Moinsen!
Bei meinen Eltern ist irgendwie der Wurm in der Hausverkabelung. Bevor
ich den jetzt beschreibe, möchte ich zuerst darauf hinweisen, dass ich
auch mit euren Informationen nicht an der Verkabelung herumbasteln
werde. Da soll lieber ein Elektriker ran - und das m.E. ziemlich
schnell. Ich brauche aber etwas mehr Wissen, um meine Eltern von der
Dringlichkeit eines Elektrikerbesuchs zu überzeugen...
Das Ursprungsproblem fing damit an, dass immer die Sicherung (25A) für
den Durchlauferhitzer rausgeflogen ist, wenn eine Lampe im Garten
angeschaltet wurde. Der Durchlauferhitzer hat dann weiterhin Strom,
dafür gehen aber ausser den Lampen im Garten auch keine Steckdosen usw
im 1. Stock mehr.
Zieht man die Sicherung (16A) für den 1. Stock, geht der
Durchlauferhitzer und auch im Garten funktioniert alles (auch die
Ursprungsproblem-Lampe).
Welche Sicherung für den Durchlauferhitzer ist, haben wir nicht
herausgefunden. Die Verkabelung im Garten sieht maximal böse aus, aber
die habe ich einfach mal komplett abgeklemmt, um zu gucken, ob sich dann
die Stromkreise der beiden anderen Sicherungen anders verhalten.
Das Problem ist relativ plötzlich aufgetreten, ohne dass irgendwas an
der Elektrik verändert wurde. Die letzten Änderungen sind etwas länger
her.
Mir machen jetzt mehrere Sachen Sorgen:
- Das plötzliche Auftreten, kokelt da langsam was durch?
- Die "Absicherung" des 1. Stocks mit einer 25A- und möglicherweise
gleichzeitig mit einer 16A-Sicherung (wer weiss, ob die den Kreis
wirklich Stromlos schalten, wenn da mal ein technischer Defekt
vorliegt). Die Kabel sind 45 Jahre alt...
- Der Durchlauferhitzer scheint gar nicht abgesichert zu sein.
- Meine Eltern sind noch nicht ganz davon überzeugt, dass sie einen
Elektriker brauchen. Ging ja jahrelang gut - und die Lampe im Garten
bräuchten sie auch nicht unbedingt. :-/
Was kann da passiert sein, dass es sich so verhält? Wie wird
(messtechnisch) herausgefunden, wo der Wurm drin ist?
Danke schonmal!
Markus
Hallo Markus,
richtig erkannt, da sollte mal jemand schauen, der sich auskennt.
Du schreibst auf der einen Seite du fasst da nichts an, auf der anderen
Seite sagst du Du, Du hättest den Garten abgeklemmt, das ist ein
Wiederspruch...
Wie wird ein Experte vorgehen, naja zuerst wird er mal eine
Sichtkontrolle durchführen, das heisst z.B. inm Verteiler schauen, wie
es unter den Abdeckungen so aussieht.
Dann wird er wahrscheinlich ersteinmal die Hände über dem Kopf zusammen
schlagen.
Nach dem er sich vom Schock erholt hat, wird er mit probieren und messen
herausfinden, welche Sicherung zu welchem Stromkreis gehört.
Und natürlich wird er mit einem Installationstester mal in die Anlage
messen, Schleifenwiderstände, Schutzmaßnahme und Isolation prüfen.
Aber so eine Ferndiagnose ist immer schwierig und meistens nicht
zielführend.
Erkläre deinen Eltern doch, das wenn Ihnen Ihr Leben etwas wert ist, Sie
leichter etwas Geld für einen Elektriker ausgeben (Beerdigung ist teurer
=)
Früher... Immer diese Argumentationen, Früher hatten Autos keine Gurte,
Früher hatten Maschinen keine Verkleidungen und Früher war man sich der
Gefahren auch nocht nicht so bewusst, Heute wissen wir es besser und
machen wir es besser....
Viel Erfolg!
Moin
ohne die Anlage gesehen zu haben, ist eine Diagnose schlecht.
