PS3 kein Bild nach ständigem Stromstecker ziehen

#3602317
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Er könnte höchstens noch ausprobieren ob ein "Factory Reset" 
funktioniert wie er in zahlreichen Anleitungen im Netz beschrieben ist.

Der nächste Schritt wäre dann festzustellen ob das Mainboard platt ist 
oder nur das Netzteil... in letzterem Falle gibt es durchaus Ersatzteile 
im Netz zu kaufen, es gibt aber viele verschiedene je nach genauem 
Modell der PS3: http://www.psdevwiki.com/ps3/Power_Supply

So oder so sollte er sich dann einen Fachmann finden der es mit ihm 
austauscht, das mag für einige hier wie ein Kinderspiel klingen aber 
hier geht es vielmehr um Kinderspielzeug, und 230V können einem einen 
Stromschlag und über 20A können einem einen Brand bescheren.
#3602348
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Dann ist die Sache doch relativ einfach; Von "hinten" anfangen nach dem 
Fehler zu suchen, also dort wo die 230V rein und die DC Spannungen raus 
kommen. Wenn die DC Spannungen sauber da sind, wird es nicht das 
Netzteil sein, falls nicht, muss der Fehler im Netzteil zu finden sein. 
Das könnte ein FET, eine Sicherung (nicht unbedingt Glassicherung), 
irgend ein Teil der Schutzbeschaltung, etc sein.

Oft reicht in solchen Fällen das bloße Auge (schwarze Stellen suchen) 
falls nicht, ist man mit einem Multimeter meist recht schnell dabei. Da 
am Besten Durchgänge der Bauteile im Leistungsteil (Sicherungen, 
Shuntwiderstände) und Diodenstrecken der Leistungsdioden und 
Transistoren durchmessen. In 90% der Fälle hat man dann seinen Fehler.
Bei Consumerelektronik sind auch aufgeplatzte Elkos oft ein Problem, 
wobei man bei Spielkonsolen meinen sollte, dass die Hersteller da mehr 
wert darauf legen, dies zu verhindern.
#3602381
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Andy D. schrieb:
> Bin kein Elektriker aber würde niemals jemanden raten in ein
> Schaltnetzteil einzugreifen welches Teil eines Kinderspielzeugs ist.

Ich hoffe, dass Manu als Elektriker die Grundlagen des sicheren 
Arbeitens (für seine eigene Sicherheit) kennt und auch im Bezug auf 
Gerätesicherheit halbwegs vernünftig unterwegs ist.
Die Kompetenz im Detail kann hier natürlich niemand einschätzen, aber 
z.B. ein Elkotausch sollte mit grundlegendem Verständnis und einer 
sauberen Arbeitsweise schon machbar sein.
Natürlich kann man viel falsch machen  (z.B. ein Kabel eingequetscht), 
das kann aber schon in der Produktion passieren. Als Elektriker sollte 
er in der Lage sein, die gleichen Prüfungen durchzuführen, wie sie am 
Ende der Produktionslinie stattfinden.

Natürlich besteht dann immer noch die Gefahr, dass das ganze Ding Feuer 
fängt, weil derb rumgepfuscht wurde. Aber ich denke, dass man als 
Elektriker die Grenzen seiner Kompetenz und entsprechende Rechtsfolgen 
einschätzen können sollte und sich demnach entscheiden kann, was man 
selbst machen kann/darf/macht.

Und im Service (also bei den Leuten, die beim Absehen von Reperaturen an 
Schaltnetzteilen in Kinderspielzeug ihren Job verlieren würden) gibt es 
auch Pfeifen, völlige Sicherheit besteht also nicht.

Trotz allem sollte man sich bei einer Reparatur selbst einschätzen und 
die Konsequenzen abschätzen können.
#3602419
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Andy D. schrieb:
> @sniti Das mag jetzt extrem zynisch klingen aber es gibt Fehler die man
> niemals selber machen will. Und ich würde mich wundern wenn irgendein
> Hersteller Spielzeugnetzteile anders "repariert" als durch Tausch der
> gesamten Baugruppe.

