Hallo zusammen!
Hier ein Schaltungssnippet, das ich zum Stromsparen bei 12V DC Relais
verwende. Haltespannung der Relais ist 4.8V < (6V - 0.7V), für
Schaltvorgänge werden die vollen 12V durchgeschaltet. BOOST ist uC
PushPull Ausgang bei 3V. IRLML2502 Vgs liegt bei 1.2V.
Soweit so gut, bin mir auch recht sicher, dass das in dieser Form schon
funktioniert hat. Nun verändert sich allerdings der Zustand des 2502 bei
Toggle von BOOST nicht mehr. Es sei denn, ich bin mit meinem Multimeter
in der Leitung um das Toggle zu beobachten. Erste Idee war, dass das
Gate sich nicht mehr entladen kann, vllt weil der Lower der PushPull
Stufe im uC einen Schaden hat? Allerdings kann ich den Zustand sowohl im
leitenden wie auch nicht leitenden Zustand "freezen", also 5.3V
RelaisPower trotz BOOST auf 3V. Lässt sich durch die Multimeter Methode
ebenfalls lösen.
Jemand eine Idee? PullDown nach GND wäre natürlich eine Möglichkeit, die
ich aufgrund der fortgeschritten Tageszeit nicht mehr testen werde. Aber
notwendig sollte er nicht sein oder?
Gruß
Villar
Zu deinem Problem:
Kann es sein, dass du einen AVR verwendest, und den Pin auf Eingang
geschalten hast? Weil dann würdest du nur den Pullup an- und abschalten,
und als High würde, die (40k?) Ausgangswiderstand reichen, aber gegen
Masse hast du natürlich 0 Treibkraft.
LG, Sean
@Sean: uC ist ein Silabs 8051 Derivat (C8051F312). Da wird ein
Eingangspin konfiguriert als Open-Drain Output mit Pin=HIGH. Die weak
pullups sollten nicht aktiv sein.
Gabs hier heute nacht ein Thread Wurmloch oder woher kommt der Quark
oben mit Zeitangaben vor meines Startpostings?
Gruß
Villar
Villar schrieb:> Hier ein Schaltungssnippet, das ich zum Stromsparen bei 12V DC Relais> verwende. Haltespannung der Relais ist 4.8V < (6V - 0.7V), für> Schaltvorgänge werden die vollen 12V durchgeschaltet. BOOST ist uC> PushPull Ausgang bei 3V.>> Soweit so gut, bin mir auch recht sicher, dass das in dieser Form schon> funktioniert hat.
Da bin ich wiederum recht sicher vom Gegenteil überzeugt. Wenn das
Relais abgefallen ist und wenn der µC-Ausgang auf L ist, dann kannst du
mit einem H am µC-Ausgang das Relais einschalten. Du kannst es aber
nicht wieder ausschalten - außer wenn die 6V Spannung irgendwie
abgeschaltet wird.
Ist das wirklich, was du willst?
> Nun verändert sich allerdings der Zustand des 2502 bei> Toggle von BOOST nicht mehr. Es sei denn, ich bin mit meinem Multimeter> in der Leitung um das Toggle zu beobachten.
Ein simpler Wackelkontakt oder eine kalte Lötstelle?
> Erste Idee war, dass das> Gate sich nicht mehr entladen kann, vllt weil der Lower der PushPull> Stufe im uC einen Schaden hat? Allerdings kann ich den Zustand sowohl im> leitenden wie auch nicht leitenden Zustand "freezen", also 5.3V> RelaisPower trotz BOOST auf 3V.
Dann ist der Wackler wohl am Gate von U7.
XL
Axel Schwenke schrieb:>> Ist das wirklich, was du willst?>
Die Relais selber werden über Schieberegister und ULN2803 geschaltet,
d.h. RelaisPower hier ist nur die Versorgungsspannung der Relais, die
dann mit ULN2803 durchgeschaltet wird:
Einschalten eines Relais:
- RelaisPower 5.3V -> 12V
- Update Relaiszustände über Schieberegister
- nach 500ms RelaisPower wieder auf 5.3V
Ausschalten einfach Update des Schieberegisters.
>> Ein simpler Wackelkontakt oder eine kalte Lötstelle?>>> Dann ist der Wackler wohl am Gate von U7.
Das werde ich dann mal genauer unter die Lupe nehmen müssen.
Danke und Gruß
Villar
Villar schrieb:> Da wird ein> Eingangspin konfiguriert als Open-Drain Output mit Pin=HIGH. Die weak> pullups sollten nicht aktiv sein.
Das erklärt es doch schon. Mal' Dir das doch mal auf:
Gate vom 2502 geht über einen Vorwiderstand an eine Open-Drain-Ausgang.
Kein Pull-Up aktiviert.
Woher soll die Spannung kommen, um den MOSFET einzuschalten? Damit
kannst Du den MOSFET nur ausschalten.
Hängst Du Dein Multimeter daran, so reicht schätzungsweise der Leckstrom
aus dem Eingangsverstärker-Eingang komplett aus, um den MOSFET ein wenig
leitfähig zu machen.
Damit der 6401 angeht, reicht ein Kanalwiderstand von 70k.
Villar schrieb:> Axel Schwenke schrieb:>> Ist das wirklich, was du willst?>> Die Relais selber werden über Schieberegister und ULN2803 geschaltet,> d.h. RelaisPower hier ist nur die Versorgungsspannung der Relais, die> dann mit ULN2803 durchgeschaltet wird:> Einschalten eines Relais:> - RelaisPower 5.3V -> 12V> - Update Relaiszustände über Schieberegister> - nach 500ms RelaisPower wieder auf 5.3V> Ausschalten einfach Update des Schieberegisters.
OK, das ist natürlich was anderes. Allerdings geht dann eine andere
Rechnung nicht auf. Der ULN2803 hat nämlich eine häßlich fette
Sättigungsspannung von ca. 1V. Von deinen 6V bleiben dann nur noch ~4.3V
Haltespannung für die Relais. Es wäre auch zu prüfen, ob eine 1N4148
überhaupt den Haltestrom für bis zu 8 Relais aushält.
XL
GB schrieb:> Das erklärt es doch schon. Mal' Dir das doch mal auf:> Gate vom 2502 geht über einen Vorwiderstand an eine Open-Drain-Ausgang.> Kein Pull-Up aktiviert.
Das war als Erklärung für Sean gedacht, der auf die Eingangspin
Problematik beim AVR hinwies. Mein BOOST Ausgang ist natürlich kein
OpenDrain sondern ein PushPull. Mit dem Multimeter seh ich ja auch den
Toggle von 0V -> 3V -> 0V
Axel Schwenke schrieb:> OK, das ist natürlich was anderes. Allerdings geht dann eine andere> Rechnung nicht auf. Der ULN2803 hat nämlich eine häßlich fette> Sättigungsspannung von ca. 1V. Von deinen 6V bleiben dann nur noch ~4.3V> Haltespannung für die Relais. Es wäre auch zu prüfen, ob eine 1N4148> überhaupt den Haltestrom für bis zu 8 Relais aushält.>
Oh ein guter Punkt, vielen Dank. Offenbar haben die
Haltespannungstoleranzen noch ausgereicht für die bislang maximal
getesteten 4 Relais. Zwischen Haltespannung (0.4 Un) und
Rückfallspannung (0.1 Un) ist ja noch etwas Platz. Diode hast du auch
recht, mittlerweile nehme ich dafür eine BAT54, die müsste für 16 Relais
(<= 280mA) reichen.
Gruß
Villar