Muss ich mein Traumstudium aufgeben, weil ich keine Wohnung gefunden habe?

Gast #3705432
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Ich habe mich für ein Masterstudium beworben. Den Studiengang wollte ich 
schon immer wählen. Es geht Richtung Elektrotechnik und Biomedizin. Er 
ist zwar nicht einzigartig in Deutschland, aber die Angebote an der Uni, 
die Lernatmosphäre und die Partnerschaft mit internationalen Konzernen 
macht das ganze doch etwas attraktiv.
Gestern habe ich nach mehreren Interviews mit den Profs die Zusage 
bekommen.

Doch da ist aber ein Haken: Ich habe KEINE Wohnung gefunden.
Ich habe mich schon 1 Jahr vorher beworben. Im Studentenheim gibt es 
aber kein Platz mehr. Die Mietpreise sind extrem gestiegen. Zu Hause 
bleiben kann ich nicht, da die Uni fast 5 Stunden entfernt liegt.

Welche Möglichkeiten habe ich noch?


Zur Zeit kann ich bei nem Kumpel wohnen. Da kann ich aber nur 2 Monate 
bleiben, weil er auswandert. Die Wohnung kann ich nicht übernehmen, weil 
ich es sowieso nicht bezahlen kann und es genug Interessenten gibt. Die 
AStA meint, ich solle einfach mal warten und weiter probieren. Jo hilft 
mir wirklich.

Hat jemand irgendwelche Vorschläge?
Es gibt ja Firmen, die Container vermieten? Wie siehts damit aus?
#3705447
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elvis10k schrieb:
> Ich habe mich schon 1 Jahr vorher beworben.
???
Wie wäre es mit Wohnung suchen, und sich nicht irgendwo einmal bewerben.
Ansonsten auch nach möbliertem Zimmer schauen.

Um welche Stadt und welches Budget geht es denn? (dann könnte Dir ja 
sogar weitergeholfen werden) (und solange Du jetzt nicht München, 250€ 
sagst geht bestimmt was)
Gast #3705475
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elvis10k schrieb:
> Welche Möglichkeiten habe ich noch?

Ich wohne in einem Stadtteil, von dem aus die Uni in der Nachbarstadt in 
20 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Obwohl in 
der Universitätsstadt Studentenwohnungen händeringend gesucht werden, 
stehen bei mit in der Nachbarschaft viele erschwingliche Wohnungen leer. 
Es kommen wohl viel zu wenige Studenten auf die Idee, auch mal in der 
Nachbarstadt zu suchen.

Höre also auf zu jammern, schalte Deinen Kopf ein und frage auch bei 
Ortskundigen nach.
Im übrigen wird sich vermutlich die zur Zeit fehlende Wohnung nicht als 
die größte Hürde in Deinem Studium herausstellen. Möchtest Du wirklich 
bei jedem Problem sofort aufgeben?
Gast #3705479
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Wie schwach ist das denn, will nen Master Abschluss aber ist zu doof um 
ne Unterkunft zu finden?

Ich würd mir ein Zimmer nehmen, und mich nebenbei weiter umsehen, der 
Wohnungsmarkt ist nicht eingebrannt, er ist dynamisch und ändert sich 
immer wieder mal. Es gibt immer Leute die zu und wegziehen. Ausserhalb 
der Hochsaison (Semesterbeginn) ist es sicherlich einfacher

www.studenten-wg.de dort werden auch Wohnungen (ohne Provision) 
angeboten.
Gast #3705613
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Wohnungsgesellschaften oder Versicherungsgesellschaften mal direkt
telefonisch ansprechen ob es da Möglichkeiten gibt. Manche haben es
nämlich nicht nötig Leerstände zu offerieren. Meine Bude habe ich
nämlich auch so bekommen, weil mein alter Herr da mal rum telefoniert
hatte. Das hat dann auf Anhieb geklappt. Übrigens hab ich hier im Haus
schon mehrere Studenten ein- und ausziehen sehen.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #3705629
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elvis10k schrieb:
> Doch da ist aber ein Haken: Ich habe KEINE Wohnung gefunden.

Suchst Du nur einen Grund, Dein Studium nicht antreten zu müssen?

Als ich im ersten Semester war, kamen etliche "obdachlose" Studenten mit 
ihren Rucksäcken in die Uni und mussten sich alle paar Tage neue 
Schlafgelegenheiten organisieren. Und die Umkleideräume und Duschen des 
Uni-Sportforums wurden eigentlich immer von irgendwelche Studenten 
genutzt, die in Zimmern ohne Bad wohnen mussten.

