Asynchronmaschine in Raumzeigerdarstellung

Gast #3685347
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Wenn ich eine Asynchronmaschine in Raumzeigerdarstellung beschreiben 
will gibt es ja die folgenden Gleichungen:

u1 = R1*i1 + d_psi1/dt + j*omega_k*psi1

u2 = R2*i2 + d_psi2/dt + j*(omega_k - p*omega_mech)*psi2

psi1 = L1*i1 + Lm*i2

psi2 = Lm*i1 + L2*i2

M = 3*p/2*Imag(konj(psi1)*i1)

d_omega_mech/dt = 1/J * (T-T_last)

Die Herleitung der 2. Spannungsgleichung finde ich schon sehr verwirrend 
da ich nicht weiß, warum die mechanische Kreisfrequenz omega_mech noch 
mit der Polpaarzahl p multipliziert wird. Der Rotor dreht sich doch nur 
mit omega_mech?

Wir haben dann angefangen die Gleichungen in einem stillstehenden 
Koordinatensystem (omega_K = 0) zu interpretieren. Beim 
Kurzschlussläufer ist u2=0, wenn man noch r2=0 annimmt erhält man eine 
DGL für den Fluss psi_2 (Rotorfluss). Löst man die DGL erhält man den 
Fluss psi_2 als rotierenden Zeiger mit Winkelgeschwindigkeit 
p*omega_mech. Mich verwirrt bereits an der Stelle, dass der Fluss nicht 
mit der Synchronfrequenz rotiert.

Es folgt dann weiter, dass psi2 = psi1*L2/Lm + i1(Lm-L1*L2/Lm)
was bedeutet, dass die Differenz zwischen Statorfluss und Rotorfluss 
durch den Strom i1 bestimmt wird und somit der Statorfluss ebenfall mit 
der Frequenz p*omega_mech rotiert.

Das Widerspricht aber doch der ersten Spannungsgleichung, da u1 und i1 
(zumindest im stationären Fall) sinusförmig mit der Netzfrequenz sind 
und üder die Ableitung von psi1 ein Term mit einer neuen Frequenz 
p*omega_mech addiert wird?

Gibt es irgendwo ein Beispiel für diese Gleichungen, insbesondere für 
den stationären Fall um das ganze zu veranschaulichen? Mir ist nicht 
klar, mit welcher Frequenz diverse Größen sich ändern (vor allem die 
Stator und Rotorfluss).

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