meltaway schrieb:
> Digitale Signale sind ja quasi nur "übersteuerte" Analogsignale.
Eben darum (unter anderem). Ein wesentlicher Unterschied ist, dass
eingekoppelte Störungen durch Crosstalk u.Ä. bei Digitalsignalen egal
sind, solange sie zu klein sind, um den Logikzustand zu verfälschen,
während bei einem Antennenverstärker auch die geringste Störung
schädlich ist. Das hat natürlich massiven Einfluss auf das Routen von
Leiterbahnen.
Dazu kommt, dass man es bei "normaler" HF meistens mit einer bestimmten
Frequenz zu tun hat, während steilflankige Digitalsignale extrem
breitbandig sind, z.B. 0..10GHz. Leitungen sollten also keine
unterschiedlichen Eigenschaften über einen weiten Frequenzbereich
aufweisen.
Laufzeitunterschiede spielen eine grosse Rolle, bei HF eher nicht. Daher
müssen oft Längenausgleiche gemacht werden (die seltsamen
Schlangenlinien). Aber so könnte man lustig weitermachen, im Endeffekt
sind das wirklich verschiedene Technologiebereiche.
Empfehlenswert ist Johnson/Graham "High Speed Digital Design - a
Handbook of black Magic", Prentice Hall. Nicht neu aber grundlegend.
Georg