Hallo,
Bin auf der Suche nach einem Netzteil mit gut Dampf.
Habe zwei eher hochpreisige Endstufen mit einer Maximalleistung von rund
1000W RMS.
Eine davon ist die Eton PA1502 mit 660W RMS für einen Subwoofer.
http://www.etongmbh.de/fileadmin/user_upload/service/bedienungsanleitungen/pa1502_pa2802.pdf
Die Dinger sollen natürlich nicht Knallgas laufen (erhöhte
Zimmerlautstärke für einen 30m² Raum), sondern übergangsweise der
Beschallung dienen. Jeder Endstufe ist ein 1F Kondensator vorgeschaltet.
Jetzt suche ich ein passendes "Netzteil" und habe leider wenig Ahnung
davon. Bei eBay findet man viele PC-Schaltnetzteile die entsprechend
"angepassst" wurden. Oder eben Made-in-China Ware.
Ich möchte so günstig wie möglich kaufen, aber keinen Schrott der mir
abraucht oder lebensgefährlich ist. Ich denke ein Rippel der
Ausgangsspannung sollte halbwegs unproblematisch sein, oder Erwärmen
sich durch die überlagerte Wechselspannung die Kondensatoren und können
abrauchen? Weiß ja nicht was da so für ein Rippel am Boardnetz hängt
wenn da Lichtmaschine einspeist und Verbraucher dran hängen und ob
solche billigen Kondensatoren Wechselspannung abkönnen.
Ich hatte nun an einen Leistungsbereich bis 500W RMS gedacht um sich zu
sein, wobei ich maximal 20% der Leistung abrufen werde.
Irgendwelche Tips?
Vielen Dank!
brrrzl schrieb:> gendwelche Tips?
KZF Endstufen kommen mit Spannungen von 10V bis 15V klar,
und enthalten einen Spannungswandler auf höhere Spannungen.
Schlau wäre es, den Spannungswandler zu umgehen, und direkt die höhere
Spannung einzuspeisen. Dazu müsste man die Kiste aber öffnenn und
umbauen.
Ansonsten bleibt ein konventioneller 300VA 11.5V Halogenlampen Netztrafo
mit GBPC5001 Brückengleichrichter und 10 x 10000uF/25V Siebelko
(dahinter liegt die Spannung zwischen 12V und 15V), der bringt zwar nur
200W Dauerlast, aber mehr schaffen die Spielzeugentstufen auch nicht,
die 660W sind p.m.p.o., und in der Spitzenlast sind Eisenkerntrafos
recht grosszügig.
Deine 1F Elkos werden aber der Belastung des Ripplestroms nicht
standhalten, das sind meist bloss Blendelkos mit bunter Leuchtanzeige,
die 10 x 10000uF sind besser.
brrrzl schrieb:> Weiß ja nicht was da so für ein Rippel am Boardnetz hängt> wenn da Lichtmaschine einspeist und Verbraucher dran hängen
Ich habe keine Ahnung welches Netz ein Surfboard, oder ein Mainboard
haben soll, aber ein Auto hat ein BORDNETZ, kein Boardnetz.
Eine Lichtmaschine liefert in der Regel gleichgerichteten
3Phasen-Wechselstrom was selbst Ohne Akku nur noch einen Rippel von
einigen Prozent macht, Durch die Starterbatterie geht der Rippel fast
gegen 0.
Der Rippel bei einem Brückengleichrichter ist 100%
Unsinnig dein Vorhaben weil:
Zu kleines Netzteil mit nur 415W: 187€
(VOLTCRAFT FSP-11330) - für deine 1000W RMS brauchst du ein Netzteil mit
grob 2000W.
Für weniger Geld, ohne basteln, mit Garantie etc. für 149€ eine Endstufe
(Mc Crypt MP-8000 Endstufe 2 x 320 W/4 Ω)
Dein Vorhaben kann ein spannendes und lehrreiches Vorhaben sein.
Unsinnig ist es trotzdem. Ausserdem: die Zuleitungen müssen dann auch
entsprechend dick sein bei den Strömen. Kostet auch wieder.
