Hallo zusammen,
zu aller erst möchte ich 2 Dinge erwähnt haben:
- Ich weiß, dass es das, was ich vorhabe, sehr warscheinlich schon
fertig existiert und das unter Umständen sogar insgesamt günstiger
kommt. Mir geht es aber Primär ums selber machen und lernen.
- Ich weiß, dass man das vorhaben natürlich nicht für 100€ hinbekommt.
Also geht ruhig davon aus, dass ich genug Geld dafür habe. Nicht, dass
die hälfte der Antworten lautet: "Vergiss es, ist zu teuer, kauf es
gleich gut und fertig, das ist billiger". Jedoch soll es auch nicht
unnötig teuer werden.
Also meine Idee:
Ich will mir ein Gerüst bauen, in dessen Mitte man eine Platine
einspannen/befestigen kann. Über 2 Achsen kann man z.B. einen Bohrer
oder eine Bestückspitze frei über der Platine positionieren und dann, im
Stillstand, die Z-Achse bewegen. Es ist also nicht nötig (sondern
schädlich), dass alle 3 Achsen gleichzeitig bewegt werden. Zuerst X- und
Y-Achse, dann Z-Achse runter und wieder hoch. Dann von vorne. Beim
Bestücker muss ich natürlich noch die Luft passend steuern.
Auf die Idee bin ich durch dieses Projekt gekommen:
http://www.vbesmens.de/de/bestueckungsautomat.html
So ähnlich soll es auch werden, nur, dass ich mit z.B. 4 Schrauben den
Bestückungskopf abnehmen und anschließend den Bohrer montieren können
will.
Ich bin allerdings eher in der Elektronik zuhause, daher stelle ich mir
noch ein paar Fragen zur (Elektro-)Mechanik:
- Welche Vor- und Nachteile haben eine Achsenbewegung durch Zahlriehmen,
Trapez- oder Kugelumlaufspindel? (Ich stell mir vor, dass eine Spindel
langsamer, aber auch genauer ist und weniger Spiel hat)
- Welchen Motor sollte man dafür nehmen? DC Motor mit Encoder,
Schrittmotor (mit Encoder) oder BLDC?
- Braucht man für die Bewegung der Y-Achse auf beiden Seiten einen
Zahnriehmen/eine Spindel, oder reicht es, auf einer Seite eine gute
Lagerung zu machen?
Ich hab auch schonmal nach Info im Internet gesucht, allerdings war dann
alles auch mit dem Kriterium aufgeführt, dass man damit auch fräsen
können soll und daher auch ein bisschen mehr Power nötig ist. Auch mit
Konturen abfahren.. Das brauch ich ja alles nicht.
Also wenn mir jemand etwas zu den Antriebsmöglichkeiten sagen kann
(unter Berücksichtigung der Anforderungen), wäre ich sehr dankbar.
Genauso wie über eine Quelle, wo ich mir sowas auch selbst erlesen kann.
(Aber bitte nicht Google oder Wikipedia ;) )
Danke
Grundsätzlich wäre zu untersuchen ob Du die Leiterplatten oder das
Werkzeug bewegen möchtest. Ein erster Schritt wäre z.B. einen alten
Stiftplotter zu mißbrauchen, was den Vorteil hätte einige HPGL-Befehle
nutzen zu können. Beitrag "V: Stiftplotter HPX-84 Mechanik"
oszi40 schrieb:> Grundsätzlich wäre zu untersuchen ob Du die Leiterplatten oder das> Werkzeug bewegen möchtest. Ein erster Schritt wäre z.B. einen alten> Stiftplotter zu mißbrauchen, was den Vorteil hätte einige HPGL-Befehle> nutzen zu können. Beitrag "V: Stiftplotter HPX-84 Mechanik"
Achso ja. Ansich genauso wie bei dem Bestücker vom Link. Also das
Werkzeug bewegen. Jedoch würde ich die Hard- und Software soweit selber
machen wollen.
Bürovorsteher schrieb:>> "Vergiss es, ist zu teuer, kauf es gleich gut und fertig, das> ist billiger">> Genau das würde ich empfehlen.
Und genau deshalb schrieb ich:
ich schrieb:> - Ich weiß, dass es das, was ich vorhabe, sehr warscheinlich schon> fertig existiert und das unter Umständen sogar insgesamt günstiger> kommt. Mir geht es aber Primär ums selber machen und lernen.
