Hi Ihr,
ich hab hab zwei drei kleine Fragen.
Ich hab euch n Foto von meiner momentanen Verschaltung hochgeladen.
Der Taster ist als ActiveLow programmiert und verbindet den µC mit GND,
wenn er geschlossen wird.
Mein Problem ist, dass ich die Grafik von
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-GCC-Tutorial#Eing.C3.A4nge_.28Wie_kommen_Signale_in_den_.C2.B5C.29
nicht ganz versteh. Fließt der Strom durch den µC oder muss ich im Bild
die grüne Linie noch mit einem Draht realisieren? Wenn ja, brauch ich
dann da nen 10kOhm Widerstand, oder macht das der interne Pull-Up (der
ist angeschalten).
Was anderes:
Ich hab gelesen, dass man VCC mit GND über nen 100 nF Kondensator
verbinden soll. Muss das sein? Hab ich bis jetzt noch nicht, können
dadurch Fehler entstehen?
Danke schonmal.
Gruß
Pamel
Paul Rummel schrieb:> die grüne Linie noch mit einem Draht realisieren?
Nein, du brauchst nichts weiter tun.
So wie du das hast, ist das in Ordnung.
Der Taster stellt eine Verbindung des µC-Pins mit GND (Masse) her. Das
reicht schon.
> Wenn ja, brauch ich> dann da nen 10kOhm Widerstand, oder macht das der interne Pull-Up (der> ist angeschalten).
Das macht der interne Pullup.
> Was anderes:> Ich hab gelesen, dass man VCC mit GND über nen 100 nF Kondensator> verbinden soll. Muss das sein?
Ja.
> Hab ich bis jetzt noch nicht, können> dadurch Fehler entstehen?
Ja.
Sogar sehr seltsame Fehler.
Jedes Digital-IC bekommt an JEDEM Vcc/GND Anschluss-Pärchen einen 100nF
Kondensator.
Ohne kann es gehen, muss aber nicht.
Paul Rummel schrieb:> die Relais machen ein Problem, die schalten mit 6V, praktisch schon ab> 4,5 und tun ihre arbeit bis jetzt ziemlich gut, mein Problem sind die> Taster
Muss schon sagen:
Du hast Gott Vertrauen.
Paul Rummel schrieb:> das ist ein Attiny 2313 mit einem GND und einem VCC Pin, reicht es dann> den Kondensator einfach zwischen VCC und GND zu löten?
Ja.
Möglichst nahe an die physikalischen µC-Pins ran.
Ich seh auch keine Freilaufdioden für die Relais. Haben die schon welche
eingebaut?
Freilaufdioden? Was ist das?
Ich werd mal versuchen das Tut zu Relais zu verstehen.
Die Relais schalten die Spannung durch, wenn sie ein Signal vom µC
bekommen.
Mein Problem ist dass ich nicht wusste, ob der Taster richtig
angeschlossen ist.
Jetzt macht der nämlich was anderes komisches:
Wenn ich mit dem Finger auf das Kabelende drücke, über das ich das
Symbol für den Taster gemalt hab, dann fließt da schon ein Strom. Das
heißt, die Spannung aus dem µC fließt durch meinen Körper und der µC
denkt, der Taster wäre geschlossen. Liegt das an dem fehlenden
Kondesator?
Paul Rummel schrieb:> mein Problem sind die> Taster
Wie hast Du das festgestellt?
Kann gut sein, daß der hohe Relaisstrom den MC zum Absturz bringt.
Wieviel Ohm haben die Relais?
Ist das ein 2313 oder ein 2313A?
Paul Rummel schrieb:> Die Relais schalten die Spannung durch, wenn sie ein Signal vom µC> bekommen.
Das Signal der IOs des µCs wird aber zu schwach sein (zu wenig Strom).
Deshalb siehe: Relais mit Logik ansteuern
Paul Rummel schrieb:> Freilaufdioden? Was ist das?> Ich werd mal versuchen das Tut zu Relais zu verstehen.> Die Relais schalten die Spannung durch, wenn sie ein Signal vom µC> bekommen.
Das ist sehr vereinfacht ausgedrückt.
Dein 'Signal' landet in einer Spule. Da muss ein gewisser Strom
fliessen, damit diese Spule ein Magnetfeld aufbaut, das stark genug ist,
dass es den 2.ten Teil des Relais magnetisch anzieht.
Spannung ist die eine Sache. Strom die andere.
> Mein Problem ist dass ich nicht wusste, ob der Taster richtig> angeschlossen ist.
Dein "Problem" sitzt tiefer. Praktisch quer durch die ganze Schaltung
weißt du die Hälfte dessen nicht, was du eigentlich wissen solltest.
> Wenn ich mit dem Finger auf das Kabelende drücke, über das ich das> Symbol für den Taster gemalt hab, dann fließt da schon ein Strom.
Logisch
> Das> heißt, die Spannung aus dem µC fließt durch meinen Körper und der µC> denkt, der Taster wäre geschlossen.
Hast du die internen Pullups aktiviert?
> Liegt das an dem fehlenden> Kondesator?
Nein.
Ich sehs vor mir: Die Relais schalten
Das Hauptproblem war: Ich wusste nicht, ob meine Taster passen, das weis
ich jetzt. Sie passen.
Jetzt ist mein Problem: Es fließt ein Strom, wenn ich mit dem Finger auf
den Tasteranschluss drücke, ohne das eine Verbindung zu GND geschaltet
ist -> Der Strom fließt durch meinen Körper, der µC denkt, der Schalter
ist zu und schaltet ein Relais und eine LED geht an.
