Hallo,
ich bin gerade am aufräumen und habe eine ganze Kiste mit Akkus
gefunden. Die komplett wegzuschmeißen ist mir irgendwie zu
verschwenderisch/umweltunverträglich jedoch haben die schon ein paar
Jahre auf dem Buckel (meisten sind NI-MH, einige Nickel Cadmium).
Kann man irgendwie einfach die Kapazität messen, bzw. "schauen" ob die
noch gut sind. Wie macht man das ? Voll aufladen und dann über
Konstantstromquelle entladen?
Viele Grüße
Johannes
genau besser du nimst nen modellbau ladegerät z.b. von Schulze ,
simprob,Hyperion.
Die können gleich LADE entlade cyclen fahren und alles aufzeichnen, das
spart ne menge arbeit Zeit und Geld.
Man solte wenigstens 3 lade entlade cyclen fahren, wenn die akkus lange
gelägen haben.
Viel Spass
Man kann die Kapazität auch mit nicht konstantem Strom abschätzen. Du
willst ja nur ermitteln, ob sie noch taugen.
Beachte: Bei Reihenschaltung soll man nur Akkus mit gleicher Kapazität
verwenden, sonst geht der schwächere Akku ratz fatz kaputt (gilt sowohl
für's Laden als auch für's entladen).
Den Test würde ich daher nur mit einzelnen Zellen machen, danach kannst
du Zellen mit ähnlicher Leistung zusammen verwenden.
Johannes schrieb:> einige Nickel Cadmium
NiCd sind auch schon mal entladen nach kürzerer Liegezeit wenige Monate
oder Jahre völlig defekt, innerer Kurzschluß. Auch wenn man sie mal voll
geladen irgendwo liegen ließ. Dann entladen sie sich ja auch selbst. So
war es bei mir immer.
Es gab früher schon mal Versuche, den inneren Kurzschluß mit
Hochstrom-Impulsen wieder aufzulösen. Aber das schien mir immer mehr nur
Makulatur zu sein.
Johannes schrieb:> Voll aufladen und dann über Konstantstromquelle entladen?
Es gibt eine sehr einfache Methode der Kapazitätsmessung für Einzel-
Zellen mit m.E. ausreichender Genauigkeit: Man nimmt einen passenden
Widerstand, und berechnet den Strom auf der Basis von 1,15V. Zusätz-
lich schaltet man eine einfache Zeigerquarzuhr parallel, die man
vorher auf 12Uhr gestellt hat. Wenn der Akku leer ist, bleibt die
Uhr stehen und man kann aus der Anzeige auf ca. 10% genau die
Kapazität errechnen.
Gruss
Harald
PS: Vor vielen Jahren habe ich mal gelernt: Man misst nicht so
genau wie möglich, sondern so genau wie nötig.
Wilhelm F. schrieb:> NiCd sind auch schon mal entladen nach kürzerer Liegezeit wenige Monate> oder Jahre völlig defekt,
Eher nicht, das waren eher die NiMH die schnell kaputt waren, NiCd sind
recht robust.
Harald Wilhelms schrieb:> Johannes schrieb:>>> Voll aufladen und dann über Konstantstromquelle entladen?>> Es gibt eine sehr einfache Methode der Kapazitätsmessung für Einzel-> Zellen mit m.E. ausreichender Genauigkeit: Man nimmt einen passenden> Widerstand, und berechnet den Strom auf der Basis von 1,15V. Zusätz-> lich schaltet man eine einfache Zeigerquarzuhr parallel, die man> vorher auf 12Uhr gestellt hat. Wenn der Akku leer ist, bleibt die> Uhr stehen und man kann aus der Anzeige auf ca. 10% genau die> Kapazität errechnen.> Gruss> Harald> PS: Vor vielen Jahren habe ich mal gelernt: Man misst nicht so> genau wie möglich, sondern so genau wie nötig.
Hallo Harald,
gute Idee, aber dadurch werden die Dinger doch Tiefenentladen, oder?
Hallo,
>"...aber dadurch werden die Dinger doch Tiefenentladen, oder?"<
Solange nur eine einzelne Zelle (nur NiMH, NiCd) angeschlossen ist,
schadet dieser eine Entladung bis herab zu 0V nicht. Tiefentladung ist
nur bei Reihenschaltung mehrerer Zellen schädlich. In diesem Falle wird
die schwächste Zelle im Verbund in umgekehrter Richtung vom Strom
durchflossen und dabei irreparable geschädigt.
mfG GroberKlotz
GroberKlotz schrieb:> Solange nur eine einzelne Zelle (nur NiMH, NiCd) angeschlossen ist,> schadet dieser eine Entladung bis herab zu 0V nicht.
Es schadet nicht bei NiCD, die sollten sogar tiefentladen gelagert
werden. NiMH kann das aber nachhaltig schädigen, bis zur
Unbrauchbarkeit. Abhilfe schafft eine in Reihe geschaltete
Silizium-Diode, dann sinkt die Enladespannung nicht unter 0,7-0,8V.
GroberKlotz schrieb:> Hallo,>>"...aber dadurch werden die Dinger doch Tiefenentladen, oder?"<>> Solange nur eine einzelne Zelle (nur NiMH, NiCd) angeschlossen ist,> schadet dieser eine Entladung bis herab zu 0V nicht.
Erstens das und zweitens kann man ja auch mal alle paar Stunden
nach seinen Zellen sehen und die Entladeschaltung abtrennen. :-)
Gruss
Harald