkt, diese Sicherungen wurden teilweise von einigen
US Automobilherstellern vor geraumer Zeit tatsächlich verwendet und
werden vielfach bis heute noch bei Leitungsstärkeren KFZ
Einbauelektronik benutzt. (Mobilfunkgeräte, NF-Endstufen usw.)
Die gibt es auch mit deutlich kleineren Nennströmen als 1A
Zur Ursprungsfrage:
In der Theorie lässt sich durch den Ersatz der kleinen Netzgeräte durch
ein großes schon etwas Strom sparen. So müsste ja die Regelelektronik
nur einmal statt beispielsweise 5x versorgt werden. Aber in der Realität
kommt es sehr auf den Einzelfall an, denn der Eigenverbrauch des
Regel-IC des Netzteils ist bei der Betrachtung des Gesamtwirkungsgrades
wohl eher die kleinste Position.
Im Ergebniss hängt es also einzig davon ab welchen Wirkungsgrad die
jetzigen Netzteile haben und welchen Wirkungsgrad das angedachte
Netzteil hätte.
Das man noch auf weitere Dinge aufpassen muss wurde ja schon angedeutet.
GEnerell würde ich daher sagen das wenn es "nur" um das Stromsparen geht
die ganze Sache wenig Sinn macht, zumal ja auch das Austauschnetzteil
erst noch gekauft werden muss.
Wenn weitere Faktoren reinspielen kann es aber anders aussehen, so habe
ich bei mir im Arbeitszimmer viele 12Netzteile durch die Installation
eines starken Linearnetzteils (mit über den Arbeitsplatzhauptschalter
geschaltet) ersetzt. Ist natürlich das Gegenteil von "Strom sparen" aber
einerseits fallen die ganzen Steckernetzteile weg und der
ausschlaggebende Punkt war das dadurch der elektromagnetische Störnebel
erheblich gesunken ist. Bei Beschäftigung mit HF Technik ein nicht
unwichtiger Aspekt, von den geringeren Einstrahlungen bei allen Arten
von Messungen im Bereich kleinster Spannungen und Ströme ganz zu
schweigen...
Einige der kleinen Steckernetzteile sind ja ganz schöne
"Drecksschleudern!"
Gruß
Carsten
Ein wesentlicher Aspekt fehlt noch:
Welchen Widerstand bzw. welchen Spannungsverlust hat die Sicherung? 2V
Spannungsverlust durch die Sicherung macht bei 230V nichts aus. Bei 12V
ist das aber schon erheblich!
Messe einmal probeweise den Widerstand einer 100mA-Sicherung. Du wirst
wohl staunen.
>> Nimm gleich geeignete Kfz- sicherung, die sind für 12V DC spezifiziert.>>> Die fangen aber erst bei 10A an.>> scnr. => Ich auch nicht:
Und wenn man einfach mehrere Sicherungen in Reihe schaltet ?
Kai S. schrieb:> Bei Feinsicherungen ist aber auch der Einsatz bis 24V DC möglich.
Ist aber leider nicht spezifiziert (hängt wohl mit der minimalen Libo
Spannung zusammen).
Eine DC Eignung geben die Glasrohr 5x20 Typen gerade bei kleinen Strömen
oft (<0.5A) nicht her, die 6x32 sind da besser.
U. B. schrieb:>>> Nimm gleich geeignete Kfz- sicherung, die sind für 12V DC spezifiziert.>>>>>> Die fangen aber erst bei 10A an.>>>> scnr. => Ich auch nicht:>> Und wenn man einfach mehrere Sicherungen in Reihe schaltet ?
dann....
dann....
dann....
dann hast Du sicher immer noch eine die paßt, spart das lästige suchen
nach einer passenden.
