Hallo zusammen,
folgende Situation:
Ich habe ein Terminalserver im Netztwerk dort läuft Win2008 Server, an
das Netzwerk sind verschiedene Clients und Drucker angeschlossen. Diese
Teilnehmer sind in verschiedenen Gebäuden. Auf dem Server läuft ein
Programm welches von verschiedenen Leuten bedient werden kann. Jetzt
soll ein Nutzer, wenn er auf Drucken im Programm klickt ein Dokument auf
3 verschiedenen (zufällig sind die Drucker vom gleichen Typ, irgend ein
HP Laser) Druckern ausdrucken.
Kennt jemand eine Möglichkeit, mit der man diese Aufgabe mit Boardmittel
lösen kann?
Zur Zeit muss der Druckjob immer 3x gestartet werden und der Benutzer
muss auch immer jedes mal den anderen Drucker auswählen.
Ich habe das Programm Print Multi (www.lvbprint.de/html/printmulti.html)
gefunden das soll eigentlich genau das machen was gewünscht wird. Es
muss aber doch auch eine Möglichkeit geben sowas vom Betriebssystem aus
zu realisieren (shell script).
Falls jemand eine Lösung kennt schonmal vielen Dank.
Drucker schrieb:> Es muss aber doch auch eine Möglichkeit geben sowas> vom Betriebssystem aus zu realisieren (shell script).
Nö.
Wenns die gleichen Drucker sind: In Datei drucken, Datei auf alle drei
Drucker kopieren.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Drucker schrieb:>> Es muss aber doch auch eine Möglichkeit geben sowas>> vom Betriebssystem aus zu realisieren (shell script).>> Nö.>
Na dann muss ich die 150 € für die Lizenz von Print Multi auftreiben.
Einige werden das Problem ja sicherlich auch aus Ihrer Firma kennen, je
kleiner der Betrag desto schwieriger ist es ihn aufzutreiben.
Jemand gibt ein Rezept ein, und druckt es für sich und noch für den der
das Rezept anwendet der sitzt in einem anderen Gebäude und dann nochmal
fürn Chef der hat sein Büro auch woanders. Und gedruckt wird es als
Nachweis und falls die Technik mal nicht funktioniert, damit es dann
trotzdem weiter gehen kann.
Ah. Ja, so etwas mag ein Anwendungsfall sein.
Problematisch wird es, sobald unterschiedliche Drucker beteiligt sind -
dann nämlich muss die druckende Anwendung selbst mehrfach drucken. Das
liegt am Druckertreiberkonzept von Windows, bei dem die Druckausgabe im
Prinzip das gleiche ist wie eine Bildschirmausgabe, d.h. die
GDI-Anweisungen zum Zeichnen und zur Textausgabe werden nicht an einen
Bildschirmdevicekontext, sondern an einen Druckerdevicekontext gesendet.
Abhilfe leistet hier die Verwendung z.B. eines PDF-"Druckers"; das damit
erzeugte PDF-Dokument wiederum kann dann mit einem PDF-Betrachter an die
unterschiedlichen Drucker gesendet werden (und obendrein als Datei
archiviert werden, was vielleicht etwas ressourcenschonender als die
Papierform ist).
Die Steuerung des PDF-Betrachters lässt sich je nach verwendetem
Programm entweder per VBSkript und Automation oder aber mit so etwas wie
"Autoit" übernehmen.
Eine andere Möglichkeit bestünde in der Verwendung von Postscript und
der Ausgabe an einen virtualisierten Drucker (via
http://pages.cs.wisc.edu/~ghost/redmon/), der dann wiederum die PS-Daten
via Ghostscript auf die gewünschten Drucker drucken kann. Das wird
allerdings etwas Gefrickel.
