Hallo, bei einem kleinen Projekt von mir setze ich einen step-down-Regler ein. Nun kann es passieren, dass unter dummen Umständen der Eingang des Schaltreglers auf GND gezogen wird. Am Ausgang liegen zu der Zeit dann aber noch 5V an. Direkt am 5V-Anschluss (Ausgang) hängen die Spule und einige Kondensatoren. Nun die Frage: Können sich der Kondensatoren rückwärts durch den Schaltregler entladen? Würde er dabei meinen Schaltregler zerstören? Was wäre hier eine sinnvolle Maßnahme als Schutz? Ich habe mir drei Sachen überlegt: 1. Diode am Eingang des Schaltreglers. 2. Diode am Ausgang des Schaltreglers. 3. Diode von Ausgang auf Eingang des Schaltreglers. Vielen Dank. Grüße aeson
Gast
#3654945
Holger B. schrieb: > Nun kann es passieren, dass unter dummen Umständen der Eingang des > Schaltreglers auf GND gezogen wird. Entweder a) vermeidest Du "dumme Umstände" oder b) solltest Du einen Schalplan Deines Spannungsreglers, der Last und der Versorgung zeigen. Ansonsten wird das nur ein sinnloses herumgerate.
Gast
#3654948
Schau dir http://schmidt-walter.eit.h-da.de/smps/abw_smps.html an, zeichne Dir die interne Freilaufdiode des Mosfet ein und die Frage sollte beantwortet sein. Mit einer Diode am Eingang kannst Du das Verhalten wenn nötig ändern. Diode am Ausgang würde ich abraten da a) die Ausgangsspannung dann nicht mehr stimmt und b) der Strom dort höher ist. Alles unter der Annahme es handelt sich um einen Stepdown. Wenn da Aufgrund extremer Spannungsverhältnisse oder überlappender Spannungsbereiche ein Buckboost, Sepic oder Flybackwandler drin sitzt sieht es etwas anders aus. viel Erfolg Hauspapa
Gast
#3654951
hauspapa schrieb: > Alles unter der Annahme es handelt sich um einen Stepdown. Wenn da > Aufgrund extremer Spannungsverhältnisse oder überlappender > Spannungsbereiche ein Buckboost, Sepic oder Flybackwandler drin sitzt > sieht es etwas anders aus. Genau das meine ich.
Holger B. schrieb: > Nun kann es passieren, dass unter dummen Umständen der Eingang des > Schaltreglers auf GND gezogen wird. Am Ausgang liegen zu der Zeit dann > aber noch 5V an. Das sollte jeder Schaltregler aushalten. Denn es ist idR. ja immer so, dass zuerst die Primärseite stromlos wird. Und wenn dann gerade mal keine Last oder nur eine geringe Last am Ausgang hängt, dann wird auch der Ausgangs-C nicht oder nur langsam entladen. Was für dich also wie eine Ausnahme aussieht, ist alltäglich.
Holger B. schrieb: > Können sich der Kondensatoren rückwärts durch den Schaltregler entladen? > Würde er dabei meinen Schaltregler zerstören? Das sollte im Datenblatt des unbekannten Schaltreglers stehen. Und auch, welche Maßnahmen zum Schutz geeignet sind.
OK, danke für die Antworten. Erstmal: Ich nutze den LM22679-ADJ. Ich habe mir das Datenblatt noch mal angeschaut. Jetzt habe ich gelsen, dass SW bis -5V sein darf. Da ich 5V als Augang eingestellt habe, müsste das ja passen. Irgendwie habe ich das wohl vorher überlesen. @Walter Tarpan: a) Kann ich leider nicht verhindern. Das ist ein wichtiger Teil meiner Schutzbeschaltung. b) Ich wandle von 24-36V auf 5V. Ich habe das Ganze mal als Bild beigefügt. @Lothar Miller: Aber stromlos werden und auf GND ziehen sind doch zwei unterschiedliche Dinge, oder?
