Platinen mit Papierhebelschere?

OP (Firma: Extinction Level Events) #3544737
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Ich wollte mir zum Platinen schneiden eine Blechhebelschere kaufen da 
ich in vielen Foren gelesen habe das sich das wohl ganz gut macht.
Allerdings musste ich feststellen das die von der Schneidtiefe eher 
ungünstig sind und vom Preis her noch mehr.

Und ich ahtte gedacht da es sich beim Trägermaterial ja nur um 
Hartpapier (glaube ich) handelt könne man es ja mit einer 
Papierhebelschere probieren.
Hat da jemand von euch schon Erfahrungen mit gemach?
funktioniert das?


Danke für eure Hilfe
Gast #3544751
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> da es sich beim Trägermaterial ja nur um Hartpapier (glaube ich)
> handelt

FR2 gibt es, kann man mit einer normalen Schere trennen,
oder auch Laubsäge oder Teppichmesser,

aber die üblichen Probleme macht gelasfaserverstärktes Epoxy,
wegen der Glasfasern die normales Werkzeug sofort ruinieren.
Gast #3544770
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Nein, mit einer Hebelschre kannst Du Hartpapiermaterial nicht schneiden,
das splittert in tausend Stücken.
Da müßtest Du eine Schlagschere nehmen.

Als Bastler ist aber nicht zuviel verlangt, die Platine mit einer 
Reißnadel
von beiden Seiten anzureißen und über eine Kante zu brechen.
Danach noch mit Sandpapier die Kanten glätten und fertig ist der Lack.

MfG Paul
Gast #3544783
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kann mir nicht vorstellen, daß das was wird. Das Material darf nicht 
verbogen werden. FR4 nicht, und dem Hartpapier tut es auch nicht gut.
Erfahrungsbericht: Standard-Laubsäge. Es gibt Sägeblätter, die halten 
sogar 100mm in FR4. Für FR2 geht es gut. Allerdings wird der Schnitt 
nicht sehr gerade.
Die Fliesensäge hat sich sehr gut bewährt. (Kreissäge-ähnlich mit 
Diamantblatt und Wasserkühlung) Kostet nich viel, Standzeit beliebig 
lang, auch bei FR4. Durch die Wasserkühlung gibt es nur wenig Feinstaub.
OP (Firma: Extinction Level Events) #3544847
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> Die Fliesensäge hat sich sehr gut bewährt. (Kreissäge-ähnlich mit
> Diamantblatt und Wasserkühlung) Kostet nich viel, Standzeit beliebig
> lang, auch bei FR4. Durch die Wasserkühlung gibt es nur wenig Feinstaub.

Simmt ie dinger kosten glaub ich auch nicht die Welt

http://www.ebay.de/itm/EasyMaxx-Mini-Handkreissage-Power-XXL-Kreissage-Tauchsage-Speedsaw-TV-/370937757997?pt=_DE_Haus_Garten_Heimwerker_Elektrowerkzeuge_&hash=item565d9d012d

denkst du sowas würde reichen wenn man da n dia-Blat reinsetzt?

weil viel hat sie ja nicht zu schneiden

aber bei so billigem Elektrowerkzeug kommt häufig auch nicht viel rum 
deswegen frage ich lieber
danke
Gast #3544878
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Hallo,

kauf dir doch gleich am besten eine Kleinbohrmaschine wie Dremel oder 
Proxxon und den dazugehörenden Bohrständer. Diamanttrennscheiben gibt es 
für ein paar Euro. Vorteil der Kleinbohrmaschine ist, dass du diese auch 
zum Bohren und Fräsen von Platinen gleich nutzen kannst. Überleg dir das 
mal, auch wenn es etwas teurer ist.

Gruß
HF-Papst
#3544896
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Der Tod der Max Bahr Baumärkte hat mir einen Diamant-Fliesenschneider 
beschert, der mir bei ca. 1-2mm Verschnitt ein verwindungsfreies Trennen 
von sämtlichem Platinenmaterial ermöglicht hat. Eine als Zubehör 
verfügbare Wanne mit Wasser verhindert, dass karzinogene Glaspartikel 
(bei FR4) meinen Anspruch auf Lebenszeitrente verkürzt. Danke Max!
Gast #3544962
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Ist doch alles unnötiger Aufwand. Am einfachsten und schnellsten ist es, 
mit dem Teppichmesser (mit Abbrechklingen, damit die Spitze immer schön 
scharf ist) ein paarmal zu Ritzen (mit Flachstahl als Lineal), und dann 
an der Tischkante abbrechen. Kein Verschnitt und die Platinen bleiben 
unbeschädigt. Wers braucht kann die Kanten danach noch auf einem Stück 
Schleifpapier glätten.
#3544968
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Ich habe mit der Proxxon KS230 + Diamantblatt sehr gute Erfahrungen mit 
FR4 (Epoxy) gemacht. Gesamtkosten liegen aber leider bei ca. 100 Euro.
Ritzen und an einer Kante brechen kann bei FR4 funktionieren, aber man 
muss davon ausgehen, dass der nicht eingespannte Teil hinterher Schrott 
ist.
Gast #3544980
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Dietmar Schmunkamp schrieb:
> aber man
> muss davon ausgehen, dass der nicht eingespannte Teil hinterher Schrott
> ist.