Unter Berücksichtigung der gewünschten Bordmittel könnte als Alternative
zu PDF/PS-Printern noch der "Microsoft XPS Document Writer" in Betracht
gezogen werden. Die Weiterleitung an die Zieldrucker ist damit natürlich
auch nicht gelöst. Aber die Verwendung eines "Sammeldruckordners" mit
programm-/scriptgesteuerter Überwachung und Ausgabe neuer Dateien an die
Zieldrucker wäre wohl machbar.
Frank L. schrieb:> Das Dokument zu mailen wäre wohl zu einfach. Dann könnte sich Jeder der> es als Papier haben will selbst auf dem ihm genehmen Drucker ausdrucken.
Mailen geht nicht, es ist kein Mailserver im Netzwerk vorhanden (es
handelt sich um ein Netzwerk für Steuerungszwecke. Aufgrund von
Sicherheitsrichtlinien soll dort nur das laufen was unbedingt gebraucht
wird. Es geht auch nicht drum ob jemand es auf Papier will es wird auf
Papier gefordert. (Nachweis)
bluppdidupp schrieb:> Kann das "Programm" nicht anpassen? Oder ist das keine Eigenentwicklung?
Nein teure spezial Software, gibt auch nur zwei Anbieter weltweit.
Ich glaub jetzt hab ich ne Lösung:
- den XPS Drucker als Standarddrucker einstellen
- das Dokument als xps drucken und in ein Verzeichnis speichern
- dann mit einem Power Shell Script:(Textdatei mit Namen: *.ps1)
C:\>get-content mein_Verzeichnis\*.xps | out-Printer -name
"mein_Drucker1"
C:\>get-content mein_Verzeichnis\*.xps | out-Printer -name
"mein_Drucker2"
C:\>get-content mein_Verzeichnis\*.xps | out-Printer -name
"mein_Drucker3"
einmalig "C:\>gwmi win32_printer | select name" ausführen
oder unter Geräte und Drucker nachschauen um die Druckernamen zu
erfahren.
Dann würde ich die Dateien noch Löschen oder in ein anderes Verzeichnis
verschieben. Das Script per ScheduleTask jede Minute ausführen.
Müsste doch klappen oder?
Ich hab nur noch nicht rausbekommen wie man dem xps Drucker sagt das er
automatisch in das Verzeichnis speichert mit fortlaufenden Dateinamen.
Drucker schrieb:> Frank L. schrieb:>> Das Dokument zu mailen wäre wohl zu einfach. Dann könnte sich Jeder der>> es als Papier haben will selbst auf dem ihm genehmen Drucker ausdrucken.>> Mailen geht nicht, es ist kein Mailserver im Netzwerk vorhanden (es> handelt sich um ein Netzwerk für Steuerungszwecke.
Wenn Drucken geht, dann geht auch Email.
> Aufgrund von> Sicherheitsrichtlinien soll dort nur das laufen was unbedingt gebraucht> wird. Es geht auch nicht drum ob jemand es auf Papier will es wird auf> Papier gefordert. (Nachweis)
Find ich nach wie vor albern, aber was solls. Unter Verwendung von Email
und eines etwas anwenderfreundlicheren Betriebssystems (z.B. Linux)
könnte der Workflow so aussehen, daß man das Dokument als PDF oder
Postscript an eine Email hängt und an eine "einmal drucken für alle,
bitte" EMail-Adresse schickt. Auf dem Mailserver holt sich ein lecker
Skript das PDF aus der Email und steckt es in 3 Drucker-Warteschlangen.
Mit etwas mehr Einarbeitung könnte man in CUPS womöglich auch einen
virtuellen Drucker definieren, der eingehende Dokumente einfach nur auf
andere CUPS-Queues verteilt. Aber in CUPS stecke ich so tief nicht drin.
Aber da die Entscheidung für ein Bezahl-Betriebssystem gefallen ist,
finde ich es nur folgerichtig, wenn solche kleinen Zusatzfunktionen dann
ebenfalls zahlungspflichtig sind.
XL
Axel Schwenke schrieb:> Wenn Drucken geht, dann geht auch Email.
