Hi an alle
Ich habe vor mir eine kleine Platine zu erstellen die einen Motor per
PWM ansteuern soll. Der Motor läuft bei einer maximalen Spannung von 24V
und zieht dabei um die 4A. Der Motor soll sich nur in einer Richtung
drehen.
Da ich das Ganze mit einem Mikrokontroller steuern möchte, ich aber eine
separate Stromversorgung für den Motor brauche, habe ich mir die
angehongene Schaltung überlegt.
Da ich mit Optokopplern bisher keine Erfahrung gemacht habe und auch von
Transistoren nur begrenzt Ahnung habe würde ich gerne eure Meinung zu
der Schaltung wissen.
Ich habe derzeit eine ca. 5V Z-Diode in der Schaltung vorgesehen um die
Schaltspannung des BUZ11 auf unter 20V zu senken. Funktioniert das so,
gibt es bessere Möglichkeiten?
Ist die Konzipierung der Widerstände vernünftig? Ich würde gerne so
wenig Strom wie möglich in der Schaltung "verschwenden".
Gibt es eigentlich eine gute Möglichkeit die 24V an einem ADC zu messen?
Ich würde ungerne einen Spannungsteiler nehmen, da dieser dauerhaft
meine 24 V Batterie entleert.
Ganz kurz: Deine Schaltung ist tödlich, da der Motor sofort nach Anlegen
der Versorgungsspannung losläuft!
Der Widerstand am Gate vom BUZ11 muß auf alle Fälle zwischen Gate und
GND liegen.
So wie dein FET geschaltet ist, klaut er sich selber die für die
Ansteuerung nötige U_GS, sobald er leitend wird. Entweder brauchst du
eine Hilfsspannung, die mindestens grob 5V über deiner Motorspannung
liegt, oder du packst den FET in die Gnd-Leitung des Motors.
Dem Motor fehlt eine Freilaufdiode. Ohne hat der FET ein kurzes Leben.
Der Optokoppler kostet dich auf der µC-Seite etwas 5..10mA. Wenn du auf
die galvanische Trennung verzichten kannst, kommst du mit deutlich
weniger aus.
Der Mosfet wird dir hier nie richtig durchschalten.
Mike schrieb:> die mindestens grob 5V über deiner Motorspannung> liegt, oder du packst den FET in die Gnd-Leitung des Motors.
Oder einen P-Fet
Und sperren wird der Fet auch nicht, da die Gatespannung auf Grund der
Diode nicht kleiner wie 24V-0,7V werden kann.
Wozu soll die Z-Diode eigentlich gut sein?
Hans schrieb:> habe ich mir die> angehongene Schaltung überlegt.
Gibt es eigentlich einen bestimmten Grund,
warum man eine zigtausendmal in Internet dokumentierte Schaltung
unbedingt noch mal bar jeglicher Grundlagenkenntnisse selbst entwerfen
muss um dabei mit 100 Prozent Gewissheit zu einer vollkommen untaugliche
Konstruktion zu kommen die weder die Eigenschaften der Bauteile
(Ansteuerungspolarität eines NMOSFETs) noch der Last (Freilaufdiode
wegen Induktion) beachtet ? Nein, die Z-Diode funktioniert so nicht,
denn bei Strom=0 (abgeschaltetem Optokoppler) ist auch Spannung=0, auch
an einer Z-Diode.
1. Rechne nicht mit dem Nennstrom des Motors (4A) sondern mit am
Anlaufstrom = Blockierstrom = 24V/Innenwiderstand (könnten 25A sein),
sonst löst sich deine Schaltung schon neim Einschalten in Rauch auf.
lediglich der Kühlkörper darf für 4A ausgelegt sein, wenn der Motor
nicht dauerhaft blockiert sein kann (oder dagegen abgesichert ist, z.B.
mit einer Feinsicherung).
2. Benutze eine Freilaufiode, für zumidnest 4A.
3. Schalte mit einem NMOSFET die Masseleitung. Für die Plusleitung
bräcuhte man einen PMOSFET.
4. Warum muss es eigentlich der älteste MOSFET sien den es in
Deutschland je gegeben hat ? Bekommt man dafür bestimmte Extrapunkt wenn
man keine moderneren Bauteile einsetzt als 40 Jahre alte ?
5. Wenn ein Optokoppler einen Darlingtonausgang hat, ist er LANGSAM und
damit für PWM ungeeignet. Deiner braucht ungefähr 40us um abzuschalten.
m.n. schrieb:> Hans schrieb:>> Dann so :)>> Ich seh schon, wir verstehen uns nicht :-(
OK jetzt bin ich verwirrt. Worin liegt der Unterschied zwischen einem
Widerstand direkt um BUZ und unterhalb des Transistors des Optokopplers?
Max H. schrieb:> Der Mosfet wird dir hier nie richtig durchschalten.>> Mike schrieb:>> die mindestens grob 5V über deiner Motorspannung>> liegt, oder du packst den FET in die Gnd-Leitung des Motors.> Oder einen P-Fet
Hier habe ich dasselbe Verständigungsproblem!?
Hans schrieb:> Hier habe ich dasselbe Verständigungsproblem!?
Dann bau deine Schaltung mal in LTSpice zusammen und guck dir bei deiner
Ansteuerung U_GS an.
Das kann (in der Wirklichkeit) nicht gut gehen. Wenn der Transistor
Schaltet, fließt ein großer Strom durch diesen und durch die Z-Diode und
es kann passieren, dass einer der beiden thermisch zerstört wird.
Und die LED in Optokoppler brauch einen Vorwiderstand.
MaWin schrieb:> Gibt es eigentlich einen bestimmten Grund,> warum man eine zigtausendmal in Internet dokumentierte Schaltung> unbedingt...
Ja, weil es mehrtausendfach einfacher und bequemer ist die Frage nochmal
zu stellen. Anstatt sich hinzusetzen, zu lesen (Buch oder die FAQs), im
Internet oder im Forum zu suchen, sich selbst Arbeit zu machen... Einer
wirds mir schon erzählen. Außerdem: "Ich poste, also bin ich".
Viele gute Leute hier antworten nicht (mehr) auf solche Fragen, der
Anteil der "wer weiß was" Qualitätsstufe geht dann halt in die höhe.
@Ottmar
Das ist das schöne bei der Simulation: Keine Rauchwölkchen weit und
breit! Auch wenn die Diode im Optokoppler, schon sehr bald im Nirwana
weilt.