Hallo Zusammen
Ich bastle gerade etwas mit Magnetventilen rum (Irgend so ein Gemü
Industrieventil, welches ich gerade zur Hand hatte). Leider kann ich
diese nicht so schnell schalten wie erträumt.
Das Ziel ist eine periodische Schaltreihenfolge wie folgt:
Intakevalve open (IVO): 10ms
Intakevalve close(IVC): 30ms
Exhaustvalve open (EVO):50ms
Exhaustvalve close(EVC):100ms
IVO: 110ms
usw...
Die Verzögerung nach dem Schaltbefehl kann ich, wenn auch mühsam,
kompensieren.
Mein Versuchsaufbau sieht folgendermassen aus:
Einlassventil - Behälter - Auslassventil. Später kommt dann anstelle des
Behälters ein Zylinder mit Kolben --> Druckluftmotor.
Bei einem ersten Versuch, habe ich den Druck im Behälter gemessen und
festgestellt, dass erst bei einer Verdoppelung der Schaltzeiten ein
periodischer Druckverlauf resultiert (Siehe Uebersicht_druckverlauf im
Anhang). Dies ist aber zu langsam :)
Da das Ventil beim ersten Durchlauf noch öffnet und auch bei den
langsameren Versuchen im ersten Durchlauf ein höherer Druck im Behälter
resultiert (-->schnellere Öffnungszeit), denke ich liegt es an meiner
Schaltung?!
Ich benutze 2 von diesen Optokoppler
http://www.mouser.com/ds/2/427/vo3120-244747.pdf wobei ich die Schaltung
in Fig.7 kopiert habe um das Ventil anzusteuern. Auf der Led-Seite ist
ein AVR welches das Zeugs schaltet. Spannungsquelle ist ein 24V
Batterieladegerät. Das Ventil (24VDC) hat einen Widerstand von 44.5 Ohm,
mehr weis ich leider nicht darüber.
Jetzt stellt sich die Frage, wie ich die ganze Sache optimieren kann
damit ich an die Grenzen des Ventils stosse und nicht meine Beschaltung
den Flaschenhals darstellt?
Vielen Dank für jegliche Hinweise (auch vernichtende) schon im Voraus!!
Gruess Druckluft
Druckluft schrieb:> Magnetventil schneller schalten
Normalerweise müsstest Du parallel zum Magnetventil eine Diode
schalten, um Deine Ansteuerschaltung vor Schaltspitzen zu schützen.
Das wäre hier nicht angebracht, sondern man nimmt stattdessen
eine Z-Diode in Reihe zu einer Standarddiode oder einen Varistor.
Gruss
Harald
Die Verzögerungszeit durch die Optokoppler würde ich mal messen und
sehen ob die das langsames schalten verursacht. Ansonsten kann man einen
stromgesteuerten PWM-Spulentreiber nehmen und das Ventil mit einer
höheren Spannung ansteuern(beschleunigt das Anziehen). Beim Abschalten
hilft es das Magnetfeld schneller abzubauen, wenn man eine Z-Diode
anstelle einer normalen Freilaufdiode nimmt. Schau Dir mal den iC-GE an,
der ist dafür geeignet: http://ichaus.biz/product/iC-GE und eine
Applikation:http://www.elektronikpraxis.vogel.de/analogtechnik/articles/387196/.
Das Medium (Gas, Flüssigkeit) wird bestimmt auch noch eine
Massenträgheit haben, welche die Druckmessung verzögert.
Ansonsten, wie Harald schreibt. Die Jungs, die z.B. Hochspannung mit
Transistor und einer KFz-Zündspule erzeugen, dürfen auch keine
Schutzdiode verwenden, weil die kontraproduktiv ist. Man flacht entweder
das Abschaltsignal etwas ab, um den Transistor nicht zu zerstören, oder
man nimmt halt einen Hochspannungstransistor, bestenfalls auch ein
Relais dafür.
Mit kräftigeren Schaltströmen könnte man evtl. auch noch was erreichen.
> Spannungsquelle ist ein 24V Batterieladegerät. Das Ventil (24VDC)> Jetzt stellt sich die Frage, wie ich die ganze Sache optimieren kann> damit ich an die Grenzen des Ventils stosse
Deutlich mehr Spannung, bis hin zur Isolationsspannugn des Ventils.
Sagen wir 240V.
Dann wenn der Strom weit genug gestiegen ist entweder Umschaltung auf
24V oder Stromchoppenbetrieb.
Da dein Ventil offenbar nur die Hälfte der Zeit eingeschaltet ist,
darfst du sowieso den 1.4-fachen Strom fliessen lassen (also wie an
34V), ohne dass es überhitzt.
Und Abschalten nicht durch ÖÖffnen und eine Freilaufiode, sondern
entweder -240V oder eine Freilauf-Z-Diode mit viel Vol (240 wird nicht
ganz gehen weil die Güte der Spule vermutlich nicht 10 beträgt, aber
100V würde cih schon probieren.
Der vom VO3120 gesteuerte Optokoppler muss eben diese Spannung auch
aushalten.
> wobei ich die Schaltung in Fig.7 kopiert habe um das Ventil anzusteuern
Das ist doch bloss eine Testschaltung, dahinter gehört doch vor allem
der starke MOSFET.
