Hallo Zusammen
Ich möchte passive RFID Tags in einer geschlossenen Chromstahl Box (mit
der Wanddicke 0.5mm) von aussen auslesen.
Kann dass irgendwie funktionieren?
Würdet ihr, für einen Versuch, auch Langwellen-Frequenz Tags nützen?
Oder welche Tags würdet ihr empfehlen?
http://de.wikipedia.org/wiki/RFID
Hat jemand schon mal damit Erfahrungen gemacht? Oder einem ähnlichen
Problem?
Danke für eure Rückmeldungen
es geht um medizinisches Equipment welches in diesen Chromstahlboxen
gelagert wird. Die kann ich leider unmöglich ersetzen.
Schade, ich hoffte dass mit einer sehr starken Antenne(oder einen
anderen Trick) etwas zu machen sei...
Als erstes würde ich die Kühlschrankmagnetprobe machen. Wenn das Blech
"magnetisch" ist, dürfte es völlig aussichtslos sein. Wenn nicht, und
das sind die meisten Edelstahlsorten, sollte das Magnetfeld doch nicht
gestört werden?
Falls der Antennenkreis des Lesers durch das Blech verstimmt wird, kann
man einen anderen Kondensator einbauen. Gegen Wirbelstromverluste hilft
eine niedrige Frequenz und ein stärkerer Sender. Oder scheitert es an
etwas anderem?
gnd3 schrieb:> Als erstes würde ich die Kühlschrankmagnetprobe machen. Wenn das Blech> "magnetisch" ist, dürfte es völlig aussichtslos sein. Wenn nicht, und> das sind die meisten Edelstahlsorten, sollte das Magnetfeld doch nicht> gestört werden?>> Falls der Antennenkreis des Lesers durch das Blech verstimmt wird, kann> man einen anderen Kondensator einbauen. Gegen Wirbelstromverluste hilft> eine niedrige Frequenz und ein stärkerer Sender. Oder scheitert es an> etwas anderem?
Das Blech ist def. nicht magnetisch.
Danke für dein wertvollen Beitrag.
Wenn du RFID mit Frequenzen von einigen Hertz betreibst, könntest du
vielleicht Erfolg haben. Aber bei 125KHz oder 13MHz hast du es nicht mit
einem einfachen Magnetfeld zu tun, sondern mit elektromagnetischen
Wellen. Du kannst ja mal ein Taschenradio, was Langwellenbereich
empfängt (paar hundert kHz) in das Behältnis geben und dann nach dem
Verschließen hören, ob du noch Empfang hast. Das Gleiche dann nochmal
mit dem Empfang von einem Kurzwellensender (Größenordnung 13MHz). Wenn
du dann aus der Blechbüchse noch Musik hörst, würde ich mich sehr
wundern...
Versuchs einfach mal.
Tut mir leid, dann habe ich wohl die Ironie überlesen... soll ja mal
vorkommen ;)
Ja, über gnd3s Bemerkung habe ich mich ebenfalls schon gewundert...
@stef Also mit handelsüblichen Lösungen wird das wohl nichts. Barcode
wird wohl auch nicht gehen?
Alex
mein Bauch meint auch, dass es nicht geht -- andererseits bilden die
Spulen von Leser und Tag doch einen (kernlosen) Trafo. Der funktioniert
immer noch, auch wenn ich ein Stück Holz dazwischen schiebe, oder ein
Alu-Blech. Warum stört dann das Chromstahlblech?
gnd3 schrieb:> andererseits bilden die> Spulen von Leser und Tag doch einen (kernlosen) Trafo. Der funktioniert> immer noch, auch wenn ich ein Stück Holz dazwischen schiebe, oder ein> Alu-Blech.
Der funktioniert aber nicht mehr, wenn Du eine kräftige
Kurzschlusswindung zusätzlich um den Kern machst.
Vielleicht kannst du eine passende "Leiterbahnenspule" auf
Platinenmaterial außen aufkleben, dann zwischen Deckel und Kiste rein
und innendrin wieder über so eine Spule auskoppeln?
