Haustierortung im Garten

OP #3588946
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Hallo zusammen,
es wird langsam Frühling und d.h. unsere 2 Schildkröten sind tagsüber 
wieder im Garten unterwegs. Wegen „wilden“  Tieren in der Umgebung 
(angrenzendes Waldstück) müssen die Schildkröten abends immer ins Haus. 
Auch wenn unser Garten nur etwa 20 Quadratmeter groß ist, sucht man bei 
Dämmerung bis zu 15 min nach den Beiden im Unterholz. Das soll sich 
dieses Jahr ändern!
Ich suche daher nach einer Möglichkeit die Schildkröten im Garten zu 
orten. GPS wird wohl aufgrund der Ungenauigkeit ausscheiden und ist wohl 
auch etwas übertrieben bei der kleinen Fläche. Könnte man die 
Schildkröten mit einem kleinen Bluetooth oder 433MHz-Modul ausstatten 
und aus der Amplitude bzw. der Signallaufzeit zum Empfänger die 
Entfernung bzw. mit mehreren Sendern die Position bestimmen? Die 
Laufzeit wird ja sehr, sehr gering sein. Lässt sich das mit einem 
Mikrocontroller vernünftig auswerten? Im Internet findet man als fertige 
Lösung ja sowas: 
http://www.loc8tor.com/de/primary-products/loc8tor-pet.html.
Ich zweifle aber etwas an der Genauigkeit und eig. möchte ich nicht im 
Garten herumlaufen und auf einen LED-Balken starren sondern auf einem 
Bildschirm ablesen können wo die Schildkröten sich befinden und dann 
gezielt einsammeln.
Ich würde mich sehr über Ideen für eine konkrete Umsetzung freuen. Ich 
hab zwar schon einiges mit 433 MHz Funksteckdosen und Bluetooth in 
Richtung Datenübertragung gebastelt aber ansonsten habe ich leider nicht 
viel Ahnung von der Materie.

Vielen Dank und viele Grüße
Simon
Gast #3588967
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Geh mal zum örtlichen Tierheim und erlöse dort einen von den Köters.
Der wird dir sein Leben lang dankbar sein und mit Freude, schneller als 
die fixeste Elektronik die Schildkröten aufstöbern.
Gast #3588969
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Was bei meinen Modellfliegern gut funktioniert ist ein Ortungspieps.
Das ist ein 5V Summer mit eigener Energieversorgung den ich über ein 
kleines Funkmodul aktivieren kann.

Dass funktioniert sehr gut so lange man nicht vollkommen taub ist oder 
das zu ortende Objekt sehr weit weg ist.
#3589000
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Dreiecksortung:
An zwei Ecken des Gartens rotierende Funkempfänger mit 
Signalstärkeerkennung aufstellen, starke Richtantennen (yagi oder so) 
langsam rotieren lassen, Winkel mitschreiben (Drehantenne steht auf 
einem Poti? Nullsensor und Pulse einer Scheibe zählen?). Die 
Schildkröten senden mit einem Sender alle 100ms einen Impuls der lange 
genug ist um die Signalstärke zu unterscheiden.
Dann einfach aus den beiden Winkeln mit dem stärksten Signal die 
Überschneidung der Linien berechnen.
Genauigkeit hängt vom Winkel zwischen den Impulsen, also der Auflösung 
der Abtastung ab.

Im Grunde ist die Signalstärke der wichtigste Faktor, der Rest ist 
Mechanik und Mathematik.
#3589004
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>Die allermeisten Tiere kann man auf Raumzeit programmieren, also lecker
>Fressen immer an der gleichen Stelle und gleiche Uhrzeit.

Reptilien können in sachen Nahrungsaufnahme recht genügsam sein. 
Insbesondere wenn sie den ganzen Tag einen gedeckten Tisch in Form des 
Gartens vor sich haben.