Erstmal vielen Dank für die netten Hinweise!
Harald Wilhelms schrieb:> Normalerweise müsstest Du parallel zum Magnetventil eine Diode> schalten, um Deine Ansteuerschaltung vor Schaltspitzen zu schützen.> Das wäre hier nicht angebracht, sondern man nimmt stattdessen> eine Z-Diode in Reihe zu einer Standarddiode oder einen Varistor.MaWin schrieb:> Und Abschalten nicht durch ÖÖffnen und eine Freilaufiode, sondern> entweder -240V oder eine Freilauf-Z-Diode mit viel Vol (240 wird nicht> ganz gehen weil die Güte der Spule vermutlich nicht 10 beträgt, aber> 100V würde cih schon probieren.
Ich habe ein 48V Netzteil zur Hand und werde wohl mal die
Freilauf-Z-Diode Variante ausprobieren.
MaWin schrieb:> Das ist doch bloss eine Testschaltung, dahinter gehört doch vor allem> der starke MOSFET.
Der ist ja jetzt unerlässlich, da ich höhere Spannung verwenden will.
Mit 24V dachte ich ist es sinnlos noch einen Fet dazwischen zu packen,
welcher auch wieder eine Verzögerung produziert und der Opto hält ja 2.5
A aus...
Da ich mich max. als ambitionierten Bastler bezeichne bräuchte ich wohl
beim weiteren Vorgehen etwas Hilfe:
Vorhanden ist z.b. ein IRLZ34N
(http://www.irf.com/product-info/datasheets/data/irlz34n.pdf) muss ich
dann einfach schauen, das die Dioden bei ca. 50V aktiv werden oder hab
ich da was missverstanden?
Um nach dem Anzug die Spannung zu halbieren dachte ich an einen
einfachen Spannungsteiler. Einen ca. 40 Ohm Widerstand mit einem 2. Fet
parallell zum 1. Fet dazuschalten und 1. Fet aus. Falsch gedacht?
Nur zum testen ob ich nicht sowieso andere Ventile kaufen muss...
Falls das klappt würde ich mir dann wohl den von Horst vorgeschlagenen
(vielen Dank für den Tipp) iC-GE bestellen, damit da nicht immer sinnlos
Leistung verbraten wird.
Die Fets würde ich wohl weiter über nen Opto ansteuern. Mein Netzteil
ist normalerweise für Schrittmotoren im Einsatz und hat nen riesen Elko
zwischen den Ausgängen soll ich den dazwischen lassen?
Arsenico schrieb:> Wie träge ist denn das Ventil ? bzw. wie 'schnell' ist es spezifiziert ?
Keine Ahnung müsste ich wohl beim Hersteller anrufen, aber da Wochenende
ist, krieg ich die Info frühstens am Montag :)
Gruess Druckluft
Wilhelm F. schrieb:> Man flacht entweder> das Abschaltsignal etwas ab, um den Transistor nicht zu zerstören, oder> man nimmt halt einen Hochspannungstransistor, bestenfalls auch ein> Relais dafür.
Dann kann ich auch z.b. einen irl530n (oder noch Heftiger?) nehmen und
auf die Dioden verzichten?
Gruess Druckluft
Druckluft schrieb:> Wilhelm F. schrieb:>> Man flacht entweder>> das Abschaltsignal etwas ab, um den Transistor nicht zu zerstören, oder>> man nimmt halt einen Hochspannungstransistor, bestenfalls auch ein>> Relais dafür.>> Dann kann ich auch z.b. einen irl530n (oder noch Heftiger?) nehmen und> auf die Dioden verzichten?>> Gruess Druckluft
Den Transistor kenne ich jetzt direkt nicht, aber man kann ja da etwas
experimentieren. Eine Zündspule bspw. macht nur einen maximalen Funken,
wenn die Primärseite wie bei einem Relaiskontakt sofort ganz offen
geschaltet wird. Allerdings hat man dann auch auf der Primärseite kV
Induktionsspannungen. Schaltungen, die ich mit
Bipolar-Leistungstransistoren sah, hatten zur Abflachung der
Abschaltflanke da ein RC-Glied an der Basis. Deshalb mußte man nicht
einen 1,7kV-Transistor nehmen, wenn man nur einen hat, der 500V
verträgt.
Aber ich würde es, wie auch MaWin schon schreibt, mit sehr hohen Ein-
und Ausschaltströmen versuchen. Vielleicht nicht gerade bis an die
äußersten Grenzen, was die Spule aus hält. Egal, wie man das
schaltungstechnisch hin bekommt. Wenn man aktiv niederohmig sowohl ein
als auch aus schaltet, erübrigt sich evtl. auch das Problem mit der
Induktionsspannung bei Abschaltung ganz.
Hochspannungs-MOSFET haben gerne einen viel höheren RDS_on, sollte man
auch nicht ganz vergessen.
Aber was ist jetzt mit der Massenträgheit des Mediums Gas oder
Flüssigkeit? Die verzögert ja zeitlich auch. Ist das so weit geklärt?
Wilhelm F. schrieb:> Wenn man aktiv niederohmig sowohl ein> als auch aus schaltet, erübrigt sich evtl. auch das Problem mit der> Induktionsspannung bei Abschaltung ganz.
