Heimwerker schrieb:
> auf dem Dachboden bin ich derzeit dabei weitere Lampen zu montieren.
> Von einer bestehenden Verbindung zu einer Lampe habe ich das Stromkabel
> mit einer Zange durchtrennt, damit ich von dort aus weitere Lampen mit
> Spannung versorgen kann. Nun vorher hatte ich natürlich die Sicherung
> für den Dachboden aus gemacht, so das keine Spannung mehr vorhanden sein
> müsste. Beim Durchtrennen ist allerdings die Hauptsicherung angesprochen
> worden. Eigentlich dürft doch die Hauptsicherung nicht herausfliegen
> oder?
Deine "Hauptsicherung" war der RCD/FI Fehlerstromschutzschalter.
Normale Leitungsschutzschalter trennen in Deutschland nur den L
Phasenleiter, hier die beiden 16A Automaten hinter demselben FI.
1 | +--16A----------------------L (Sicherung ausgeschaltet)
|
2 | FI |
|
3 | L --||-+--16A--+ +----------------N
|
4 | || | | ) Zange
|
5 | N --||-----x---(--+ +-------------PE
|
6 | | | | Dachboden
|
7 | PE ------------(--(--+
|
8 | | | |
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9 | | | +----PE
|
10 | | |
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11 | | +-------N--+
|
12 | | Herd (eingeschaltet)
|
13 | +----------L--+
|
Weil du auf dem Dachboden PE und N mit deiner Zange per Kurzschluss
verbunden hast, und ein anderer eingeschalteter Verbraucher hinter
demselben FI Schalter hing, beispielsweise ein Herd, entstand auf der
gemeinsamen Nullleitung bei x ein Spannungsabfall auf Grund der Länge,
des Widerstandes und des Stromes, sagen wir von 5V.
Damit überbrückte deine Zange 5V und der Strom teilte sich auf Grund der
nun bestehenden Parallelschaltung von PE und N auf, das meiste floss
über den N zurück, aber etwas über den N zur Zange, über die Zange und
zurück durch den FI, und das waen mehr als die üblichen 30mA die den FI
zum ausschalten bewegen.
Sei froh, dein Haus hatte schon einen FI und echten Schutzleiter.