Suche Standleitungsmodem

Gast #3627944
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Georg schrieb:
> Nicht nur die Modems sind hoffnungslos veraltet, Standleitungen auch.

Und Internet läuft wohl nicht über Standleitungen? S2M Leitungen werde 
immer noch genutzt. Es gibt auch nicht überall eine alternative. Wenn 
die nächste VMST 10km weit weg ist und kein Glasfaser weit und breit 
dann kann man darüber eine 2Mbit Standleitung bekommen.
Moderator Persönliche Seite #3627950
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Peter II schrieb:
> S2M Leitungen werde immer noch genutzt.

Aber nicht mit einem Analogmodem. ;-)

...-. schrieb:
> Können das nicht die normalen Analog-Modems auch

Die meisten kommen mit “bare wire” nicht klar, aber meiner Erinnerung
nach konnten einzelne Modems sowas.  Ich würde bei den damaligen
eierlegenden Wollmilchsäuen aus dem Hause ZyXEL beginnen zu suchen.
#3627974
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Es gab Standleitungsmodems von Siemens, ELSA, etc. (die genauen 
Bezeichnungen habe ich leider nicht mehr parat). Diese speziellen Geräte 
konnten oft sogar für synchrone Verbindungen eingesetzt werden (heute 
recht exotisch, aber vor einigen Jahren noch verbreitet, z.B. Datex-P).

Für asynchrone Verbindungen waren bei uns die USRobotics Courier (bis 
V.92) sehr beliebt. Die kann man anscheinend sogar noch immer neu kaufen 
(zumindest laut deren Webseite). Abhängig von der 
Leitungslänge/-qualität waren unterschiedliche Geschwindigkeiten 
möglich. Seit dem Abbau verstaubt das letzte Pärchen, welches wir mit 
V34 betrieben haben, im Keller.

Ansonsten einfach ausprobieren. Zwei Modems nehmen und per 
Zweidrahtleitung miteinander verbinden. Danach die Verbindung aufbauen. 
Die Ruftonerkennung muss man bei Standleitungsbetrieb aber unbedingt 
ausschalten.
Gast #3628468
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Also, was NEUES würde ich damit nicht konstruieren.
Ansonsten - schau dich einfach bei I-bäh, o.ä. um.

Die MEISTEN alten Modems konnten auch Standleitung.

Sieh mal nach, von welchem Typ mehrere (!) im Angebot sind,
von denen du vorm Kauf (!) auch an Handbücher (aus dem Netz)
kommst.

Diese oberschlauen App- und Cloud-Nutzer haben Null Ahnung,
wo heutzutage noch Modems im Einsatz sind!!
#3628501
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Wie lang ist denn die Zweidrahtleitung? Bis ca. 5 KM kannste auch selber 
P2P DSL machen. Natürlich nur wenn der Leitungslieferant das erlaubt und 
keine Filter dazwischen sitzen. Es muss dann auch zwingend eine echte 
Zweidrahtleitung sein, ohne irgendwelchen aktiven komponenten 
dazwischen.

Gruß,

Sascha
Gast #3629352
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Andy D. schrieb:
> Da braucht es wahrscheinlich nicht nur eine Zweidrahtleitung sondern
> noch eine 48V Batterie oder einen vergleichbaren Ersatz:)

Das wird nicht reichen - da kein Klingelsignal kommt, geht das andere 
Modem nicht ran. Es sei denn, man sagt ihm, es soll eine Dauerverbindung 
aufrechterhalten, aber da muss die Software mitmachen. Die übliche 
Fernwartungssoftware funktioniert nicht so, sondern will erst eine 
Verbindung aufbauen.

Georg
Moderator Persönliche Seite #3630430
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Andy D. schrieb:
> OK, dann braucht er halt ne olle Nebenstellenanlage vom Trödel :)

Damit wiederum sollte es so ziemlich jedes Modem bewerkstelligen
können.  Ist halt ein Ausfallrisiko mehr.

Aber dran denken: 56 kbps geht nicht rein analog, mit 33 kbps ist auch
bei einer guten Leitung das Ende der Fahnenstange erreicht.  Die 56er
brauchten als Gegenseite einen ISDN-Anschluss.
Gast #3630697
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aus dem Handbuch des Microlink 56ki:
1
ATA
2
Außerdem kann mit diesem Befehl eine bestehende Telefonverbindung
3
(Sprache) durch das Modem (Daten) übernommen werden.
4
Beispiel: Per Telefon wird eine Verbindung aufgebaut. Die Teilnehmer
5
einigen sich über Übertragungsformat, Übertragungsprotokoll usw.
6
Der Übergang in die Datenübertragungsphase erfolgt durch die Eingabe
7
von ATD des einen Teilnehmers und darauffolgendem ATA des anderen
8
Teilnehmers.
9
ATD
10
Außerdem kann durch die Eingabe von ATD eine bestehende Telefonverbindung
11
(Sprache) durch das Modem (Daten) übernommen werden.
Damit könnte der Trick von Michael H. funktionieren. Allerdings kennt 
das Modem auch die Fehlermeldung "kein Schleifenstrom".