Was meinst du damit?
Wilhelm F. schrieb:> Aber was ist jetzt mit der Massenträgheit des Mediums Gas oder> Flüssigkeit? Die verzögert ja zeitlich auch. Ist das so weit geklärt?
Das Medium ist Druckluft bei 7 bar Druckdifferenz. Der
Öffnungsfquerschnitt ist G1/4". Habe den Durchfluss mal Simuliert und
das sollte schon passen bzw. bei den angestrebten Schaltzeiten sollte
definitiv ein Druckanstieg sichtbar sein. Der Sensor hat eine t90 Zeit
von 2ms was wohl auch ausreichend sein sollte um die Änderung
mitzukriegen.
Druckluft schrieb:> Wilhelm F. schrieb:>> Wenn man aktiv niederohmig sowohl ein>> als auch aus schaltet, erübrigt sich evtl. auch das Problem mit der>> Induktionsspannung bei Abschaltung ganz.>> Was meinst du damit?
Daß man dem Ventil auch bei Abschaltung sofort einen kurzen negativen
Stromimpuls gibt. Evtl. beschleunigt das auch die mechanischen bewegten
Teile im Ventil.
Ich hatte zwar nur mit Relais zu tun, und Abschaltverzögerungen. Bei
einem bipolaren Relais, wo der Anker ein Magnet ist, geht eine
Abfallbeschleunigung auf jeden Fall.
Druckluft schrieb:> welcher auch wieder eine Verzögerung produziert und der Opto hält ja 2.5> A aus...
die 2.5 A hält er 10µs lang aus (Fussnote 2 auf S.3 des Datenblatts).
Das reicht, um das Gate eines MOSFETs zu entladen. Aber die ~500mA, die
dein Ventil über längere Zeiten zieht, schafft er nicht.
Wenn du das Ventil gegen GND geschaltet hast, bleiben am Optokoppler
sogar schon 4V hängen, wenn er Strom nur 100mA Strom beträgt -> das Teil
taugt auch bei 24V überhaupt nicht für deine Anwendung. Zudem wird es
beim Ausschalten nicht hochohmig sondern liefert halbwegs niederohmig
0V, so dass der Strom in der induktiven Last sehr langsam absinkt.
Es ist aber prima geeignet, um eine kapazitive Last wie das Gate eines
MOSFET zu treiben. Und mit dem kannst du dein Ventil schalten.
Wilhelm F. schrieb:> Daß man dem Ventil auch bei Abschaltung sofort einen kurzen negativen> Stromimpuls gibt. Evtl. beschleunigt das auch die mechanischen bewegten> Teile im Ventil.
Das Ventil ist bei diesen Schaltzeiten schon gut belastet... Das
schliessen überlasse ich erstmal der Feder.
Falls der Schliessvorgang zu langsam ist wird die negative Spannung
wieder zum Thema.
Achim S. schrieb:> Es ist aber prima geeignet, um eine kapazitive Last wie das Gate eines> MOSFET zu treiben. Und mit dem kannst du dein Ventil schalten.
Vielen Dank für die Erläuterung!
Dann versuche ich mal mit dem erwähnten irl530n (Oder zur Sicherheit
doch lieber den hier?:
http://ch.mouser.com/Search/ProductDetail.aspx?R=IPA90R500C3virtualkey63830000virtualkey726-IPA90R500C3
) und 48V ohne Dioden. Auch den Spannungsteiler möchte ich mal weglassen
und verkürze einfach die Haltezeit.
MaWin schrieb:> Da dein Ventil offenbar nur die Hälfte der Zeit eingeschaltet ist,> darfst du sowieso den 1.4-fachen Strom fliessen lassen (also wie an> 34V), ohne dass es überhitzt.
Wie kommt man den von Hälfte der Zeit auf 140% Strom?
Gruess Druckluft
Druckluft schrieb:> Wie kommt man den von Hälfte der Zeit auf 140% Strom?
Das hat mit der Einschaltdauer zu tun, die das Ventil ja erwärmt.
Überhitzung. Im Mittel bekommt man die selbe Erwärmung eben mit 140%
Strom und nur halber Einschaltdauer.
Horst H. schrieb:> Die Verzögerungszeit durch die Optokoppler würde ich mal messen und> sehen ob die das langsames schalten verursacht. A
Schon ein Blick ins Datenblatt verrät, das der mit seinen weniger als
1µs wohl nicht als Übeltäter in Frage kommt. So eine Spule vom
Ventilaktuator hat nun mal eine Induktivität und die wehrt sich nach
Kräften gegen Stromänderungen.
Wilhelm F. schrieb:> Das hat mit der Einschaltdauer zu tun, die das Ventil ja erwärmt.> Überhitzung. Im Mittel bekommt man die selbe Erwärmung eben mit 140%> Strom und nur halber Einschaltdauer.
Jetzt kommts wieder, ist ja quadratisch...
Dann versuch ichs mal mit 1/4 Einschaltzeit und 48V :)
Da im Moment nur der irl530n oder der IPA90R500C3 zur Verfügung steht,
um es ohne Dioden zu versuchen, nehme ich wohl den 900V Overkill mit
meinem Optokoppler angesteuert, oder ist das keine gute Idee?