Mir gehts hauptsächlich ums machen und nicht, dass ich die Bestückung
von z.B. 10-20 Platinen im Jahr automatisieren kann
Vielleicht solltest du mal damit anfangen, deine Anforderungen zusammen
zu stellen. Dann ergeben sich einige Antworten auf deine Fragen von
alleine, bzw. ohne das kann man keine sinnvollen Antworten geben.
z.B.: Welchen Arbeitsraum willst du abdecken können (Eurokarte,
Doppeleuro, Din A3,...), wie schnell sollen die Achsen sein, wie genau
muss die Positionierung erfolgen, was ist mit Absaugung beim Bohren,
woher kommen die Daten, wer oder was steuert die Anlage (PC, µC, SPS)
usw.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
> z.B. 10-20 Platinen im Jahr
365/20=18,25 Tage pro Platine. Dann ist ja noch etwas Zeit?
Frage wäre auch noch, was bestückt werden soll. Einige 500VA-Trafos oder
wenige SMD auf einer Briefmarke? Danach sollten Deine Mechanik und Deine
Schrittmotoren ausgelegt werden. Mir scheint, Dein Projekt steckt noch
in einer frühen Forschungsphase. Fang erst mal ganz klein mit einem
alten Plotter an.
Weshalb erkläre ich, das du es lassen solltest: deine Grundidee ist für
den Allerwertesten:
Was willst du mit dem agressiven Glasfaserdreck vom Leiterplattenbohren
in einer Bestückungsmaschine?
Gute Nacht.
Ich denke der Shapeoko wäre doch recht gut für einen Anfang.
Als reine Fräse würde ich mir das Teil wohl so eher nicht besorgen da
die Späne auf die Linear-Schienen fallen können und das Ding dadurch
eventuell nicht gerade fährt.
oszi40 schrieb:> Fang erst mal ganz klein mit einem alten Plotter an.
Tue bitte nicht! Entweder richtig oder sein lassen.
Wenn du damit nicht zum fräsen mißbrauchst und kein 10mm Loch bohrst,
warumm den nicht. Deine Anforderung muß aber präzise werden wie
Ostermann oben erwähnt hat.
Die Platinengröße soll maximal 20x20cm abdecken. Die abfahrbare Fläche
soll aber größer sein, damit auch die zu platzierende Bauteile Platz
finden. Daher würde ich sagen, 50x50 cm. Dann hab ich genug Luft, um die
Bauteile bereit zu stellen. Den Rest in der Mitte ist dann für die
Platine.
Die Geschwindigkeit der Achsen ist nicht soo wichtig. Es sollte nicht
ewig dauern, aber auch nicht so schnell sein, dass das ganze wackelt
oder man unnötig große Motore braucht.
Die Genauigkeit der Positionierung sollte ansich nicht schlechter als
0.1mm sein, wenn man bedenkt, dass es genug Bauteile gibt, die 0.2mm
Pinabstand haben. Also eher besser als 0.1mm.
Beim Absaugen bin ich mir noch nicht sicher. Für das ansaugen und
ablegen der Bauteile brauch ich ja einen kleinen Kompressor, vielleicht
kann ich damit ein bisschen "pusten".
Die Steuerung der Achsen usw. soll ein Microcontroller machen. Die
Daten, welches Bauteil von wo nach wo bewegt werden soll, oder welcher
Bohrdurchmesser wo gebohrt werden soll, kommt von einer PC-Software via
USB zum Controller.
oszi40 schrieb:>> z.B. 10-20 Platinen im Jahr> 365/20=18,25 Tage pro Platine. Dann ist ja noch etwas Zeit?
Ich meinte damit nur, dass ich den Bestücker nicht zwingend brauche,
da ich (zumindest bisher) relativ wenige Platinen im Jahr bestücke. Mir
gehts ums bauen. Deshalb will ich mir nichts fertiges kaufen.
> Frage wäre auch noch, was bestückt werden soll. Einige 500VA-Trafos oder> wenige SMD auf einer Briefmarke? Danach sollten Deine Mechanik und Deine> Schrittmotoren ausgelegt werden. Mir scheint, Dein Projekt steckt noch> in einer frühen Forschungsphase. Fang erst mal ganz klein mit einem> alten Plotter an.
