BGAs im Kühlschrank lagern?

Gast #3640932
Hallo,

Ziel: Tampern/Backen ersparen. Der Kühlschrank ist sowieso da.

Dh:
(1.) Packung wird angerissen, ein paar BGA entnommen und der Rest geht 
in den Kühlschrank.
(2.) Bei Bedarf werden BGAs aus dem Kühlschrank entnommen und für 2 
Stunden unter den Ventilator gelegt.

Es darf nicht Luftdicht verpackt werden, damit beim Herausnehmen und 
Hineinlegen keine warme Luft in der Verpackung eingeschlossen wird.

Hintergrund:
http://www.wetterochs.de/wetter/feuchte.html
Temp in Grad, Relative Feuchte, Absolute Feuchte (g/m**3)
7,  45, 3.5  (BGA im Kühlschrank)
20, 20, 3.5  (BGA rausgenommen)

Habe gerade ein Schätzeisen in einen meiner Kühlschränke gelegt, um zu 
sehen, was vorherrscht.

Hat das schon jemand gemacht?
Macht es jemand regelmäßig?
Meinungen?

Grüße
Lars
Gast #3640938
Die Feuchtigkeit im Freezer ist zwar tiefer, aber wenn man's raus nimmt 
ist es sofort mit einer Wasserschicht ueberzogen. Besser in einer 
luftdichten Dose lagern.
Diese Feuchtigkeits Problematik kommt eigentlich nur bim Dampfloeten zum 
Tragen. Bei Heissluft, oder Handloeten ist es nicht so kritisch.
#3640957
Hallo,
Ob irgendwelche Gegenstände feucht werden oder nicht, hängt eher von 
der relativen Feuchte ab, da sich ein Gleichgewicht zwischen der Luft 
und dem betreffenden Gegenstand einstellt. Und die relativen Feuchte 
dürfte im Kühlschrank höher sein als an der Außenluft.
Zusätzlich (wie und nun schon erwähnte) hast du die Problematik der 
Herausnehmens aus dem Kühlschrank.
-> schlechte Idee!

Gruß
Andreas
Gast #3640991
Hallo,

die Feuchtigkeit ist ja eh schon im Gehäuse.
Ob man die jetzt einfriert oder nicht dürfte kaum eine Rolle spielen.
Das was mal drin ist wird man im Kühlschrank wahrscheinlich nicht los.

Gruß Anja
Gast #3641210
Habe gerade in den Kühlschrank geschaut: 8Grad und 41% rel Feuchte.

So feucht ist es also nicht. Es sei denn, man lagert offene Lebensmittel 
oder macht ständig die Tür auf. Zur Not bliebe auch noch der Gefrierer.

Einerseits danke für die bisherigen Anmerkungen, andererseits nochmal 
Anmerkungen von mir:

. Klimakammer finde ich gut, habe aber keine.
. Anwendung 1: Infrarot + Heissluft
. Anwendung 2: Kurz bevor die Chips zum Bestücker geschickt werden (der 
zeitnah bestückt)
. PB-frei, 270Grad
. Das Problem ist prinzipiell Wasserdampf aufgrund einer gewissen 
absoluten Feuchtigkeit (Wassermenge), der sich beim Löten stark 
ausdehnt.

Prinzip:
In der Luft (und somit in der Luft im BGA) wird keine relative Feuchte, 
sondern absolute Luftfeuchtigkeit gespeichert. Aus der Vakuum-Verpackung 
heraus will ich die BGAs in den Kühlschrank geben. Die BGAs saugen sich 
voll bis 7 Grad,  45 rel. Feuchte.

Dann nehme ich einige BGAs raus zu 20Grad. Die Luft im BGA wird warm, 
dehnt sich aus und hat noch 20% rel. Feuchte (siehe obiges 
Rechenbeispiel).

20% bei 20Grad sind auch ca. Lagerbedingungen.

Eventuelles Kondeswasser nach dem Herausnehmen wird von warmer, feuchter 
Außenluft verursacht, von welcher das Wasser am kalten Chip aussen 
kondensiert. Um dies zu verhindern, sollen die BGAs wie gesagt unter den 
Ventilator. Klappt das mit dem Ventilator nicht?

Es klingt nach Overshoot. Aber wenn man wüsste, dass es funktioniert, 
wäre das im Prototypenbereich schon eine Erleichterung für mich.

Grüße
Lars

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