Deine Beschreibung nach und den Bildern meiner Glaskugel würde ich
sagen, die Anlage gehört sofort sillgelegt. Die Glaskugel sagt :
Zu viel zu alt und mindestens teilweise verbastelt
Nullung
keine FI
Zuwenig Sicherungen
Wasser in den Garten leitungen und/oder Verteilungen
verbotenen Gartenanschluß ohne FI und getrennte Sicherungen
Ich glaube, ich würde vorort nochmehr Fehler finden.
Kuck mal in den Garten, ob Du viele Regenwürmer sieht
oder sich der Zähler drehst wenn alles aus ist.
Hier hilft nur noch eine komplette Sanierung.
Gruß Holger
Wie ist mit Bildern
Bilder sagen mehr als tausend Worte
MaWin schrieb:> Kann es sein, daß das keine Sicherung, sondern ein FI-Schalter ist ?
Nach der Bescheibung glaube ich nicht.
Gruß Holger
Schonmal Danke für die Antworten!
@Holger: Deine Glaskugel funktioniert sehr gut, die hat die Anlage auf
den Punkt beschrieben. ;)
@Sven: Ich fasse nur etwas an, wenn ich weiss, was ich da mache. So ein
paar Kabelchen sind ok. Aber ich fummel nicht an einem alten
Sicherungskasten herum, bei dem mir schon unklar ist, wie der überhaupt
auf geht. Ansonsten hast Du mir mit Deiner Ferndiagnose aber auch schon
geholfen. Jetzt habe ich wieder ein paar Begriffe mehr, nach denen ich
googlen kann. ;)
Hier mal ein Bild vom Sicherungskasten. Da wurde bisher nur von
Fachmännern dran gearbeitet (zumindest haben die das von sich behauptet
und wurden für die Arbeit bezahlt - und das sogar jedes Mal mit Rechnung
;) ).
Die fliegende Sicherung ist in dem oberen, rechten Kasten ganz rechts
unten. Wirkt jetzt wirklich so ein bisschen wie ein FI, das Foto ist
leider nicht scharf genug geworden. Von der Anordnung könnte das fast
sogar sein. Das wird morgen nochmal kontrolliert...
Das zweite Bild war ursprünglich nur für eure Belustigung gedacht. Aber
wenn man von einem FI ausgeht und sich nur diesen Teil von der
Aussenverkabelung anguckt, sollte ich wohl dort mal genauer nach dem
Problem suchen...
Markus schrieb:> Aber wenn man von einem FI ausgeht
Kann man wohl doch nicht von ausgehen. Ist bei den 3 Sicherungen über
dem "Vielleicht-FI" die rechte aus (für den 1. Stock), dann fliegt der
"Vielleicht-FI" nicht raus, wenn die Lampe im Garten angeschaltet wird.
Für den Garten wäre eigentlich die linke von den 3 Sicherungen
zuständig.
Dein Verteilerkasten ist jünger als ich dachte.
Er kommt wohl so aus den 70 Jahren.
Ich vermute das 1 Fi nachgerüstet wurde, Bild leider unscharf.
Wofür der ist, läßt sich aus den Bilder nicht erkennen.
Der Verteiler entspricht allerdings nicht der heutigen Belegung.
Die/den Fehler kommt meiner Glaskugel nach , daß Dein Alter Herr für den
Garten falsche Kabel verwendet hat und sonst auch einige Veränderungen
und einige Basteleien an der Anlage vorgenommen hat.
Die Installation in der Garage oder so ist schon strafbar.
Wie Wawin schon sagte, Isolationsprobleme im Garten/Lampe.
Ich würde für das Haus die FI nachrüsten
und den Garten mit Sicherung und extra FI neu einrichten.
Nur abklemmen und totlegen, kann strafbar sein.
Mehr gibt die Glaskugel nicht her, dafür aber der Eletriker vor Ort.
Gruß Holger
Das ist mir ja jetzt etwas peinlich, aber die mit "Durchlauferhitzer"
bezeichnete "Sicherung" ist wirklich ein FI. Also deutet ja fast alles
auf einen Isolationsschaden in der Aussenverkabelung hin, was bei diesem
Verhau auch nicht weiter verwunderlich ist.
Etwas komisch ist allerdings noch, dass der FI nicht auf die Aussenlampe
anspricht, wenn die Sicherung für den 1. Stock gezogen ist. Das
Verhalten werde ich nochmal genauer untersuchen.
