Hallo zusammen,
da man mit Kollegen ja nur bedingt über Gehälter spricht, würde ich
gerne hier mal diskutieren, wie ich so im Schnitt liege.
Meine Daten:
Alter: 26
Berufserfahrung: 1,5 Jahre
Abschluss: Durchschnittlicher Bachelor (Mechatronik/Elektrotechnik)
Beruf: Elektronik Entwickler (Hard- und Software)
Unternehmen: Größerer Mittelständler
Bundesland: Baden-Württemberg
Gehalt: ca. 56.000/Jahr incl. aller Zulagen
Verglichen mit Statistiken aus dem Internet (z.B. Gehaltsreport von
Stepstone) liege ich derart über dem Durchschnitt, dass ich es kaum
glauben kann, verglichen mit ehemaligen Kommilitonen dafür eher im guten
Durchschnitt. Haben meine Freunde und ich nur Glück gehabt oder stimmen
die Statistiken nicht? Über ein paar andere Erfahrungsberichte würde ich
mich sehr freuen! Mich interessiert auch die Gehaltsentwicklung in den
Folgejahren.
Viele Grüße
jibi schrieb im Beitrag #3554471:
> Der nächste Schwanzvergleich, wie langweilig...
Interessant ist da doch die Qualität und nicht die Quantität.
Bezogen auf den Gehaltsvergleich bedeutet dies:
Wie ist das Arbeitsklima?
Wie ist das Verhältnis zu den Mitarbeitern und den Vorgesetzten?
Wie sind die Anforderungen und der Druck?
Da gibts auch meilenweite Unterschiede.
Wenn die Kollegen arrogante Einzelkämpfer sind und der Chef ein Tyrann,
wiegt das ein Plus von 10k€ im Jahresgehalt wirklich auf?
Lebensqualität kann man schlecht in Zahl bzw. einem angemessenen Gehalt
ausdrücken.
Zudem kann man an dem Gehalt das man gerade verdient meist sehr wenig
ändern.
Gehaltserhöhungen sind nur im stark begrenzten Maße möglich, wenn
überhaupt.
Den Arbeitsplatz will man auch nicht wechseln, wenn man sich aktuell
wohl fühlt.
Das ist ungefähr so wie der Blick auf die eigene Frau/Freundin/Partnerin
im Vergleich zu den Abbildungen von Frauen in Männermagazinen....
Auf den ersten Blick, also rein optisch, ist der Inhalt von
Männermagazinen schon meist verlockend.
Aber die Optik ist beiweitem nicht alles.
Genauso ist es mit dem Gehalt.
Zudem gibts hier schon einige Gehalt-Vergleichs-Threads.
Daniel schrieb:> Interessant ist da doch die Qualität und nicht die Quantität.
Darum geht's nicht, genauso wenig wie all die anderen Punkte, die du
ansprichst. Das ist alles ein anderes Thema.
tipp schrieb:> hier ist ein aktueller report aus 2014> http://www.karriere-ing.de/gehaltsreport/article/1...
Na Christian, liegst du jetzt immer noch "derart über dem Durchschnitt",
wenn du dir diese Studie reinziehst?
Du siehst also, mit der passenden Statistik kann man alles belegen.
Ach ja, und deine Thread-Frage ist übrigens als simple Angeberei
enttarnt. Hol Dir gerne einen darauf runter aber nerv uns nicht damit.
Abra schrieb:> 35h-Woche?> 40h-Woche?> 42h-Woche?> 60h-Woche?> Unbezahlte Ü-Stunden?
Insgesamt komme ich effektiv auf 40h. Überstunden bekomme ich leider
nicht bezahlt bzw. kann sie nur bedingt abfeiern. Aber viele Überstunden
fallen dafür auch gar nicht an.
Daniel schrieb:> Interessant ist da doch die Qualität und nicht die Quantität.
