Hilfe Trafo defekt?

Gast #3694057
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Hallo,

habe mir in der Bucht einen Trafo besorgt (E-Kern).
SBA BV 200338 Art.Nr.078-0187, Typ ESI

500VA; 31,25 A

Er hat 5 Primäreingänge für 220,245,310,400, und 513 Volt.

Hier messe ich einen maximalen Widerstand von etwa 7 Ohm!
Für mein Gefühl ist das viel zu wenig, ich trau mich nicht ich 
anzuschließen.

Oder schätze ich das völlig falsch ein und er zeigt bei Wechselstronm 
ein völlig anderes "Verhalten" ?

Wie schätzt Ihr die Lage?


Danke, DS
Gast #3694080
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Große Transformatoren und auch Schaltnetzteile (die Kondensatoren) haben 
üblicherweise einen unangenehm hohen Einschaltstrom. Das ist aber 
normal.
Für einen einfachen Test einfach eine, möglichst lange Kabeltrommel 
davor schalten. Das Schlimmste, was dann passieren kann ist ein Klack 
des Sicherungsautomaten.
Aber Vorsicht: 230V wecken Dich schneller auf als der neueste 
Steuerbescheid.
Gast #3694085
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Also ich hab meinen Schiss nun überwunden.
Gute Idee übrigens mit der Glühbirne!

Das Ding funktioniert und der 16 A Automat hat auch nicht ausgelöst.

Ich habe nun das Problem die richtigen Anschlüsse primärseitig zu 
finden.
Mein Ohmeter (UT61E) müsste dazu schon eine Auflösung im Milliohm 
Bereich haben.

Habt Ihr ne Idee Wicklungs- Anfang und Ende anders heraus zu bekommen?
Gast #3694088
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Also mein Steuerbescheid wird durch nichts übertroffen....;-((((

Mit 100 Watt Glühbirnen hab ich mich für die nächsten 15 Jahre 
eingedeckt ;-)


Wie finde ich Wicklungsanfang und Ende nebst den Zwischenabgriffen raus?
Gast #3694105
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Die zwei Wicklungsanschlüsse, mit dem höchsten, gemeinsamen Widerstand 
anschließen, kurz in Betrieb nehmen, und die Spannungen, relativ zu den 
anderen messen.
Am besten währe es, wenn Du mit der Ausgangsspannung eines Trafos, 
anstelle von Netzspannung arbeiten kannst. In einem gewissen Bereich ist 
es einem Transformator egal, ob er 230V auf 40V transformiert oder 30V 
auf 5,2V.

Widerstandsmessung an Transformatoren ist immer eine mehrdeutige 
Angelegenheit. Vor allem da du kleine Unterschiede messen musst.
Vorher aber feststellen, ob es Wicklungen gibt die keine (ohmsche) 
Verbindung zu den anderen haben.
Gast #3694112
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Hallo,
schau zunächst nach, welcher der Anschlüsse ganz unten rein geht. Sowas 
kann man manchmal sehen, kenne aber Dein Modell nicht. Dann mit dem 
Ohmmeter den Anschluss mit dem wahrscheinlich höchsten Wert suchen, auch 
das kann man beim genauen hinschauen sehen. Besser wäre ein digitales.

An die Anschlüsse zwischen denen du den höchsten R misst, klemmst Du 
jetzt die 230V ran (auch über Lampe) und kannst danach von einer Seite 
her die einzelnen Anzapfungen ausmessen. Die Spannung wird ja an jedem 
Anschluss anders sein. Ist sie irgendwo höher als 230V hast Du beim 
anklemmen doch nicht die Äußersten erwischt.
Das Ganze geht halt mit Versuch und Irrtum, Dank Lampe sollte aber 
nichts kaputt gehen.

Old-Papa
Gast #3694124
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Ok,...

folgendes kann ich sehen:

Es gibt 2 Anzapfungen, an denen jeweils nur ein Kupferlackdraht 
herausgeführt sind.
Das scheinen Anfang und Ende zu sein.

Bei den Anzapfungen sind immer 2 Drähte herausgeführt, die am Ende 
(Anschluss) verdrillt sind, ok logisch.


Sehr interessant ist folgendes:
Zu einer Seite hin, nimmt der Querschnitt des Kupferlackdrahtes ab !!!

Die haben dort also am Kupfer "gespart", wohl um billiger produzieren zu 
können.
Die Frage ist aber nun, wo ist der Anfang????

Ich denke ich weiß wo, warte aber mal auf Eure Theorie/Antwort.
Gast #3694133
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>Die haben dort also am Kupfer "gespart", wohl um billiger produzieren zu
>können.

Da tust Du den Trafomansche aber unrecht.

500VA aus 220V benötigen Eingangsseitig mehr Strom als 513V. Aus diesem 
Grunde kann der Querschnitt zum "Ende" hin auch kleiner werden. Auch 
wird die Ausnutzung des Wicklungsraumes durch unnötig dicken Draht nicht 
besser.

Also, wenn Du siehst, dass der Draht zu einem Ende der Wicklung hin 
dünner wird, so ist dass der Teil mit der höheren Spannung.
Gast #3694162
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@Amateur,

das war auch meine Theorie..
Hab das jetzt mal ausprobiert und nachgemessen.
Mit und hinterher ohne Glühobst in Reihe.

Die untere (tiefste) Wicklung, also nahe am Kern fängt mit dem dicken 
CUL Draht an und das ist auch der Anfang.
Dann komm der erste Abgriff für 220 Volt, ab dem dritten Abgriff (245 
Volt) wird der Draht dünner.
Der letzte Abgriff für 513 Volt hat dann im letzten Wicklungspaket den 
dünnsten CUL Draht.

Jetzt ist alles geklärt, nichts verbrannt, keiner tot ;-)

Danke !!!

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