Also Bestückt werden sollen SMD Bauteile. Also von 0402 oder 0603 bis zu
großen TQFP oder DDPAK, etc. Also keine Displays, Trafos, THT, ...
Bürovorsteher schrieb:> Weshalb erkläre ich, das du es lassen solltest: deine Grundidee> ist für> den Allerwertesten:>> Was willst du mit dem agressiven Glasfaserdreck vom Leiterplattenbohren> in einer Bestückungsmaschine?
Naja. Ich denke mir, warum sollte ich 2 mal das gleiche bauen und
kaufen, wo sich aber nur der bewegte Kopf unterscheidet. Also 2 Tische,
2x 2 Achsen + Antriebe und so weiter.. Anfangen will ich aber mit dem
Bestücker. Ein "Bohraufsatz" soll aber später machbar sein. Sollte die
restliche Mechanik ja auch schaffen.
> Gute Nacht.
Um 14:33?? ;)
> Die Genauigkeit der Positionierung sollte ansich nicht schlechter als> 0.1mm sein, wenn man bedenkt, dass es genug Bauteile gibt, die 0.2mm> Pinabstand haben. Also eher besser als 0.1mm.
Mal als Hausnummer: mein Automat (ja, gekauft, massig teuer)
positioniert auf 40 µm genau. Das reicht gerade so für 0,5 mm Pitch. 0,4
mm wird schon grenzwertig, ist aber noch machbar.
> Für das ansaugen und> ablegen der Bauteile brauch ich ja einen kleinen Kompressor,
Ei gewiss doch: wenn du das Vakuum mit einer Venturidüse erzeugen
willst,
auf jeden Fall. Klein ist hierbei relativ, weil diese Methode einen
beachtlichen Druckluftverbrauch hat, aber gut beherrschbar ist.
Mein Beispiel: Kompressor mit 50 l Kessel, läüft ca. aller 10 min für 2
min;
Druck vor dem Druckminderer auf 600 kPa Betriebsdruck der Maschine
zwischen 600 und 800 kPa. Kompressorleistung 800 W elektrisch. Viel
kleiner als 25 l würde ich nicht empfehlen, da die wenigsten
Kompressoren dauerlaufgeeignet sind.
ich schrieb:> Mir geht es aber Primär ums selber machen und lernen.
Wenn ich das so lese, sind es ja einige Baustellen mehr:
-mechanisch
-pneumatisch
-elektronisch
-programmtechnisch
@ich: Kannst Du das bis zur Rente alles allein erledigen? :-)
Bürovorsteher schrieb:> Mal als Hausnummer: mein Automat (ja, gekauft, massig teuer)> positioniert auf 40 µm genau. Das reicht gerade so für 0,5 mm Pitch. 0,4> mm wird schon grenzwertig, ist aber noch machbar.
echt? Ich dachte, diese Teile ziehen sich dann noch ein bisschen zurecht
beim Reflow-löten. Je genauer, desto besser natürlich, doch ist das dann
überhaupt noch mit einem Zahnriehmen möglich? Der Vorschub bei einer
Spindel ist ja deutlich kleiner, also hätte ich gesagt, dass man damit
deutlich besser positionieren kann.
>> Für das ansaugen und>> ablegen der Bauteile brauch ich ja einen kleinen Kompressor,>> Ei gewiss doch: wenn du das Vakuum mit einer Venturidüse erzeugen> willst, auf jeden Fall.
Was gäbe es denn noch für eine alternative?
> Klein ist hierbei relativ, weil diese Methode einen> beachtlichen Druckluftverbrauch hat, aber gut beherrschbar ist.> Mein Beispiel: Kompressor mit 50 l Kessel, läüft ca. aller 10 min für 2> min;> Druck vor dem Druckminderer auf 600 kPa Betriebsdruck der Maschine> zwischen 600 und 800 kPa. Kompressorleistung 800 W elektrisch. Viel> kleiner als 25 l würde ich nicht empfehlen, da die wenigsten> Kompressoren dauerlaufgeeignet sind.
Das ganze für so nen kleines Schläuchen? Ich dachte, da muss man nur n
bisschen Unterdruck machen, damit das "paar Gramm schwere" Bauteil
angesaugt wird.
