Ist es grundsätzlich möglich, ein USB 2.0 Signal über eine ca. 40 cm lange Folienleitung laufen zu lassen? Was ist dabei zu beachten? Welcher Rechteckquerschnitt des Cu-Folienleiters müsste eingehalten werden, damit das Signal am anderen Ende noch fehlerfrei empfangen werden kann? Sind unter Umständen mehrere Cu-Lagen (als Sandwich) denkbar? Muss das Folienkabel zusätzlich geschirmt werden? Gibt es gfs. eine zusätzliche Beschaltungsmöglichkeit (Widerstand/Spannungsteiler) um den für USB 2.0 üblichen Wellenwiderstand zu erreichen? Hat jemand schon einmal ein USB-Kabel in Folienleitervariante erfolgreich gebaut bzw. betreibt ein solches? Danke im Voraus vom Loetwolf (für den USB ein Buch mit sieben Siegeln bleibt)
Ja Nichts Nein Nein Nein Nein Gerne
Wenn Du es schaffst, ein Twisted-Pair-Folienkabel zu organisieren, dann kann Dein Unterfangen vernünftig (und nicht nur zufällig-grenzwertig) funktionieren. Sonst aber nicht; die USB-Datenleitungen aber müssen verdrillt sein. Was ist der Sinn des Unterfangens?
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Sonst aber nicht; die USB-Datenleitungen aber müssen verdrillt sein. Uhm also in Laptops habe ich schon oft gesehen, dass USB 2.0 über Flexprints lief. Auf Platinen sind die Datenleitungen auch nicht verdrillt (wie auch)...
Marian B. schrieb: > Uhm also in Laptops habe ich schon oft gesehen, Über 40 cm? Gesamtstrecke oder Strecke zwischen USB-Controller und dann noch USB-Buchsen? Eben: Darauf nämlich kommt es an. Da "Ronny" sich nicht weiter darüber ausgelassen hat, was er vorhat, muss man vom worst case ausgehen, einer USB-Verlängerung über Folienleiter.
Gast
#3598008
Die Streifenleiter sollten die falsche Impedanz haben. Das wird bei längeren Leitungsstückchen nicht gut sein. Kannst Dich ja an einem Matchingnetzwerk probieren.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Marian B. schrieb: >> Uhm also in Laptops habe ich schon oft gesehen, > > Über 40 cm? Gesamtstrecke oder Strecke zwischen USB-Controller und dann > noch USB-Buchsen? Hm, 40 cm Flexprint eher nicht, aber Gesamtstrecke vom USB-Controller bis zu den USB-Buchsen könnte in einem 15er was ich hier hatte hinkommen.
Ein Folienleiter erfüllt den Zweck, Signale über eine beweglich bleibende Strecke zu leiten. Also ähnlich wie bei der Ansteuerung des Druckerkopfes in einem Tintenstrahldrucker. In meinem Fall soll ein tragbarer Kleinrechner mit einem Hochleistungsakku in einer eigens anzufertigenden Klapptasche untergebracht werden; rechts der Computer und links der Akku. Das Ganze funktioniert dann 30 Stunden autonom ohne Zwischenwiederaufladung. Akku- und Computerseite klappen dann wie ein Buch aufeinander, wenn die Tasche verstaut wird. Beim Arbeiten wird sie wieder aufgeklappt. Kabel 1 ist die 2-polige Ladestrecke (nur VCC und GND) ----------------------------------------------------- Stecker Akkuseite: Typ A Stecker Computerseite: Typ Micro Kabel 2 ist die 4-polige Datenstrecke plus Schirmung ---------------------------------------------------- Stecker Computerseite: Typ Micro Buchse für Anschluss an stationären PC zum Datenabgleich: Typ Mini @rufus Ein Twisted Pair wie bei Flachbandleitungen ist bei einer Folienleitung nicht umsetzbar; diese muss ja dünn und flexibel bleiben. Weshalb müssen die beiden Datenleitungen eigentlich verdrillt sein? Es wird doch nur eine Signalpegeldifferenz errechnet (soweit ich das verstanden habe). Das Verdrillen sollte diesen Effekt lediglich etwas verstärken. Könnte eventuell ein Übereinanderlegen der beiden Datenbahnen nicht einen ähnlichen Effekt haben? Das wäre zumindest ein Ansatz, das Verdrillen ein wenig zu simulieren; also quasi 2 Folienleiter übereinander. @Tamara Ich denke auch, dass das Problem der falsche Wellenwiderstand/Impedanz ist. Nur wie lässt sich der richtige Querschnitt der Leiterbahn berechnen, so dass ein USB 2.0 Signal als solches erkannt wird? Gibt es da Tabellen/Berechnungsformeln? Ich konnte dazu leider so gut wie gar nichts in den Weiten des Netzes finden. Spannungsabfall und Widerstand der einzelnen Leiterbahnen ist kaum messbar; somit bleibt nur die Impedanz als Sündenbock übrig. Danke zunächst für eure Antworten.
Gast
#3598369
Ronny S. schrieb: > Ich denke auch, dass das Problem der falsche Wellenwiderstand/Impedanz > ist. Nur wie lässt sich der richtige Querschnitt der Leiterbahn > berechnen, so dass ein USB 2.0 Signal als solches erkannt wird? Gibt es > da Tabellen/Berechnungsformeln? Ich konnte dazu leider so gut wie gar > nichts in den Weiten des Netzes finden. Der Hersteller des Flexprints hat sicher die Tools, mit denen man die richtige Impedanz für sein Material bestimmen kann. Wenn man die richtigen Materialwerte kann, kann das auch manches Layoutprogramm. MfG Klaus
Hallo Klaus, könnte EAGLE diese Berechnung der Dimensionierung ermöglichen? Leider habe ich mich mit Layoutprogrammen noch nicht groß beschäftigt - eher oberflächlich. Die Buchsen/Stecker sind ja sicher in den Bauteilbibliotheken mit enthalten; aber wie steht es um die Dimensionierung der Leiterbahnen? Gibt es da eine Art interne Prüfung beim Entwerfen, so dass man stets informiert ist, ob das USB 2.0 Signal durchgeht? Also eine Art permanenter Simulator? Zwar habe ich EAGLE als kostenlose Lizenzversion auf dem Rechner, doch konnte ich bislang noch nichts in Richtung einer Simulatorfunktion entdecken. Evtl. gibt es dazu auch ein Fremd-Add on zum Einbetten/Verknüpfen. LG
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