Nein, denn das setzt einen Mailserver voraus; und das Netzwerk muss ja
nun nicht unbedingt mit dem Internet verbunden sein.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Axel Schwenke schrieb:>> Wenn Drucken geht, dann geht auch Email.>> Nein, denn das setzt einen Mailserver voraus; und das Netzwerk muss ja> nun nicht unbedingt mit dem Internet verbunden sein.
... für einen Mailserver braucht man doch wirklich kein Internet. Ein
lokaler linux Mailserver reicht doch auch dafür :-)
Axel Schwenke schrieb:> holt sich ein lecker Skript
:-)
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Nein, denn das setzt einen Mailserver voraus; und das Netzwerk muss ja> nun nicht unbedingt mit dem Internet verbunden sein.
E-Mail funktioniert auch im Intranet.
Ich benutze für so etwas edoc.
Redirect2Print Addin
Redirect2Print Addin -- Support redirecting current print job to other
printers simultaneously. Since 6.16, users can enable redirecting
current print job to other printers when creating the PDF
http://www.iteksoft.com/modules.php?op=modload&name=Sections&file=index&req=viewarticle&artid=49
Man braucht ein wenig um sich einzuarbeiten (die Doku eher Nerd2Nerd),
aber stabil und vom Preis-Leitungs Verhältnis sehr gut.
Drucker schrieb:> Na dann muss ich die 150 € für die Lizenz von Print Multi auftreiben.
Dafür kriegste mehr als 5 Terminal Server licenses bei Itek (min, 10).
Du brachst aber nur eine 39$ standalone Lizenz.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Mark Brandis schrieb:>> E-Mail funktioniert auch im Intranet.>> Wenn es da einen Mailserver gibt. Ist das wirklich so schwer zu> begreifen?
Es gibt ja offensichtlich einen Terminalserver. Und wenn das ein Windoze
ist, hält es sich auch automatisch für Fileserver, Printserver, DHCP,
Domänencontroller und $GOTTHEIT weiß was noch alles (was man alles gar
nicht will). Da jetzt das Windoze-Äquivalent von sendmail dazu zu
klicken ist nicht direkt Raketenwissenschaft. Immer vorausgesetzt, Mail
wäre Teil der Lösung (was es für Windoze wahrscheinlich gar nicht ist).
XL
Axel Schwenke schrieb:> Es gibt ja offensichtlich einen Terminalserver. Und wenn das ein Windoze> ist, hält es sich auch automatisch für Fileserver, Printserver, DHCP,> Domänencontroller ...
Tut der nicht. Kann er zwar, macht er aber nicht, schon gar nicht
automatisch.
Und Sendmail gibt es erst recht nicht. Wenn man auf dem MS-Wege Email
veranstalten möchte, dann muss man den Exchange Server kaufen.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Wenn es da einen Mailserver gibt. Ist das wirklich so schwer zu> begreifen?
Einen einfachen Mailserver für eine Handvoll Benutzer aufzusetzen ist
jetzt nicht so die große Kunst. Habe ich selbst vor Jahren mit RedHat
Linux und sendmail gemacht. Heute würde ich vielleicht Ubuntu und
Postfix nehmen, oder Exim.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Wenn man auf dem MS-Wege Email veranstalten möchte, dann muss man den> Exchange Server kaufen.
Muss man aber nicht, da Client und Server OS bei E-Mail (und anderen
Diensten) durchaus heterogen sein dürfen. Aber das weißt Du sicher
schon.
Habt Ihr es schon bemerkt? Hier geht es um Win 2008 Server, NICHT um
Linux. Das macht die Sache erheblich schwieriger.
Mir scheint das drucken auf 3 Drucker bei Windows wesentlich einfacher
als das mailen.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Wenn man auf dem MS-Wege Email> veranstalten möchte, dann muss man den Exchange Server kaufen.
Das stimmt nicht. SMTP läßt sich bei Server 2008 unter "Features"
aktivieren. Dabei wird allerdings der IIS automatisch mit installiert.