Grüsse Druckluft
Druckluft schrieb:> Dann versuche ich mal mit dem erwähnten irl530n (Oder zur Sicherheit> doch lieber den hier?:> http://ch.mouser.com/Search/ProductDetail.aspx?R=IPA90R500C3virtualkey63830000virtualkey726-IPA90R500C3> ) und 48V ohne Dioden. Auch den Spannungsteiler möchte ich mal weglassen> und verkürze einfach die Haltezeit.
Beim Einschalten ist die Stromanstiegsgeschwindigkeit durch die 48V
(bzw. 24V) gegeben. Beim Ausschalten durch die Sperrspannung des FETs.
Sowohl die 100V des IRL530n als auch die 900V des IPA90R500C3 sind viel
größer -> mit beiden wirst du viel schneller ausschalten können als
einschalten. Von daher reicht der IRL530n aus.
Willst du die 48 V jetzt bein Anschalten dauerhaft anlegen oder willst
du in einen Chop-Mode gehen? Wenn du choppen willst, brauchst du wieder
eine Freilaufdiode, dann ist wieder nichts mit schnellem Abschalten.
Wenn du
> und 48V ohne Dioden.
arbeiten willst, muss dein FET bei jedem Ausschalten eine Energie von
1/2 1A L verbraten. Der IRL530n verträgt als Repetitive Avalanche Energy
8,8mJ, der IPA90R500C3 ist sogar nur für 0,74 mJ spezifizert. Beides
dürfte zu wenig für dein Ventil sein.
Da du nur im ms-Bereich schalten willst kannst du die FETs zwar etwas
stärker belasten, aber ich würde an deiner Stelle lieber mit Dioden
arbeiten. Als entweder eine Zener-Freilaufdiode, die die Belastung
aushält. Oder eine einfache Freilaufdiode mit einem Heizwiderstand. Der
Heizwiderstand muss so berechnet sein, dass der Spannungsabfall an ihm
sicher unter der Durchbruchspannung des FETs bleibt (da wäre natürlich
wieder der IPA90R500C3 von Vorteil).
Mit jeder dieser Varianten wird die Schaltzeit sehr viel schneller sein
als bei deiner früheren Ansteuerung aus dem Optokoppler. Vielleicht
kommst du dann zum Schluss, dass dir die 24V auch schon reichen...
Druckluft schrieb:> Dann versuch ichs mal mit 1/4 Einschaltzeit und 48V :)
Das Abschalten wird dadurch nicht schneller. Wenn du Pech hast, wird es
sogar langsamer.
Mr. Tom schrieb:> Das Abschalten wird dadurch nicht schneller. Wenn du Pech hast, wird es> sogar langsamer.
Um so eine Schaltung qualitativ zu testen, würde ich mir auch ein
simples Relais her nehmen, und ans Oszi hängen. Der Relaisanker als
träge Masse ist wohl ungefähr wie so ein Ventil, braucht auf jeden Fall
Anzugsenergie und Beschleunigung, ebenso Abfallenergie.
Hallo,
Profis verwenden eine Peak&Hold Endstufe zum schnellen Schalten.
Aus einem Booster-Kreis (2-4 fache Nennspannung) wird die schnelle
Einschaltung erzeugt. Danach wird auf normale Betriebsspannung
umgeschaltet oder im Chopper-Betrieb gearbeitet. Beim schnellen
Ausschalten wird einfach die Energie wieder in den Booster-Kreis
zurückgespeist.
Die Ansteuerung ist relativ aufwendig: es werden je Spule 3 FETs und 3
Dioden + entsprechende FET-Treiber benötigt.
Einfacher geht es mit einem Serienwiderstand in Reihe mit der Spule und
entsprechend höherer Speisespannung. (Z.B. 100V)
Gruß Anja
Wilhelm F. schrieb:> ... Der Relaisanker als träge Masse ist wohl ungefähr wie so ein> Ventil, braucht auf jeden Fall Anzugsenergie und Beschleunigung,> ebenso Abfallenergie.
Das ist erst die nächste Baustelle. Erstmal ist so ein Ventilaktuator
eine Spule mit Induktivität, die ihr Feld auf- und wieder abbauen muss.
Andererseits: Gibt es keine motorgetriebenen Ventile?
[OT]
Ich hab da noch einen sehr sehr schnellen Motor von 1950 in Erinnerung,
den EMD-Wähler. Also über 60 Jahre alt. Der läuft frei ungefähr 120
Schritte pro Sekunde, und kann in nur 3ms bei einem beliebigen Schritt
exakt starten oder stoppen. Der Motor hatte einen genialen Z-Anker mit
zwei um 90° versetzte Motorspulen. Ein gezielter Rechts-Links-Lauf wäre
auch leicht möglich gewesen, aber Wähler drehten nur rechts herum.
Woanders als in Telefonvermittlung sah ich sowas auch nie.
Über die Rotary 7A2 staunte ich aber auch nur.
Also wie einer mal auf den Z-Anker kam, das muß auch ein genialer
Entwickler gewesen sein. Im Prinzip war das ein erster sehr guter
Stepper-Motor. Normale Motoren gingen da in der Vermittlung mal gar
nicht, völlig unzulänglich.
Wär das nicht mal was für Entwickler von Ventilen?