Und wie es weiter oben schon stand: gehobene Zimmerlautstärke sind bei
wenige Watt Leistung erreicht.
MaWin schrieb:> Dazu müsste man die Kiste aber öffnenn und> umbauen.
Das kommt eigentlich nicht in Frage. Aber Danke für den Hinweis.
MaWin schrieb:> Deine 1F Elkos werden aber der Belastung des Ripplestroms nicht> standhalten, das sind meist bloss Blendelkos mit bunter Leuchtanzeige,> die 10 x 10000uF sind besser.
Also schmeiße ich die raus. Okay. Danke!
Da geht jeder 10mF 25V Elko? Oder gibt es hier noch Unterschiede?
MaWin schrieb:> Ansonsten bleibt ein konventioneller 300VA 11.5V Halogenlampen Netztrafo
Sowas also:
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=40435&PROVID=2257&wt_mc=amc136152448016369&ref=adwords_pla&&gclid=CMrBhuzOj70CFUcTwwodU0sAPgMaWin schrieb:> die 660W sind p.m.p.o
Ich weiß nicht wie sich das im Audio-Bereich alles verhält, aber die
Endstufen bringen diese Leistungen wohl RMS, bin da mal über eine Seite
gestolpert die auch diese Endstufen instand setzt, und Messungen
durchführt. Da mir das Messprozedere aber nicht bekannt ist, auch egal.
Soll auch nicht Teil der Diskussion hier sein. :-)
Knobikocher schrieb:> Dein Vorhaben kann ein spannendes und lehrreiches Vorhaben sein.> Unsinnig ist es trotzdem. Ausserdem: die Zuleitungen müssen dann auch> entsprechend dick sein bei den Strömen. Kostet auch wieder.
Ich weiß. Ist auch mehr Spielerei.
Allerdings eine Spielerei bei der die Endstufen nach Möglichkeit nicht
abrauchen sollten.
Hab hier noch verschiedene Kabel u.a. Schweißkabel bis 50mm² für die
Endstufen liegen. ;)
Wenn es nur eine Spielerei sein soll und günstig, dann schlage ich vor:
Auto- oder LKW-Batterie und passendes Ladegerät kaufen.
Bei 500W Maximalleistung, und nur 20% Abruf davon = 100W, dürfte auch
eine Batterie einige Stunden halten. Danach halt laden.
brrrzl schrieb:> Bin auf der Suche nach einem Netzteil mit gut Dampf.> Habe zwei eher hochpreisige Endstufen mit einer Maximalleistung von rund> 1000W RMS.
Wenn Du was billiges suchst, solltest Du einen Autoakku parallel
mit einem 10A-Ladegerät verwenden. Dessen 120W reichen vermutlich
als Dauerleistung aus. HiFi wirst Du mit einer solchen Endstufe
mit Schaltnetzteil wohl sowieso nicht erreichen. Da müsstest Du
zumindest die anderer Stelle vorgeschlagene Modifikation mit
Direktversorgung der Endstufen mit höherer Spannung machen.
> Ich denke ein Rippel der Ausgangsspannung sollte halbwegs> unproblematisch sein,
Doch, wenn der zu gross wird, schlägt er als Brummen auf den
Ausgang durch.
> Erwärmen sich durch die überlagerte Wechselspannung die> Kondensatoren und können abrauchen?
Das kann man zumindest nicht völlig ausschliessen. Durch einen
Bleiakku wird der Rippel aber recht gut ausgesiebt.
Gruss
Harald
Mein Bassanlage läuft mit ner 2*240W CarHifi Endstufe und einem dicken
1kW PC Netzteil. Das geht prima, ist schweinelaut und impulsfest.
Gut, ich gebe zu, ich habe das Netzteil noch ein bisschen entstört. Wenn
man die 12V Kabel bündelt und an die 5V eine kleine Last anlegt, sollte
das klappen.
brrrzl schrieb:>> Ich weiß nicht wie sich das im Audio-Bereich alles verhält, aber die> Endstufen bringen diese Leistungen wohl RMS, bin da mal über eine Seite> gestolpert die auch diese Endstufen instand setzt, und Messungen> durchführt. Da mir das Messprozedere aber nicht bekannt ist, auch egal.> Soll auch nicht Teil der Diskussion hier sein.