Lieferbar ist das Teil noch:
http://www.heise.de/preisvergleich/devolo-microlink-56k-i-01813-a8235.html
Moderator Persönliche Seite #3630738
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Mark Brandis schrieb:
> Wäre ja zu schön, wenn ein Themenersteller vielleicht einfach mal sein
> Problem darstelen würde und nicht bereits die Lösung, auf die er sich
> eingeschossen hat. ;-)

Genau, vielleicht sucht er die ja nur fürs Museum als Ausstellungsstück 
;-)

Aber Hauptsache, alle haben sich schon mal über maximale 
Geschwindigkeit, Leitungslänge und mögliche Hayes-AT-Befehle 
unterhalten...
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #3630806
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Georg schrieb:
> Nicht nur die Modems sind hoffnungslos veraltet, Standleitungen auch.
> Kleiner Tipp: heute gibt es Internet.

Ach wirklich?

Es gibt auch heutzutage noch aktuelle Projekte, in denen die Verwendung 
von Analogmodems vorgesehen ist. Mir ist ein soches behördliches Projekt 
bekannt, in dem für die Vernetzung in der ersten Ausbaustufe 
Analogmodems vorgesehen sind, die dann später durch das neumodische ISDN 
ergänzt werden sollen. Als ich einen Projektbeteiligten darauf ansprach, 
ob das so wirklich noch stimme, hieß es, dass das ganze genau so 
umgesetzt werden müsse, um dann bei der Abnahme offiziell festzustellen, 
dass es veraltet sei. Anschließend könne die Umstellung auf aktuelle 
Kommunikationstechnik ausgeschrieben werden... (was vermutlich wieder 
zwanzig bis dreißig Jahre bis zur Auftragserteilung und Lieferung 
bedeutet).

Wer also bei solchen Ausschreibungen mitmacht, muss einfach solche 
Steinzeittechnik noch finden, egal ob sie technisch Sinn macht. Und es 
gibt auch noch hinreichend viele Bestandssysteme, zu denen man ggf. 
kompatibel sein muss. Gerade wenn es sich um ältere "zertifizierte" 
Anlagen handelt, darf man auch nicht einfach Umrüstungen vornehmen, da 
deren Nachzertifizierungsaufwände in keinem Verhältnis zum Nutzen 
stünden. Die Fachleute, die ggf. vor mehreren Jahrzehnten die 
Entwicklung und Zertifizierung der Bestandsanlage durchgeführt haben, 
sind häufig schon in Rente oder gar verstorben. Und womöglich gäbe es 
dann neue, wesentlich härtere Vorschriften, die von einer umgebauten 
Anlage erfüllt werden müssten. Da kann es u.U. wirklich billiger werden, 
seine eigene Doppelader quer durch die Republik zu ziehen und mit 
Analogmodems zu verwenden.
#3630844
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Andreas Schweigstill schrieb:
> Wer also bei solchen Ausschreibungen mitmacht, muss einfach solche
> Steinzeittechnik noch finden, egal ob sie technisch Sinn macht.

Mag ja alles sein. Nur was hält einen dann davon ab, es einfach so zu 
schildern?

"Für ein Legacy Projekt bin ich auf der Suche nach Standleitungsmodems 
mit den üblichen Betriebsarten V.21, V.22 usw. Neuere Technik kann nicht 
eingesetzt werden, weil dies in der Ausschreibung/im Vertrag so 
vorgegeben ist."
Gast #3630967
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Netgear ISDN Router RT328
Zwei Stück können Rücken-an-Rücken via 4-Drahtleitung 128 kbps 
Durchsatz.
Ohne, dass ein Amt dazwischen sein muß.
Die Router haben einen 10 Mb/s LAN-Anschluß.
Sind prima Geräte. Gibt es bei ebäh für wenig Geld.
Achte allerdings darauf, dass der Config-Flash noch in Ordnung ist, 
sonst
vergessen die bei einem Stromausfall ihre Einstellungen.

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