[/OT]
Achim S. schrieb:> Mit jeder dieser Varianten wird die Schaltzeit sehr viel schneller sein> als bei deiner früheren Ansteuerung aus dem Optokoppler. Vielleicht> kommst du dann zum Schluss, dass dir die 24V auch schon reichen...
Da könntest du durchaus recht haben, ist sicherlich sinnvoll dies
erstmal auszutesten.
Dachte das wird heute Abend noch was mit den Ventilen aber offenbar muss
ich da mehr Zeit investieren :) was auch OK ist, wenns dann passt und da
würde mich trotzdem noch interessieren, wie denn so eine peak&hold
schaltung auszusehen hat?
Anja schrieb:> Profis verwenden eine Peak&Hold Endstufe zum schnellen Schalten.
Hast du da evtl gerade ein, zwei links im Köcher?
Anja schrieb:> Einfacher geht es mit einem Serienwiderstand in Reihe mit der Spule und> entsprechend höherer Speisespannung. (Z.B. 100V)
Mich muss man offenbar überall hochheben :) Also den Widerstand immer
drinne lassen oder meinst du sowas?
Druckluft schrieb:> Um nach dem Anzug die Spannung zu halbieren dachte ich an einen> einfachen Spannungsteiler. Einen ca. 40 Ohm Widerstand mit einem 2. Fet> parallell zum 1. Fet dazuschalten und 1. Fet aus.Wilhelm F. schrieb:> Gibt es keine motorgetriebenen Ventile?
Bin offen für alles! Offenbar hat man vorallem mit grösseren
Ventilquerschnitten Mühe was anständiges zu finden. In den Labors werden
hauptsächlich hydraulisch getriebene Ventile benutzt und die sind viel
zu teuer... Wenn jemand eine Alternative kennt wäre ich sehr dankbar!!
Gruess Druckluft
Erstmal herzlichen Dank an Alle für die hilfreichen Hinweise!!
Denke muss mich da mal wieder einlesen ist alles schon ne Weile her.
Werde die verschiedenen Dinge mal ausprobieren und schauen obs reicht
oder ob ich schnellere Ventile benötige.
Aber vorallem den iC-GE PWM RELAY/SOLENOID DRIVER finde ich für Leute
wie mich (maschinenbau :)) interessant kostet ja nur 4.25 Euro aber
scheint so als könnte man sich damit nen ganzen Haufen Probleme
ersparen.
Arsenico schrieb:> Wie gross soll denn das Ventil sein ?> Wie gross die bewegte Masse ?>> Elektronik alleine kann nicht alles lösen !
Da kann ich dir nur recht geben!
Falls du/jemand noch ne (nicht allzuteure) Alternative zu den
Industriemagnetventilen kennt um Druckluft (~10bar) gezielt
einzuspritzen (10-20Hz Periode mit 5-20ms Einspritzzeit, möglichst viel
davon offen..., Ventilquerschnitt ca. 20mm) dann wäre ich wirklich
dankbar! Ich denke meine werden da nicht lange mitmachen und sind eher
früher als später kaputt.
Gruess Druckluft
Hallo
ich kenne diese Problematik bei Proportionalhydraulikventilen.
Bei hydraulischen MV wird das Problem mit s.g. dither Spannung gelöst.
Man versetzt durch eine Wechselspannung, welche die Gleichspannung
überlagert in schwingung. Dadurch 'schwimmt' der Steuerkolben im Ventil
auf dem Schmierfilm und muss nicht mehr zuerst gegen die Haftreibung
arbeiten. Die frequenz variiert dabei, je nach Größe des Magnetventils
zwischen 100 und 270Hz.
Inwiefern sich dies auf die pneumatische MVs anwenden lässt kann ich
nicht sagen, aber vielleicht lässt sich dadurch etwas höhere schaltzeit
des MVs erreichen?
Nur so eine Idee?!
Es fehlt (wenn ich es nicht überlesen habe) eine wichtige Angabe,
welcher Volumenstrom Q (Nl/min) wird benötigt?
Schau mal die Schnellschaltventile von Matrix an (Vertrieb Bibus), z. B.
Serien 720, 750, 820 (setzen wir zur schnellen Taktung ein).
Es werden Schaltfrequenzen mit einigen hundert Hz erreicht, d. h.
schliessen mit 3ms.
(Lebendauer / Zyklenzahl ist sehr hoch).
Matrix hat auch kleine Piezoventile, mit den bekannten Vorzügen...
Ist die Durchflussrate zu gering, evtl. als Pilotventil für ein
pneumatisch angesteuertes V. benutzen...
Vielen Dank Peter und b35 für die Inputs!
b35 schrieb:> Es fehlt (wenn ich es nicht überlesen habe) eine wichtige Angabe,> welcher Volumenstrom Q (Nl/min) wird benötigt?
Hochgerechnet mit ein paar groben Annahmen ca. 600-800Nl/min wobei die
Druckverluste schon eine Rolle spielen. Die Matrixventile wären von den
Schaltzeiten und Lebensdauer her optimal. Aber der Querschnitt schaut
ziemlich eng aus. Weist du per Zufall was die so kosten, konnte keine
Preisangabe finden?
Die Sache mit dem "elektrischen" Ansatz würde ich mir noch mal
überlegen!
