Was Peter L. empfiehlt, wäre sicher ein gutes Mittel - sofern man
wirklich alle drei nötigen Produkte verwendet. Leider wird das wie mit
Kanonen nach Spatzen schiessen sein; was kosten neue Ferritkerne und wie
viele davon bekommt der Fragesteller für den Preis dieser drei Dosen?
Ausserdem ist es mit "Druff spritzen und gut!" nicht getan, denn sonst
bekäme man das als Materialprüfer nicht explizit und mit abzulegender
Prüfung beigebracht. Wenn als Anforderung "schnell, einfach, billich" im
Vordergrund steht, geht es so nicht. Vielleicht (mit drei
Ausrufezeichen!) kann man sich behelfen mit: gut entfetten
(Isopropanol), gut trocknen, mit weichem Pinsel dünn Tinte auftragen,
mit wenig (!) Wasser, besser nur feucht (Küchenrolle) Tinte von
Oberfläche entfernen, ohne das Teil einzuweichen, bisschen trocken
wischen, dann dünn Talkum drauf pusten und eine kleine Weile warten, bis
eventuell Anzeigen sichtbar werden. Die Tinte soll in den eventuellen
Rissen noch feucht sein, um das Kontrastmittel - hier das Talkum -
tränken zu können (also hier schnell genug arbeiten, damit die Tinte
nicht in den Rissen trocknet), sie soll aber nicht dick AUF der
Oberfläche sein, weil das Talkum sich sonst rundum überall gleichmässig
voll saugt - das wollen wir ja nicht, weil wir dann nix sehen. Die
Wartezeit zwischen Auftrag und Entfernen der Tinte muss sein, weil sie
sonst nicht in Risse eindringen kann (Vielleicht kann man die
Oberflächenspannung der Tinte herab setzen, sodass sie leichter
eindringt - mit einer winzigen (!) Menge Spüli). Das ähnelt in weitestem
Sinne dem Verfahren, das der Materialprüfer mit Mitteln, wie die von
Peter Erwähnten, durchführt. Mit freundlichem Gruss
Riolectric