Hallo zsm,
ich bin Simon, 18 Jahre alt und arbeite mich gerade in
Mikrocontroller-Programmierung per C ein.
Schalteingänge und Ausgänge auswerten und ansteuern hab ich jetzt
relativ gut drauf.
Nun trat ein Freund an mich ran, der gerne die Spannung einer
Autobatterie in Prozentzahl auf einem LCD-Display ausgegeben hätte.
Das ich da einen der ADC Eingänge nutzen soll/muss hab ich jetzt schon
herausgefunden. Jedoch weiss ich nicht wie ich die Programmierung
vornehmen soll. Kann mir da jmd nen Tipp geben oder hat jmd dazu vlt
sogar ne Anleitung parat ? Weis nicht mehr nach was ich bei google noch
suchen soll. Die Ansteuerung des Displays sollte nicht das Problem sein.
Habe meinen Kumpel gebeten die Autobatterie einmal vollständig
aufzuladen und dann die Spanung zu messen.
Achso: aufgebaut werden soll das ganze auf einen mega8.
Gruß Simon
Simon schrieb:> Nun trat ein Freund an mich ran, der gerne die Spannung einer> Autobatterie in Prozentzahl auf einem LCD-Display ausgegeben hätte.
...und welche Spannung soll als 100% angezeigt werden? Auf jeden
Fall gilt: Spätestens bei unbelasteten 11V ist die Batterie leer.
Dazwischen schwankt die Spannung, je nach Belastung, lustig hin
und her.
Gruss
Harald
Simon schrieb:> Jedoch weiss ich nicht wie ich die Programmierung vornehmen soll.
void loop()
{
lcd.setCursor(0, 1);
lcd.print(analogRead(AD0)*100/256);
}
> Habe meinen Kumpel gebeten die Autobatterie einmal vollständig> aufzuladen und dann die Spanung zu messen.
Braucht er nicht messen, 14.4V, fällt dann aber wieder auf 12.8V. Und
ist 0% dann 0V oder einfach nur eine leer Batterie (bei ca. 11.8V).
> Achso: aufgebaut werden soll das ganze auf einen mega8.
Und vielleicht so, da0 die Schaltung die Widrigkeiten im KFZ Bordnetz
überlebt ?
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.23
stefanus schrieb:> Auf diese Weise kannst Du leider nicht den Ladezustand messen, ist> Dir> das klar? Wenn das einfach ginge, hätte jedes Auto serienmäßig so eine> Anzeige.
Man man man....
Es gibt nicht viele Methoden den Ladezustand eines Bleiakkus raus zu
finden...
Aber der Bezug Leerlaufspannung - Temperatur gehört dazu.
Alternativ: Die Säuredichte.
Erstmal danke für die Antworten.
das mit der Ausgabe auf dem LCD hätt ich auch selber hinbekommen.
Hätt ich vlt. noch dazuschreiben sollen:
Die Batterie ist nicht im Auto verbaut. Sie soll in einen Bollerwagen
zur Spannungsversorgung von Autoradio, Blaulicht etc.
Gut das die Spannung so arg schwankt wusste ich nicht, Sorry.
Kann mir dann jemand ne andere Möglichkeit nennen den aktuellen Zustand
der Batterie anzuzeigen ?
Simon schrieb:> Die Batterie ist nicht im Auto verbaut. Sie soll in einen Bollerwagen> zur Spannungsversorgung von Autoradio, Blaulicht etc.
Nun, dann fällt ja schon mal der Spannungssprung auf 14,4V durch
die Lichtmaschine weg.
> Gut das die Spannung so arg schwankt wusste ich nicht, Sorry.> Kann mir dann jemand ne andere Möglichkeit nennen den aktuellen Zustand> der Batterie anzuzeigen ?
Man kann z.B. den entnommenen Strom bilanzieren. 20% Fehler muss
man trotzdem einkalkulieren. Übrigens sind Autobatterien für den
Zyklusbetrieb (abwechselnd laden und entladen) nicht besonders gut
geeignet und haben dann eine geringe Lebensdauer.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Übrigens sind Autobatterien für den> Zyklusbetrieb (abwechselnd laden und entladen) nicht besonders gut> geeignet und haben dann eine geringe Lebensdauer.> Gruss
Man möge es mir nachsehen - etwas OT;)
Für eine ähnliche Anwendung, wie von Simon beschrieben, habe ich einen
gebrauchten >>Sonnenschein Dryfit A412 / 50 AS<< geschenkt bekommen.
Bleigel? Ist der besser geeignet? Soll zum sporadischen Betrieb eines
etwas stärkeren Sender/Empfängers eingesetzt werden.
Wenn Simon mit seiner intelligenten Spannungsanzeige fertig ist, würde
ich die gerne abkupfern;) Wenns denn gestattet ist!
Gruß
Harald Wilhelms schrieb:>> Die Batterie ist nicht im Auto verbaut. Sie soll in einen Bollerwagen>> zur Spannungsversorgung von Autoradio, Blaulicht etc.> man trotzdem einkalkulieren. Übrigens sind Autobatterien für den> Zyklusbetrieb (abwechselnd laden und entladen) nicht besonders gut> geeignet und haben dann eine geringe Lebensdauer.