Wenn das Ventil zu schnell öffnet, schlägt möglicherweise ein Teil der
Mechanik gegen Teile, die für diese Schlagenergie nicht konstruiert
wurden.
Da das Abschalten üblicherweise durch "Stromdiebstahl" geschieht, ist an
dieser Stelle eh' nicht viel zu machen.
An die Mikrosekundenfetischisten:
Hier geht es um Werte, die um ein vielfaches über Schalt- und sonstigen
Verzögerungen geht. Stichwort: Mechanik.
Möglicherweise liegt's auch gar nicht an der Ansteuerung.
Bei großen Ventilen und bei Ventilen, die mit geringer elektrischer
Energie auskommen müssen, wird oft ein Verstärker verwendet. Dies ist
kein elektrischer, sondern ein pneumatischer Verstärker. Sollte
allerdings aus dem Schalbild hervorgehen.
Aus physikalischen Gründen sind diese natürlich sehr viel langsamer in
ihrer Reaktion.
Peter schrieb:> Man versetzt durch eine Wechselspannung, welche die Gleichspannung> überlagert in schwingung.
Ventile werden nicht durch Spannung betrieben, sondern durch
(geregelten) Strom. Sonst würde gerade bei Hydraulikproportionalventilen
die Kennlinie von der Temperatur abhängen. Das will keiner.
Mein Vorschreiber (Amateur) hat recht, mit einem
"Wald-und-Wiesen-Ventil" wirst Du vermutlich nicht schneller werden.
In unseren Maschinen sind viele Ventile eingebaut. Der Schaltzeitpunkt
muss da genau passen, weshalb die Schaltzeit in der Software eingestellt
werden muss. Diese bewegt sich zwischen 10 und 25 ms.
Wir haben auch hydraulische Ventile, die wesentlich schneller schalten.
Die sind jedoch äußerst teuer und es sind gerade mal 5 Stück in unserem
gesamten Maschinenpark verbaut.
Zum Abschluss aber noch eine grundlegende Frage:
Was genau willst Du bauen? Soweit ich das herauslesen konnte, soll es
ein per Druckluftzylinder angetriebener Motor sein, ähnlicher Aufbau wie
ein Verbrennungsmotor?
Druckluftmotoren funktionieren aber vom Prinzip her anders. Es gibt
verschiedene Bauarten, aber alle nutzen die konstante Strömung der Luft
aus (bitte korrigiert mich, falls ich da falsch liege).
Wenn Du vielleicht schreibst, was Du damit genau antreiben möchtest
(wenn möglich mit einigen Eckdaten dazu), dann kämen vielleicht andere
Vorschläge, die dich weiterbringen.
lg
Tom
b35 schrieb:> Niedriger zweistelliger Bereich. Aber wir sind Industriekunde, beziehen> in großer Stückzahl (das ist relativ), nützt Dir also nichts.
Die Dinger schauen echt gut aus. Ausser, dass so hohe Volumenströme über
mehrere Ausgänge erreicht werden, was für den Druckverlust nicht von
Vorteil ist. Werde mal schauen, was sich da machen lässt, vielen Dank
für den Tipp.
Amateur schrieb:> wird oft ein Verstärker verwendet. Dies ist> kein elektrischer, sondern ein pneumatischer Verstärker. Sollte> allerdings aus dem Schalbild hervorgehen.
Das sollte hier nicht der Fall sein.
Amateur schrieb:> An die Mikrosekundenfetischisten:> Hier geht es um Werte, die um ein vielfaches über Schalt- und sonstigen> Verzögerungen geht. Stichwort: Mechanik.
Um genau das gehts ja im Prinzip. Will ja herausfinden, obs an der
Schaltung liegt oder am Ventil. Dem Druckverlauf und der aufgewendeten
Zeit, welche ich in die Schaltung gesteckt habe, zufolge würde ich jetzt
behaupten es liegt noch an der Schaltung, wobei die Grenze des Ventils
auch nicht mehr weit sein dürfte. Deshalb auch die Suche nach besser
geeigneten Ventilen.
Thomas B. schrieb:> In unseren Maschinen sind viele Ventile eingebaut. Der Schaltzeitpunkt> muss da genau passen, weshalb die Schaltzeit in der Software eingestellt> werden muss. Diese bewegt sich zwischen 10 und 25 ms.
Im Druckverlaufbild ist in etwa diese Verzögerung beobachtbar, aber
denke das lässt sich kompensieren.
Thomas B. schrieb:> Wir haben auch hydraulische Ventile, die wesentlich schneller schalten.> Die sind jedoch äußerst teuerDruckluft schrieb:> In den Labors werden> hauptsächlich hydraulisch getriebene Ventile benutzt und die sind viel> zu teuer...
Leider ist dies korrekt :(
Thomas B. schrieb:> Zum Abschluss aber noch eine grundlegende Frage:> Was genau willst Du bauen? Soweit ich das herauslesen konnte, soll es> ein per Druckluftzylinder angetriebener Motor sein, ähnlicher Aufbau wie> ein Verbrennungsmotor?
Richtig erkannt! Es ist ein umgebauter Verbrennungsmotor. Erstmal solls
ja nur ein Test werden.
