Hallo,
ich veranstalte demnächst eine LAN und würde daher gerne den
Internet-Zugang beschränken.
Der Plan ist das sämtlicher Internet-Traffic über das RPi läuft, das
einfach an den Switch mit angeschlossen wird. Per DHCP wird dann die IP
des RPi als Gateway und DNS-Server verbreitet. Das ist zwar nicht
wirklich "sicher", aber ich bin mir sicher das keiner der Gäste an den
IP-Einstellungen rumspielen wird bzw. das kann ;) Daher ist diese Lösung
ausreichend.
Nur wie sorge ich nun dafür, dass das RPi nur den Traffic von Facebook,
whatsapp, Telegram etc weiterleitet? Die IPs von den Diensten finde ich
online, nur leider habe ich keine Ahnung wie ich das RPi einrichten muss
:(
Könnt ihr mir da Tipps/Hilfe geben? Wäre cool ;)
Viele Grüße
LinuxUser #13
Der RPi muss dann 2 Ethernet Schnittstellen haben, und den gesammten
Traffic bewaeltigen.. Viel Glueck. Ich wuerd einen fertigen Router
verwenden. Die lassen sich dann per Weboberflaeche programmieren, resp
setzen.
nochwas schrieb:> Der RPi muss dann 2 Ethernet Schnittstellen haben, und den gesammten> Traffic bewaeltigen.
Das glaube ich nicht... Klar die Variante die ich im Kopf habe lässt
sich durch ändern des Gateways und DNS-Servers einfach austricksen, aber
ich kann davon ausgehen dass das niemand machen wird.
Und beim Traffic, da reden wir im Bereich von 1-2 Mbits, also insgesamt
(rein und raus) von nicht mals 5 Mbits... wenn dass das RPi nicht
schafft dann weiß ich auch nicht weiter ;)
Die CPU auf der RPi hat ja selber kein Ethernet.
Der Netzwerkkontroller hängt da am internen USB Hub.
Du kannst da natürlich weitere Kontroller dran anschließen um weitere
Netzwerkanschlüsse zu realisieren.
Die teilen sich aber alle den USB Bus was wohl den Durchsatz recht
drosseln wird.
Ich habe die RPi mal als NAS probiert mit externer USB Festplatte, da
gab es das gleiche Problem. Die Datenraten waren wirklich unterirdisch.
ich würde auch wie "nochwas" bereits schrieb, einen fertigen Router
benutzen. Da sind Portfilter, DHCP und co. bereits fix und foxi
vorhanden. Und mit nem Passwort sichert man den ja auch. Wobei dann auch
WLAN für die ganzen Smartphones bereitgestellt wird, da du ja auch
Whatsapp ansprachst. Willst du dann auch auf der LAN auf Onlineservern
zocken?
Jürgen D. schrieb:> Ich habe die RPi mal als NAS probiert mit externer USB Festplatte, da> gab es das gleiche Problem. Die Datenraten waren wirklich unterirdisch.
Das kenne ich auch, aber ich denke ich habe was grundlegend
verschiedenes vor. Schon nur weil mir Datenraten von insg. 5Mbits auf
der Ethernet-Schnittstelle reichen und das sollte über USB 2.0 dicke
gehen.
Das Problem ist das ich keinen Router oder sonst was nehmen kann, da ich
nichts zwischen Internet <-> Nutzer schalten kann.
Hier mal eine grobe Skizze, alles ist 1000Mbits, die Verbindung zum
Internet ist nicht veränderbar:
INTERNET ------- SWITCH ------ DOSE -> LAN-GÄSTE ÜBER SWITCH
|
|-- DOSE -> RPi
|
|-- DOSE -> LAN-GÄSTE ÜBER SWITCH
|
|
SERVER
Auf dem Server liegen viele Daten/Spiele, die wir brauchen. Daher will
ich nicht den kompletten Verkehr durch einen Router leiten, da der sonst
wohl zusammenbrechen würde.
Daher ist mein Plan per DHCP als Gateway die IP des RPi zu verbreiten,
und das RPi dann den Internet-Verkehr zu den erlaubten IPs weiterleiten
zu lassen. Nur leider bin ich immer noch nicht schlauer wie ich das
anstelle... mit nur einer Netzwerkschnittstelle :(
LinuxUser #13 schrieb:> Daher ist mein Plan per DHCP als Gateway die IP des RPi zu verbreiten,> und das RPi dann den Internet-Verkehr zu den erlaubten IPs weiterleiten> zu lassen. Nur leider bin ich immer noch nicht schlauer wie ich das> anstelle... mit nur einer Netzwerkschnittstelle :(
Das mit einer Schnittstelle ist eigentlich kompletter Blödsinn.
Jeder der sein Interface manuell per ifconfig oder was auch immer
einstellen kann, ist es möglich deine Config zum Umgehen.
Außerdem hast du schon einen DHCP Server in deinem Netz ??