Zwar nicht Thema aber absolut richtig. Das Gehalt ist für mich auch nur
ein Bonbon. Eigentlich bin ich in meinem Beruf, Firma und Abteilung,
weil ich mich hier wohl fühle. Wenn ich müsste, würde ich auf einen
großen Teil meines Gehalts verzichten, solange Der Job weiterhin passt.
tipp schrieb:> http://www.karriere-ing.de/gehaltsreport/article/1...
Bei den Zahlen würde ich ja wirklich ganz schön abstinken. Kann
irgendjemand bestätigen, dass man mit weniger als 3 Jahren
Berufserfahrung 104k verdienen kann, oder sind das Mondwerte?
Dirk K. schrieb:> Hol Dir gerne einen darauf runter aber nerv uns nicht damit.
Ich hab mir schon einen drauf runter geholt. Jetzt wollte ich wissen, ob
das Gehalt im Vergleich wirklich so hoch ist oder ob stepstone Quatsch
erzählt. War ja klar, dass man dann auch gleich getrollt wird...
* Wirst du nach Tarif bezahlt ?
* EG 12 (BW)?
* 35h/W ?
Wenn ja, dann ist es ein durchschnittliches Gehalt.
* 40h ----> unterdurchschnittl.
http://www.karriere-ing.de/gehaltsreport/?_aid=106120&gid=4391&cp=28
Die Angaben im Gehltsreport sind sehr realistisch und können als
Referenz gut herangezogen werden. Der große Vorteil ist die detaillierte
Differenzierung zw. Funktionen und Branchen, da es signifikante
Gehaltsunterschiede gibt.
also diese Gehälter sind nie und nimmer realistisch, vielleicht für
München oder so oder für Konzerne bzw. Firmen mit IGM Bindung. Laut
Verdienststrukturerhebung kommt ein Ing im Schnitt auf 70k, zumal einige
Ings beim Dienstleister gar nicht als Ings in die Statistik mit
eingehen. Und bei den 70k sind alle dabei, vom Anfänger bis zum alten
Hasen.
Hier aber steht in der Statistik, dass ein stink normaler
Entwicklungsing mit 3 Jahren oder mehr BE auf 77-101k kommt. Das gibt es
höchstens in den oben genannten Firmen.
Jo S. schrieb:> Nenn doch bitte die Quelle deiner Verdienststrukturerhebung
gerne doch, destatis, ich denke die sind seriös, googlen kannst die
Studie selbst. Die werten die Angaben der Finanzämter direkt aus.
Aber das glaubst ja nicht. Du meintest ja mal, dass ein poppelliger Big4
Prüfungsassistent 40k Grundgehalt kriegt und oben drauf noch 20-30k
Bonus ... wache mal aus deiner IG Metall Disneyland Konzern Traumwelt
auf und schaue was man wirklich so verdient.
Mal eine Frage an Dich, was schätzt du was verdient in Deutschland der
durchschnittliche Vollzeitarbeitnehmer?
Jo S. schrieb:> Die Angaben im Gehltsreport sind sehr realistisch und können als> Referenz gut herangezogen werden.
Der Jo S. wieder!
Was hast du eigentlich für überzogene Vorstellungen? Die dargestellten
Gehälter sind übertrieben.
Beispiel:
Ein Ingenieur mit ERA EG 10b (Bayern) verdient mit 14 % Leistungszulage
(Branchendurchschnitt) bei 35 h knapp über 63k € p. a.
(4186*13,25*1,14). Nur mal so als Richtwert.
Selbst die Zahlen vom Verband der bayrischen Metall- und
Elektroindustrie (VBM) sind niedriger. Das Durchschnittsgehalt in der
M+E-Branche liegt demnach bei 3921 € p. Monat bei 35 h. Siehe hier:
http://www.pressebox.de/inaktiv/vbm-verband-der-bayerischen-metall-und-elektro-industrie-e-v/vbm-Verdiensterhebung-Gute-Loehne-in-der-bayerischen-ME-Industrie/boxid/650672
Und das ist der Durschnittswert von 121 Firmen mit IGM-Tarif. Und der
IGM-Tarif hat bekanntlich die höchsten Gehälter.
