Hallo!
Hab letztens in der Zeitung folgende Anzeige gefunden:
http://s24.postimg.org/f2i7sqhgl/ssl.jpg
Was haltet ihr davon?
Die rot markierten Bereiche finde ich doch etwas überheblich bzw. frech.
Lasst mal Eure Meinung dazu hören!
Allein schon die Sprache ist sowas von unprofessionell und daneben, dass
ich bei DIESER Firma sicher nicht kaufen würde.
Welcher Chef ist so bekloppt, so etwas zu veröffentlichen?
Wenn die Qualität des Produktes so hoch sein soll, warum ist der Artikel
dann nicht auf ähnlichem Niveau, wo doch offensichtlich der Autor für
beides verantwortlich ist und einen gewissen Anspruch an sich selber zu
stellen scheint?
Euer Genöle hier zeigt eure erbärmliche Geisteshaltung. Der Autor hat
mit all dem was er schreibt nicht nur recht, sondern er trifft damit den
Nagel auf den Kopf. Er ist ein erfahrener Programmierer und eben keiner
dieser 17-jährigen Freizeitcoderhanseln, die hier an etwas
herumfrickeln, an dem keiner rangehört, der solche VOLLIDIOTEN Fehler
baut, wie eben geschehen.
Kommentator schrieb:> Er ist ein erfahrener Programmierer und eben keiner> dieser 17-jährigen Freizeitcoderhanseln
Und eben diese 17-jährigen Freizeitcoderhansel finden tag täglich
sicherheitslücken in Software die von solchen "professionellen und
erfahrenen Programmieren" kommt. Wer ist da jetzt wo an welcher Stelle
"besser Qualifiziert" oder hat "mehr Erfahrung"?
Die Freizeitcoderhansel machen die einen Fehler, die erfahrenen
Programmierer machen dafür andere Fehler: siehe goto-Fehler von Apple
und Co. Der Fehler ist nicht weniger schlimm und peinlich.
Und wie ist der entstanden? Auch aus einem
Kommentator schrieb:> VOLLIDIOTEN Fehler
Glaubst du da war auch ein Freizeitcoderhansel dran?
Kommentator schrieb:> Euer Genöle hier zeigt eure erbärmliche Geisteshaltung
Und dein Genöle ist kein bisschen besser.
Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein...
So wie der rumault und den Entwickler beschimpft, hat er sicher noch nie
einen schwerwiegenden Bug in seiner Software gehabt. Moment...
Außerdem ist jede Firma selbst schuld die das benutzt, hat die den für
OpenSSL bezahlt? Keinen einzigen Cent.
Außerdem ist mir Open-Source-Code, wo jeder rein schauen kann (was ja
der herr super-programmierer bemängelt), tausendaml lieber, als Code wo
keiner außerhalb der Herstellerfirma reinschauen kann, gerade wenn
es um Sicherheit geht! Open-Source-Code kann ich einer unabhängigen
Sicherheitsüberprüfung unterziehen, Zeile für Zeile, ohne womöglich
tausende von euro für den Code hinlegen zu müssen und ohne
knebelvertrag. Natürlich kann man sich das auch Sparen, und auf das
Versprechen des Herstellers vertrauen, denn die wissen ja was sie tun...
und die machen bestimmt niemals fehler...
TriHexagon schrieb:> Außerdem ist jede Firma selbst schuld die das benutzt, hat die den für> OpenSSL bezahlt? Keinen einzigen Cent.
Der Meinung bin ich auch. Zwingt ja keiner die Firmen dazu, OpenSSL zu
benutzen. Steht ja jedem frei, sein eigenes Ding, volkommen fehler frei,
zu basteln. Ist bestimmt schnell gemacht. Für so hoch qualifizierte
Programmierer müsste das ja eine Fingerübung sein, und die eigene Lösung
sollte damit doch in einer Woche vollständig umgesetzt sein...
> Und eben diese 17-jährigen Freizeitcoderhansel finden tag täglich> sicherheitslücken in Software die von solchen "professionellen und> erfahrenen Programmieren" kommt.
Und soll das jetzt die Rechtfertigung dafür sein, dass hier derart
gepennt wurde?
> Und dein Genöle ist kein bisschen besser.