viel Erfolg
Hauspapa
Gast #3589094
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schau Dir mal diese Lösung an:
http://www.atmel.com/tools/REB233SMAD-EK.aspx?tab=documents
Unter Atmel AVR2151: RTB Evaluation Application

damit kannst Du recht einfach entfernungsmessung durchführen, es gibt 
auch fertige zigbit module mit diesem trx und einer MCU somit dürfte 
sich der Aufwand in grenzen halten.
ich habe eine Ortung noch nicht fertiggestellt (mir fehlen noch die 
Algorithmen) aber auf Basis der entfernungsmessung erhoffe ich mir eine 
lokalisierung aufzubauen. Ich habe mir das so vorgestellt:
in jeweils eine Ecke stelle ich eine Anker-Node auf. das sich bewegende 
Objekt wird dann im Wechsel von jeder Anker Node angepeilt und mit Hilfe 
der Ranging toolbox je eine Entfernungsmessung durchgeführt. Mit diesen 
Daten lässt sich dann eine Position bestimmen.
Ich hab eine simple Entfernungsmessung schon gemacht und selbst in 
Gebäuden erhalte ich Genauigkeiten von unter einem Meter. Außerhalb von 
Gebäuden waren meine Messungen noch genauer, unter einem halben Meter 
war die Regel.
Ich wollte zwar keine Schildkröten lokalisieren, aber mir einen elektr. 
Rasenmäher bauen :)
#3589099
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Hi,

Simon Heller schrieb:
> es wird langsam Frühling und d.h. unsere 2 Schildkröten sind tagsüber
> wieder im Garten unterwegs. Wegen „wilden“  Tieren in der Umgebung
> (angrenzendes Waldstück) müssen die Schildkröten abends immer ins Haus.
> Auch wenn unser Garten nur etwa 20 Quadratmeter groß ist, sucht man bei
> Dämmerung bis zu 15 min nach den Beiden im Unterholz. Das soll sich
> dieses Jahr ändern!

Wenn du immer bis zu Dämmerung warten willst oder bei ausreichend Licht 
das finden kein Problem ist, dann fände ich eine Lösung mit Signalfarbe 
wie (UV) Leuchtfarbe bzw. Nachleuchtender Farbe als die beste und 
einfachste Lösung.
(Bei UV Leuchtfarbe ggf. eine LED Taschenlampe auf UV Umbauen ;-))

Soll es eine technische Lösung sein würde vielleicht eine kleine LED 
Blitzschaltung mit Knopfzelle noch im Rahmen des Sinnvollen sein.
Das kann man ja auch Dämmerungsaktiviert oder Zeitaktiviert ausführen. 
Wenn es denn so sein soll auch mit einem kleinen Funkempfänger.

Aber alles andere ist wirklich mit Kanonen auf Spatzen (ähhh 
Suppentiere) geschossen. Die Tiere müssen ja die Technik auch die ganze 
Zeit mit sich herumschleppen (Wie sehr diese die Tiere einschränkt häng 
natürlich von der Größe ab) und dabei auch noch zuverlässig 
funktionieren.

Allerdings noch ein Hinweis:
Die kleinen Panzertiere gibt es ja in den verschiedensten Ausführungen. 
Von sehr klein bis riesig. Im Normalfall sind die ja Farblich im Garten 
sehr gut getarnt.

Falls du eher kompaktere Modelle besitzt würde ich mir aber auch um die 
Gefahr durch Raubvögel Gedanken machen falls du deren Tarnung durch 
optische oder akustische Signale aufhebst.
Also nur Auffällig machen wenn die für diese sicher zu groß sind um 
angehoben zu werden!

Gruß
Carsten
Gast #3589141
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Was spricht gegen eine einfache Laufzeitmessung mit ein paar 
günstigen/kleinen Funkmodulen?
Klar sind die Laufzeitunterschiede gering, aber mit einem schnellen chip 
sollte das schon gehen, oder?

Bei GPS funktioniert's ja schließlich auch mit günstiger Hardware von 
der Stange recht genau. (Im Militär-Modus ja sogar im cm Bereich)
(Firma: matzetronics) #3589156
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Orter schrieb:
> Was spricht gegen eine einfache Laufzeitmessung mit ein paar
> günstigen/kleinen Funkmodulen?

