Verstärker für LCD

Gast #3637753
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kennt jemand einen einfachen chip, der es ermöglicht die 
Übertragungspegel zu verstärken?
Sprich ich habe lange Signalleitungen (Kapazität) und möchte dabei aber 
die Übertragungsfrequenz nicht ändern, mit der ich es gerade betreibe.
Das Problem ist nämlich, dass das ständige Laden und Entladen der 
Leitungen die anderen PINs des µC stark schwanken lässt(bis zu 3V p-p) 
und mir somit an diesen Pins ISRs aufruft. Mit Pullup's habe ich mich 
auch schon gespielt, jedoch ist dies auch nicht so richtig zielführend, 
denn entweder sieht das Signal bei hohen R beim pullup wiederrum 
schlecht aus, bei niedrigen R schafft der HD44780 diese nicht mehr 
richtig auf GND zu schalten.

Ich hoffe Jemand kann mir gute Tipps geben!
Persönliche Seite #3637760
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Da das Display mit TTL-Pegeln angesteuert werden wird, und Du vermutlich 
mit "busy waiting" arbeitest, also ohne eine Rückmeldung des Displays 
auszuwerten, kannst Du einfach einen 74xx244 als Treiberbaustein 
zwischen Deinen µC und das Display setzen.

Ersetze "xx" durch die Technik Deiner Wahl, also HC, HCT etc.

Allerdings klingt das ganze so, als ob Du eher andere Designfehler in 
Deiner Schaltung hast; wenn das Ansteuern langer Signalleitungen (wie 
lang eigentlich?) Deinem µC Störungen auf irgendwelchen anderen 
Eingängen einhandelt, dürfte die Spannungsversorgung Deines µC 
unzureichend ausgelegt sein. Wieviele Abblockkondensatoren hast Du denn 
verwendet, und wie sieht Deine Schaltung überhaupt aus? (Schaltplan und 
Bild vom Aufbau)
Gast #3637768
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dirk h. schrieb:
> Sprich ich habe lange Signalleitungen (Kapazität)

Welche Länge?
Was wird mit wem verbunden?
Welche Art von Leitungen hast du verwendet?
Quelle und Senke?
Wie ist er Nominalpegel?
Geht das mit kurzen Leitungen?
Wie viele Masseleitungen hast du gelegt?

dirk h. schrieb:
> Das Problem ist nämlich, dass das ständige Laden und Entladen der
> Leitungen die anderen PINs des µC stark schwanken lässt(bis zu 3V p-p)

Kann ich mir kaum vorstellen.

dirk h. schrieb:
> entweder sieht das Signal bei hohen R beim pullup wiederrum
> schlecht aus, bei niedrigen R schafft der HD44780 diese nicht mehr
> richtig auf GND zu schalten.

Was ist hoch, was ist niedrig?

dirk h. schrieb:
> Ich hoffe Jemand kann mir gute Tipps geben!
Mach mal Serienwiderstände in die Leitungen auf der Quellenseite. So 30Ω 
... 50Ω sollten helfen. Und sorge dafür, dass ausreichend viele 
Leitungen Masse tragen!
#3637786
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dirk h. schrieb:
> Leitungen die anderen PINs des µC stark schwanken lässt(bis zu 3V p-p)
Ziemlich absurd.

Rufus Τ. Firefly schrieb:
> dürfte die Spannungsversorgung Deines µC
> unzureichend ausgelegt sein. Wieviele Abblockkondensatoren hast Du denn
> verwendet, und wie sieht Deine Schaltung überhaupt aus? (Schaltplan und
> Bild vom Aufbau)

dirk h. schrieb:
> alles im allen mit 4 Steckverbindungen ca. 1,5m
Na und.
Das funktioniert bei mir auch mit 2,5m Flachbandkabel mit abwechselnd 
Signal-GND. Keine Serienwiderstände kein sonstwas.
Der Fehler liegt wohl in deiner Schaltung.

mfg.
#3637853
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dirk h. schrieb:
> ja ich fahre das ding aber mit 20Mhz da ist das was anderes.
Ich auch.

dirk h. schrieb:
> sag mal was du für eine rise-time und fall time hast, mit deine
> 2,5meter
Keine Ahnung.