Darum geht's auch nicht. Aber dieses aus Prinzip jeden Bockmist
verteidigen, bloß weil's aus der OpenSource Ecke kommt, ist
symptomatisch. Und wenn euch dann mal erfahrene Leute die Meinung (zu
recht) geigen, dann wird reagiert, als ob man einem Haufen ereifernder
Kids gerade den Strom für die LAN Party abgedreht hat. Da fallen dann
die 'alles ist umsonst und deswegen hat man's nicht zu kritisieren'
Kinnladen herunter und das Genöle geht los.
Nur noch mal zur Erinnerung, an OpenSSL herumdoktorn ist sowas wie eine
Operation am offenen Herzen ausführen! Das überlässt man nicht einem
Krankenpfleger, der gerade einen Abendkurs in Wundbehandlung absolviert.
Schon der Umstand, dass der Deppenfehler in der Sylvesternacht geschah,
lässt einen erahnen, wie "wichtig" oder besser gesagt, zweitrangig man
das Herumfummeln an einer der wichtigsten Schnittstellen der heutigen IT
befand. Genausogut hätte der "Developer" seinen Code in der
Fußgängerzone bei Mc Donald mit einem Ketchup verschmierten Burger in
der Hand in sein iPad hacken können.
Wenn du hier herausstellst, wie toll doch von solchen Frickelbrüdern
immer Sicherheitslücken gefunden werden, dann unterschlage bitte schön
nicht, dass eher noch viel mehr Programmierfehler durch genau die
gleichen Leute in die Software erst mal hineingecodet werden! Man kann
nicht nur sich die guten Seiten herauspicken und die ganzen Bugs nur
immer den Firmen zuschreiben. Wenn der SSL-Bug hier von MS verursacht
worden wäre, das Gemaule der Opensource'ler wäre unüberhörbar
herablassend shitstormartig übers Netz gefegt.
Man sollte auch besser mal von ausgehen, dass das (wie der Autor
anmerkt) wohl nicht der einzige Bug sein wird, da ja nach allem was
bekannt ist keine hinreichende Qualitätskontrolle bei OS-SW stattfindet.
Kommentator schrieb:> Und soll das jetzt die Rechtfertigung dafür sein, dass hier derart> gepennt wurde?
Nein. Die Rechtfertigung ist ganz klar: Das OpenSSL Projekt ist stark
unterfinanziert.
Zitat:
Steve Marquess, who manages the organization’s money, said it best. “The
mystery is not that a few overworked volunteers missed the bug; the
mystery is why it hasn’t happened more often.”
Quellen:
http://www.digitaltrends.com/computing/how-did-the-heartbleed-openssl-bug-happen/#!FdkyWhttp://veridicalsystems.com/blog/of-money-responsibility-and-pride/
Ach, und lass mich raten: Du willst natürlich auch kostenlose
Verschlüsselungs-Software haben, nicht wahr?
> Man sollte auch besser mal von ausgehen, dass das (wie der Autor> anmerkt) wohl nicht der einzige Bug sein wird, da ja nach allem was> bekannt ist keine hinreichende Qualitätskontrolle bei OS-SW stattfindet.
Und bei Close Source Software findet die statt, ja? Deswegen haben Adobe
Flash und Microsoft Windows und Internet Explorer und Acrobat Reader
etc. auch so wenige Fehler? Und vor allem keine kritischen?
> Zwingt ja keiner die Firmen dazu, OpenSSL zu> benutzen. Steht ja jedem frei, sein eigenes Ding, volkommen fehler frei,> zu basteln.
Das ist blanker Unfug. Ich empfehle mal ein bisschen sich mit Frank
Schirrmacher's Äußerungen diesbezüglich zu befassen. Der Glaube jeder
könne hier heutzutage noch frei handeln und sich einfach ausklinken und
damit seine individuelle Sicherheit erhöhen ist ein Ammenmärchen und
zeugt nur davon, dass man gar nicht verstanden hat, wie Abhängig wir
alle heutzutage von der IT sind. Genausogut könnte die NSA sagen, "wir
hören schließlich nur ab, was ihr freiwillig an Informationen preisgebt"
und als Empfehlung könnten sie sagen, "stellt doch einfach alle eure
digitale Kommnunikation ein". Wohl wissend, dass das der Tod aller
Industrienationen sein würde und es deswegen sowieso nicht geschieht.