Der Mehrfach Empfang und der unverhältnismässig grosse Aufwand. Bedenke, 
das Funk in 1 ns (!) 3m zurücklegt. Bei einem Garten von z.B. 5m mal 5m 
sind das also Laufzeitenunterschiede von wenigen dutzend ps 
(Picosekunden). Das ist mit normalen Mitteln nicht zu machen.
Schlüsselfinder scheint mir die beste Methode zu sein. Wenn das 
allerdings Schildkröten unterschiedlichen Geschlechts sind, wird die 
Anbringung etwas trickig, sofern man die Familienplanung der beiden 
nicht stören will :-)
#3589161
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Hei,

ich frag mich gerade, ob man ein Gewinde in den Krötenpanzer schneiden 
kann?
Naja, wenn nicht, gibts ja auch noch Einnietmuttern...  :-P
Da könnte man dann auch eine fernsteuerbare Leuchtpistole anbringen.
Oder ausklappbare Räder. Die Schildkröte fährt dann bei Dämmerung zur 
Terrassentüre wie ein Staubsaugroboter in die Ladestation! LOL


Aber will man seine Haustiere tatsächlich mit Technik verunstalten?
Bei einem Hund nen kleines Halsband, okay...  Aber so ne Technikbox auf 
dem Rücken einer Schildkröte? Ich weiß ja nicht.


Viele Grüße,

Tom
#3589213
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Carsten Sch. schrieb:
> Die Tiere müssen ja die Technik auch die ganze
> Zeit mit sich herumschleppen (Wie sehr diese die Tiere einschränkt häng
> natürlich von der Größe ab) und dabei auch noch zuverlässig
> funktionieren.

Groesseren Quadrocopter auf den Ruecken schnallen, welcher sich 
automatisch zur passenden Uhrzeit/Lichtverhaeltnissen einschaltet und 
das Tier automatisch nach Hause fliegt.
Die Technik dafuer muesste es sogar schon als OpenSource geben...
#3589504
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> Bei GPS funktioniert's ja schließlich auch mit günstiger Hardware von
> der Stange recht genau. (Im Militär-Modus ja sogar im cm Bereich)
LOL, ja, nur das die Satelliten eine Atomuhr mit sich zum schleppen. 
Nee, so einfach ist das mit der Ortung nicht.
Auf elektronischen Weg kenne ich drei Systeme, die eine Ortung 
ermöglichen: oben erwähntes Atmel Funkmodul mit RF233, Module von 
Ubisense und Module von Nanotron.
Das ist aber alles entweder sehr aufwendig oder sehr teuer. Wenn du 
zuviel Geld hast schau mal hier: 
http://www.agilion.de/de/produkte/m-wireless-location-system
#3589556
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Mann könnte die Laufzeiten ja etwas weniger kritisch machen indem man 
von Funk auf Ultraschall wechselt.
Die SK sendet kurze PING Signale und im Garten verteilte Mikrofone 
zeichnen das Auf.
Aus den Laufzeitunterschieden lässt sich dann die Position bestimmen.
Das ganze System muß vielleicht noch mit Korekturfaktoren eingelernt
werden um Witterungseinflüsse und Reflektionen herrauszufiltern.
Gast #3590358
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Rangi Jones schrieb:
> LOL, ja, nur das die Satelliten eine Atomuhr mit sich zum schleppen.

Die bekommst du für um die 100€ in der Bucht, in der Größe einer 
Postkarte. Und für die drei Sender im Garten sollte doch eine gemeinsame 
Uhr reichen.

Und nein - die Schildkröten sollen die Uhr nicht schleppen, auch wenn 
sie weniger als 450g wiegt ...
#3590555
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Erkenntnis schrieb:
> magic smoke schrieb:
>> Enormer Lutscherverbauch, schlechte Zähne mit Tendenz zu Adipositas und
>> vor allem bei Lutschermangel extreme Unzuverlässigkeit.
>
> Schon mal versucht, ein Kind mit einer gesunden Grapefruit als Belohnung
> zu ködern? Erfolg gehabt?
>
Grapefruit?
Die würden dir die meisten Kinder in eine für dich sehr unangenehme 
Körperöffnung stopfen.