Meine Frage: Liegt das an dem fehlenden Kondensator, oder versteh ich
euer Problem mit meinen Relais nicht? (Das ich das falsch gemacht hab
weis ich, aber verursacht das gerade mein Problem?)
Paul Rummel schrieb:> Jetzt ist mein Problem: Es fließt ein Strom, wenn ich mit dem Finger auf> den Tasteranschluss drücke, ohne das eine Verbindung zu GND geschaltet> ist -> Der Strom fließt durch meinen Körper, der µC denkt, der Schalter> ist zu und schaltet ein Relais und eine LED geht an.
Nochmal.
Hast du per Programm den Pullup am Pin aktiviert.
Auch wenn die mit 10k bis 20k schon recht groß sind, sollte es trotzdem
nicht reichen, dass der Widerstand deines Körpers das Potential weit
genug herunterziehen kann.
Ohne Pullup kann das natürlich jederzeit sein.
> Meine Frage: Liegt das an dem fehlenden Kondensator
nein.
andere Baustelle
> oder versteh ich> euer Problem mit meinen Relais nicht?
Weil ein Relais auch STROM braucht um zu schalten.
Spannung ist die eine Sache. Strom die andere.
Das Wasser in einem Kraftwerk an der Donau fliesst auch nur mit 3m/s
durch die Turbine. Wenn ich mit meinem Gartenschlauch Wasser mit 3m/s
auf die Turbinenschaufel pritscheln lasse, dreht sich aber trotzdem
nichts.
Die Wassermenge ist zu gering
Durchflussgeschwindigkeit <==> Spannung
Durchflussmenge <==> Strom
@Karl Heinz: warum ist das logisch, dass da n Strom fließt, mein Körper
sollte doch nen viel zu hohen Widerstand haben, oder nicht?
Was passiert denn, wenn ich da n 10 m langes Kabel dran bau was ich vor
hab, löst der µC dann auch von selber aus?
Paul Rummel schrieb:> @Karl Heinz: warum ist das logisch, dass da n Strom fließt, mein Körper> sollte doch nen viel zu hohen Widerstand haben, oder nicht?
hoher Widerstand ist nicht dasselbe wie ein unendlicher Widerstand
(sprich eine unterbrochene Leitung).
Natürlich rinnt durch deinen Körper Strom. Die Frage ist: wieviel?
Dein normaler Widerstand ist zu hoch als das sich beim Spannungsteiler
1
o +5V
2
|
3
Pullup in der Größenordnung
4
von 10k bis 20k
5
|
6
------+
7
|
8
Körper
9
|
10
GND
nennenswert was tut. Anders sieht es aus, wenn kein Pullup da ist. Dann
sind die Eingänge eines AVR hochohmig genug, dass du mit deinem Körper
schon etwas erreichst. Das kann auch sein, dass du mit deiner
Körper-Antenne elektromagnetische Felder einfängst und an den µC in Form
einer Spannung weiter gibst. Normalerweise kann man auf die Art die
allgegenwärtigen 50Hz aus dem Stromnetz recht gut messen.
> Was passiert denn, wenn ich da n 10 m langes Kabel dran bau was ich vor> hab, löst der µC dann auch von selber aus?
In dem Fall könnte dann tatsächlich ein externer Pullup hilfreich sein.
Aber von einem 10m Kabel war ja auch bisher nicht die Rede.
Salamitaktik?
Paul Rummel schrieb:> Die PullUps sind aber aktiv
sagst du.
Solange ich das nicht selbst im Programm gesehen habe, glaube ich erst
mal gar nichts.
Die 'Taktik' hat sich im Lauf der Jahre bewährt :-)
> , dann sollte doch da nix fließen, oder?
gerade dann fliesst Strom. Aber eben nicht genug.
Jep.
Pullups sind aktiv und du schaltest sie auch nicht irrtümlich ab.
Wenn der Eingang trotzdem auf deinen Körper reagiert, und du den Taster
letzten Endes tatsächlich durch Fingerkontakt realisiern willst, dann
wirst du wohl nicht umhin kommen, kleinere externe Pullups zu verbauen.
Probier mal etwas in der Größenordnung von 5k.
Ich will den Fingerkontakt vermeiden.
Wenn er bei nem 10 m Kabel trotzdem schaltet, nehm ich nen kleineren
externen pullup, wenn ich dich jetzt richtig verstanden hab, oder?
Paul Rummel schrieb:> Ich will den Fingerkontakt vermeiden.
Gut.
Denn mit einem menschlichen Körper sind die Sachen ein wenig
komplizierter.
Ich hab das jetzt schon länger nicht mehr ausprobiert, aber ich kann
mich an meinen ersten Frequenzzähler erinnern, der mir wunderbar 50Hz
angezeigt hatte, als ich den Eingangsdraht mit den Fingern berührt habe.
Ein Einschalten des Pullup hat dem Spuck dann ein Ende gemacht.
> Wenn er bei nem 10 m Kabel trotzdem schaltet, nehm ich nen kleineren> externen pullup, wenn ich dich jetzt richtig verstanden hab, oder?
Ausprobieren.
Wenn der lange Draht schon zu sehr als Antenne fungiert: schaden kanns
nicht.
Zumal das ganze auch von der Umgebung abhängt. In der Nähe starker
elektromagnetischer Felder sieht die Sache dann ein wenig anders aus,
als wie wenn weit und breit nichts ist.
Paul Rummel schrieb:> ok, heißt dass ich muss den aufbau verkomplizieren, wie des in dem tut> zu relais beschrieben ist
Nein, Du sollst eine funktionsfähige Schaltung entwerfen, und nicht
eine, die nur zufällig funktioniert.
Gruss
Harald
Mitglied im Schutzverein für gequälte µCs.