j-Pol auf PCB

Gast #3597069
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Hallo Zusammen,
Ich hätte ein paar Fragen bezüglich einer j-Pol Antenne.
Ist es möglich eine J-Pol Antenne einfach auf eine einseitige Platine zu 
Ätzen, oder macht das keinen Sinn ?
Wenn ja wie sollte man die Leiterbahn führen zum nachfolgenden pre amp.
So wie in der Skizze oder Vias auf der Rückseite und ein Stück Coax zum 
pre amp?

Soll für ADB-S (1090Mhz) sein.


Danke schon mal.
Angehängte Dateien:
#3597115
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Man könnte das schon ätzen, aber um Frust zu vermeiden, müsste man sowas 
vorher mit geeigneter SW simulieren.

Durch das Platinenmaterial ändern sich die Dimensionen der Antenne 
gegenüber einer "Luft" Berechnung.

Deine Zuleitung zur Antenne ist völlig undefinert, das kann so nicht 
funktionieren.

Alles in allem lohnt sich das nicht, weil es durch Fehlanpassung und zu 
viele undefinierte Parameter eine Menge Verluste geben wird.

Ein einfacher Lambda viertel "Stab" ( geätzt ) lässt sich da leichter in 
den Griff bekommen, und ist eigentlich ebenso leistungsfähig.

Bedenke, dass Sonderformen von Antennen ( so wie die "J" Antenne ) ihre 
Eigenschaften nur dann entfalten können, wenn sie nur wenig 
Umgebungseinflüsse "sehen".

D.h. eine J-Antenne bringt ihre Mehrleistung ( Gewinn ) nur, wenn sie 
ungestört über Dach am Mast oder am Balkongeländer montiert wird.

Als geätzte Antenne ist sie fast sinnlos, weil ihre Umgebungseinflüsse 
sich ändern, bzw. nicht definiert sind.

Daher gilt: Eine geätzte Antenne ist am Besten, wenn sie einfach 
aufgebaut ist.

Das ist so, als ob du eine HiFi Box im Schuhkarton im Sand verbuddelst.
Da hört man auch nix mehr von HiFi.
Moderator Persönliche Seite #3597144
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Stefan M. schrieb:
> Durch das Platinenmaterial ändern sich die Dimensionen der Antenne
> gegenüber einer "Luft" Berechnung.

Kommt noch hinzu, dass 08/15 FR4-Material hinsichtlich seiner Parameter
weder irgendwie genormt noch sonderlich konstant ist.  Letzteres 
betrifft
sowohl die Unterschiede zwischen verschiedenen Herstellern und Chargen
als auch Unterschiede innerhalb des Materials selbst: wenn man gerade
über einem Glasfaserstrang liegt, ist epsilon_r anders als in den 
Lücken,
wo es wesentlich vom Epoxidharz dominiert wird.

Idealerweise baut man (U)HF-Strukturen auf billigem FR4 diagonal zur
Faserrichtung auf, damit sich derartige Effekte ein wenig ausmitteln.

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