Eingespannt? Da ist nix eingespannt. Einfach über die Tischkante 
brechen! Da ist noch nie irgendwas gebrochen ausser die geritzte Linie.

Wenn man sich natürlich dumm anstellt kann man alles verbocken. Aber mit 
einem scharfen Messer und 2-3 mal kräftig Ritzen geht das perfekt ohne 
Ausschuss. Und ja, bei 1,5mm Material.
Gast #3544991
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> Wenn man sich natürlich dumm anstellt kann man alles verbocken. Aber mit
> einem scharfen Messer und 2-3 mal kräftig Ritzen geht das perfekt

Naja, was heißt hier "dumm anstellen"? Fehler können immer passieren und 
gerade beim Ritzen ritzt man schnell mal woanders hin (z.B. einmal über 
die Leiterbahnen), indem man abrutscht. Dann ist die LP hin.
Gast #3545020
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Ach, lass dich nicht davon abbringen.
Ich benutze mit Erfolg so eine ähnliche Handhebelschere.
ebay 221377195316
Für kleine Platinen wie 160x100 geht das prima. Bei FR1 kann es sein, 
das das abgeschnittene Stück etwas splittert.
Bei FR4 gibt es keine Probleme. Kein Verschnitt, kein Staub und es sind 
auch längere Teile trennbar. Ich hab da schon Streifen von 300mm 
abgeschnitten.
FR4 federt zurück.
Zugeschnitten wird das Material vor dem Ätzen. Also noch mit der 
Schutzfolie.
Es geht auch für kleine Teile eine Blechschere Berliner Form.
Wichtig ist, das man die öfter nachschleift damit sie schön scharf sind.
Damit Hartpapier beim schneiden nicht splittert, muß es eigentlich 
vorgewärmt werden. Egal mit welchen Schneidverfahren.
Gast #3545187
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Hartpapier kann man - wie Paul oben schon richtig schreibt - nur mit ner 
Tafelschere schneiden. Die Messerlänge muss ausreichend groß sein, damit 
sich das Material nicht verbiegt. Mit meiner 700mm-Schere klappt es sehr 
gut, mit der 210mm nicht mehr. Die hier genannten Hebelscheren sind 
völlig ungeeignet, da noch kürzer. Und man schneidet eben nicht immer 
nur Stücken zum wegschmeißen ab, sondern möchte oft auch zwischen zwei 
Platinen trennen.
Die Tafelscheren haben auch einen ungemein nützlichen Vorteil, und zwar 
schneidet man damit wirklich rechtwinklig. Das ist bei der Hebelschere 
gar nicht möglich, und beim Fliesenschneider selbst mit eventuellem 
Anschlag + Winkel eher ungenau. Dafür sind die Schnittkanten sauberer.

Eine Papier-Tafelschere könnte klappen, allerdings sollte man so einer 
vermutlich kein FR4 antun.
Gast #3545188
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Mehmet schrub:
>In türkischen Foren wird folgende Methode propagiert: Platine etwas
>erwaermen und dann mit einem normalen Papierhebelschneider trennen.

Ja, da wird sie weich wie türkischer Honig...
;-)
MfG Paul
Gast #3545217
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David Britten schrieb:
> denkst du sowas würde reichen wenn man da n dia-Blat reinsetzt?

das tue ich schon seit Jahren. Am Diamant verschleißt sich fast nichts, 
die Trennscheibe ist in der Packung mit dabei, und außerdem für 2.- bei 
Resterudi zu bekommen (nie benötigt). Etliche -zig Meter Schnittlänge, 
zusätzlich 2 Badezimmer verfliest, und die Trennscheibe ist immer noch 
ok. Dabei war das Gerät im Billig-Angebot. Den Schnittverlust von 2mm 
kann man verschmerzen (wenn man die Kiloware von pollin nimmt). Es gibt 
aber im Kupfer einen Grat, der sich mit dem Messer leicht entfernen 
läßt.
Das mit dem Staub, der nicht entsteht, ist auch ein Vorteil. Aber das 
Wasser kleckert. Man kann auch ohne Wasser sägen, das staubt 
fürchterlich (nur für Draußen bei Sturm).
Klar ist Messer ritzen und brechen auch eine Methode, es kommt auf Preis 
und Ansprüche an. Mit der Säge bin ich genauer und stressfreier für das 
Material. Außerdem freut sich die Eheliebste über schöne Badezimmer.

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