Dass wir als EU mit 365 Mio Menschen nichtmal eine europäische
Suchmaschine zustande bringen und schon gar keine Ratingagenturen ist
der beste Beweis für unsere Abhängigkeit vom Status Quo. Wir regeln
jeden Scheiss bis ins Kleinste, nur für die wichtigsten Schnittstellen
unserer Zeit gibt es anscheinend keinen echten Qualitätstüv, keine
unabhängige Prüfung durch ECHTE - WEIL HOCH BEZAHLTE - Spezialisten und
nicht irgendwelche Sylvester-Freizeitcoder, die sich damit ihre
Promotion ergattern wollen. Der Fisch stinkt hier am Kopf und zwar an
einer falschen, weil zu lachsen Einstellung gegenüber der eigenen Zunft
gepaart mit dem Unvermögen staatlicher Stellen, die wirklich wichtigen
Dinge zu regeln und die weniger wichtigen uns nervenden Belange auch mal
in Frieden zu lassen.
Mehr schreibe ich dazu jetzt nicht. Ist ja doch sinnlos und wird vom
Shitstorm weggepöbelt und ich möchte mir mein Restostern in Rage redend
nicht noch gänzlich versauen.
Dabke für den Hinweis auf den Kommentar von Herrn Brandstätter. Auch
wenn er etwas zugespitzt war, so liegt er in der Sache richtig. Anders
findet man kein Gehör mehr heutzutage.
Kommentator schrieb:> Dabke für den Hinweis auf den Kommentar von Herrn Brandstätter. Auch> wenn er etwas zugespitzt war, so liegt er in der Sache richtig.
Du sagst "etwas zugespitzt", ich sage "arg daneben".
> Anders findet man kein Gehör mehr heutzutage.
Man kann auch in der Sache Kritik üben, ohne persönlich und ausfallend
zu werden.
Kommentator schrieb:>> Zwingt ja keiner die Firmen dazu, OpenSSL zu>> benutzen. Steht ja jedem frei, sein eigenes Ding, volkommen fehler frei,>> zu basteln.>> Das ist blanker Unfug. Ich empfehle mal ein bisschen sich mit Frank> Schirrmacher's Äußerungen diesbezüglich zu befassen. Der Glaube jeder> könne hier heutzutage noch frei handeln und sich einfach ausklinken und> damit seine individuelle Sicherheit erhöhen ist ein Ammenmärchen und> zeugt nur ... Bla bla bla bla ....
Ein unglaublicher Text ohne wirklich darauf einzugehen. Wo kommt den
Antwort nun. OpenSSL wird niemand aufgezwungen. Es gibt sogar
Alternativen. Er ist geizig sein und dann schimpfen, dass im Maul des
geschenkten Gauls nicht alles in Ordnung ist.
Kommentator schrieb:> weil zu lachsen Einstellung gegenüber der eigenen Zunft> gepaart mit dem Unvermögen staatlicher Stellen, die wirklich wichtigen> Dinge zu regeln
Aha. OpenSSL soll verboten werden? Was ist denn, wenn die staatliche
Pflichtsoftware mal einen Fehler hat? Ich frage mich wirklich gerade,
was für Leute hier in diesem Forum sich bewegen.
1. Der gute CEO von HOB hat programmieren am Gymnasium gelernt. Na da
muss er ja nun ein Profi sein, im Gegensatz zum wenig intelligenten
17-jährigen Open-Source-Entwickler der komischerweise zu diesem
Zeitpunkt an einer deutschen Firma promoviert hat, vermutlich in
Informatik. Man sieht: Diese Generallisierung passt einfach nicht.
Alles was der CEO damit aussagt ist, dass er selbst nicht in der Lage
ist zu verstehen was seine Firma überhaupt macht und er bisher 1 Mio.
fehlerhaften Code produziert hat.
Hinzu kommt, dass der Text mit seinen fünf Wort langen grammatikalisch
teils fragwürdigen Sätzen, alles andere als professionell wirkt. Wenn
der CEO so schlampig im Korrekturlesen eines Werbetextes ist, der von
tausenden von Menschen gelesen wird, dann wird er genauso schlampig mit
der Fehlersuche in seiner Software sein.