Andere Idee:
Ein elektrisch isolierter Deckel könnte zusammen mit dem Rest einen ganz
brauchbaren Kondensator bilden. Spule dran und los gehen die
Schwingungen....
Andreas schrieb:> Es gibt noch FRIDs als Aufkleber, auch für metallische Oberflächen> (tag> on metall).
Was nützt das, wenn er die Gegenstände, die in der Box sind,
identifizieren will?
Ich hatte mal das Vergnügen, eine Lösung für einen vermurksten Aufbau zu
finden. Mehrere 130kHz RFID Leser waren so nahe beieinander instaliert,
das sie auch Transponder gelesen haben, die vor den benachbarten Lesern
gehalten wurden.
Dabei hab ich gelernt, das eine Abschirmung mit einem nichtmagnetischen
Material den Leser kaum juckt. Die maximale Leseentfernung nimmt ein
wenig ab, das wars dann aber auch schon. Magnetische Materiealien
bringen schon mehr, aber schirmen auch nicht komplett ab. Schließlich
musste ich sauteures MU-Metal nehmen, damit es geklappt hat.
Ich denke, deine Chanche stehen gar nicht so schlecht, das du
Transponder in Stahlboxen lesen kannst. Einfach mal ausprobieren.
P.s. Die Transponder mit denen ich es zu tun hatte waren TIRIS
Transponder von TI
S.J. schrieb:> Dabei hab ich gelernt, das eine Abschirmung mit einem nichtmagnetischen> Material den Leser kaum juckt.
Hast du die wirklich rundherum lückenlos mit Blech umkleidet?
Ich denke eher, du hast eine Art Trennblech zur Abgrenzung machen
wollen, oder?
Das ist ein großer Unterschied.
Wickle mal ein Radio lückenlos in Alufolie ein, und es wird nichts mehr
empfangen. Und Alufolie steht nun wirklich nicht im Verdacht, magnetisch
zu sein, stimmts?
Hier gehts um die Abschirmung von Funkwellen und nicht um die
Anziehungskraft eines Magneten.
Ich danke euch vielmals für die vielen Beiträge, ich werde sicherlich
einmal einige versuche machen...
Was ich bereits "getestet" habe: :)
Radio in Alufolie: Kein Empfang
Handy in Alufolie: Kein Empfang
Radio in abgedichteter Blech box: Kein Empfang
Handy in abgedichteter Blech box: Empfang!
Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben... :)
stef schrieb:> Ich danke euch vielmals für die vielen Beiträge, ich werde> sicherlich> einmal einige versuche machen...>> Was ich bereits "getestet" habe: :)>> Radio in Alufolie: Kein Empfang> Handy in Alufolie: Kein Empfang> Radio in abgedichteter Blech box: Kein Empfang> Handy in abgedichteter Blech box: Empfang!
Das zeigt allerdings nur, daß die Blechbox nicht komplett abgedichtet
ist. Da sind auf jeden Fall noch paar Lücken drin, der Deckel hat sicher
keinen Rundum-Kontakt zum Unterteil.
Das Handy arbeitet im GHz-Bereich, wo auch winzige Lücken zum "Loch im
Gartenzaun" werden. Bei HF-Schaltungen, die richtig abgeschirmt sein
müssen, werden rundum an den Rändern der Deckel noch gefederte
Kontaktleisten angebracht.
Hast du schon mal ein Handy von innen gesehen? Da sind die Deckel der
einzelnen Baugruppen auch rundum mit Federn versehen.
Und bei den Boxen, die du hast, ist das bestimmt nicht lückenlos der
Fall. Das bedeutet, daß du mit RFIDs im GHz-Bereich eventuell eine
Chance hättest.
Wenn der Deckel dann aber zufälligerweise doch mal dicht ist...
>> Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben... :)
Wie gesagt, deine einzige Chance wäre der GHz-Bereich. Da sind
allerdings die Lesegeräte sauteuer. Kannst dir vielleicht auch mal
Muster kommen lassen, ein Lesegerät und ein paar RFIDs in verschiedenen
Bauformen (kleine Glasröhrchen, Chips, Aufkleber, Karten). Wenn du dann
damit eine SICHERE Erkennung hinkriegst, hast du gewonnen.