Ich will das Teil jetzt nicht nachbauen, aber wie gesagt orientiere ich
mich danach:
www.vbesmens.de/de/bestueckungsautomat/externe-einheit.html
Vielen Dank schonmal für die bisherige Resonanz.
oszi40 schrieb:> ich schrieb:>> Mir geht es aber Primär ums selber machen und lernen.>> Wenn ich das so lese, sind es ja einige Baustellen mehr:>> -mechanisch> -pneumatisch> -elektronisch> -programmtechnisch>> @ich: Kannst Du das bis zur Rente alles allein erledigen? :-)
Elektronisch und programmtechnisch bin ich soweit fit, dass ich denke,
das relativ gut und "fix" über die Bühne zu bringen. Mechanisch geht es
so, ich hab keine 2 linke Hände, hab auch schon vorher was gebaut.
Wollte es dennoch vorher 3D-Cad mäßig planen. Zumindest grob.
Pneumatisch hab ich ansich keine Erfahrung. Ich hab in der Ausbildung
ein Modell einer kleinen Fertigungsstraße aufgebaut, um SPS
kennenzulernen. Da war auch Druckluft im Spiel. Allerdings war das
Ansteuern ausschließlich digital.
Kopf nach rechts=1, Ist Kopf ganz rechts? -> Kopf runter =1, Ist Kopf
unten? -> Sauger=1, Kopf runter =0, Ist Kopf oben? -> ..... Sprich,
lesen und setzen von Digitalen IOs.
Die Rente sind noch n paar Jahrzehnte hin, dass sollte klappen ;)
ich schrieb:> Ich hab in der Ausbildung> ein Modell einer kleinen Fertigungsstraße aufgebaut, um SPS> kennenzulernen.
Dann sag deiner SPS, das sie das tun soll.
Hoffentlich war das kein Holzmodell.
Du willst das Fahrrad neu erfinden?
Hallo,
bin eher im Mechanikbereich zuhause.
Wenn du mit dem Ding tatsächlich bohren/fräsen willst, nehm lieber
gleich Kugelumlaufspindeln, kostet zwar nicht wenig, aber ein Riemen
wird den Anforderungen nicht mehr gerecht.
Achte darauf, dass das Gehäuse verwnidungssteif ist und die Lager der
Kugelumlaufspindeln ordentlich angebunden sind.
Antrieb würde ich per Stepper realisieren, da gibts schon fertige CNC
Kits auf ebay.
Ausrichten erfolgt dann per Hundertstel-Messuhr, Wiederholgenauigkeit
sollte bei etwa 100 µm liegen, wenn du das ordentlich machst.
Gruß
Nico
ich schrieb:> [...] ein paar Fragen zur (Elektro-)Mechanik:> - Welche Vor- und Nachteile haben eine Achsenbewegung durch> Zahlriehmen, Trapez- oder Kugelumlaufspindel? (Ich stell mir> vor, dass eine Spindel langsamer, aber auch genauer ist und> weniger Spiel hat)
Jein...
Zahnriemen:
+ preiswert
+ schnell
+ wenig Verschleiß (?)
- wenig Kraft
- nicht selbsthemmend
- weist Umkehrspiel auf (?)
* Genauigkeit???
Trapezgewindespindel:
+ preiswert
+ viel Kraft
+ kann recht genau sein
+ bei passender Auslegung selbsthemmend
- langsam
- verschleißanfällig
- Umkehrspiel
Kugelumlaufspindel:
+ viel Kraft
+ schnell
+ genau
+ i.d.R. kein Umkehrspiel
+ verschleißarm
- nicht selbsthemmend
- teuer
Eine Warnung zu den Spindelantrieben:
Besorge Dir ein Tabellenbuch und rechne vorher die
entstehenden Kräfte nach. Endlagenschalter, Abdeckungen
usw. sind Pflicht! Verbogendes Metall kann man richten,
aber zerquetschte Finger wachsen nicht nach.
Ein Motörchen mit 100Ncm Drehmoment kann (je nach Spindel)
eine Kraft von 1kN am Schlitten erzeugen.
> - Welchen Motor sollte man dafür nehmen? DC Motor mit> Encoder, Schrittmotor (mit Encoder) oder BLDC?
Alles, was nicht selbsthemmend ist, braucht natürlich einen
Antrieb, der ein Haltemoment aufbringen kann (oder eine
Bremse). Ein Schneckengetriebe ginge auch noch, aber das
willst Du wahrscheinlich dann doch nicht.