Grüße
MiWi
Andrew Taylor schrieb:> mehrere Netzteile ersetzen schrieb:>> Andrew Taylor schrieb:>>> ja.>>>> Danke für die Antwort.>>>> Wenn ich eine Feinsicherung nehme:>>>>> http://www.reichelt.de/FLINK-0-1A/3/index.html?&ACTION=3&LA=446&ARTICLE=7819&artnr=FLINK+0%2C1A&SEARCH=sicherung+1a>>>> Dort steht 0,1A bei 250 Volt. Löst die Feinsicherung dann auch bei 12>> Volt aus, wenn ein Strom größer 0,1A fließt? Oder muss die Feinsicherung>> dann passend zur Betriebsspannung gewählt werden?>> Bist Du 100%ig sicher, dass diese Sicherung auch für DC geeignet ist?>> Die Specs sind für Wechselstrom (AC) !!!>> Lichtbogen beachten!>> Nimm gleich geeignete Kfz- sicherung, die sind für 12V DC spezifiziert.>> scnr.
Ich hatte mal das gleiche Problem mit den Socherungen. Gab es nicht für
12 Volt oder stand 12 Volt auf der Packung, war aber 250 Volt drin.
Habe das dann probiert und gemessen.
Wann die Sicherungen durchbrennen hängt auch ein wenig von dem Anstieg
des Stromes ab, wie schnell das geht. Wenn er sehr langsam ansteigt,
dann halten die durchaus auch noch einen größeren Strom aus, aber in der
Regel brennen sie beim Nennstrom durch.
Hab das wirklich rauf und runter probiert, Ergebnis war immer ungefähr
gleich.
Und zu den Superschlauen, die sowieso immer alles besser wissen und
wieder mal gleich sagen wie doof der TO doch ist und er es besser sein
lassen sollte: Ich hatte mehrere Tage im Internet gesucht und bei den
Herstellern von Sicherungen. Es gab absolut nichts darüber zu lesen.
Es muss einem wohl angeboren sein, so wie euch oder man muss es halt
selbst ermitteln.
F. Fo schrieb:> Und zu den Superschlauen, die sowieso immer alles besser wissen und> wieder mal gleich sagen wie doof der TO doch ist und er es besser sein> lassen sollte: Ich hatte mehrere Tage im Internet gesucht und bei den> Herstellern von Sicherungen. Es gab absolut nichts darüber zu lesen.> Es muss einem wohl angeboren sein, so wie euch oder man muss es halt> selbst ermitteln.
Das sind einfach Grundlagen von Strom. Wenn du einfach mal dein
Messgerät an die nicht defekte Sicherung gehalten hättest. (also auf
beiden Seiten jeweils ein Messkabel) und dann dort die Spannung
abgelesen hättest, dann wäre dir aufgefallen das die Sicherung überhaupt
nicht wissen kann wie hoch die Spannung ist.
Hans schrieb:> Warum nimmst Du keine Zener-Diode? Dann brauchst Du keine Sicherung!
wäre auch interssant für mich zu wissen. Freu mich auf eine Erkärung
lg
trollo
Peter II schrieb:> F. Fo schrieb:>> Und zu den Superschlauen, die sowieso immer alles besser wissen und>> wieder mal gleich sagen wie doof der TO doch ist und er es besser sein>> lassen sollte: Ich hatte mehrere Tage im Internet gesucht und bei den>> Herstellern von Sicherungen. Es gab absolut nichts darüber zu lesen.>> Es muss einem wohl angeboren sein, so wie euch oder man muss es halt>> selbst ermitteln.>> Das sind einfach Grundlagen von Strom. Wenn du einfach mal dein> Messgerät an die nicht defekte Sicherung gehalten hättest. (also auf> beiden Seiten jeweils ein Messkabel) und dann dort die Spannung> abgelesen hättest, dann wäre dir aufgefallen das die Sicherung überhaupt> nicht wissen kann wie hoch die Spannung ist.
Du Schlaumeier. Wieso kann ich dann nicht 100A bei 5Volt über ein 0,75
Kabel leiten? Das Kabel weiß doch nicht wie hoch die Spannung ist. Aber
spätestens, wenn es abraucht.
Die Idee, und ich hatte die gleiche Idee, ist doch völlig richtig.
Bei doppelter Spannung, aber gleichem Strom kann das Kabel dünner sein.
Ausgehend von dieser Kenntnis ist es doch nur logisch das anzunehmen.
Es ist ein Draht in der Sicherung der schmelzen soll.
Wieso gibt es dann Sicherungen für 12 Volt und für 80 Volt in diesen KFZ
üblichen Flachsteckgehäusen?