2. Ich verstehe absolut nicht, was Leute für ein Problem mit
Open-Source-Software haben und wie der Irrglaube zustande kam, dass
Closed-Source-Software sicherer sei als Open-Source-Software. Es wurde
hier schon mehrfach gesagt, aber nochmal: Jede Software hat Fehler. Dass
Closed-Source-Software, populäre Closed-Source-Software, Software in die
Milliarden rein gesteckt wird, Fehler enthält sollte jedes Kind sehen.
Windows, iOS, Adobe Produkte strotzen nur vor Fehlern. Zu keinen ist der
Sourcecode zugänglich und in allen wird mehr Geld investiert als sich
manch einer vorstellen kann. Dass sicherheitskritische closed-source
Software Fehler enthält und dass sogar absichtlich Fehler/Hintertürchen
eingebaut werden sollte auch so langsam jedem Kleinkind klar sein.
Dass Open-Source-Software Fehler enthält bestreitet niemand. Dass aber
vier Augen mehr sehen als zwei sollte auch jedem bekannt sein.
Die alleinige Tatsache, dass der Source-Code vorhanden ist macht die
Software nicht sofort anfälliger. Das würde ja auch bedeuten, dass alle
Verschlüsselungsalgorithmen am Tag, an denen das Verfahren offen gelegt
wird, unsicher werden. Warum zum Teufel verwenden wir dann
Standardisierte Sicherheitsalgorithmen?
Falls nur wenige den Source-Code einsehen können ist die
Wahrscheinlichkeit doch höher, dass Fehler unentdeckt bleiben. Und wer
glaubt, dass sein Source-Code einer weltweit erfolgreich eingesetzten
sicherheitskritischen Software wirklich closed ist, und nicht Länder,
Geheimdienste, etc. diesen schon langst besorgt haben, der glaubt auch
noch an den Weihnachtsmann.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/chinesische-hacker-sollen-us-waffensysteme-ausspioniert-haben-a-902272.html
Ach Leute,
der "BUG" ist er erst dadurch entstanden weil unter OpenBSD das malloc
so schön "langsam" ist, eben wegen der Sicherheit und deswegen mal eben
eine eigene "Speicherverwaltung" zusammen geschrieben wurde.
OpenSSL ist wesentlich mächtiger als alle anderen Implementierungen,
eben weil da sehr viele Leute selbst Hand angelegt haben um das an deren
"Problem" anzupassen.
Kommerzielle Software sieht idR intern wesentlich schlimmer aus als
OpenSource, da gibt's dann Termindruck vom Cheffe und schon wird schnell
mal ein Stub reingeklatscht damit der Kunde auch Klickibunti sehen kann.
Wenn's dann ein halbes Jahr später knallt weiß natürlich keiner woran es
liegt und es kann niemals die teuer gekaufte Software sein, das liegt an
was anderem wenden sie sich bei weiteren Fehlern an unseren
eightlevelsupport unter der Nummer 0-666-XXX ...
Das nun alle rauskommen und darauf herumhauen ist doch klar, nur
vergleicht mal die regelmäßigen BUGs in z.B. FLASH oder MS-Windows,
einfach mal die bekannten Sicherheitsseiten durchgehen und mal einen
Mittelwert bilden wieviele kommerzielle Software von Sicherheitslücken
betroffen ist und wieviele OpenSource.
Brandstätter nutzt das ganze halt zur Eigendarstellung, was ich ihm
nicht verübeln kann: Dinge wie eine eigene SSL-Implementierung und der
dahinterstehende Aufwand werden im Alltag von den wenigsten Kunden
honoriert.
Matthias schrieb:> Dinge wie eine eigene SSL-Implementierung und der dahinterstehende> Aufwand werden im Alltag von den wenigsten Kunden honoriert
Selber Schuld, hätte er den Aufwand in die Weiterentwicklung von OpenSSL
gesteckt wäre allen geholfen und er hätte sich (möglicherweise und dann
zurecht) damit brüsken können den Fehler gefunden zu haben...
