Kunststoff Uhrwerk ölen oder entfetten?

#3723241
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ich hab hier einen kleinen Reisewecker, welcher zwar duch einen Quarz 
getrieben wird, allerdings ist nach ca. 4 Wochen die LR44 Knopfzelle 
zielmlich leer genuckelt.

Frage an die Uhrmacher hier im Forum:

Kann/darf/muß man das darin befindliche voll-Kunststoff Zahnrad-Getriebe 
mit einem dünnflüssigen, harzfreien Öl ölen, oder ist das eher 
kontraproduktiv, und man solte eventuell alles soweit wie möglich 
entfetten?
#3723390
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aus einem Uhrmacherforum habe ich folgenden wichtige Hinweise 
mitgenommen. Es bezieht sich zwar auf metallene Uhrwerke, ist aber 
sicherlich auch auf Kunststoff-Uhrwerke übertragbar:

1. Niemals die Zähne ölen, NUR die Läger
2. lieber zuwenig als zuviel ölen, weil das Öl überall hin kriecht (auch 
in dei Zahnräder hinein)
3. passendes Öl nehmen

ich hab jetzt mal das mir vorliegende harzfreie "Etsyntha R33K" 
genommen, und vorsichtig die Läger geölt. Mal schauen was bei rauskommt

PS: Wecken tat die Uhr eigentlich nie, die sollte nur die Zeit anzeigen 
und steht im Wohnzimmerschrank meines Vaters. Er hängt halt an seine 
alten Sachen
Gast #3724339
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U. M. schrieb:
>> npn schrieb:
>> Viele Zeiger-Uhren sind heutzutage auch digital :-)
> Hallo,
> wenn die Uhr Zeiger hat, ist sie per gängiger Definition analog.
> Was du meist, ist die Tatsache, dass viele analoge Uhren heutzutage
> elektronisch arbeiten.
> Gruß Öletronika

Nabend :-)
was man mit etwas gutem Willen sagen kann, ist daß die Anzeige analog 
ist. Streng genommen ist nicht mal die analog, weil es sich um diskrete 
Werte handelt, die angezeigt werden mittels Schrittmotor. Eigentlich 
wird nur eine analoge Anzeige nachgebildet.

Aber genug der Krümelkackerei :-)

Wenn eine Digitaluhr Zeiger hat, ist sie im landläufigen Sprachgebrauch 
"analog", weil sie so aussieht, aber per Definition ist sie digital.
Einverstanden? :-)
#3724353
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> npn schrieb:
> was man mit etwas gutem Willen sagen kann, ist daß die Anzeige analog
> ist. Streng genommen ist nicht mal die analog, weil es sich um diskrete
> Werte handelt, die angezeigt werden mittels Schrittmotor. Eigentlich
> wird nur eine analoge Anzeige nachgebildet.
Hallo,
genau das Anzeigeprinzip mit Zeigern wird doch als Analoguhr definiert.
Deine Begründung greift sonst auch nicht ;-)
Ein Schrittmotor ist kein digitales Bauelement.

Wenn du so argumentierst, gab es niemals analogen Uhren, weil
auch die Hemmung einer alten analogen Uhr Schritte macht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hemmung_%28Uhr%29
Wo ist da also der Unterschied zum Schrittmotor?

Deshalb kann man sich nur an die übliche Definition halten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Analoguhr
Das ist letztlich auch plausibel, denn auch wenn der Zeiger sich nicht
gleichmäßig bewegt, nimmt er doch unendlich viele Positionen bei seinem 
Lauf ein, was ja das Prinzip analoger Geräte ist.
Gruß Öletronika
#3726862
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Hallo,
> Michael_ schrieb:
> in der Natur funktioniert alles nach der e-Funktion.
auch dieser These kann man ohne Risiko widersprechen.
Es gibt genügend Vorgänge in der Natur, die sich nicht mit der der 
e-Funktion beschreiben lassen.

> Und die ist analog.
Und was beweißt das?
Die e-Funktion ist nur eine mathematische Funktion (Abstraktion) und 
nicht die Natur.

Ansonsten werden ich nicht in Abrede stellen, dass makroskopisch 
betrachtet, eine Wasseruhr als analoger Ablauf erscheint.
Nur grundsätzlich ist es eben doch nicht so, wie man seit ca. 200Jahren 
relativ sicher weiß.
Gruß Öletronika
#3728149
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> butsu schrieb:
> geht man davon aus, das jede Form von Energie letztlich quantisiert ist
> (wie auch Zeit und Raum) gibt es überhaupt keine analogen Vorgänge in
> der Natur :-)
Hallo,
das ist aber gar nicht das Thema und auch nicht das Problem.

Man kann problemlos gequantelte Energiezustande auch mit einem analogen 
Gerät messen. Dann hüpft eben der Zeiger von einem Zustand zum nächsten 
und überstreicht dabei immer noch unendlich viele Zwischenzustände.

Dass allerdings Zeit und Raum gequantelt sind, dafür gibt es IMHO noch 
kleinen sicheren Beleg. Deshalb bleibt das vorläufig nur eine Hypothese.

Wie ich oben schon mal geschrieben haben, wird eine analoge Uhr (oder 
auch anderes Messgerät) dadurch charakterisiert, dass es Zeiger als 
Anzeige hat.

Zitat:
"Deshalb kann man sich nur an die übliche Definition halten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Analoguhr
Das ist letztlich auch plausibel, denn auch wenn der Zeiger sich nicht
gleichmäßig bewegt, nimmt er doch unendlich viele Positionen bei seinem
Lauf ein, was ja das Prinzip analoger Geräte ist. "
Gruß Uwi

PS: Eigentlich ist das alles ziemlich Off Topic, hat aber trotzdem einen 
gewissen Wert, weil man sich bemühen muss, das wesentliche eines 
Phänomens oder technischen Sachverhaltes korrekt zu erfassen und dann 
auch noch richtig zu benennen.

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