Erste Platine mit Dynamask

OP #3557573
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Einen schönen guten Abend,

Ich wollte mal meine erste Platine mit Dynamask zeigen. Es ist zwar 
recht viel Aufwand aber es kann sich sehen lassen.

Das erste Bild zeigt die Platine nach dem Versilbern mit Glanzzinn.

Das zweite Bild zeigt die Platine mit Dynamask überzogen, belichtet und 
entwickelt.

BG
Andreas
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Gast #3557717
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Als ich meine erste Platine mit Dynamask herstellt habe, gelang auch mir 
auf Anhieb ein perfektes Ergebnis, obwohl ich den Prozess nur Pi mal 
Daumen gemacht habe. Erstaunlich, wie tolerant das Dynamask in Sachen 
Belichtungszeit ist.

Übrigens: Schönes Layout!
#3558161
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Andreas Riegebauer schrieb:
> Die Folie für den Bestückungsdruck hab ich auch zu hause. Hab sie aber
> noch nicht verwendet.

Ist genau so einfach zu verwenden.Platine aufrauen damit der Aufdruck 
besser hält und das Layout muss du invertiert ausdrucken. Da Zeichnest 
du am besten im Layout rund um der Platine schwarze Kasten,da du sonst 
zu viel schwarze Farbe deines Druckers verbrauchst.
#3558543
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Tommy Tomatronic schrieb:
> Andreas Riegebauer schrieb:
>> Die Folie für den Bestückungsdruck hab ich auch zu hause. Hab sie aber
>> noch nicht verwendet.
>
> Ist genau so einfach zu verwenden.Platine aufrauen damit der Aufdruck
> besser hält und das Layout muss du invertiert ausdrucken. Da Zeichnest
> du am besten im Layout rund um der Platine schwarze Kasten,da du sonst
> zu viel schwarze Farbe deines Druckers verbrauchst.

Das meiste der Folie für den Bestückungsdruck wird aber weggeätzt, es 
bleibt nur die Schrift stehen?
Dann ist es aber unschön, wenn man dafür das ganze Lötstopp aufrauhen 
muss.
#3558561
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Tommy Tomatronic schrieb:
> Andreas Riegebauer schrieb:
>> Weiß jemand wo man eine Folie für eine weiße Aufschrift bekommt?
>
> Da hab ich mir auch schon einen Wolf gesucht.

Gibt's nicht, auch schon stundenlang recherchiert.

Ich habe das kürzlich mal so gemacht:
Bestückungsdruck per Tonertransfer aufgebügelt und dann mit weißer 
Pigmentfolie den Toner weiss gefärbt:
http://www.pcbfx.com/main_site/pages/products/toner_foils.html

Funktioniert grundsätzlich gut, die Schrift wird allerdings recht 
grobschlächtig.
Das liegt am Aufbügeln des Toners, dadurch verfliesst er ein bisschen 
und wird "breiter" als im Orignaldruck und unregelmässig.
Beim nächsten Mal würde ich es mit weniger Druck und weniger 
Aufbügelzeit versuchen.

Bild des Ergebnis anbei.

Die bessere Methode ist mit Photolack und Siebdruck-Sieb zu arbeiten, 
das werde ich irgendwann mal ausprobieren.

Ansonsten ist mir hier das Aufbringen des Lötstopp etwas schief 
gegangen.
Habe wohl zulange belichtet, dadurch wurden durch eine Vorlage mit 
mässiger Deckung die zu entfernenden Teil zu fest, damit musste ich 
zulange ätzen, was das ganze Lötstopp weich & wellig werden lies (plus 
Unterätzung bei den Pads).
Der Versuch es mit dem Laminator zu glätten hat es dann eher etwas 
verrutscht wodurch auf einer Seite die unschöne, aufgerissene Stelle 
entstand.
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#3558567
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Conny G. schrieb:
> Das meiste der Folie für den Bestückungsdruck wird aber weggeätzt, es
> bleibt nur die Schrift stehen?

 Richtig.Ausser du machst den Fehler den ich das erste mal gemacht habe.

 :-)

Du musst den Aufdruck "invertiert" ausdrucken.Belichtete stellen werden 
nicht weggeätzt!!!


> Dann ist es aber unschön, wenn man dafür das ganze Lötstopp aufrauhen
> muss.

Das stimmt ebenfals.
Ich mache auch den Bestückungsaufdruck nur auf die Oberseite der 
Platine.
Auf dem Lötstop hab ichs noch nicht gebraucht.
Gast #3558580
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@Andreas: kannst Du etwas zu Deinem Vorgehen berichten, z.B. welchen 
Laminator Du verwendest, ob Du die Folie kalt oder heiß auflaminierst, 
etc.?
Ich hab öfter das Problem, dass das Dynamask an vielen Stellen Blasen 
wirft, und nicht so genau weiß, woran es liegt. Es wird weniger, je 
länger ich die Platine vor dem laminieren trocknen lasse, aber so ganz 
bekomme ich es nicht weg.
#3558644
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Dirk W. schrieb:
> Ich hab öfter das Problem, dass das Dynamask an vielen Stellen Blasen
> wirft, und nicht so genau weiß, woran es liegt.