Ist doch nicht so schlimm, das Krachding wird doch nur einmal im Jahr
gebraucht ;-)
wendelsberg
wendelsberg schrieb:> Ist doch nicht so schlimm, das Krachding wird doch nur einmal im Jahr> gebraucht ;-)>> wendelsberg
:-) Eben. Das Geld für so eine Ladeanzeige würde ich bei dem angegebenen
Anwendungsfall lieber in ein paar zusätzliche Sixpacks "investieren".
;-P
Altbaugenervter schrieb:> :-) Eben. Das Geld für so eine Ladeanzeige würde ich bei dem angegebenen> Anwendungsfall lieber in ein paar zusätzliche Sixpacks "investieren".
Zumal die Anzeige mit vertretbarem Aufwand nicht genau zu bekommen ist.
wendelsberg
Aber um auf das eigentliche Thema zurückzukommen
> Das ich da einen der ADC Eingänge nutzen soll/muss hab ich jetzt> schon herausgefunden. Jedoch weiss ich nicht wie ich die> Programmierung vornehmen soll. Kann mir da jmd nen Tipp geben oder> hat jmd dazu vlt sogar ne Anleitung parat ?AVR-GCC-TutorialAVR-Tutorial
Vielleicht brauchst du ja mal den ADC für was anderes. Oder aber du
probierst das an der Autobatterie einfach mal aus. Solange du dir
darüber im klaren bist, dass die Zahl nicht so wahnsinnig viel aussagt,
ist das ja ok. Schliesslich haben ja auch andere derartige
Anzeigeinstrumente im Auto, damit es gut aussieht.
Karl Heinz schrieb:> Schliesslich haben ja auch andere derartige> Anzeigeinstrumente im Auto, damit es gut aussieht.
Für einen halbwegs erfahrenen Anwender sieht ein Voltmeter im KFZ nicht
nur gut aus, der kann auch einiges an Information daraus ablesen.
Vor wenigen Jahren konnte ich z.B. deutlich ablesen, daß sich der
Generator langsam verabschiedet. Nach bzw. während der Reparatur zeigte
sich, daß bereits zwei der sechs Gleichrichterdioden defekt waren.
In meinen KFZ dient das Voltmeter nicht zum posen, sondern als
wertvolles Messinstrument. Leider haben die meisten Fahrzeuge sowas
nicht in Serie, und selbst die Kühlertemperaturanzeige wird heutzutage
elektronisch auf Mitte hinbeschissen, so daß man sie nicht mehr als
Trendanzeige benutzen kann. Ist natürlich "besser" für Hausfrauen und
Schlipsträger, die sowieso nicht wissen wie ein Verbrennungsmotor
funktioniert. Und besser für die Werkstätten ist es obendrein.
Micha
Ein Tipp am Rande:
Die wenigsten Mikrocontroller können mit Spannungen größer als die
Versorgungsspannung (meist 3,3 oder 5V) etwas anfangen. Schau Dir mal
die Überlegungen zum Spannungsteiler an. In diesem Zusammenhang: Ein
bisschen Schutz kann, beim Anlegen externer Spannungen, auch nicht
schaden.
Ein LCD anzusteuern ist jedoch wesentlich schwieriger, als einen
analogen Eingang abzufragen. Wenn Du meinst, das mit dem LCD
hinzubekommen, dann mach das erstmal fertig.
Danach wird es sicher deutlich leichter fallen, den Code für den ADC
hinzuzufügen - insbesondere weil Du dann schon so weit bist, zum
Debugging Texte und Zahlen auf dem Display anzuzeigen.
In einem gewissen Masse kann man schon aus der Spannung Rückschlüsse auf
den Ladezustand machen. Nur sollte man da keine Wunder erwarten.
Vorausgesetzt die Batterie ist an sich noch in Ordnung, natürlich.
Simon schrieb:> hmm...also ist es nicht möglich per Spanung einen Rückschluss auf den> Ladezustand eines Blei-Säure-Akkus zu ziehen ?
Der Ladezustand "leer" lässt sich eingemassen genau bestimmen. Alles
andere ist schwierig.
Ich würde da einfach eine handelsübliche Unterspannungsabschaltung
dranhängen. Wenn die abschaltet, gehen Blaulicht und Musik aus, und das
sollte auch eine Vatertagsgesellschaft im fortgeschrittenen Delirium
erkennen können.
Oliver
Oliver S. schrieb:>> hmm...also ist es nicht möglich per Spanung einen Rückschluss auf den>> Ladezustand eines Blei-Säure-Akkus zu ziehen ?>> Der Ladezustand "leer" lässt sich eingemassen genau bestimmen.
Der Zustand "voll" auch.
> Alles andere ist schwierig.
ACK
> Ich würde da einfach eine handelsübliche Unterspannungsabschaltung> dranhängen.
ACK.
Man könnte auch den Zustand "halbvoll" definieren, indem man einfach
zwei Batterien nimmt. Ist die erste leer, schaltet man um auf die
Zweite.
Gruss
Harald