Doch, sollte, weil es die Netzteilauslegung bestimmt.
Diese KFZ Endstufen verwenden eigentlich alle ein MOSFET Schaltnetzteil
(macht so +35V/-35V) und eine bipolare Class AB Endstufe. Für 1000W
müssten die 600W als Abwärme loswerden können. Das können diese Gehäuse
nicht. Also sind die 1000W gelogen, die 600W auch. Normalerweise wird
die Leitung auf das ca. 10-fache hochgelogen. Und für 60W wäre ein
Trafonetzeil natürlich viel kleiner und preiswerter als für 600W.
> Sowas also:
Ja.
> Da geht jeder 10mF 25V Elko
Es gibt Qualitätsunterschiede, die sich in der Lebensdauer äussern, aber
du willst die Schaltung scheinbar nicht lange einsetzen, also geht
jeder. Wie gesagt: 10 Stück, parallel, für 300W.
Gebrauchte Servernetzteile im kW Bereich gibt es auf ebay schon für
unter 50€. Sollten die 1000W auch nur 500W RMS sein, dann werkelt darin
wohl eine Class D Endstufe und dann sollte das mit dem Schaltnetzteil
kein Problem sein. Ansonsten geht es ebenfalls, weil die Endstufe dann
vermutlich nur 100-200W hat.
MaWin schrieb:> Für 1000W müssten die 600W als Abwärme loswerden können. Das können diese> Gehäuse nicht.
Die Endstufe ist mit 660W angegeben. Bei einem angenommenen Wirkungsgrad
von 66% muss das Gehäuse nur 340W abführen. Bei einer Größe von 32 x
24,3 x 6 kann das gut hinhauen.
http://amp-performance.de/281-Eton-PA-1502.html
Hier tut ein externes Netzteil das vermutlich mal einen
IBM Thin-Client mit Saft versorgt hat. 16 V/7,5 A
Haengt jetzt ueber ein Pi-Filter an einer 4 x 30 W Sinus Endstufe.
Reicht fuer die Zimmerbeschallung foellig hin.
Bestaendiger schrieb:> Die Endstufe ist mit 660W angegeben. Bei einem angenommenen Wirkungsgrad> von 66% muss das Gehäuse nur 340W abführen. Bei einer Größe von 32 x> 24,3 x 6 kann das gut hinhauen.
Denke ich auch. Meine Magnat 480 in der Bassanlage ist ein massiver
Alublock mit etwa den gleichen Maßen. Nach zwei Stunden Konzert (und wir
sind kein Kammerquartett) ist das Ding gerade mal handwarm. Allerdings
habe ich das ATX-Netzteil so ins Rack eingebaut, das der grosse Lüfter
über die Endstufe pustet.
Ich benutze dieses Netzteil:
http://www.csv.de/artinfo.php?artnr=A2800663&KATEGORIE=28
Der Einblick war erstaunlicherweise recht erfreulich, stabil mit guten
Elkos. Ich habe lediglich 100nF/50V SMDs auf der 12V Schiene
nachgerüstet und die 12V und GND Kabel zu robusten Bäumen umgebaut und
auf Ringösen für die Endstufe geführt, bei mir muss das ganze recht
rüttelfest sein, weil der Verstärker direkt auf dem Lautsprecher steht
(wie das so bei Musikern ist). Aber im allgemeinen sind die Car Booster
ja recht robust.
Würde auch ein oder zwei Servernetzteile empfehlen z.B. HP DPS-600PB,
ist günstig auf Ebay zu bekommen und liefert 575W an 12V, kann auch
parallel betrieben werden.
Bestaendiger schrieb:> MaWin schrieb:>> Für 1000W müssten die 600W als Abwärme loswerden können. Das können diese>> Gehäuse nicht.>> Die Endstufe ist mit 660W angegeben. Bei einem angenommenen Wirkungsgrad> von 66% muss das Gehäuse nur 340W abführen. Bei einer Größe von 32 x> 24,3 x 6 kann das gut hinhauen.
