"Taschenrechner" von Aldi Nord

#3732070
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Hi,

zurzeit im Angebot bei Aldi Nord ein simpelster taschenrechner für 1,99.
Ich dachte, für kleine Berechnungen am Basteltisch wäre der ganz ok.
Zuhause bemerkt, daß der nichtmal Kehrwert kann, nagut, kann man zur Not 
mit leben.
Aber der kann nichtmal Punkt-vor-Strich!
Müsst Ihr mal versuchen mit sowas irgendwas zu machen, das geht sowas 
von gar nicht! Wie selbstverständlich man das erwartet, merkt man erst, 
wenn man es ausprobiert.
Wie kann man so einen Unsinn verkaufen? Selbst 2 + 3 x 4 scheitert ja 
schon. Hauptsache das Scheißding hat diese sinnlose %-Funktion.
Auch frage ich mich, welch verstrahlter Ing. sowas programmiert? 
Abgesehen von Tastatur und Display ist das doch kaum schwieriger als die 
"Hello World" LED eines µC.

Ich bin ja bereit, bei Billigramsch Einschränkungen hinzunehmen und 
vieles davon ist durchaus von akzeptabler Qualität, gerade bei den 
üblichen Discountern. Mit gelegentlichen Fehlkäufen kann ich leben (hier 
wäre das der fehlende Kehrwert, hätte ich ja sehen können), wenn ich 
etwas zuviel erwartet hatte aber dieses Ding ist echt die Krönung.

Scheiss auf die 1,99 aber das Ding bringe ich aus Prinzip zurück.

Nein, eine wirkliche Frage habe ich nicht, wollte nur mein Erstaunen 
über diesen haarsträubenden Murks kundtun.

Gruß,
Norbert
#3732112
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P. M. schrieb:
> Norbert S. schrieb:

>> Aber der kann nichtmal Punkt-vor-Strich!
>
> Ich bin gar nicht sicher, aber können das übliche Billigtaschenrechner
> überhaupt?

Spiele das mal im Geiste durch, ohne diese Regel ist ein Taschenrechner 
praktisch unbenutzbar. Wie elementar das ist, merkt man aber wirklich 
erst, wenn man das mal ohne probiert.

@Paul: Sehr schön, ich überlege mir was um den Filialleiter damit zu 
konfrontieren ;-)

Gruß,
Norbert
Gast #3732138
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Hast du wenigstens den in Rosa genommen?

An sonsten frage ich mich auch immer wieder, was diese bescheuerten 
Tasten %, M+, ME, MC sollen? Zumal sie bei jedem Typ anders 
funktionieren und nie wie erwartet.
Jemand, der nicht bemerkt, dass sein TR kein Punkt-vor-Strich 
beherrscht, wird sich wohl kaum mit so höchster Mathematik, wie der 
Prozent-Rechnung beschäftigen, die ja sogar die Riemann-Hypothesis und 
Goldbach-Conjectur in Schatten stellt ^.^
Angehängte Dateien:
#3732140
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Norbert S. schrieb:
> simpelster taschenrechner für 1,99.

ganz ehrlich? wer einen taschenrechner um 1,99 kauft ist selber 
schuld...

Norbert S. schrieb:
> Scheiss auf die 1,99 aber das Ding bringe ich aus Prinzip zurück.

also nach dem motto "mir wurscht ob ich mein geld kriege, ich gebs 
zurück"? was meinst du macht der filialleiter dann mit dem rechner?
1. er stellt ihn auf seinen schreibtisch
2. er wirft ihn weg
3. er schenkt ihn irgendwem
#3732185
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Hi,

Daniel F. schrieb:
> ganz ehrlich? wer einen taschenrechner um 1,99 kauft ist selber
> schuld...

Naja, wundert mich, daß erst jetzt sowas kommt.

Daniel F. schrieb:
> also nach dem motto "mir wurscht ob ich mein geld kriege, ich gebs
> zurück"? was meinst du macht der filialleiter dann mit dem rechner?
> 1. er stellt ihn auf seinen schreibtisch
> 2. er wirft ihn weg
> 3. er schenkt ihn irgendwem

1.-3. hoffentlich nicht
4. er leitet weiter wie scheisse das Ding - auch für 1,99 - ist und alle 
in der Kette, vom Einkauf über QC bis runter zum Ing kriegen einen 
Einlauf für diesen Unsinn.