Also Jo S.:
Hör auf, hier ständig falsche Zahlen zu verbreiten! Durch dich reden
sich Absolventen im Vorstellungsgespräch um Kopf und Kragen und fliegen
wegen absolut weltfremder Gehaltsvorstellungen aus den Auswahlverfahren.
in die Ecke schrieb:> Ein Ingenieur mit ERA EG 10b (Bayern) verdient mit 14 % Leistungszulage> (Branchendurchschnitt) bei 35 h knapp über 63k € p. a.> (4186*13,25*1,14). Nur mal so als Richtwert.
EG 10b d.h. zweites Beschäftigungsjahr 63.000 € ... paßt!
in die Ecke schrieb:> Selbst die Zahlen vom Verband der bayrischen Metall- und> Elektroindustrie (VBM) sind niedriger. Das Durchschnittsgehalt in der> M+E-Branche liegt demnach bei 3921 € p. Monat bei 35 h
Durchschnitt im Industriebetrieb = Facharbeiter und Kaufleute
(Haupt-) Realschulabschluß und Berufsausbildung
53.000 € pro Jahr
Ja, das ist der Durchschnitt .... und paßt!
Jo S. schrieb:> i 3921 € p. Monat bei 35 h>> Durchschnitt im Industriebetrieb = Facharbeiter und Kaufleute>> (Haupt-) Realschulabschluß und Berufsausbildung>> 53.000 € pro Jahr>> Ja, das ist der Durchschnitt .... und
Quelle bitte! und das trifft, wenn überhaupt, nur im IGM Disneyland zu.
Der durchschnittliche VOLLZEIT Beschäftigte im echten Deutschland
verdient 32k Brutto, in Dunkel"Deutschland" sogar nur 24k Brutto.
Aber du bist aus München? ja gut, da würde ich auch so hohe Gehälter
wollen, weil mit 60k im scheiss Minga bist nur ein kleiner Wicht. Unter
100k fix + Bonus würde ich nicht mal darüber nach denken nach München zu
ziehen.
Das was für mich ein normaler Lebenstandard ist, kann man sich da nur
mit 6 stelligem Gehalt leisten.
Jo S. schrieb:> in die Ecke schrieb:>> Selbst die Zahlen vom Verband der bayrischen Metall- und>> Elektroindustrie (VBM) sind niedriger. Das Durchschnittsgehalt in der>> M+E-Branche liegt demnach bei 3921 € p. Monat bei 35 h>> Durchschnitt im Industriebetrieb = Facharbeiter und Kaufleute>> (Haupt-) Realschulabschluß und Berufsausbildung>> 53.000 € pro Jahr>> Ja, das ist der Durchschnitt .... und paßt!
Das war einmal und kommt nicht wieder.
Christian schrieb:> Hallo zusammen,>> da man mit Kollegen ja nur bedingt über Gehälter spricht, würde ich> gerne hier mal diskutieren, wie ich so im Schnitt liege.
Hier ist der aktuelle Thread Beitrag "Gehalt für Ingenieure und Informatiker 2014"> Meine Daten:> Alter: 26> Berufserfahrung: 1,5 Jahre> Abschluss: Durchschnittlicher Bachelor (Mechatronik/Elektrotechnik)> Beruf: Elektronik Entwickler (Hard- und Software)> Unternehmen: Größerer Mittelständler> Bundesland: Baden-Württemberg> Gehalt: ca. 56.000/Jahr incl. aller Zulagen
Wenn ich von mir bekannten alten Werte ausgehen und das so über 9 Jahre
extrapoliere (Chemie-Tarif zahlt ähnlich) dann noch Baden-Württemberg
Aufschlag ca. 5 % aber einen kleinen Bachelor Malus von ca. 10 % komme
ich auf genau 55485 EUR. Ok Urlaubsgeld habe ich nicht berücksichtigt
und schon haben wir exakt die 56.000 zusammen ;o)
Aber ernsthaft, hört sich für mich realistisch auch vernünftig an.
