Stabantennen "falten"

Gast #3588189
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Hallo,


Ich würde gerne eine Schlitzantenne für einen RFID-Chip entwerfen.
Nun denke ich, dass die gesamte Antenne Lambda/2 lang sein sollte, wobei 
jeder Arm des Strahlers Lambda/4 entsprechen müsste.
Kann ich also einen Dipol wie in Antennenbild 1 nehmen und ihn wie auf 
den nachfolgenden Bildern gesehen einfach falten um Platz zu gewinnen?

Wie kann ich die dabei resultierenden Verluste oder 
Frequenzverschiebungen gegenüber dem geraden Dipol abschätzen?

Vorschläge wären also diejenigen auf den Bildern...

Was meint ihr dazu, kann man so etwas verwenden, oder ist das zum 
scheitern verurteilt?


mfg
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Gast #3588211
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Besonders dein letzter Vorschlag erinnert mich an die sogenannten 
"Fraktal-Antennen". Mach dich mal in diese Richtung schlau. Da gibt's 
einige interessante Ansätze, um Platz zu sparen.
Aber du mußt dir immer bewußt sein, daß man damit zwar eine resonante 
Antenne hinbekommt, die man ordentlich an sein System anpassen kann, 
aber niemals den Wirkungsgrad eines Dipols erreichen wird. Das ist also 
wirklich nur dafür gut, eine definierte Antenne möglichst klein zu 
bekommen.
Gast #3588223
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Dipolstrahlemann schrieb:
> ok, schonmal Danke für das Stichwort.
>
> Mit der Länge liege ich schonmal richtig, also dass jeder Arm Lambda/4
> lang sein muss?

Grob gesagt ja, aber bei solchen Konstruktionen gibt es natürlich 
Beeinflussungen durch die nahe beieinander liegenden Faltungen. Also 
nützt es relativ wenig, die gestreckte Länge zu bestimmen und dann zu 
falten. Das wird sich dann auf jeden Fall anders verhalten.
#3588224
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>aber niemals den Wirkungsgrad eines Dipols erreichen wird. Das ist also
>wirklich nur dafür gut, eine definierte Antenne möglichst klein zu
>bekommen.

Für eine Empfangsantenne ist das oft nicht so wichtig, wenn z.B das SNR 
nicht durch das "50 Ohm Hintergrundrauschen" sondern durch eine mit 
RF-Signale verlärmte Umgebung beschränkt wird. (z.B. UKW, WLAN und 
GSM-Bänder)
#3588226
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Im Prinzip geht das. Die tatsächliche Länge der Strahlerhälften ( 
mechanisch ) weicht bei Schlitzantennen stark von einem "normalen" Dipol 
ab.
Genau das was du vor hast, habe ich schon gemacht, und es funktioniert 
hervorragend.
Es ist besonders bei gefalteten Strukturen nötig, eine 
Simulationssoftware zu Hilfe zu nehmen.

Die ganzen Parameter ( Schlitzbreite, Materialdicke, Faltstruktur, 
Grundfläche des Metallkörpers, Impedanz des RFID Chips.... )
sind so vielfältig, dass eine ausprobier Taktik einen in den Wahnsinn 
treiben würde.
Gast #3588263
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ok, zwei Annahmen noch:

1) Darf ich vermuten, dass gefaltete Antennen insgesamt eher kürzer 
sind, als die berechnete Länge von Lambda/4 eines Dipolstrahlers, was 
ich damit begründen würde, das die Faltungen zu höheren Kapazitäten an 
den Spitzen der Antenne führen und diese damit virtuell verlängert 
würden?

2)
Darf ich weiterhin vermuten, dass mein Antennenvorschlag 2 prinzipiell 
am ungünstigsten ist, weil dieser nicht punktsymmetrisch ist und damit 
das Ladungsverfahren (Spiegelungsverfahren) nicht mehr in seiner 
Reinform anwendbar ist?

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