Wenn ja, wird es ein wenig lustig, wenn sich zwei DHCP Server um die
User streitren.
sonst wenn du es machen willst, Stichwort ist "alias Interface"
https://wiki.debian.org/NetworkConfiguration
Hallo,
bei mir sorgt ein Beaglebone mit Squid als Proxyserver für die Internet
Kommunikation. Verbunden ist das BB nur über die Ethernet Buchse, keine
Zweite Lan-Karte.
Laufen tut das System von einer USB-Festplatte, da der erste Versuch
nach ca 2Wochen mit einer beschädigten SD-Karte geendet hat.
Einen Geschwindigkeitsnachteil durch den Proxy konnte ich nicht
feststellen(2000er DSL).
Der PC macht keine Probleme. Probleme gibt es mit Android, da nicht alle
Apps die Benutzung eines Proxy beherrschen.
Helfen kann da die App ProxyDroid. Grundsätzlich funktioniert damit
Whatsapp, gefühlt kommen die Nachrichten aber verzögert an.
Jürgen D. schrieb:> Wen du nur ein Interface benutzen möchtest und dein Switch da mitspielt> kanst du die mal Gedanken über getagte Vlans machen.
Dazu habe ich auch schon was im Internet gefunden, jedoch spielt da
leider der Switch nicht mit :( Das wäre wohl auch die extrem sichere
Lösung gewesen aber naja, meine Lösung reicht auch die Gäste wissen
vermutlich nicht einmal was Gateway und DNS-Server ist^^
Bastian schrieb:> bei mir sorgt ein Beaglebone mit Squid als Proxyserver für die Internet> Kommunikation. Verbunden ist das BB nur über die Ethernet Buchse, keine> Zweite Lan-Karte.
Das klingt interessant. Aber muss ich dann nicht von Hand an allen
Clienst einen Proxy einrichten? Oder kann ich sowas auch über DHCP
verbeiten?
Bastian schrieb:> Der PC macht keine Probleme. Probleme gibt es mit Android, da nicht alle> Apps die Benutzung eines Proxy beherrschen.
Das ist dann schon eher problematisch, ich habe keine Lust alle Handys
von Hand zu konfigurieren...
Wenn ich google finde ich viel, ich muss wohl das Interface intern
"zweiteilen" und zwei IPs zuweisen, eine ist die, die "online" gehen
kann und die andere ist die, die als Gateway verbreitet wird. Danach
muss ich mit iptables bzw. ipmasq dafür sorgen, das vom einem Interface
die Pakete zum Internet-Interface weitergeleitet werden. Nur habe ich
noch keine Ahnung wie ich da Regeln einbauen kann, was weitergeleitet
werden darf und was nicht :(
Ich hab das früher™ immer so gemacht:
Uraltes Notebook mit Linux drauf genommen, eine Ethernet-Karte an den
DSL-Router (sei diese hier eth0), die andere an einen Switch (hier
eth1), und an den die Gäste:
for f in /proc/sys/net/ipv4/conf/*/rp_filter ; do echo 1 > $f ; done
7
# NAT erlauben
8
iptables -F
9
iptables -t nat -F
10
iptables -P INPUT ACCEPT
11
iptables -P OUTPUT ACCEPT
12
iptables -P FORWARD ACCEPT
13
iptables -t nat -A POSTROUTING -o eth0 -j MASQUERADE
Dann allen Gästen eine IP im 192.168.1.0/24er Netz geben, bei denen den
Default gateway 192.168.1.1 und DNS-Server 192.168.0.1 einstellen
(=DSL-Router). Dann kann man in iptables in der FORWARD-Chain nach
belieben filtern, und umgehen geht eigentlich nur noch mit Tunneln. Als
extra Luxus kann man dann einen DHCP-Server auf das Linux klatschen um
die IP-Zuteilung zu automatisieren, HTTP/Samba-Server zum Dateien
(=SpielXY.iso) verteilen etc.
Vorteil dieser Methode ist dass man wegen NAT keinen Zugriff auf den
DSL-Router braucht, dafür aber Port-Forwarding etwas schwierig ist und
man vom normalen Netz quasi keinen Zugriff auf das Gäste-Netz hat.
Selbst mein altes Notebook hat das damals immer prima mitgemacht und es
war mehr als schnell genug um die Internetverbindung auszulasten.
https://wiki.gentoo.org/wiki/Home_Router Hier steht einiges dazu.
Lol, macht ihr euch das kompliziert.
Billigen Router mit OpenWrt+Luci nehmen. Zum Beispielen einen TP-WR841N.
Das Ding kostet 18€.
Auf der WAN-Seite die IP-Adresse per DHCP-Client beziehen lassen.
Auf LAN Seite einen DHCP-Server IP Verteilen lassen.
Folgendes Tool aus den bestehenden OpenWRT-Repositorys installieren.
Funktioniert ohne weiteres Basteln:
http://wiki.freifunk.net/P2pblock
Gesamtaufwand inklusive Testen 20-30 Minuten.