Max H. schrieb:
> Sicher, dass der HD44780 bei 20MHz noch mitkommt?
Ja.

dirk h. schrieb:
> ja mit ein paar kleinen delay Änderungen gehts, aber das
> Hauptporblem
> ist das Schwanken der anderen Pins...
Wieviele und welche Stützkondensatoren hast du wo drin?

mfg.
Gast #3637864
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@Thomas Eckmann

Meinst du, ist es möglich bei dir mal während einer Übertragung an dem 
Selben Port wie auch die Datenleitungen dranhängen, aber einem freien 
Pin mit internen pullup, mit dem Multimeter auf AC reinzumessen und mir 
die Spannung sagen?
Gast #3637884
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OK, ich habe jetzt herausgefunden, das die Schwankungen über das Kabel 
übertragen werden, denn die Pins die so eine Störung aufweisen während 
einer Übertragung, sind mit dem langen Kabel der DB leitungen auch 
mitgeführt.
Denke ein Tiefpass an den Leitungen wird dem dann gerecht.
#3637906
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dirk h. schrieb:
> @Thomas Eckmann
>
> Meinst du, ist es möglich bei dir mal während einer Übertragung an dem
> Selben Port wie auch die Datenleitungen dranhängen, aber einem freien
> Pin mit internen pullup, mit dem Multimeter auf AC reinzumessen und mir
> die Spannung sagen?
Das Teil hängt am PORTC eines Atmega168. Der hat normal nur 6 Pins, die 
alle vom Display belegt werden. Ich habe aber mal den Resetpin 
abgeschaltet und den als Input High geschaltet. 5V ohne Wackler.

dirk h. schrieb:
> OK, ich habe jetzt herausgefunden, das die Schwankungen über das
> Kabel
> übertragen werden, denn die Pins die so eine Störung aufweisen während
> einer Übertragung, sind mit dem langen Kabel der DB leitungen auch
> mitgeführt.
> Denke ein Tiefpass an den Leitungen wird dem dann gerecht.
Besagte Leitung liegt bei mir auch in dem Kabel. Also der ganze Port. 
Eine Leitung hängt dabei beim Atmega168 frei in der Luft, da er keinen 
PC7 hat.

mfg.
Gast #3638260
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dirk h. schrieb:
> Das kannst du von deiner Warte aus nicht beurteilen.
Doch.

'Normale' Treiber von digitalen Schaltkreisen sind so ausgelegt, daß sie 
eine handvoll Eingangspins auf der selben Leiterplatte treiben können.
Nicht ein Display in 1,5 m Entfernung, wo die Signale über die 
Anschlußleitung (Kapazität, Widerstand) gedämpft werden und zusätzlich 
alle möglichen Störungen eingefangen werden.

Hier gilt das selbe, wie wenn mit Signalen aus einem Gerät raus- oder 
reingeht: es gehören Leitungstreiber dazwischen.

Holger
#3638273
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dirk h. schrieb:
> OK, ich habe jetzt herausgefunden, das die Schwankungen über das Kabel
> übertragen werden, denn die Pins die so eine Störung aufweisen während
> einer Übertragung, sind mit dem langen Kabel der DB leitungen auch
> mitgeführt.
> Denke ein Tiefpass an den Leitungen wird dem dann gerecht.

Ich habe früher mal gedacht es wäre eine gute Idee ein 50cm ISP 
Flachbandkabel zu verwenden. Und wunderte mich, dass, während es 
drinsteckte, dass mein Funkmodul kaum noch funktionierte.
Hatte 500mV Störungen auf der Versorgungsspannung.
Keine Kondensatoren, keine Batterie als Versorgung brachte was. Alles 
ganz seltsam. Steckte dann zufällig das ISP Kabel ab - alles gut und 
friedlich, Funkmodul funktionierte.
Ergebnis: das lange ISP Kabel war eine riesige Antenne und bescherte mir 
ordentliche Störungen in der Schaltung.

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