Atmel über Reset An-/Ausschalten

Gast #3673348
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Hallo,

ich habe eine kurze Frage.
Kann ich eine bestehende Schaltung mit einem ATMega über den Reset- 
Ausgang an- bzw. ausschalten? Ich komme leider nicht an den Code und 
kann den Controller somit nur auf diese "unschöne" Weise ansteuern.
Wird der Controller Schäden bekommen wenn der Reset 95% der Zeit 
anliegt?

Gruß Andi
#3673352
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>>Kann ich eine bestehende Schaltung mit einem ATMega über den Reset-
>>Ausgang an- bzw. ausschalten?

Im Prinzip ja, aber das kommt auf die Schaltung an.

>>Wird der Controller Schäden bekommen wenn der Reset 95% der Zeit
>>anliegt?

Im Prinzip nein, aber das kommt auf die Schaltung an
#3673363
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Andi schrieb:
> Hallo,
>
> ich habe eine kurze Frage.
> Kann ich eine bestehende Schaltung mit einem ATMega über den Reset-
> Ausgang an- bzw. ausschalten? Ich komme leider nicht an den Code und
> kann den Controller somit nur auf diese "unschöne" Weise ansteuern.
> Wird der Controller Schäden bekommen wenn der Reset 95% der Zeit
> anliegt?

Dem Controller ist das egal.
Allerdings könnte an den Controller angschlossene Peripherie merkwürdig 
reagieren. Eine LED oder Taste interessiert das nicht. Aber schon ein 
Transistor verhält sich undefiniert, wenn statt H- oder L-Potenzial, 
praktisch nichts mehr am Eingang anliegt. Denn nichts anderes passiert 
im Reset: Alle Ports sind hochohmig.
Von komplexeren Bauteilen, die alle initialisiert sind und bestimmte 
Potentiale erwarten, ganz zu schweigen.

mfg.
(Firma: matzetronics) #3673477
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Dirk K. schrieb:
> Da zwischen GND und der Versorgung einen Transistor zwischensetzen und
> den schalten, ginge das nicht?

Wie meinst du das - der Transistor soll einen Kurzschluss zwischen GND 
und Versorgung herstellen? Wenn man an die Schaltung herankommt, ist es 
doch einfach, die Versorgung zu unterbrechen. Die Sache mit dem Reset 
geht natürlich auch, aber dann sollte man mit soften Pullups und 
Pulldowns (je nach Ruhepegel der Ports) einen definierten Zustand im 
Reset herstellen.
Gast #3673479
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Thomas Eckmann schrieb:
> Aber schon ein Transistor verhält sich undefiniert, wenn statt H- oder
> L-Potenzial, praktisch nichts mehr am Eingang anliegt.

Das kommt drauf an, was für ein Transistortyp das ist.
Zwischen MOSFET und Bipolartransistoren gibt es deutliche Unterschiede 
im Verhalten. Und der gute Schaltungsdesigner wird durch geeignete 
Schaltungsmaßnahmen (z.B. Pull-down an Gates) immer dafür sorgen, dass 
auch bei IO-Pins im hochohmigen Zustand nichts unkontrolliert driftet.
#3673491
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Ups - ihr denkt viel zu weit! Bin - wie geschrieben - Anfänger.
Ich hätte die GND-Verbindung vom Atmel unterbrochen und da den 
Transistor zwischen gesetzt. Wenn ich den schalte, schaltet er GND 
durch, der Prozi hat Strom.

Ginge auch per PNP auf Vcc, aber irgendwer flüsterte mir, man sollte 
immer lieber "sinken", da CMOS da mehr kann als "sourcen". Oder so.
Gast #3673524
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Dirk K. schrieb:
> Ginge auch per PNP auf Vcc, aber irgendwer flüsterte mir, man sollte
> immer lieber "sinken", da CMOS da mehr kann als "sourcen". Oder so.

Ich fürchte, dass verwechselst du mit alten TTL-Zeiten. Oder auf Grund 
welcher elektrischen Kenngröße im Datenblatt eines ATmega kommst du zu 
dieser Erkenntnis?
#3673568
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GND oder VCC nur für den µC schalten sollte man nur machen wenn man die 
Schaltung genau kennt. Es kann sonst sehr schnell passieren das der µC 
von der Peripherie her über einen Eingang versorgt wird. Mit den dann 
undefinierten Spannungsverhältnissen passiert nur Mist.
Mit dem Reset abschalten ist mit den schon erwähnten Einschränkungen 
weniger Problematisch.

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