Das kommt von der Feuchtigkeit in den Poren des Platinenmaterial.
Wenn du die Folie auflaminiers,verdampt diese unter der Folie und wirft 
dann die Blasen.
Also vor dem Lötstop die Platine ca.10 mal hintereinander durch den 
Laminator,abkühlen lasen und dann die Folie auflaminieren und ca. 2mal 
gedreht nochmal durch.
#3558892
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Hi,

Dirk W. schrieb:
> Ich hab öfter das Problem, dass das Dynamask an vielen Stellen Blasen
> wirft, und nicht so genau weiß, woran es liegt. Es wird weniger, je
> länger ich die Platine vor dem laminieren trocknen lasse, aber so ganz
> bekomme ich es nicht weg.

Für die Blasen gibt es zwei unterschiedliche Hauptgründe:

Der erste ist das bereits beim Auftragen des Laminats Luft 
eingeschlossen wird die dann nicht mehr Entweichen kann wenn richtig 
Druck ausgeübt wird.
In einigen Anleitungen wird z.B. Empfohlen das Dynamysk bereits vor dem 
Laminieren auf die Platine zu streichen. Dabei hatte ich aber besonders 
häufig Blasen.
Nach dem ich dazu übergegangen bin das Laminat nur noch durch den 
Laminator auftragen zu lassen (Erstkontakt Platine/Laminat erst unter 
der Laminatorwalze wie es die richtigen Geräte auch machen!) ist diese 
Fehlerquelle praktisch eliminiert.

Der Zweite häufige Blasenquelle ist Feuchtigkeit -wie du wohl schon 
zumindest vermutet hast- Beim Laminieren verdampft eingeschlossene 
Feuchtigkeit und der Dampf kann nirgendwao hin entweichen. Die Platinen 
müssen also vor dem Laminieren wirklich trocken sein!

Als einfache Abhilfe lasse die Platine einfach vor dem Laminieren ein 
paar mal so durch den heissen Laminator laufen. Das macht schon viel 
aus!

Gruß
Carsten

P.S.: Mein Laminator ist ein OLYMPIA A290 ohne jegliche Modifikation, 
den habe ich ursprünglich für Bürozwecke o.ä. gekauft, war einfach der 
billigste der damals im SoPo Handel im Regal lag (um 15 euro incl. einem 
Haufen Laminierfolien...)
OP #3559405
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Und noch 2 hübsche Bilder.

Ich habe einen Pizzaofen, wie ein paar vielleicht schon gelesen haben, 
den ich zu einem Reflow Ofen umbauen möchte. In der Zeischenzeit 
versuche ich so zu löten. Einfach mit einschalten und warten bis das 
Zinn schmilzt.

Bild 1 zeigt die Pins eines TSSOP Gehäuses direkt nach dem Löten.

Bild 2 zeigt die Pins nochmal nach der Reinigung mit Aceton.

BG
Andreas
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#3566846
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Kann das eigentlich sein, dass entweder der Tonerverdichter oder der 
PLASTIK Lack UV Licht schluckt?

Habe nämlich gestern wieder eine Platine gemacht, 2 Schaltungen drauf, 
eine auf Folie und eine auf Entwurfspapier.
Und mit derselben Belichtungszeit wie sonst auch (80s) brauchte die 
Entwicklung des Photoresist auf der Seite mit Entwurfspapier ewig (hab 
nach ein paar Min sogar mit der Zahnbürste nachgeholfen), auf der Seite 
der Folie war es Ruckzuck fertig.

Das Ätzen klappte dann ohne Probleme, das Ergebnis insgesamt ist gut.
Aber auf der Seite des Entwurfspapiers wurde etwas weniger weggeätzt 
wodurch bei 2 Pads winzige Brücken zur Massefläche entstanden (bei 10 
oder 12 mil Isolation). Sonst aber alles schön.
Auch ein Zeichen, dass das Photoresist minimal mehr stehenblieb als es 
sollte.

Das einzige was ich am Prozess zum letzten Mal geändert habe war die 
Verwendung von Tonerverdichter (neu) und dem Plastik Lack statt 
Haarspray um das Entwurfspapier etwas durchsichtiger zu machen.

Ich würde eher dem Plastik Lack zutrauen, UV zu absorbieren, was meint 
ihr?
Müsste man jetzt eigentlich einen A/B Test machen.

Wenn das so ist, dann wird das Papier eher weniger durchlässig für UV 
statt mehr.

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