Zum Glück wurde bisher nur im Garten selber Hand angelegt, die
restlichen Arbeiten wurden immer von Elektrikern durchgeführt. Von daher
dürfte die Hausverteilung zwar ekelhaft aussehen, dafür aber ok sein.
Danke für eure Infos!
Gruß...
...Markus
Holger R. schrieb:> Nur abklemmen und totlegen, kann strafbar sein.
Das erkläre mir mal bitte.
Habe unlängst in meiner Garage feststellen müssen, dass der Strom für
zwei Außenlampen und eine Außensteckdose über meinen Strom liefen.
Da möchte ich mal wissen was strafbar daran sein soll, dass ich diese
Verlegung in der Verteilerdose abgeklemmt habe.
Strafbar ist allenfalls der "Stromklau" von meinem Strom.
Markus schrieb:> Etwas komisch ist allerdings noch, dass der FI nicht auf die Aussenlampe> anspricht, wenn die Sicherung für den 1. Stock gezogen ist. Das> Verhalten werde ich nochmal genauer untersuchen.
das passt schon. so ein FI löst ab 30mA Fehlerstrom aus. Wenn der erste
Stock 15mA und die Gartenlampe 25mA Fehlerstrom liefert, dann passt das.
Genaueres verrät eine Isolationsprüfung.
Holger R. schrieb:> Hier hilft nur noch eine komplette Sanierung.
Naja, das ist schon ganz schön weit her geholt. Es ist immer schwierig,
wenn immer mal wieder ein Teil dazu gekommen ist. Ich denke genauso wie
Mawin, in deiner Gartenverkabelung wird irgendwo Wasser reingelaufen
sein. Der Verteiler ist sicher ok aufgebaut, aber das zweite Bild, was
du gepostet hast, hat kein Eli gebaut, das ist selbst gepfuscht.
Dennis
Der übliche FI muß bei 30 mA auslösen, er sollte schon ab 15mA.
Funktion:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstromschutzschalter
Dein E-Boiler könnte auch ein Isolationsproblem in der Heizschlange
haben. Wenn ich das Gewurstel-Bild sehe, dann war das nie ein
Elektriker. Da ist auch kein schwarzes Erdkabel. Mache einen Plan wie es
ordentlich aussehen könnte und hole Dir einen Elektriker bevor Du einen
Grabredner brauchst.
Route 66 schrieb:> Schreiber schrieb:>> so ein FI löst ab 30mA Fehlerstrom aus.>> Fast. Spätestens bei 30mA MUSS er auslösen, aber bei 15mA darf er noch> nicht.
Solch eine pauschale Aussage stimmt nicht...
Holger R. schrieb:> Hier hilft nur noch eine komplette Sanierung.
Deswegen will auch niemand mehr einen Elektriker holen, weil die dieses
Lied immer als erstes singen. (Bringt ja im Erfolgsfall auch am meisten
Geld)
wendelsberg
Martin L. schrieb:> Solch eine pauschale Aussage stimmt nicht...
Um was wetten wir, das ein stink normaler FI bei Gleichstrom gar nicht
auslöst? Wird aber in der letzten Zeile deines Bildes so beschrieben.
wendelsberg schrieb:> Deswegen will auch niemand mehr einen Elektriker holen, weil die dieses> Lied immer als erstes singen.
Meine Rede...
Dennis
Dennis schrob:
>Um was wetten wir, das ein stink normaler FI bei Gleichstrom gar nicht>auslöst? Wird aber in der letzten Zeile deines Bildes so beschrieben.
Ja, der "normale" FI hustet Dir was. Wenn man das so haben will oder
haben muß, muß man sich einen sog. "allstromsensitiven FI" kaufen.
Der kostet dann aber jede Menge Scheine und Münzen.
Hier vermutet Wendelsberg richtig indem er spricht:
>Deswegen will auch niemand mehr einen Elektriker holen, weil die dieses>Lied immer als erstes singen.
Der Elektriker macht die Preise für die Schaltgeräte nicht -er legt das
Geld nur aus, bis der freundliche Kunde nach 10 Mahnungen endlich
zahlt...
;-)
MfG Paul