Thomas B. schrieb:> Druckluftmotoren funktionieren aber vom Prinzip her anders. Es gibt> verschiedene Bauarten, aber alle nutzen die konstante Strömung der Luft> aus (bitte korrigiert mich, falls ich da falsch liege).
Da liegst du falsch :) Die meisten benutzen kinetische Energie um etwas
rotieren zu lassen, da hasst du recht. Aber desshalb ist ja auch der
Wirkungsgrad geradezu unterirdisch (Betzlimit), weil die Leistung
hauptsächlich aus der Drehzahl kommt und nicht vom Drehmoment und dann
noch die Spalt- und Reibungsverluste. Bei Kolbenmotoren ist dies anders,
da kannst du (musst du) kleine Drehzahlen bei einem grossen Moment
fahren. Dies hat den Vorteil, dass die Luft Zeit hat Wärme auszutauschen
und nicht mehr adiabat entspannt wird. Dies siehst du sofort aus p*V^k =
konstant, wenn man z.b. von 8 auf 1 bar entspannt, dann wird sich das
Volumen bei adiabaten Verhältnissen (k = 1.4) weniger ändern als bei
isothermen (k=1) oder irgendwo dazwischen. Und die Arbeit welche
geleistet wird, heisst nicht per Zufall Volumenarbeit :)
Druckluft schrieb:> Um genau das gehts ja im Prinzip. Will ja herausfinden, obs an der> Schaltung liegt oder am Ventil. Dem Druckverlauf und der aufgewendeten> Zeit, welche ich in die Schaltung gesteckt habe, zufolge würde ich jetzt> behaupten es liegt noch an der Schaltung, wobei die Grenze des Ventils> auch nicht mehr weit sein dürfte. Deshalb auch die Suche nach besser> geeigneten Ventilen.>> Thomas B. schrieb:>> In unseren Maschinen sind viele Ventile eingebaut. Der Schaltzeitpunkt>> muss da genau passen, weshalb die Schaltzeit in der Software eingestellt>> werden muss. Diese bewegt sich zwischen 10 und 25 ms.>> Im Druckverlaufbild ist in etwa diese Verzögerung beobachtbar, aber> denke das lässt sich kompensieren.
Ich kann mich entfernt daran erinnern, dass wir mit Relais mal was
Ähnliches probiert haben.
Folgendes Prinzip dahinter, welches sich vielleicht auch auf
Ventilspulen anwenden lässt:
Ein Relais hat eine Schalthysterese. D.h. es gibt einen Strom, bei dem
es anzieht, welcher niedriger ist, als der Betriebsstrom (sagen wir mal
bei 50%). Und es gibt einen minimalen Haltestrom, unter dem das Relais
wieder abfällt (nehmen wir hier 20% an).
Da die Zeit, die die Spule benötigt, um das Magnetfeld vollständig
aufzubauen, von der Induktion abhängt, und die Induktion von der
Stromänderung, hier folgende Annahme:
Strom von 0 - 100% -> hohe Induktion -> langsamer Magnetfeldaufbau
Strom von 50 - 100% -> geringere Induktion -> schnellerer
Magnetfeldaufbau
Ähnliches gilt auch beim Ausschalten, wo jedoch von 100 - 15% gefahren
wird.
Die Schaltpunkte für das Ventil musst Du selber herausfinden. Die
Stromkurve, die sich aus dieser Denkweise ergibt, ist naturlich etwas
seltsam und für den Laien nicht notwendigerweise leicht zu
implementieren, aber theoretisch könnte es funktionieren.
Noch eine Möglichkeit wäre, den Spulenstrom nicht schlagartig ansteigen
zu lassen (rechteckig), sondern etwas flacher (also von 0 - 100% in 2ms
oder so). Da die Induktion von der Stromänderung UND der Anstiegszeit
anhängt, könnte das auch helfen.
lg
Tom
Druckluft schrieb:> Jetzt stellt sich die Frage, wie ich die ganze Sache optimieren kann> damit ich an die Grenzen des Ventils stosse und nicht meine Beschaltung> den Flaschenhals darstellt?>> Vielen Dank für jegliche Hinweise (auch vernichtende) schon im Voraus!!
Das Ventil umbauen: Stärkere Rückstellfeder einbauen; dadurch könnte
sich die Schließzeit verkürzen.
Oder anderes Ventil (Bauart) nehmen:
Dieses Flipperventil
(http://www.buerkert.de/DEU/Produkte/MicroFluidics/Magnetventile-mediengetrennt-fuer-neutrale-Medien/6650.html)
schaltet in unter 5ms.
DirkZ schrieb:> Das Ventil umbauen: Stärkere Rückstellfeder einbauen; dadurch könnte> sich die Schließzeit verkürzen.
Ich denke mal dass sich dadurch aber die Öffnungszeit um etwa das
gewonnene verlängert... Aber falls das Öffnen signifikant schneller ist
als das Schliessen, ist es ein Ansatz.
DirkZ schrieb:> Oder anderes Ventil (Bauart) nehmen:> Dieses Flipperventil>
(http://www.buerkert.de/DEU/Produkte/MicroFluidics/Magnetventile-mediengetrennt-fuer-neutrale-Medien/6650.html)
> schaltet in unter 5ms.