Auch wenn ihr die Erkenntnis schon vorher hattet, der Gedanke war
logisch und berechtigt.
F. Fo schrieb:> Die Idee, und ich hatte die gleiche Idee, ist doch völlig richtig.> Bei doppelter Spannung, aber gleichem Strom kann das Kabel dünner sein.
Nein. Das ist nicht richtig. Der Querschnitt des Kabels hängt nur vom
Strom ab.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> F. Fo schrieb:>> Die Idee, und ich hatte die gleiche Idee, ist doch völlig richtig.>> Bei doppelter Spannung, aber gleichem Strom kann das Kabel dünner sein.>> Nein. Das ist nicht richtig. Der Querschnitt des Kabels hängt nur vom> Strom ab.
?????
Wg. einer EG-Baumusterprüfung eines Gerätes (ohne Datenblatt mit
Spezifikation brauche ich gar auftauchen) habe ich bei Schurter, Eska,
Siba etc. angefragt:
"Wenn nicht (G-Einsätze) für DC definitiv angegeben sei es Zufall ob sie
löscht".
Die Norm 60127-ff bezieht sich halt auch nur auf AC.
Die Sicherung weiss sehr wohl wie hoch die Spannung ist. Genau in dem
einen Fall für den sie vorgesehen ist: wenn sie trennen soll. Daher gibt
es auch eine Spannungsangabe.
F. Fo schrieb:> Bei doppelter Spannung, aber gleichem Strom kann das Kabel dünner sein.
Hier musst du Strom durch Leistung ersetzten. Das Kabel oder der Draht
in der Sicherung wird nämlich durch die daran umgesetzte Leistung
erwärmt und brennt durch/ab.
Der Grund, wieso es Sicherungen für unterschiedliche Spannungen gibt
liegt im Abschalten des fließenden Stroms. Höhere Spannungen können
nämlich entstehende Lichtbögen besser aufrecht erhalten, sprich, die
Sicherung muss in der Lage sein, den Stromfluss auch wirklich zu
unterbrechen. Im Zweifelsfall fließt der Strom nämlich auch ohne Draht
weiter.
Ich hab allerdings nicht den Eindruck, dass Sicherungen die Sorgen des
TOs sind.
Gruß Kai
Kai S. schrieb:> F. Fo schrieb:>> Bei doppelter Spannung, aber gleichem Strom kann das Kabel dünner sein.>> Hier musst du Strom durch Leistung ersetzten. Das Kabel oder der Draht> in der Sicherung wird nämlich durch die daran umgesetzte Leistung> erwärmt und brennt durch/ab.> Der Grund, wieso es Sicherungen für unterschiedliche Spannungen gibt> liegt im Abschalten des fließenden Stroms. Höhere Spannungen können> nämlich entstehende Lichtbögen besser aufrecht erhalten, sprich, die> Sicherung muss in der Lage sein, den Stromfluss auch wirklich zu> unterbrechen. Im Zweifelsfall fließt der Strom nämlich auch ohne Draht> weiter.>> Ich hab allerdings nicht den Eindruck, dass Sicherungen die Sorgen des> TOs sind.>> Gruß Kai
Hallo Kai,
das las ich schon und ergibt einen Sinn.
Aber nun zu dir, Rufus: Wenn ich eines dieser unzähligen Programme zur
Berechnung von Kabelquerschnitten nehme und bei gleicher Stromstärke für
die Berechnung die Spannung signifikant erhöhe, dann kommt im Ergebnis
immer ein kleinerer Querschnitt fürs Kabel raus.
Habe das gerade in einem älteren Lehrbuch nachgeschlagen und da stehen
tatsächlich nur die Ströme drin.
Da kann man doch mal sehen wie man viele Jahre einem Irrtum aufsitzt.
F. Fo schrieb:> Wenn ich eines dieser unzähligen Programme zur> Berechnung von Kabelquerschnitten nehme und bei gleicher Stromstärke für> die Berechnung die Spannung signifikant erhöhe, dann kommt im Ergebnis> immer ein kleinerer Querschnitt fürs Kabel raus.