@Marek: % ist wirklich nur für die Leute, die Prozentrechnung nicht 
verstanden haben, also irgendwann in der 7. Klasse Klippschule von Mathe 
abgehängt wurden und dann ihre 4 oder 5 nur noch für Anwesenheit 
bekommen haben. Den Speicher finde ich allerdings gelegentlich recht 
nützlich.

Marek N. schrieb:
> die Riemann-Hypothesis und
> Goldbach-Conjectur

Habe ich übrigens beides mit Hilfe dieses Gerätes widerlegt und werde 
dies bald veröffentlichen. ;-)

Gruß,
Norbert
#3732187
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Norbert S. schrieb:
> 4. er leitet weiter wie scheisse das Ding - auch für 1,99 - ist und alle
> in der Kette, vom Einkauf über QC bis runter zum Ing kriegen einen
> Einlauf für diesen Unsinn.

oder 5., kein Schwein in der Kette interressiert sich für deine Meinung 
und die Dinger werden, wie jede Menge anderer Angebotskrempel, weiter 
ver- und gekauft.
#3732198
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Icke ®. schrieb:
> oder 5., kein Schwein in der Kette interressiert sich für deine Meinung
> und die Dinger werden, wie jede Menge anderer Angebotskrempel, weiter
> ver- und gekauft.

Hi,

leider nicht ganz unrealistisch aber ich gebe nicht auf in meinem 
halbherzigen Kampf wider dem Schwachsinn ;-)
Minderwertiges Werkzeug ist Glaubenssache und eine Frage der Anwendung. 
Mal muß es Profiware sein, für Vieles reicht aber auch Billigware. Das 
hier geht aber gar nicht.

Gruß,
Norbert
Persönliche Seite #3732203
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Icke ®. schrieb:
> Norbert S. schrieb:
>> 4. er leitet weiter wie scheisse das Ding - auch für 1,99 - ist und alle
>> in der Kette, vom Einkauf über QC bis runter zum Ing kriegen einen
>> Einlauf für diesen Unsinn.
>
> oder 5., kein Schwein in der Kette interressiert sich für deine Meinung
> und die Dinger werden, wie jede Menge anderer Angebotskrempel, weiter
> ver- und gekauft.

Aldi ist halt Aldi, kannste immer Kartons gratis mitnehmen.

Mach ich inzwischen auch schon fast ueberall wenn ich Pappe brauche, 
einfach fast leeren Karton aus dem Regal nehmen und an der Kasse 
einstellen meist gibts einen Kommentar oder eine Frage.

Pass auf dass du nicht mal nachts einen grossen Karton brauchst und Aldi 
dannn leider zu hat.
#3732208
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> Das hier geht aber gar nicht.

Mein Gott, komm doch von deinem Ego-Trip runter. Wie schon beschrieben, 
alle Taschenrechner dieser Art machen das so und das seit >40 Jahren. 
Hab auch ein paar davon (Werbegeschenke...) und das reicht auch völlig 
für haushaltsübliche Zwecke. Wenn man das aber nicht weiss, ist ein 
wissenschaftlicher Taschenrechner (die haben dann auch den Kehrwert...) 
auch Perlen vor die Säue.
#3732222
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Norbert S. schrieb:
> Aber der kann nichtmal Punkt-vor-Strich!

Kommt besonders bei Billigtaschenrechnern mit großen Tasten vor. Die 
Teile werden manchmal "kaufmänniche" Rechner genannt, wohingegen die die 
Punkt-vor-Strich können "wissenschaftlich" genannt werden.

Aber es gibt tatsächlich Leute, meist ältere, die Taschenrechner ohne 
Punkt-vor-Strich gut finden. Diese Rechenregel ist nämlich vielen Leuten 
erschreckenderweise noch nicht bekannt.
Persönliche Seite #3732228
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Schon gewusst, Taschenrechner reimt sich mit Aschenbecher.

Ich hab mir vor ein paar Tagen mal einen recht zuenftigen gebastelt: 
Boden einer Alu Getraenkedose.

Bei uns haben die in fast jedem Supermarkt einen Sicherheitsschergen 
rumstehen, also Kapuze ab und nix mit Parolen machen.

Mein Tip: Geh ganz normal zur Kassiererin, zeig den Bon und sag das es 
dir Leid tut aber dass dir der Artikel nicht passt.