Leider haben die einen sehr engen Querschnitt und ich finde einfach
keine mit grösseren (10-20mm) Durchmesser...
Da kam mir noch ne Idee...
Wie verkehrt ist es, wenn ich z.b. den l298 nehme und ihn entsprechend
beschalte(siehe Anhang) und folgendermassen schalte:
Zum Anzug: Forward
Haltezeit: PWM mit Enable
Schliessen: Reverse oder fastmotorstop
Übersehe ich da wieder irgendwas? Dachte kurz nachfragen bevor ichs
ausprobier schadet nicht.
Gruess Druckluft
Druckluft schrieb:>> Profis verwenden eine Peak&Hold Endstufe zum schnellen Schalten.>> Hast du da evtl gerade ein, zwei links im Köcher?
Eher Haltespannungsabsenkung DRV120, HV9901, iC-JE
Aber Grundsätzlich sollte es schon gehen? Probiere zuerst sowieso mit
24V dann pfeif ich eh darauf irgendwas abzusenken.
Liegt zusammengelötet aufm Tisch und ist ja für 2 Motoren d.h. könnte
ohne Aufwand direkt ausprobieren. Aber wenn der Hacken für dich/andere
schon aufm Tisch liegt kann ich mir Zeit und Material sparen :)
MaWin schrieb:> Eher Haltespannungsabsenkung DRV120, HV9901, iC-JE
Aber danke für den Tipp!
Ich wuerde das ganze System ueberdenken. Das Schalten eines
Magnetventiles ist nur ein Aspekt. Allenfalls sollte das Ventil mehr
Querschnitt haben, dh weniger Druckabfall haben. Dann sollte man das
Ganze gasdynamisch anschauen. Allenfalls auf der anderen Seite des
Ventils ein kleines Reservoir, Druck-Kondenser. Das Ventil darf
natuerlich nicht mit einer Feder geschlossen werden, das ist quatsch und
fuehrt nie zu sinnvollen Zeiten.
Eine schnelle und praezise Druckmessung ist auch nicht trivial, das
muesste man anschauen. Was spricht eigentlich gegen eine Pleuelstange
und normale, resp invertierte Motorventile?
nochwas schrieb:> Ich wuerde das ganze System ueberdenken. Das Schalten eines> Magnetventiles ist nur ein Aspekt. Allenfalls sollte das Ventil mehr> Querschnitt haben, dh weniger Druckabfall haben. Dann sollte man das> Ganze gasdynamisch anschauen. Allenfalls auf der anderen Seite des> Ventils ein kleines Reservoir, Druck-Kondenser.
Bin die ganze Zeit daran das System zu überdenken :) Es gibt
verschiedenste Ansätze um mit den Ventilzeiten die ganze Sache zu
optimieren. z.b. kann man das Auslassventil vor OT schliessen damit sich
im Zylinder ein Druck aufbaut und beim Einströmen nach Öffnen des
Einlasses kein allzu grosser Drucksprung (und Überschallbedingungen im
Ventil) ergibt. Dies ist allerdings auch wieder ein tradeoff zwischen
Einströmverlusten und den Verlusten beim Komprimieren der Luft im
Zylinder. Deshalb ist ein grosser Querschnitt fast immer besser (hat
natürlich auch Grenzen).
nochwas schrieb:> Was spricht eigentlich gegen eine Pleuelstange> und normale, resp invertierte Motorventile?
Habe mir auch schon überlegt eine neue Nockenwelle zu schleifen
allerdings ist dies vielleicht eine Lösung wenn ich die optimalen
Zeitpunkte kenne (herausgefunden mit variable valve actuation) wobei
fixe Zeitpunkte auch immer einen Kompromiss darstellen (z.b. bei sich
verändernder Last oder Tankdruck)
nochwas schrieb:> Das Ventil darf> natuerlich nicht mit einer Feder geschlossen werden, das ist quatsch und> fuehrt nie zu sinnvollen Zeiten.
Ein normales Motorventil wird auch von einer Feder zurückgetrieben und
die machen 6000rpm ich will nur 600...
nochwas schrieb:> Eine schnelle und praezise Druckmessung ist auch nicht trivial, das> muesste man anschauen
Habe einen Druckmessumformer von Jumo
(http://www.jumo.de/produkte/druck/druckmessumformer/401002/jumo-midas-c08---oem--druckmessumformer-basic-401002.html)
und messe mit einem shunt den Strom über den ADC des AVRs.
nochwas schrieb:> Der Druckmessumformer hat keine Bandbreite spezifiziert.
Jop und der Hersteller kann offenbar nicht mehr sagen als t90 = 2ms...
Annahme: System 2.Ordnung und t90 ~ 0.4*T --> Zeitkonstante von 5ms dann
habe ich bei überkritischer Dämpfung wohl ein bischen Phase aber
Amplitude sollte trotzdem noch periodisch sein bei meinen 10Hz. Bin ich
da komplett daneben? Es geht ja nur um eine qualitative Aussage, ob ein
Ventil öffnet oder nicht. Werde bei Gelegenheit den Sensor in nem
Stossrohr ausmessen und wenn nötig nen besseren kaufen. Kennst du grad
einen wo man mehr Infos hat und Preisklasse ca.150euro bis 16bar
relativ?