Ja, das ist ja auch richtig, da für Kabel nicht nur die Erwärmung durch
den Stromfluss entscheidend ist, sondern zusätzlich auch noch maximal
erlaubte Spannungsabfall auf dem Kabel. Das ist normal eine prozentualle
Größe, die Verlustspannung auf dem Kabel durch den Stromfluss ist
allerdings konstant. Deshalb kann das Kabel bei höheren Spannungen
dünner sein, da nicht die Erwärmung, sondern der Spannungsabfall der
begrenzende Faktor ist.
Gruß Kai
Trollo schrieb:> Hans schrieb:>> Warum nimmst Du keine Zener-Diode? Dann brauchst Du keine Sicherung!>> wäre auch interssant für mich zu wissen. Freu mich auf eine Erkärung> lg> trollo
Bei einer Zenerdiode fließt der zu hohe Strom am Gerät vorbei, es kann
also nicht kaputt gehen. Das ist vergleichbar mit einem Überdruckventil,
um Dir ein Beispiel aus der Mechanik zu nennen. Geht die zu hohe
Spannung wieder runter, dann stellt sich die Zenerdiode wieder ab.
Sofern die kleinen Netzteile schon Schaltnetzteile sind, lohnt es eher
nicht - da ist der Wirkungsgrad von kleinen Netzteilen nicht unbedingt
schlecht.
Das was man an Leistung am Netzteil ggf. spart, braucht man eventuell
dann zusätzlich an den Sicherungen, denn auch beim üblichen Strom (z.B.
50 % des Nennstromes der Sicherung) verbrauchen die Sicherungen etwas
Leistung.
Bei kleinen (< 5 VA) Trafos ist der Wirkungsgrad durchgängig schlecht.
Da lohnt sich ein Ersatz ggf., es muss dann aber auch nicht 1 großes
Netzteil sein.
Hallo,
ich betriebe selber mehrere 12V (13,8V) Verbraucher an einen 25A
Schaltnetzteil - von den Anschlussklemmen des Netzteils geht eine kurze
aber flexibele 16mm³ Leitung auf eine große Lüsterklemme
(Kabelanschlüsse sind selbstverständlich mit Ringkabelschuh bzw.
Aderendhülsen gekrimpt) und von der großen Lüsterklemme wird auf mehrere
weitere kleineren "Lüsterklemmenbuchsen" verteilt (das ganze ist auf ein
Stahlblech von ca. 1mm Stärke montiert) an diese Buchsen kann ich dann
die entsprechende Lüsterklemmenstecker aufstecken, und an diese ist dann
jeweils die passende Versorgungleitung für das entsprechnde Gerät
angeschlossen (entweder opfert mann die orginale Leitung der ursprünglen
zum Gerät gehörenden Wandwarze oder mann fertigt das entsprechende Kabel
selbst an).
Allerdings habe ich in der 16A Leitung noch ein Überspannungsschutz (der
aber noch "etwas" mehr kann) eingebaut - denn bei einer eventuellen
Überspannung sind natürlich alle angeschlossenen Geräte auf einmal
gefährdet - auch wenn in meinen Fall einige der hochwertigen Geräte
schon einen Internen Überspannungsschutz haben - aber eben nicht alle.
Falls interesse an den Überspannungsschutz (der noch viel mehr kann)
besteht:
Google mal nach "Shack Power Meter" und DG7XO .
mfg
Ham
Im Prinzip ist die Versorgung von mehreren 12V Verbrauchern aus einem
Zentralnetzteil möglich. Je nach Verbraucher und den dort vorhandenen
Anschlüssen und Auslegung der zentralen Netzversorgung handelt man sich
jedoch ggf. eine zusätzliche ungewollte "Masseschleife" ein, die bei
Audioanwendungen ggf. zu erheblichen Störgeräuschen führen kann. Eine
sehr elegante Lösung wäre natürlich ein zentrales SNT mit mehreren
erdfreien Ausgängen, aber das gibt`s schwerlich was preiswert als
Serienmodell. Selbstbau ist da auch etwas aufwendiger, da beim Trafo
wohl selbstwickeln oder teure Einelstückfertigung angesagt ist.