In 2 Minuten hast du dein Geld zurueck, Fall erledigt. Wenn Sie nicht 
will ist es so gut wie zwecklos, aber ich glaube Aldi hat sogar eine 
"Ohne Wenn und Aber Garantie". Wenn du halt mehrmals ankommst kriegt du 
Hausverbot.
#3732262
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Norbert S. schrieb:

> Aber der kann nichtmal Punkt-vor-Strich!

1. What you pay is what you get!
2. Das Problem ist nicht, dass DU bemerkst was das für ein Schrott ist 
sondern die Heerscharen von Leuten, die sich den Rechner kaufen und das 
dann NICHT bemerken.
3. Ich meine, hier bei Aldi-Süd wieder mal einen größeren Rechner 
gesehen zu haben, zum stolzen Preis von 3,99 €, der vom Design und auch 
von den Funktionen eng an den Schulrechner Casio fx XXX herankommt.
Gast #3732267
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Norbert S. schrieb:
> Hi,
>
> also wenn es tatsächlich T-Rechner geben sollte, die Punkt-vor-Strich
> nicht können, erschreckt mich das. Ich hatte allerdings meist
> "wissenschaftliche" Rechner in der Hand, ein paar Simple waren aber auch
> dabei.
> Sowas habe ich aber noch nie gesehen.
>
> Gruß,
> Norbert


Tja, Geiz ist nicht immer geil...

btw. bei Aldi Süd gab's für stolze 3,99 Euro einen 
vollwissenschaftlichen (oder wie immer das heißt) Taschenrechner, der 
tut, was er soll.

Würd da nicht so ein Brumbarium drum machen... bring's zurück und gut 
is. Aldi war mir immer sehr kulant in Erinnerung.
(Firma: Fatal Error) #3732302
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>Ich frage mich nur, wie man so einen Blödsinn auf die Menschheit
>loslassen kann.

Meine Fresse, hast du eigentlich keine anderen Probleme? Wenn du für 
1,99€ hier einen Kulturkampf entfesseln möchtest, bitte schön. Wirkt 
aber irgendwie lächerlich.

Mit diesem Maßstab kannst du übrigens die meisten 
Consumer-Elektronik-Produkte in die Tonne treten.

Ich habe hier einige Billigst-Taschenrechner, meist Werbegeschenke, 
rumliegen. Und von denen kann KEINER Punkt-Vor-Strich.

>Das probiert doch der Einkäufwer mal aus und stolpert nicht drüber?

Wenn selbst Intelligenzbolzen wie du sich diesen Rechner ohne 
nachzudenken kaufen.
Persönliche Seite #3732306
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Norbert S. schrieb:
> Hi,
>
> ich glaube ich werde hier teilweise falsch verstanden.
> Es geht mir weder um die 1,99, noch um die Umtauschpolitik von Aldi (die
> ich auch als kulant kenne).
> Ich frage mich nur, wie man so einen Blödsinn auf die Menschheit
> loslassen kann. Das probiert doch der Einkäufwer mal aus und stolpert
> nicht drüber?
>
> Gruß,
> Norbert

Geh doch mal in einen Euro shop und schau dir in 30 Minuten alle Artikel 
an. 80% ist merkwuerdiger Kram den du garantiert nie brauchst.

Da must du schon genau nachdenken ob du es wirklich gebrauchen kannst, 
aber es lohnt sich immer wieder reinzuschauen, super Angebote, z.B. 
Synthetik Hundedecke, macht sich auch ganz gut als Staubschutz.

Habe inzwischen 3 verschiedene Ausfuehrungen gefunden, alle auch 
gekauft.

Vieles ist halt auch einfach billiger Tand aber es gibt halt auch viele 
Menschen mit einer billigen Lebenseinstellung, Bild Zeitung, Mc Donalds, 
Einweg Geschirr usw., die leben mitten unter uns.

Und koennen u.U. nicht 1.89 und 4.59 addieren, brauchen sie einen Billig 
Taschenrechner.
Gast #3732397
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Norbert S. schrieb:
> Aber der kann nichtmal Punkt-vor-Strich!

Wozu auch, er hat ja nichtmal Klammern.

> Wie kann man so einen Unsinn verkaufen? Selbst 2 + 3 x 4 scheitert ja
> schon.

Bei solchen Geräten arbeitet man mit Zwischenergebnissen.
2 + 3 [Taste =] * 2 [Taste =] dann funktionierts.

> Ich bin ja bereit, bei Billigramsch Einschränkungen hinzunehmen

Scheint nicht so.

