Bachelorarbeit Schweiz Software/App Entwickler

OP #3549050
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Hallo Community!

Ich hab eine Möglichkeit bei einem Schweizer Unternehmen, relativ klein, 
eine sehr interessante Bachelor Thesis zu schreiben. Ich bin mir 
eigentlich schon relativ sicher das ich da anfangen möchte und bin sehr 
froh das die Firma mir diese Möglichkeit gibt. Allerdings wurde ich 
jetzt gefragt was ich für Gehaltsvorstellungen habe...so und da war ich 
sprachlos ?
Wie sind denn die Gehälter in der Schweiz strukturiert für Bacheloranten 
ohne vorherige abgeschlossene Ausbildung?
Vielleicht habt ihr mir Tipps, ich soll nämlich bis Donnerstag meinen 
Gehaltswunsch der Firma mitteilen
?

Grüße bp
Gast #3549167
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Was denn, Gehalt für deine BA? oder wenn du denn nachher anfängst?

ich kann dir als Schweizer aus 1. Hand folgendes sagen: ein Freund hat 
Elektroniker gelernt und schliesst das Studium im Herbst ab. Ab Sommer 
wird er eingestellt in einem E-Technik Konzern in Zürich. Gehalt circa 
85k Fr. Allerdings hat er halt BE.
Bei mir das gleiche, arbeite jetzt schon (selber Konzern, seit 3 Jahren) 
und bin etwa im ähnlichen Bereich. Ohne BE kannst du sicher nicht so 
viel verlangen, ich würd mal so auf 78k..80k gehen. Kommt allerdings 
auch auf die Gegend an. In Zürich zahlst du dich schon dumm und dämlich 
für die Wohnung, während es sich z.B. in Bern relativ gut leben lässt 
mit etwas weniger Einkommen.
Gast #3549210
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Pass auf jeden Fall auf, was in dem Vertrag drin steht. Die Chance ist 
groß, dass dich die Firma nur als billige Arbeitskraft missbraucht. Eine 
komplette Applikation zu entwickeln sprengt i.A. deutlich den Rahmen 
einer Bachelorarbeit.
#3549473
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Mirko schrieb:
> Wenn du in Deutschland studierst hast du ggf. auch noch Anspruch auf
> zusätzliche Förderung durch das Erasmusprogramm. Frag dazu einfach mal
> beim akademischen Auslandsamt deiner Hochschule nach.

Muss man sich immer an den staatlichen Tropf hängen? Er hat doch ne gute 
Stelle und die werden wohl auch ordentlich bezahlen. Gibts nur noch 
"Nehmer"?
OP #3549922
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Es wird ungern gesehen wenn man anständig verdient?!?! Vielleicht aus 
Neid, aber mein Betreuer ist da nicht so er meinte sogar unter 1.500 CHF 
sollte ich nicht zusagen...zusätzlich meinte er dann dass er noch keinen 
Bacheloranten betreut hat der unter 2.000 CHF verdient hat...
Naja mal schauen, ich denke ich peil die 1500-1800 an. Ob das dann 
realistisch ist und ob mein Betreuer mir was vorgemacht hat ist die 
andere Frage ;)
Gast #3549945
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Jamal G. schrieb:
> Naja mal schauen, ich denke ich peil die 1500-1800 an. Ob das dann
> realistisch ist und ob mein Betreuer mir was vorgemacht hat ist die
> andere Frage ;)

Hmm... Du lebst dann in der Schweiz für die Zeit, richtig? Das reicht 
dann nimmer ....
Ich würde auch so ca. 5000 CHF anpeilen. Unter 3500 CHF sicher nicht, da 
lässt es sich nicht leben.
Gast #3549967
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Jamal G. schrieb:
> Es wird ungern gesehen wenn man anständig verdient?!?! Vielleicht aus
> Neid, aber mein Betreuer ist da nicht so er meinte sogar unter 1.500 CHF
> sollte ich nicht zusagen...zusätzlich meinte er dann dass er noch keinen
> Bacheloranten betreut hat der unter 2.000 CHF verdient hat...

Ich dachte jetzt du bist in Deutschland und hier wäre auch dein Prof. 
Normalerweise wird ja eine BA oder MA an der Uni gar nicht bezahlt. 
Externe Arbeiten sollen nicht die Regel sein weil sonst dies ja alle 
machen würden und die Uni von unbezahlten Arbeitskräften nix hätte...
OP #3550123
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Ich studiere in Deutschland, die Firma wäre eine ca. 35 min tägliche 
Autofahrt in die Schweiz... Ich jag die Mail bzw. Meinen Gehaltswunsch 
jetzt raus und sage einfach mal das ich 2.200 CHF für angemessen halte..
Ich würde weiterhin in Deutschland wohnen und denke das der Betrag für 
einen Bacheloranten angemessen ist ?
Gast #3550188
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Hi, versuch nachher mit Master irgendwann mal 9.000 CHF brutto im monat 
zu verlangen (exkl. Bonus).. soviel verdient ein IT Spezialist (Dipl 
Ing)  den ich kenne mit ein paar J. Berufserfahrung in Zürich..