So liest sich das eher wie diese Betrüger Anzeigen zum Thema
Kellertrocknung/Kalkfilter durch Magneten etc...
Nadann,
schaut Euch die Webseite der Firma "HOB" in Cadolzburg bei Fürth halt
mal an. Die ist genau so aufsprecherisch wie dieser Artikel. Produkte
und Leistungen kann ich da im Grunde nicht entdecken.
Dass der "CEO" (allein diese Bezeichnung für den Inhaber eines
Kleinbetriebes ist schon mehr als peinlich) mal auf einem Gymnasium war
(und auch noch vor 40 Jahren) ist ja schon kaum zu glauben, angesichts
des sprachlichen Niveaus, das ja -vorsichtig ausgedrückt- etwas prollig
ist.
S.
Stefan schrieb:> Dass der "CEO" (allein diese Bezeichnung für den Inhaber eines> Kleinbetriebes ist schon mehr als peinlich)
Naja, laut Website beschäftigen Sie 120 Mitarbeiter - da ist CEO schon
ok (wobei "CEO" ja nicht von der Größe abhängt, ich bin auch CEO :-)
> des sprachlichen Niveaus, das ja -vorsichtig ausgedrückt- etwas prollig> ist.
Das stimmt allerdings. Die Argumente in seinem Text entsprechen eher
denen eines Mittelstufenschülers als denen eines erfahrenen, sachlichen
Geschäftsführers.
Auch wenn einige seiner Kritikpunkte sicherlich nicht von der Hand zu
weisen sind: mit dem Text hat er nicht darlegen können, warum seine
Produkte besser sein sollen.
Vom ersten Leseeindruck/Stil will ich da nicht einmal reden ...
Einen CEO kann man ab 3 Personen haben.
1. Den Key Account Officer = Sachbearbeiter = der Knecht
2. Den Exekutive Officer = der Vorarbeiter
3. Den Chief Executive Officer = der Chef
Finde nur ich das widersprüchlich?
Zitat von der Firmenstartseite:
"HOB Software ist "Made in Germany" d.h. die Verschlüsselungs-
technologie enthält keine "Backdoor", die staatlichen Stellen eine
Entschlüsselung ermöglichen könnte."
(mal abgesehen davon, dass die Folgerung haltlos ist, da dies a)
aufgrund Closed-Source niemand überprüfen kann und b) kein Grund gegeben
wurde warum diese Folgerung überhaupt stimmen soll, vor dem Hintergrund:
http://de.wikipedia.org/wiki/Überwachungs-_und_Spionageaffäre_2013#Deutschland)
Und in der Werbung:
"Comon Criteria ist ein internationaler Standarad [..] an welchem auch
die NSA mitarbeitet. Die NSA weiß schon was sicher ist. [..] HOB-SSL hat
diese Common Criteria EAL 4+ Zertifizierung geschafft."
Vor dem Hintergrund der RSA:
https://www.eff.org/deeplinks/2014/01/after-nsa-backdoors-security-experts-leave-rsa-conference-they-can-trust
ist das doch eher ein Eigentor.
Frank M. schrieb:> 1. Der gute CEO von HOB hat programmieren am Gymnasium gelernt.
Das Gymnasium möchte ich sehen, in dem man vor 40 Jahren programmieren
lernen konnte.
"Vor 40 Jahren", das war ca. 1973. Wenn zu dieser Zeit in Gymnasien der
Physiklehrer einen Taschenrechner hatte, dann war er schon
fortschrittlich.
Noch Ende der 70er war das recht exotisch. Da konnte man das sehr
seltene Glück haben, dass die damalige Modell-Schule ein Terminal zu
einem Mainframe einer Firma hatte, deren Sprösslinge die Schule
bevölkerten. Basic-Computer vgl. Commodore tauchten dort ca. 1981/82
auf.
Karl Heinz schrieb:> Frank M. schrieb:>> 1. Der gute CEO von HOB hat programmieren am Gymnasium gelernt.>> Das Gymnasium möchte ich sehen, in dem man vor 40 Jahren programmieren> lernen konnte.
