a) es kommt darauf an, welchen Verstärkungsgrad du eingestellt hast.
Ist er 1:1, ist der Ausgangspegel genau die Differenz zwischen den (+)
und (-) Eingängen.
b)
> prinzipiell gilt ja: ich muss (+) - (-) rechnen...
> kann ich dann so rechnen?
> in meinem fall dann: 1 - (-1) = -2 (negative ausgangsspannung)
Das ist fast richtig. Du rechnest die Differenz zwischen (+) und (-)
aus, und mutiplizierst das mit dem Verstärkungsfaktor, um die
Ausgangsspannung zu erhalten.
Leider hast du im 2. Schritt falsch gerechnet, denn 1-(-1) = 1+1 = +2
Das gibt aber auch nur für den Fall, wenn die Verstärkung 1:1 ist.
Du schreibst, du hast ihn als Komparator beschaltet, das heisst dann,
der Verstärkungsfaktor ist theoretisch "unendlich".
In diesem Fall kann der Ausgang entweder nur die negative oder positive
Versorgungspannung annehmen.
In deinem Fall wären das dann nicht +2V, sondern die vollen +10V (+2V *
unendlich (begrenzt durch die Versorgungsspannung) = 10V)
Du brauchst nicht unbedingt einen OPV zuhause, um Experimente zu machen.
Es gibt dafür Simulationssoftware, z.B. das kostenlose LTSpice
(http://www.linear.com/designtools/software/)
Da kannst du dir deinen OpAmp + Spannungsversorgungen einfach
zusammenklickern, und gucken was am Ausgang so passiert.
Es ist leider nicht ganz einfach, sich in das Tool einzuarbeiten, lohnt
sich aber, weil man damit auch sehr komplexe Schaltungen vorab schon mal
virtuell "durchtesten" kann.
Ich habe mal einen Screenshot angehängt, wie sowas in LTSpice aussieht.
Am negativen Eingang hängen deine -1V (rot)
Am positiven Eingang habe ich mal eine Sinusschwingung rangehängt
(grün), dann erkennst du besser, was der Komparator macht.
Violett ist der Ausgang.
Sobald also am positiven Eingang eine höhere Spannung anliegt als am
negative Eingang, kippt der Ausgang von der negativen Versorgungspannung
zur positiven.
Dass hier in der Simulation nicht exakt +/-10V am Ausgang rauskommen,
entspricht der Realität. Die meisten OPVs haben immer eine sog.
"Offsetspannung", d.h. sie können nicht den vollen Bereich der
Versorgungsspannung am Ausgang liefern.