Nur am Rande dass du sehen kannst, wie es sich entwickeln kann
#3550252
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Nur mal als weiteren Vergleich: Lidl zahlt ungelernten Regaleinräumern 
ca 4500 CHF/Monat

Das Existensminimum bei einem schweizer Bürger liegt irgendwo bei 3200 
CHF
(http://www.beobachter.ch/konsum/artikel/nur-das-noetigste_so-wird-das-existenzminimum-berechnet/)

Ich würde auf jeden Fall versuchen rund 3500 CHF zu bekommen. Dich 
Auslachen und Dir weniger anbieten können sie dir ja noch immer.

Denk auf jeden Fall daran, dass du eine Bewilligung vom Migrationsamt 
brauchst, um in der Schweiz arbeiten zu dürfen. Ich denke für Studenten 
gibt es besondere Regeln, würdest Du als normaler Arbeiter pendeln, 
bräuchtest Du einen sogenannten Grenzgängerausweis (Ausländerausweis L)
OP #3551358
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Philip Siefke schrieb:
> Das Existensminimum bei einem schweizer Bürger liegt irgendwo bei 3200
> CHF

Grundsätzlich hast du recht viel fordern und dann runterhandeln. 
Allerdings möchte ich es auch nicht übertreiben, die Firma gibt mir die 
Möglichkeit für eine Bachelorarbeit und bei einer Festanstellung werde 
ich dann so vorgehen :P
Und zu dem Existensminimum, das gilt ja nur für Schweizer, ich wohne ja 
dann weiterhin in Deutschland...

Grüße und besten dank bisher !!!
Gast #3551521
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Die Schweiz ist so teuer und in Zürich ist das Geld nix wert. Wie 
angeführt, Kumpel verdient 9000 chf brutto, kriegt im Monat 7200 chf 
raus und kann grad mal 1500 chf pro Monat auf die Seite legen..
Gast #3556220
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Darf man fragen warum gerade Schweiz und noch dazu eine kleine Firma? 
Sind dir deutsche Unternehmen ausgegangen oder glaubst du, dass du dann 
was besseres bist als die selben Absolventen aus Deutschland?
#3560733
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Philip Siefke schrieb:
> Nur mal als weiteren Vergleich: Lidl zahlt ungelernten Regaleinräumern
> ca 4500 CHF/Monat
>
> Das Existensminimum bei einem schweizer Bürger liegt irgendwo bei 3200
> CHF
> 
(http://www.beobachter.ch/konsum/artikel/nur-das-noetigste_so-wird-das-existenzminimum-berechnet/)
>
> Ich würde auf jeden Fall versuchen rund 3500 CHF zu bekommen. Dich
> Auslachen und Dir weniger anbieten können sie dir ja noch immer.

Aber aufpassen, dass er nicht zu hoch pokert ;o)
(Der TO ist doch Deutscher und versteht Ironie, oderr? :o)

> Denk auf jeden Fall daran, dass du eine Bewilligung vom Migrationsamt
> brauchst, um in der Schweiz arbeiten zu dürfen. Ich denke für Studenten
> gibt es besondere Regeln, würdest Du als normaler Arbeiter pendeln,
> bräuchtest Du einen sogenannten Grenzgängerausweis (Ausländerausweis L)

Darum kümmert sich IMHO der Arbeitgeber. Grenzgänger ist "G", das "L" 
ist die Kurzaufenthaltsbewilligung für 3 - 12 Monate.
#3561334
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ja klar...jeder Ausländer in der Schweiz kommt sehr schnell zu dem 
Punkt, das er über 120.000chf verdient und somit nicht mehr 
Quellensteuerpflichtig ist %-)

Ich habe während meines Praktikums, in welchem ich auch meine DIplarbeit 
geschrieben habe, 1800chf bekommen(E-Ingenieur). Damit kann man als 
Student in ner Schweizer WG auch überleben. Krankenkassenpflichtig war 
ich in Deutschland und wenn du eh in Deutschland wohnst, zahlste auch 
dort deine Krankenkasse. Steuern waren verschwinden gering, und das 
dürfte bei dir auch nicht anders sein.

Ein Kumpel, der ein Praktikum bei der Stadt gemacht hat, hat 3000chf 
bekommen. Das nur so als Relation. (alles in Basel)

Zürich ist teuer, aber dann kommts natürlich auch auf den eigenen 
Anspruch an. Wem der Seeblick wichtig ist, der zahlt diesen auch.