mfg.
OP #3590801
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Guten Morgen zusammen,
vielen Dank für die wenigen ernst gemeinten und vielen sehr 
unterhaltsamen Ideen ;-)Es scheinen ja alle Spaß an dem Thema gefunden 
zu haben! Für den Anfang werde ich das mit dem reflektierenden Klebeband 
mal ausprobieren :-) Das Problem ist das die Tierchen sich wirklich, 
wirklich gut verstecken können wenn sie schlafen gehen und man im Sommer 
eig. nicht bis halb 11 wartet bis es dunkel ist um sie einzusammeln! Ist 
denn zu erwarten, dass man mit Ultraschall eine vernünftige Ortung 
hinbekommt wenn kein direkter „Sichtkontakt“ besteht? Der Vorschlag von 
Andreas mit dem ATMEL Modul zeigt, dass es mit einem Mikrocontroller ja 
tatsächlich möglich ist aus der Laufzeit die Entfernung zu bestimmen. 
Allerdings erscheint mir das Modul doch etwas groß (unsere Schildkröten 
sind erst 15 Jahre alt).
Was mich noch interessieren würde wie denn prinzipiell diese beiden 
Geräte funktionieren:
http://www.loc8tor.com/de/primary-products/loc8tor-pet.html
http://www.indiegogo.com/projects/sticknfind-bluetooth-powered-ultra-small-location-stickers
Wird dort einfach aus der Signallaufzeit bzw. der Signalstärke die 
Entfernung bestimmt und wenn man sich bewegt wird das entweder größer 
bzw. stärker oder kleiner bzw. schwächer? Von der Baugröße wäre das 
schon eher das was ich gesucht habe ;-)
Gruß, Simon
Gast #3592139
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Hi Simon,

Simon Heller schrieb:
> Das Problem ist das die Tierchen sich wirklich,
> wirklich gut verstecken können wenn sie schlafen gehen und man im Sommer
> eig. nicht bis halb 11 wartet bis es dunkel ist um sie einzusammeln! Ist
> denn zu erwarten, dass man mit Ultraschall eine vernünftige Ortung
> hinbekommt wenn kein direkter „Sichtkontakt“ besteht?

Vielleicht brauchst Du ja gar nicht die genaue Position, sondern nur 
einen Anhaltspunkt, wo Du suchen mußt. Und da so eine Schildkröte ja 
IIRC nicht gerade schnell ist, ... wie wäre es, von einer erhöhten 
Position aus in bestimmten Zeitabständen Bilder vom Garten zu machen und 
die miteinander zu vergleichen? Für eine saubere Bewegungserkennung mit 
Motion oder Zoneminder ist so eine Schildkröte zwar vermutlich viel zu 
langsam, aber mit Python, der Python Imaging Library und eventuell 
OpenCV ist es vielleicht zumindest möglich, Dir grob anzuzeigen, in 
welcher Ecke des Gartens die Schildkröte zuletzt gesehen wurde...

HTH,
Karl
Gast #3592157
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ROFL
Es gibt/gab hier mal einen Thread über Bienenerkennung, das lief dann 
mittels RFID.
So ein RFID-Tag kannst Du Problemlos unten oder oben oder an die Seite 
des Panzer kleben, da steht nix ab.
Dann eine Lesepistole wenn's einfach sein soll und dann in grobe 
Richtung wo sich die Tierchen üblicherweise verstecken halten und 
abdrücken.
Oder wie bei den Bienen mittels Triangulation arbeiten.
Kostet allerings etwas mehr als z.B. einen "Ariadnefaden" aus 
selbstleuchtender Schnur mit Klebeband unter den Panzer zu kleben.
Wenn sich das Seil verheddert muß man halt wieder per Pedes suchen :-P
Achja selbstklebende Metallfolie und Metalldedektor wäre auch eine 
Möglichkeit ;-)
Oder man zäunt einfach die Tierchen oder die Büsche ein :-P
#3592163
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Karl Käfer schrieb:
> Vielleicht brauchst Du ja gar nicht die genaue Position, sondern nur
> einen Anhaltspunkt, wo Du suchen mußt. Und da so eine Schildkröte ja
> IIRC nicht gerade schnell ist, ... wie wäre es, von einer erhöhten
> Position aus in bestimmten Zeitabständen Bilder vom Garten zu machen und
> die miteinander zu vergleichen? Für eine saubere Bewegungserkennung mit
> Motion oder Zoneminder ist so eine Schildkröte zwar vermutlich viel zu
> langsam, aber mit Python, der Python Imaging Library und eventuell
> OpenCV ist es vielleicht zumindest möglich, Dir grob anzuzeigen, in
> welcher Ecke des Gartens die Schildkröte zuletzt gesehen wurde...

Lol, das ist herrlich: Video mit Zeitraffer, damit die 
Bewegungserkennung funktioniert :-))

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