> Verglichen mit Statistiken aus dem Internet (z.B. Gehaltsreport von> Stepstone) liege ich derart über dem Durchschnitt, dass ich es kaum> glauben kann, verglichen mit ehemaligen Kommilitonen dafür eher im guten> Durchschnitt. Haben meine Freunde und ich nur Glück gehabt oder stimmen> die Statistiken nicht?
Manche nehmen halt zur Not lieber niedrigbezahlte Stellen bevor sie gar
nichts haben. Andere taugen auch nicht für etwas anderes. Das Spektrum
ist groß nach unten. Oberhalb des tariflichen Normals bekommt man als
Berufseinsteiger nichts, warum auch?
> mich sehr freuen! Mich interessiert auch die Gehaltsentwicklung in den> Folgejahren.
Dann erzähl doch mal was Du so die nächsten Jahre machen wirst :oP
Ansonsten gibts einfach 3 Prozent mehr pro Jahr.
Das muß man abwarten, bzw. selbst daran arbeiten, wie sich das
entwickelt. Meistens muß man für nennenswerte Gehaltssprünge den
Arbeitgeber wechseln.
Klaus I. schrieb:> Manche nehmen halt zur Not lieber niedrigbezahlte Stellen bevor sie gar> nichts haben. Andere taugen auch nicht für etwas anderes.
Wobei auch den Tarifbezahlten, also den Gutbezahlten bis
Bestbezahltesten, ordentliche Graupen dabei sind. Im Konzernkollektiv
kann man auch gut untertauchen, da fällt Ineffizienz nicht zu schnell
auf.
Alleine schon der aufgeblähte Wasserkopf.
Bei den Einkommen ist es wie es bei den Vermögen, sie sind extrem
ungerecht verteilt und des einen Einkommensarmut bedingt des anderen
Einkomensreichtums vice versa.
Christian schrieb:> Abschluss: Durchschnittlicher Bachelor (Mechatronik/Elektrotechnik)> Beruf: Elektronik Entwickler (Hard- und Software)> Unternehmen: Größerer Mittelständler> Bundesland: Baden-Württemberg> Gehalt: ca. 56.000/Jahr incl. aller Zulagen
Hast du an einer FH oder Uni studiert? Weil Bachelor an Uni teils von
den Firmen nicht voll akzeptiert wird.
Wirst du nach Tarif bezahlt? EG?
> schon haben wir exakt die 56.000 zusammen> Aber ernsthaft, hört sich für mich realistisch und auch vernünftig an.
Für mich auch.
> Verglichen mit Statistiken aus dem Internet (z.B. Gehaltsreport von> Stepstone) liege ich derart über dem Durchschnitt ... verglichen mit> ehemaligen Kommilitonen dafür eher im guten Durchschnitt.
Stepstone und Co. werden von Unternehmen bezahlt. Diese haben ein
Interesse an möglichst niedrigen Referenzwerten, an denen sich die
Bewerber orientieren sollen ;) Es wird mit allen Tricks gearbeitet!
in die Ecke schrieb:> Hör auf, hier ständig falsche Zahlen zu verbreiten! Durch dich reden> sich Absolventen im Vorstellungsgespräch um Kopf und Kragen und fliegen> wegen absolut weltfremder Gehaltsvorstellungen aus den Auswahlverfahren.
An der IG-Tarifbezahlung müssen sich die Unternehmen messen lassen,
machen doch sonst auch bei jedem Scheiß ein Benchmarking. Als erstes
müsste es mal zur Pflicht gemacht werden bei den hier im Mikrocontroller
veröffentlichen Stellen, die angedachten Gehaltsfenster zwingend
mitzuveröffentlichen.
Schluss mit der Lohnprellerei.