Gast
#3725214
Hallo ! Ich wollte kürzlich das Verhalten einer M2 Brücke verstehen (ich bin kein Leistungselektroniker) und habe mir dazu eine Simulation gebastelt (mit der ich nebenbei auch nicht ganz zufrieden bin - siehe unten). Als Thyristormodell habe ich mir eines aus dem Web runtergeladen (ich fand ein Modell mit sensitve Gate - siehe Anhang). Die LTSpice Simulation soll keine reale Schaltung simulieren, sondern dient zum Verstehen. Was ich nicht verstehe: Bei hinreichend großer Last-Induktivität (100mH) hat man einen kontinuierlichen Stromfluß ohne Lücken (Zündwinkel = 1ms). Soweit OK. Jedoch ist mir der Mechanismus im Kommutierungszeitpunkt nicht so ganz klar. Wieso übernimmt der gerade getriggerte Thyristor T2 den Strom von T1, der ja nicht Null ist? Im ersten Moment war mir das klar, aber bei näherer Betrachtung nicht mehr so...Der Strom könnte ja auch in T1 weiterfließen, bis er den Wert=0 erreicht. Was "veranlasst" den Strom, in den anderen Zweig zu wechseln? Ich hab ein totales Brett vor dem Kopf, was eine saubere Erklärung angeht. Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen? Zur unbefriedigenden Simulation: 1) Ich steuere die Gates mit Stromquellen an, da ich feststellte, dass man bei Spannungansteuerung Fehlzündungen bei den Winkeln 0° erhält. Zu diesen Zeitpunkten fließt in das Gate ein kurzzeitiger Strom von ca. 100µA, der zum fehlerhaften Durchschalten Anlass gibt. Woher kommt dieser Effekt? Wie steuere ich "richtig" an (zumindest im Rahmen der Simulation) ? 2) Bei meiner Variante kommt es im Lückenbetrieb (kleineres L) zu Schwingungen der Ausgangsspannung (siehe Bild). Wie kann man das vermeiden? Irgendein Snubber-Glied? Ich freue mich über jede Antwort! Danke und Liebe Grüße Michael


