Schrittmotor mit DRV8824 betreiben was ist mit Spannung?

Gast #3723792
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hallo zusammen

ich möchte diesen motor:
http://de.nanotec.com/fileadmin/files/Datenblaetter/Schrittmotoren/ST2818/S/ST2818S1006-A.pdf

mit diesem treiber ansteuern:
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/drv8824.pdf

Folgende Fragen sind aufgetaucht:

a) Was hat der bipolare betrieb gegenüber dem unipolaren für einen 
nachteil?

b) beim Motor steht: VDC 3.75V (Bipolar) der Treiber muss mind. ca 8V 
als Motorenspeisung haben. Ist das ein Problem? meines wissen werden die 
Motoren ja stromgerelgelt betrieben.

Danke!
Gast #3723803
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simon schrieb:
> a) Was hat der bipolare betrieb gegenüber dem unipolaren für einen
> nachteil?

Google kennst du ja? Dafür gibt es Millionen Ergebnisse.

> b) beim Motor steht: VDC 3.75V (Bipolar) der Treiber muss mind. ca 8V
> als Motorenspeisung haben. Ist das ein Problem?

Dann würde ich sagen: Du hast ein Problem. Wenn dein Motor für 3,75V 
spezifiziert ist dein Treiber aber 8V mindestens haben will dann hast du 
den falschen Treiber. Ob es für dich ein Problem ist den Motor außerhalb 
der Spezifikationen zu betreiben (mit den evtl. entstehenden Schäden) 
liegt in deinem Ermessensbereich.

> meines wissen werden die
> Motoren ja stromgerelgelt betrieben.

Ja das ist richtig. Es gilt das ohmsche Gesetz. Wenn der Treiber dir 
mehr als 3,75V auf den Ausgang legt, dann hast du ein Problem.
Gast #3723827
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Peter schrieb:
> Dann würde ich sagen: Du hast ein Problem. Wenn dein Motor für 3,75V
> spezifiziert ist dein Treiber aber 8V mindestens haben will dann hast du
> den falschen Treiber.

Ich würde mal sagen, du hast ein Problem mit dem Lesen von Datenblättern 
und keine Ahnung vom Betrieb von Schrittmotoren. Was meinst du, wofür 
die Pins ISENA und ISENB gut sind.
Der Treiber regelt den Spulenstrom, d.h. es ist sogar sinnvoll, eine 
Spannung erheblich über der Nennspannung des Motors zu verwenden, um den 
vorgesehenen Strom auch bei höheren Schrittfrequenzen noch zu erreichen.
Gast #3723830
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Hi

>Ja das ist richtig. Es gilt das ohmsche Gesetz. Wenn der Treiber dir
>mehr als 3,75V auf den Ausgang legt, dann hast du ein Problem.

Nein. Der Treiber hat eine Chopperreglung. Die Stromreglung erfolgt über 
VREF und die Sense-Widerstände.

>a) Was hat der bipolare betrieb gegenüber dem unipolaren für einen
>nachteil?

Eher ist der unipolare Betrieb von Nachteil, da dort immer eine 
Spulenhälfte nicht bestromt wird.

MfG Spess
(Firma: mechapro GmbH) Persönliche Seite #3724527
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Hallo Simon,

> also gibt es keinen nachteil? richtig?

Nein, falsch.

Wenn es garkeinen Nachteil gäbe, gäbe es keine unipolaren Motoren. Ein 
Problem war früher, dass man mehr Leistungstransistoren benötigte. Das 
interessiert heute nicht mehr wirklich. Anders sieht es mit dem 
Zeitverhalten aus:

Durch die Reihenschaltung der Wicklung erhöht sich die Zeitkonstante der 
Wicklung, dadurch erfolgt der Stromanstieg langsamer. Im Endergebnis 
dreht der Motor langsamer. Dafür liefert der Motor bipolar im unteren 
Drehzahlbereich mehr Drehmmoment als im unipolaren Betrieb.

Ideal wäre die Parallelschaltung der Wicklungen, was aber bei Motoren 
mit 6 Adern nicht möglich ist. Dann hat bei beides, hohe Dynamik und 
hohes Drehmoment. Einziger Nachteil, der dank preiswerter Treiber aber 
auch immer mehr in den Hintergrund rückt: Man benötigt mehr Strom pro 
Phase.

Mehr dazu siehe:
http://www.schrittmotor-blog.de/unipolar-oder-bipolar/

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

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