Ich kenne keine Hochschule, die einen nicht akkreditierten Studiengang
einfach so auf sich sitzen lässt, da der Abschluss ohne Akkreditierung
in der Praxis und besonders für das Renommée der HS nicht viel wert ist.
Oft ist das nur eine Frage der Zeit, d.h. der Prozess bzw. das Audit ist
noch nicht abgeschlossen, nichtsdestotrotz kann begonnen werden. In der
Praxis wäre es ja auch unsinnig, auf die Mühlen der Bürokratie zu
warten, insbesondere wenn es viele Interessenten für den Studiengang und
genug Dozenten inkl. der notwendigen Infrastruktur bereits gibt.
Anders kann es bei Hochschulen sein, die aufgrund von Qualitätsmängeln
eine Akkreditierung verlieren. Da springen dann oft massenhaft
Studierende ab, z.T. wegen des schwebenden Zustands, z.T. aber auch weil
der Verlust der Akkreditierung ja i.d.R. handfeste Gründe hat. Das habe
ich schon einige Male bei privaten Hochschulen gesehen, für die so ein
Verlust ein immenser Image- und Finanzschaden war. Eine fehlende
Akkreditierung ist wie ein nichtssagendes 'Zertifikat', vulgo
'Jodeldiplom'.
Ein Studiengang im Aufbau, d.h. Akkreditierungsprozess ist angeschoben,
ist für jeden Teilnehmenden eine Art 'Pionierleistung', dessen sollte
sich jeder Student bewusst sein, der sich dort einschreibt. Das kann
völlig nach hinten losgehen oder aber richtig gut sein wenn die
sonstigen Voraussetzungen stimmen, nur halt ohne Garantie.
Wenn der 'Laden' ansonsten gut geführt ist und es in der Vergangenheit
keine Probleme gab, würde ich mir nicht so einen Kopf drum machen. Evtl.
bei der Hochschule konkret anfragen, wie weit der Prozess ist, z.B. beim
Dekanat.