Der gute CEO schreibt ja nicht, dass er vor 40 Jahren schon COMPUTER
programmieren gelernt hat. Das was seine Firma heute macht, ist im
weitesten Sinne WEB-Programmierung. Und die gibt es schon seit Anfang
des 19. Jahrhunderts:
http://de.wikipedia.org/wiki/Jacquardwebstuhl
Vielleicht wurde ja diese Programmiertechnik seither auch in der einen
oder anderen Schule gelehrt ;-)
PS: Hier ist noch ein weiser Spruch, den Herr Brandstätter noch nicht zu
kennen scheint:
"Man muss nicht das Licht des anderen ausblasen, um das eigene
leuchten zu lassen."
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Auch lesenswert:>> http://www.hob.de/news/2014/news0714.jsp
Zeugt auch von einem katastrophalen Fehlverständnis des Problems
überhaupt. Zitat:
> Wenn also jemand das Heartbleed-Problem ausnutzt, dann merkt man das> weil ab und zu der Webserver abstürzt.
Das böse am Heartbleed ist ja eben, dass man es nicht bemerkt, wenn er
ausgenutzt wird. Und noch viel schlimmer, dass es ja überhaupt nicht
darum geht, dass der Server abstürzt. Vielmehr wäre das ja sogar
wünschenswert, denn dann würde nix bleeden.
"Comon Criteria ist ein internationaler Standarad [..] an welchem auch
die NSA mitarbeitet. Die NSA weiß schon was sicher ist. [..] HOB-SSL hat
diese Common Criteria EAL 4+ Zertifizierung geschafft."
Naja, wenn man bedenk dass die NSA es nicht einmal geschafft hat die USA
vor Whistleblowern wie Chelsa Manning und Edward Snowden (eigenes
Intranet) zu "bewahren". Trotz Hinweise nicht fähig sind Terrorsnschläge
zu verhindern (Boston Marathon), gerade mal dazu in der Lage sind
irgendwelchen Firmen das Einbauen von Backdoors einzutrichtern, dann
frag ich mich auf welche Sicherheit er sich berufen will.
Außerdem, wer sagt dass die in seinem Code keinen Fehler gefunden haben
und den nur für sich behalten haben, weil sich der so schön als Backdoor
nutzen lässt ;-)
Matthias schrieb:> Außerdem, wer sagt dass die in seinem Code keinen Fehler gefunden haben> und den nur für sich behalten haben, weil sich der so schön als Backdoor> nutzen lässt ;-)
Zum einen das, zum anderen war/ist bspw. auch Windows XP ab SP2 nach
diesen Kriterien EAL4+ zertifiziert...
Hallo,
das beste auf der Seite scheint das zu sein:
Zitat:
(Anfang)
Warum ist 256 Bit die technisch höchste Verschlüsselungstiefe die
überhaupt auf Computern möglich ist ?
Ein Computer kennt immer nur 256 verschiedene Zeichen.
(Ende)
Sowie die anderen unbestreitbaren Tatsachen.
Quelle: http://www.kryptochef.de/
Jogibär
A. K. schrieb:> Noch Ende der 70er war das recht exotisch. Da konnte man das sehr> seltene Glück haben, dass die damalige Modell-Schule ein Terminal zu> einem Mainframe einer Firma hatte, deren Sprösslinge die Schule> bevölkerten. Basic-Computer vgl. Commodore tauchten dort ca. 1981/82> auf.
1980 +/- hat unsere damalige Wahlpflichtfach-Lehrerin Technik-irgendwas
doch tatsächlich einen dieser HP programmierbaren Tischrechner
angeschleppt. Da konnte man in HP41-Art kleinere Programm laufen lassen
und sogar ausdrucken.
Erst viel später hatte ich begriffen, wie wegweisend diese Frau für ihre
Zeit und wohl auch für mich ganz persönlich war. Damals hatte ich das
gar nicht begriffen(können).
Meine nächsten Schritte waren dann TI-30 (Banknachbar), TI-57 (Eltern),
FX-602P (Großeltern), PC-1500 (Lehrgeld) usw.
Gut, das wird keinen von euch interessieren. Wollte aber dieser Frau
doch noch einen Stein setzen.
"Gedankt" hatten wir das ihr damals als Klasse auch: Einmal rannte sie
aus dem Unterricht und kam heulend mit dem Rektor zurück. Kinder können
echt grausam sein.