Und wenn man dort seine Arbeit schreibt, dann lieber bischen weniger 
Kohle und dafür hat man die Freiheiten zu schreiben und zu arbeiten wie 
man will. 5000chf Gehalt gehen sicherlich nicht nur mit rumpimmeln und 
rumdoktorn an der Bachelorarbeit einher...

Gezahlt wird im allgemeinen schon, und das finde ich auch 
gerechtfertigt.
Ich kenne aus Deutschland auch einige Kommilitonen, welche für ihr 
Pflichtpraktikum bzw. ihre Abschlussarbeit nix bekommen haben in Firmen. 
Ist aber in meinen Augen ne Frechheit. Klar bekommt man kein volles 
Gehalt weil man noch wenig kann, aber von der Hand im Mund lebt es sich 
nunmal schlecht. Und wenn der Studi dann neben seiner Arbeit noch jobben 
muss, wirkt sich das sicherlich nicht positiv auf die Arbeitsleistung 
aus.

Jaja, diejenigen die ihre Arbeit an der Hochschule schreiben, bekommen 
auch nix, aber die können sich in der Regel ihre Zeit frei einteilen und 
somit auch jobben.
#3562489
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A. B. schrieb:
> ja klar...jeder Ausländer in der Schweiz kommt sehr schnell zu dem
> Punkt, das er über 120.000chf verdient und somit nicht mehr
> Quellensteuerpflichtig ist %-)

Jöööh, wir drücken halt die Löhne :oD


> Gezahlt wird im allgemeinen schon, und das finde ich auch
> gerechtfertigt.
> Ich kenne aus Deutschland auch einige Kommilitonen, welche für ihr
> Pflichtpraktikum bzw. ihre Abschlussarbeit nix bekommen haben in Firmen.
> Ist aber in meinen Augen ne Frechheit. Klar bekommt man kein volles
> Gehalt weil man noch wenig kann, aber von der Hand im Mund lebt es sich
> nunmal schlecht. Und wenn der Studi dann neben seiner Arbeit noch jobben
> muss, wirkt sich das sicherlich nicht positiv auf die Arbeitsleistung
> aus.

In den meisten Fällen kostet der "Studi" halt nur und rechnet sich 
betriebswirtschaftlich auf gar keinen Fall. Nach meiner persönlichen 
Meinung sollten aber die Firmen wirklich mal sinnvoll in den Nachwuchs 
investieren. Und das ist ausdrücklich nicht nur auf akademische 
Abschlüsse bezogen.

Aber was soll man erwarten? Betriebe in Deutschland werden bis auf die 
Substanz ausgepresst, gleichzeitig mokieren sich unsere Freunde über die 
noch vorhandene Export-Stärke.
#3565182
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Klaus I. schrieb:
> In den meisten Fällen kostet der "Studi" halt nur und rechnet sich
> betriebswirtschaftlich auf gar keinen Fall. Nach meiner persönlichen
> Meinung sollten aber die Firmen wirklich mal sinnvoll in den Nachwuchs
> investieren. Und das ist ausdrücklich nicht nur auf akademische
> Abschlüsse bezogen.

Nach der Logik würden die Unternehmer ja bei allen Studijobs drauflegen.

Also ich denke man kann durchaus eine Mischung finden aus produktiver 
Arbeit des Studenten, Wissensvermittlung und Bearbeitung der 
Bachelorarbeit.
Gast #3565432
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Meiner Meinung nach ist oft ein frischer Wind eines Studenten mit neuen 
Ideen in der Firma sehr gut. Wenn ich da einige Bwler, Abteilungsleiter 
sehe, das kriegen doch oft Grundschüler besser zusammen.

Lieber Bachelorstudent, verlange wa für deine Arbeit, denn sie ist nicht 
umsonst, oder etwa doch? Verkaufe dich doch besser!

Nach ein paar Jahren Berufserfahrung kannst du in Zürich auf sicher 9000 
chf Brutto und das noch exkl Bonus kommen.  Ohne Schwierigkeiten!
Gast #3565558
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9.000 Franken sind 7.400 € plus Bonus

Angenommener Jahresverdienst 130.000 Fr. = 106.000 €
Steuern in Zürich: 26000 Fr. = 21000 €
Steuerquote: 20 %
Vergleich zu D: 34.000 € Steuern entspr. 32 % Steuerquote

Die Sozialversicherungen sind auch alle besser und günstiger als in D.
#3565578
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Jo S. schrieb:
> 9.000 Franken sind 7.400 € plus Bonus
>
> Angenommener Jahresverdienst 130.000 Fr. = 106.000 €
> Steuern in Zürich: 26000 Fr. = 21000 €
> Steuerquote: 20 %
> Vergleich zu D: 34.000 € Steuern entspr. 32 % Steuerquote
>
> Die Sozialversicherungen sind auch alle besser und günstiger als in D.

Und das Schweizer Pupu riecht auch besser und der Himmel ist blauer und 
die Berge höher, ach wären wir doch alle Schweizer.... nicht.

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