Nein, das war nicht irgendwann um 1750 herum, sondern von 1989 bis in 
die neunziger Jahre.
Persönliche Seite #3705888
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Also in 50km Umkreis keine freie Wohnung? Das kann ich mir in 
Deutschland nicht vorstellen.
Wie lange wären denn die Wartezeiten fürs Studentenheim gewesen? Bei 
meiner Uni war es ein Jahr.
Ansonsten gibt es für Hartgesonnene vielleicht noch nen Campingplatz. 
Jedenfalls wurde mir von einem Campingplatzbetreiber erzählt sie hätten 
einen Dauercamper. (Bei Temperaturen unter Null würden sie ihm dann auch 
erlauben in der Waschküche zu schlafen). Von einem Bekannten der ein 
Jahr im Ausland (ich meine Schweden) war hieß es, er hätte 3 Monate für 
das finden einer Wohnung benötigt. Das bräuchten viele und die Zeit in 
einer Turnhalle verbringen war normal.
Gast #3705938
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Ratgeber schrieb:
> Wo ist das Problem? Übernachte in der Uni! Da hast du ein Klo, sobald
> morgends die Mensa öffnet auch was zu essen. Oder muss dir halt immer
> was bestellen beim. Das spart viel Geld (Heizung, Strom, Wasser, Miete)
> und ist energieeffizient! Also quasi perfekt. Auf gehts!

Das habe ich schon mal für ein paar Wochen gemacht, zwar nicht in der 
Uni, aber in der Arbeit. Da gabs ein Krankenzimmer mit Not"bett" und 
eine Dusche nur 3 Häuser weiter, also eigentlich fast akzeptabel.
Das war München. Dort "mal schnell" eine bezahlbare Wohnung auftreiben 
ist wirklich nicht einfach.
Lästig war, dass ein paar Leute in disem Raum immer um 6h ihr 
Frühstücksbier getrunken haben, da musste ich früh aufstehen ;-).

Die Idee mit dem Campingplatz finde ich übrigens gut. Das gibt dir die 
restlichen Sommermonate, was akzeptables zu finden.
Eine weitere Sache sind Ferienwohnungen. Das ist nicht wirklich billig, 
dafür komfortabel.
Gast #3710094
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Nutz die Zeit, die du vor Ort hast. Geh die Anzeigen bei Asta etc. und 
die Onlinebörsen mehrfach täglich mit dem Telefon in der Hand durch. 
Selbst in der Zeit um den Semesterbeginn kommen neue hinzu, sie sind nur 
manchmal am selben Tag schon wieder weg!
Frage auch mal beim Institut nach. Mein Cousin hat zeitweise im Labor 
gehaust (Isotopenchemiker... nein, er leuchtet nicht im dunkeln). Ein 
Freund wurde als er seine Doktorandenstelle angetreten hat, erstmal im 
Gastdozentenhaus untergebracht.
Es gibt immer Möglichkeiten.
Gast #3710316
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Ich hatte als Ing. Student sogar mein eigenes Auto, war zwar nur ein 
etwas alter  Daewoo (Papa bezahlt), vorher gearbeitet, aber trotzdem, 
den Unterhalt und Versicherung konnte ich mir leisten!

Achja, ne 60 m^2 Wohnung für mich alleine hatte ich natürlich auch!

Musste aber auch was tun dafür: im Sommer knallhart im Stahlwerk auf 
Montage schuften und ranklotzen. War aber ein schöner Ausgleich zum 
Studium!

Bin also nicht mehr grün hinter den Ohren und konnte bis jetzt,  früher 
auch in IBN, meinen Mann stehen!
Gast #3710343
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Ich wuerde auch mal die umliegenden Ortschaften oder Staedtchen in 
betracht ziehen. Oft gibt es recht gute Nahverkehrsverbindung in die 
naechste Kleinstadt. Bus ist auch eine Option. Ist zwar alles nervig 
aber die 18 Monate kann man das in kauf nehmen wenn du dafuer deinen 
Lieblingstudiengang hast.

Eventuell findet sich zwischendurch ja was besseres vor Ort.
Gast #4102751
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Hallo elvis10k,

es ist zwar schon etwas spät, aber vielleicht hilft dieser Tipp ja 
anderen Wohnungssuchenden.
Ich habe mich bei meinem Studium in München auch um eine Wohnung kümmern 
müssen. Natürlich war das in so einer teuren Stadt sehr schwierig. 
Dementsprechend fand ich auf den gängingen Immobilienportalen nichts, 
was für mich erschwinglich wäre.