Hallo
ich schrieb:> - Welche Vor- und Nachteile haben eine Achsenbewegung durch Zahlriehmen,> Trapez- oder Kugelumlaufspindel? (Ich stell mir vor, dass eine Spindel> langsamer, aber auch genauer ist und weniger Spiel hat)
genau. Kugelumlauf ist für deinen zweck sicher zu bevorzugen.
> - Welchen Motor sollte man dafür nehmen? DC Motor mit Encoder,> Schrittmotor (mit Encoder) oder BLDC?
Ein guter Encoder ist sicher sehr wichtig. Ev. linear. um eine bessere
Genauigkeit zu erreichen...
DC oder BLDC ist sicherlich dem Schrittmotor vorzuziehen... (Wenn du das
Geld für einen guten Encoder ausgeben willst.)
> - Braucht man für die Bewegung der Y-Achse auf beiden Seiten einen> Zahnriehmen/eine Spindel, oder reicht es, auf einer Seite eine gute> Lagerung zu machen?
Je nach Lagerungssystem.... Das ist schwierig so zu sagen. Wenn möglich
würde ich das ganze auf beiden seiten lagern.
Viel Erfolg bei deinem Projekt.
stef
> Je genauer, desto besser natürlich, doch ist das dann> überhaupt noch mit einem Zahnriehmen möglich? Der Vorschub bei einer> Spindel ist ja deutlich kleiner, also hätte ich gesagt, dass man damit> deutlich besser positionieren kann.
Der Positionierschritt bei besagter Maschine ist 5 µm. Die 40 µm
Positioniergenauigkeit oder besser -fehler ergeben sich aus allen
möglichen Toleranzen und Temperaturabhängigkeiten (Leiterplatte,
Grundplatte der Maschine usw). Und ja, es läuft bei der größten zu
bewegenden Masse (hier: y-Richtung) mit zwei 16 mm breiten Zahnriemen
(re. und li.). In x-Richtung:
ein Zahnriemen 16 mm breit.
Und noch etwas: die Positionierung für x und y erfolgt zwingend über
magnetische Längenmaßstäbe mit Linearencodern. Schritte am Motor
mitzählen reicht nicht.
Aber versuche es, wenn du fertig bist, kannst du dich ja mal melden.
Hier wurden unlängst jede Menge gebrauchte Daum Place-it für kleines
Geld angeboten. Die funktionieren nach 20 Jahren Laufzeit wahrscheinlich
immer noch besser als die Maschine, die du in 20 Jahren fertiggebaut
haben wirst.
Dies hier ist die manuelle Ausführung für kleines Geld, man bekommt sie
auch
als Automat mit Riemenantrieb. Nur so als Info.
Es gibt eine Person, welche Platinen für ein elektrisches Motorrad
mit einer Fräse bestückt hat, inkl G-Code Converter sowie Pläne für
automatische Feeder. Solltest danach auf youtube suchen, könnte für dich
von Interesse sein.
Ich habe gestern meinen Shapeoko2 erhalten und zusammengebaut - alles in
allem recht simpel. Der Zusammenbau dauerte ca 6-8H (inkl. Trödeln und
spätes Mittagessen). Werkzeug wird alles mitgeliefert.
Das Ding sieht für eine Bestückungsmaschine recht massiv aus, jetzt nur
mal irgendwie den Kopf anpassen und die Software etwas studieren.
Hab zumindest eine Fräse gebaut und kann dir nur soviel auf den Weg
geben:
Selbstbau zahlt sich aus, besonders wenn man schon einige
Elektronikteile besitt, geht jedoch nur wirklich wenn man schon vorher
eine Fräse zur Verfügung hat!
Schrittmotoren brauchen keinen Encoder nimm einfach Gute und kein
Chinazeug, damit fertigst du genauer als 0,1mm aber: Kugelumlaufspindel
sind ein Muss!
Ein Tipp Misumi und THK Führungen+Spindel findet man oft bei Ebay,
funktionieren super auf meiner Fräse, gibts in verschiedenen
Längen/Dimensionen. Ob als Steuerung nicht ein normaler CNC Controller
das einfachste ist?!Ich weiss nicht wie das mit der Bestückungssoftware
aussieht, bohren und Kontaktfräsen geht jedoch auf jeden Fall!