Servohorn: Stanzwerkzeug?

Gast #3721901
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Hallo,
ich möchte mir aus Aluminium ein spezieller Servohorn bauen.
Gibt es sowas wie ein Stanzwerkzeug für den Zahnkranz?
Ich habe schon den Metallzahnkranz aus einem Servo ausgebaut und den in 
eine Bohrung gepresst. Das Material ist aber nicht besonders hart und 
das Ergebnis nicht so toll.

Lothar
Gast #3722213
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Jubel schrieb:
> Klaus Wachtler schrieb:
>
>> (Oder ich habe nicht verstanden, was du vorhast - was gut sein kann.)
>
> Hauptsache aufplustern, ohne dem geht es bei dir nicht.

Dann erkläre es mal. Ich hab es nämlich auch nicht verstanden. Klar kann 
man Edelstahl mit 10mm stanzen, aber das Werkzeug dafür gibt es kaum im 
Baumarkt, und die presse wird auch ein paar Tonnen brauchen...
#3722222
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maschbauer schrieb:

>>> (Oder ich habe nicht verstanden, was du vorhast - was gut sein kann.)
>>
>> Hauptsache aufplustern, ohne dem geht es bei dir nicht.
>
> Dann erkläre es mal. Ich hab es nämlich auch nicht verstanden. Klar kann
> man Edelstahl mit 10mm stanzen, aber das Werkzeug dafür gibt es kaum im
> Baumarkt, und die presse wird auch ein paar Tonnen brauchen...

Wenn man nur ein Einzelstück braucht, ist es sicherlich einfacher,
spanabhebend zu arbeiten. Die Werkzeuge dafür (Bohrer und Feile)
sind jedenfalls deutlich billiger.
Gruss
Harald
Gast #3722238
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Ich hab ein Loch in Aluminium und suche ein Werkzeug, mit dem ich die 
Innenverzahnung so herstellen kann, dass es passgenau auf ein 
Modellbauservo passt. Siehe Foto.

Ein 25-Zähne-6mm-reinpress-aus-gehärtetem-Stahl-Werkzeug.

Gibt es dieses Werkzeug zu kaufen?

(A) JA, kenn ich
(B) NEIN, ich habe selbst mal danach gesucht und nichts gefunden, oder 
ich kenne den Markt so gut, dass ich sagen kann, dass es so was nicht 
gibt.
Angehängte Dateien:
#3722281
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Als alter Extrembastler würde ich folgendermaßen vorgehen:

Ich habe eine ( exotische ? ) Innenverzahnung und möchte
meine eigene Geschichte drumrum basteln. Eigentlich egal, wie
die Verzahnung aussieht.

Passendes Teil ( mit der Innenverzahnung ) ausschneiden und
in meinen selbstgemachten Betätigungsarm einpassen.

Ein paar Schlüsselfeilen und 10 min später, fertig.

Wenn ich 100 Stück bräuchte, dann....

Grüße Bernd
#3723481
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Das nennt sich ganz offiziell Kerbverzahnung nach DIN5481.

In dieser Größenordnung wie bei dem Ruderhorn ist stanzen nicht 
üblich(Genauigkeit, Kosten von Stanzwerkzeug usw.), auch stoßen dürfte 
bei dieser Dimension problematisch werden. Gießen als 
Fertigungsverfahren ist ebenso utopisch, da da sowas nur bedingt in 
Druckguß herstellbar.So ein Druckgußwerkzeug bekommt man aber 
nichteinmal zum Prei eines neuen Oberklassewagens.
Die normale Fertigungsmethode für so eine Bohrung mit Kerbverahnung ist 
räumen. Dabei wird eine Räumnadel mit diesem Profil durch die Bohrung 
gezogen. Die ist leicht konisch, d.h. am Anfang rund und am Ende(nach 
ca. 30-50cm hat sie das gewünschte Fertigprofil. Aber auch so eine 
Räumnadel kostet schnell mal einge 100€ da die Herstellung sehr 
aufwendig ist..

Es gibt aber Firmen, die solche Räumnadeln von anderen Projekten 
vorrätig haben und die Dir dann ev. gegen einen kleinen Unkostenbeitrag 
dieses Profil für dich herstellen können.
Also bitte mal unter dem Begriff räumen bzw. Lohnräumen weitersuchen.
#3723487
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Dieter J. schrieb:
> Die normale Fertigungsmethode für so eine Bohrung mit Kerbverahnung ist
> räumen.

Hmm....also mit Räumen kriegst Du kein Sackloch hin, wie es auf dem Foto 
ist.

Um welche Stückzahl geht es denn?

LotharMe schrieb:
> ich möchte mir aus Aluminium ein spezieller Servohorn bauen.

Kann man daraus lesen, daß die Stückzahl "1" ist? Dann würde ich mal in 
einem Bitsatz für Sonderschrauben gucken, ob es da nicht das passende 
Profil gibt, das Bit scharf schleifen und damit dann stoßen.

Naja, ich würde das Sackloch entweder senkerodieren oder mit einem 
Teilapparat und einem Gravierstichel ausfräsen. Aber obiges verlangt 
weniger Werkzeug.

Viele Grüße
W.T.
#3723520
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Walter Tarpan schrieb:
> Dieter J. schrieb:
>> Die normale Fertigungsmethode für so eine Bohrung mit Kerbverahnung ist
>> räumen.
>
> Hmm....also mit Räumen kriegst Du kein Sackloch hin, wie es auf dem Foto
> ist.

Da geb ich Dir Recht.
Aber aus dem Foto geht nicht eindeutig hervor, ob es sich um ein 
Sackloch handelt oder nicht. Vielleicht kann Lothar das ja klären.

Ein versierter Konstrukteur macht keine Kerbvezahnung in ein Sackloch, 
wenn man kostensparend konstruiert.

Die jüngeren Konstrukteure ohne Praxiserfahrung machen so was natürlich, 
da im CAD alles möglich ist und sie sich meist keine Gedanken über die 
Fertigung machen.
#3723522
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Dieter J. schrieb:
> Ein versierter Konstrukteur macht keine Kerbvezahnung in ein Sackloch,
> wenn man kostensparend konstruiert.

Im Falle eines Servorhorns ist das eigentlich genau richtig. Der Zweck 
liegt darin, daß sich das Servohorn dann einfach mit einer Schraube am 
Servo befestigen läßt.

Dieter J. schrieb:
> Die jüngeren Konstrukteure ohne Praxiserfahrung machen so was natürlich

Diese Teile werden normalerweise im Kunststoff-Spritzgußverfahren 
hergestellt - da läßt sich das bequem abformen und ist kein Problem. Und 
es kommt den Materialeigenschaften entgegen, da es nirgendwo eine große 
Kerbe gibt.

Für Metall ist das etwas ungünstiger - aber ehrlich gesagt: Ich kenne 
keinen Anwendungsfall, wo der Servo so kräftig ist, daß das ein 
Servohorn aus Metall rechtfertigt. Im Fall eines Metallhorns sollte aber 
auch nicht die gesamte Länge der Kerbverzahnung gebraucht werden. Da 
kann man eine Hinterschneidung als Auslauf für das Stoßwerkzeug 
anbringen.

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