Als ich nahezu verzweifelt war, ging ich die Sache anders an. Ich habe 
nach Neubauprojekten in München geschaut, die in etwa zum Zeitpunkt 
meines Studiums bezugsfähig werden. Das hat den Vorteil, dass diese in 
den Immobilienportalen noch nicht drin sind und man somit kaum 
Konkurrenz hat.
Damals hab ich bei der Concept Bau GmbH ein Neubauprojekt entdeckt und 
angefragt. Aber selbst da war die Miete nicht bezahlbar ... Zumindest 
nicht allein.

Deshalb hab ich mich bei wg-gesucht umgeschaut, ob jemand eine WG 
gründen wollte. Hab da einige nette Leute kennengelernt und jetzt sind 
wir eine glückliche WG in München und meine Mitbewohner sind mir 
dankbar, dass ich eine Wohnung gefunden habe, die nicht schon vergeben 
war :-)

Vielleicht hilft ja einem meine damalige Herangehensweise!

Schönen Gruß
Karl
Gast #4102807
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Eigene Erfahrungen. Auch wenn sich deine Probleme schon in Luft 
aufgelöst haben.


WG: Wenn man den Dreh draußen hat, geht das prima schnell. Aber bis zu 
zum ersten mal ein Casting überlebst hast, kriegst du 20-30 Absagen. 
Geht ungemein aufs Ego. In Berlin bewerben sich nicht selten 60-70 Leute 
in einer Stunde (!) auf einen freien WG-Platz.

Wohnung: 1-3 Zimmer Wohnungen sind hoffnungslos überlaufen. Aber eine 
5er-6er Wohnung für eine WG zu finden ist relativ easy da teuer und 
selten gebraucht. Da sind auch Makler froh, wenn sie diese Löcher 
loskriegen.

Studentenwohnheim: Mindestens 6-7 Monate Wartezeit einplanen. Kann von 
Drecksloch bis zu Luxusherberge alles sein (hatte selbst 24qm, eigenes 
Bad und Küche fuer einen Spottpreis).
Gast #4102818
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abcdef schrieb:

> WG: Wenn man den Dreh draußen hat, geht das prima schnell. Aber bis zu
> zum ersten mal ein Casting überlebst hast, kriegst du 20-30 Absagen.
> Geht ungemein aufs Ego. In Berlin bewerben sich nicht selten 60-70 Leute
> in einer Stunde (!) auf einen freien WG-Platz.

WG muss man eh der Typ für sein, wenn in seinen eigenen vier Wänden die 
Haustür alle halbe Stunde klingelt und es zugeht wie in einem 
Taubenschlag.
Wenn man Pech hat, rastet irgendwann einer aus.
Gast #4102875
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Einzelgänger schrieb:
> Wenn man Pech hat, rastet irgendwann einer aus.

Ohne in Details zu gehen:

Wenn man eine Haftpflicht (= Abwehr und unberechtigten Forderungen) und 
eine Rechtsschutz hat (Einfordern von Rechten) kann man mit asozialen 
Mitmenschen ziemlich gut umgehen, bis man eine alternative Unterkunft 
hat.

Zum Glück musste ich bisher nur sehr, sehr selten davon Gebrauch machen.
#4102985
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Wenn man in eine fremde Stadt zieht, ist ein WG Zimmer doch erstmal ein 
6er im Lotto...scheissegal ob man da nun "der Typ für ist".
Danach kann man immer noch in Ruhe schauen.


Aber wenn man schon so rangeht, dass man fürs WG-Leben eine 
Rechtschutzversicherung braucht, dann sollte dann zum Wohle seiner 
Mitmenschen lieber in einen Pappkarton ziehen falls man sich keine 
eigene Wohnung leisten kann.

Desweiteren zeugt es ja von sehr viel Ahnung vom WG-Leben, wenn man 
zwangsläufig davon ausgeht, es würde in jeder WG wie im Taubenschlag 
zugehen. Überraschung: es gibts solche und solche.
Wenn man kein Bock auf seine Mitbewohner hat, sucht man eben nach einer 
Zweck-WG. Gibt ja nun zur genüge Menschen, die eine WG allein aus 
finanziellen Gründen bewohnen und nicht weil sie Bock auf ihre 
Mitbewohner haben. Wenn das vorher kommuniziert wird, ist es kein 
Problem, sowas zu finden.

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