Wenn die Baugruppe zum Service zurück kommt, mag das mit großer 
Sicherheit sogar so sein. Wobei das mittlerweile eher an 
"Kostenoptimierung" liegt. Die Baugruppe kann billig in Fernost 
gefertigt werden, der Reparateur vor Ort muss sich nicht lange in jede 
Baugruppe einarbeiten und braucht kein allzu großes Fachwissen. Zudem 
verringert sich die Gefahr, dass zwar Fehler A gefunden wird, aber die 
Platine wegen Fehler B, dessen Ursache A ist, der aber selbst erst 
später aufgetreten ist, wieder zurückkommt.

Diese Umstrukturierungen ziehen sich heute durch alle Bereiche, in denen 
noch vor <5 Jahren repariert wurde, auch in Sicherheits- und 
Medizintechnik.

Dennoch dürften die Geräte aber zumindest noch im Rework "per Hand" 
repariert werden. Enorm viele Baugruppen weg zuwerfen, weil ein Bauteil 
im ICT ausfällt oder eine schlechte Lötstelle vorhanden ist, kann sich 
wohl kaum ein Hersteller leisten. Und was in der Medizintechnik reicht, 
wird sicher auch für Consumersachen ausreichend sein ;-)

Auch glaube ich nicht, dass Sony bei der PS3 besondere Vorkehrungen 
trifft, weil es ein "Kinderspielzeug" ist. Die eigentliche Zielgruppe 
dürften da eh die 18-30 jährigen sein, die dann auch genügend Geld haben 
um sich viele Spiele zu kaufen (an der PS3 macht Sony ja noch keinen 
Gewinn). Zugegeben, ein Kind, dass schon eine PS3 hat bekommt sicher 
auch die neuesten Spiele zum nächsten Weihnachten..

Aber wenn etwas passiert, z.B. ein Kind mit der Zunge im Laufwerksslot 
einen tödlichen Stromschlag bekommt, macht es keinen Unterschied, ob das 
nun das nun der Fernseher, das Netzteil zur Digicam oder das 
"Kinderspielzeug" war.
Sobald Sony hier Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann, spielt das 
keine Rolle, ob das das für Kinder zugängliche Notebooknetzteil oder die 
Spielkonsole war.
Anders mag das eventuell mit verschluckbaren Kleinteilen aussehen, aber 
die PS3 ist sicher nicht für <3 Jährige gedacht und wird bestimmt 
irgendwelche Hinweise darauf im Handbuch haben (mindestens wegen der 
Verpackungsfolien).

Kurzgesangt: Sony wird die gleiche Sorgfalt an Gerätesicherheit (die 
gesetzlich vorgeschrieben ist) bei ihren Notebooks walten lassen, wie 
bei den Konsolen.
Zudem sind die Schaltnetzteile bei derartigen Geräten eh oft von 
Drittherstellern zugekauft und bei den Kriterien wäre mir noch nie der 
Punkt "Kinderspielzeuggeeignet" aufgefallen ;-) Die Teile entsprechen 
sicherlich dem Stand der Technik, bieten festgelegte 
Isolationsspannungen und weitere Sicherheitsmerkmale, aber auch nicht 
mehr oder weniger.
#3602426
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Ich widerspreche dir auch nicht generell, ja es sollte eine gewisse 
Sorgfalt bei der ganzen Sache bedacht werden und im Zweifelsfall sollte 
man davon absehen, selbst Hand anzulegen. Ich würde es nur nicht zu 
völligem Hexenwerk erklären, eine Konsole im Hinblick auf 
Sicherheitsaspekte zu reparieren ;-)
#3603395
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Naja, das jetzt ein Kinderspielzeugnetzteil zu nennen find ich schon 
etwas übertrieben.
So eine PS3 kostete ruhig mal mehrere hundert Euro, ist zudem von einem 
namhaften Konzern der das millionenfach verkauft hat.

Das ist nun kein china export elektro Keyboard mit 5 Tasten und nem 
Preis von 5 Euro.

Wenn sich Sony da ein Spielzeug-Netzteil geleistet hätte wäre das sicher 
auch durch die Kunden schon ordentlich abgestraft worden.

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