Holger B. schrieb: > @Lothar Miller: Aber stromlos werden und auf GND ziehen sind doch zwei > unterschiedliche Dinge, oder? Nicht unbedingt. Ich würde einem Schaltregler, der in dieser Konstellation kaputtgeht, das Prädikat "schlecht" geben:
1 | |
2 | |
3 | |
4 | |
5 | |
6 | |
7 | |
8 | |
Gast
#3655064
Du weisst schon, dass ein simpler 7805 in "dieser" Konstellation auch kaputt geht?
Gast
#3655087
>dass unter dummen Umständen der Eingang des >Schaltreglers auf GND gezogen wird. Am Ausgang liegen zu der Zeit dann >aber noch 5V an. Wenn ich mir das Bild dazu ansehe, dann ist offensichtlich, dass die halbe Diode V305 den Ausgang auf den Eingang koppelt. Ich sehe da keine Gefahr für den Regler. Wenn die Diode die Kondensatorentladestöme aushält, dann ist alles OK.
stefanus schrieb: > Du weisst schon, dass ein simpler 7805 in "dieser" Konstellation auch > kaputt geht? Bei 5V am Ausgang nicht.
Ulrich F. schrieb: >>dass unter dummen Umständen der Eingang des >>Schaltreglers auf GND gezogen wird. Am Ausgang liegen zu der Zeit dann >>aber noch 5V an. > > Wenn ich mir das Bild dazu ansehe, dann ist offensichtlich, dass die > halbe Diode V305 den Ausgang auf den Eingang koppelt. > Ich sehe da keine Gefahr für den Regler. > Wenn die Diode die Kondensatorentladestöme aushält, dann ist alles OK. Hallo Ulrich, da hast du grundsätzlich recht. Ich hätte allerdings noch dazu erwähnen sollen, dass ich diese Doppeldiode eigentlich nicht nutzen wollte. Wie gesagt, es geht um das Grundverständnis. Die Doppeldiode hatte ich als Angstdiode eingesetzt. Allerdings weiß ich nicht genau, was in dem Schaltregler passiert. Also, welche Beschaltung ansonsten noch in dem Schaltregler ist, neben der Diode über dem FET. Daher besteht für mich die Frage, ob der Strom da über die Diode am FET fließt oder über die äußere (V305). Da ich die Diode und die sonstige Beschaltung im Schaltregler nicht kenne, wollte ich hier nachfragen... Ich habe mich jetzt dazu entschieden, dem Eingang des SChaltreglers noch eine Diode zu spendieren. Tut ja kaum weh an der Stelle. Ich denke mal, dass das die sicherste Lösung ist.
stefanus schrieb: > Du weisst schon, dass ein simpler 7805 in "dieser" Konstellation auch > kaputt geht? Du weißt schon, dass er das nicht tut? Dann sieh dir mal die Innenbeschaltung dieses Bausteins an. Kurz: bei den 78xx wird es ab dem 7808 spannend. Und schon dem wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nichts passieren... Holger B. schrieb: > Ich habe mich jetzt dazu entschieden, dem Eingang des SChaltreglers noch > eine Diode zu spendieren. Tut ja kaum weh an der Stelle. Ich denke mal, > dass das die sicherste Lösung ist. Mach diese Diode aber besser vor den Eingangskondensators des Schaltreglers. Die EMV Messung wird es dir danken...
Lothar Miller schrieb: > Holger B. schrieb: >> Ich habe mich jetzt dazu entschieden, dem Eingang des SChaltreglers noch >> eine Diode zu spendieren. Tut ja kaum weh an der Stelle. Ich denke mal, >> dass das die sicherste Lösung ist. > Mach diese Diode aber besser vor den Eingangskondensators des > Schaltreglers. Die EMV Messung wird es dir danken... Ah, danke für den Hinweis. Mit diesen ganzen EMV-Sachen habe ich noch keine große Erfahrung. Na ja, ich bin ja auch noch Anfänger... aber lernfähig ;)
Antwort schreiben
Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.