Wenn ich die Gehäuse-Ausführung, -Größe, etc. mit den
Leistungskühlkörperangaben, und vor allem Abmaßen, von
Fischer-Elektronik (www.fischerelektronik.de) vergleiche, möchte ich
stark bezweifeln, das dieses Gehäuse bei einem Dauereinsatz die max.
Verlustleistung (lass es halt die 340W sein) 'wegbringen' kann, ohne zu
überhitzen und den großen Halbleitertod herbei zu rufen. Auch bei
idealer senkrechter Anbringung der Endstufe wird die Hitze durch
Konvektion nicht ausreichend an die Umgebung abgeführt - so meine
Abschätzung. Mit einer Zwangskühlung durch Lüfter wäre es wohl eventuell
machbar.
> http://amp-performance.de/281-Eton-PA-1502.html
Die Messungen sollen auf der DIN 45500 basieren, was, wenn man es denn
weiter verfolgt, nur die Aussage zulässt, dass die Endstufe es geschafft
hat diese Leistung lediglich 10 Minuten lang zur Verfügung zu stellen,
ohne Schaden zu erleiden.
Das Testsignal ist übrigens ein breitbandiges rosa Rauschen.
Für die Techno-Freaks, die Ihre Autoendstufen derart weit aufreißen,
dass Sie beim fahren durch die Straßen als rollende Disco-Boxen
durchgehen, ist dies wahrscheinlich schon ein K.O.-Kriterium für die
Endstufen. :-(
Aber die 'guten' Endstufen regeln ja die Ausgangsleistung selbstständig
runter wenn es ihnen zu heiß wird. ;-)
Oh man(n). Jetzt habe ich mir mal die Mühe gemacht, die von
"Bestaendiger" angegebene Seite mal genauer durchzulesen ...
Und was musste ich da lesen?
"
So wird bei Amp-Performance gemessen:
Alle hier aufgeführten Messergebnisse wurden, abgesehen von der
Messdauer,
nach der in der DIN 45500 beschriebenen Methode ermittelt.
...
Die Messdauer von 10 Minuten wird hier jedoch nicht eingehalten.
In der Konfiguration, wo der Endstufe die max. Nennleistung abgefordert
wird, wird nur wenige Sekunden gemessen, weil dann viele Geräte schon
nach sehr kurzer Zeit mit erheblichen Hitzeproblemen zu kämpfen haben.
Das betrifft nicht nur billige Produkte, sondern auch Geräte namhafter
Hersteller.
Längere Messungen wären nur bei zusätzlicher aktiver Kühlung
denkbar.
Ein weiterer Grund für die verkürzte Messdauer ist die Dimenionierung
der Sicherung vieler Endstufen.
"
Quelle: "http://amp-performance.de/10-Beschreibung-der-Messung.html"
Das ist ja wohl der Hammer, aber wenigstens sind die Tester dort
grausam ehrlich. ;-))
Fazit:
Gescheite wirkungsgradstarke Lautsprecher(-Chassis) ins Auto und man(n)
erspart sich die 'dicken' Endstufen.
Naja wirklich hohe Leistung braucht man nur für den Subwoofer. Ich hab
dafür eine 2kW Class-D Endstufe (µDimension ProX 2K 1D). Selbst nach
Stunden an der Leistungsgrenze einer 750W Hifonics Basskiste wird das
Ding nicht mehr als handwarm. Und die ist noch nicht mal besonders
belüftungs-günstig eingebaut.
Höhen und Mitten kommt mit deutlich weniger Leistung aus. Da genügt eine
gut klingende Endstufe, die 4x75W Dauerleistung macht völlig.
Reicht freilich nicht um beim nächsten DBDrag den 1. zu machen, aber für
die mobile Disco ist genug.
> Selbst nach Stunden an der Leistungsgrenze einer> 750W Hifonics Basskiste
Und wieviel Dutzend Meter musstest du dabei entfernt sein, damits dir
nicht die Ohren wegföhnt? Musstest du danach die Schrauben am Auto
nachziehen? ;-) Imho wirds ab 200W ernsthaft overkill, schon mein
60W-Bass kann unangenehm laut werden.