> Mit gelegentlichen Fehlkäufen kann ich leben (hier wäre das der fehlende
> Kehrwert, hätte ich ja sehen können), wenn ich  etwas zuviel erwartet
> hatte aber dieses Ding ist echt die Krönung.

Kehrwer macht man mit diesen Dingern, indem man den Wert ins Memory 
schreibt und Memory Recall benutzt. Also angenommen Du willst den 
Kehrwert von "3":
3 [Taste M+] 1 / [Taste MRC]
Der Kehrwert würde mir bei so einem Gerät nicht fehlen, und 
Quadratwurzel hat er auch. Winkelfunktionen würden mir fehlen.

> Nein, eine wirkliche Frage habe ich nicht, wollte nur mein Erstaunen
> über diesen haarsträubenden Murks kundtun.

Naja, das ist eigentlich bei allen diesen "Basisrechnern" so, schon seit 
Jahrzehnten. Mich verwundert da eher Deine Verwunderung. Speicher 
braucht eben viel Chip-Fläche, das mindert den Ertrag (insbesondere bei 
den großen Strukturen). Und mehr Transistoren sind auch fehleranfälliger 
(mindert den Ertrag). Immerhin sind das Prozesse aus den späten 70ern 
oder frühen 80ern, bei den Anlagen, wo diese Chips vom Band fallen. 
Dafür haben diese COBs auch sehr hohes Volumen (steigert den 
Ertrag).Denn der Chip bleibt immer gleich und und wird in tausende 
verschiedene Gehäuse eingebaut.

Ansonsten kann ich nur Marek zustimmen: Der rosa-farbene sieht doch gar 
nicht schlecht aus. Auch wenn ich mir dann schon einen "echten" 
(lizenzierten) "Hello-Kitty"-Rechner kaufen würde.

> Gruß,
> Norbert

Ebenso ;-)
Angehängte Dateien:
Gast #3732509
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wolle g. schrieb:
> Norbert M. schrieb:
>>> Wie kann man so einen Unsinn verkaufen? Selbst 2 + 3 x 4 scheitert ja
>>> schon.
>> Bei solchen Geräten arbeitet man mit Zwischenergebnissen.
>> 2 + 3 [Taste =] * 2 [Taste =] dann funktionierts.
> Bist Du da sicher?

Gegenfrage: Bezieht sich der Eiwand auf den offensichtlichen Tippfehler?
IF True THEN s/"* 2"/"* 4"
ELSE shellcommand("--v").

LG, N0R
#3732667
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Norbert M. schrieb:
> Bei solchen Geräten arbeitet man mit Zwischenergebnissen.
> 2 + 3 [Taste =] * 2 [Taste =] dann funktionierts.

Erstens mal, nein, das ist genau falsch! Dann rechnest du nämlich 2 + 3 
= 5, dann 5 * 2 = 10. Richtig wäre aber 2 + (3 * 2) = 2 + 6 = 8.

Zweitens, du kannst mit so einem Gerät keine gewichtete Summe 
bilden.Folgende Probleme sind mit diesem Rechner somit nicht lösbar:
- Durchschnitt von unterschiedlich gewichteten Noten
- Berechnen eines Lagerbestandes, wenn du eine Anzahl verschiedener 
Verpackungen mit jeweils unterschiedlichen Mengen darin hast
- Berechnung des Gesamtpreises einer Bestellung, wenn du verschiedene 
Mengen verschiedener Teile hast.
Gast #3732725
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>>>>  Selbst 2 + 3 x 4 scheitert ja schon.
P. M. schrieb:
>> Norbert M. schrieb:
>>> Bei solchen Geräten arbeitet man mit Zwischenergebnissen.
>>> 2 + 3 [Taste =] * 2 [Taste =] dann funktionierts.
>> Erstens mal, nein, das ist genau falsch! Dann rechnest du nämlich 2 + 3
>> = 5, dann 5 * 2 = 10. Richtig wäre aber 2 + (3 * 2) = 2 + 6 = 8.

Ja, stimmt, vor lauter Bäumen hab' ich jetzt selbst "Punt vor Strich" 
nicht gesehen. Eindeutigerweise hätte man eben 3*4+2 hingeschrieben, 
oder von mir aus 2+(3*4), aber wie gesagt, mein Fehler. Och hab's 
übersehen, Asche auf mein Haupt.

>> Zweitens, du kannst mit so einem Gerät keine gewichtete Summe
>> bilden. Folgende Probleme sind mit diesem Rechner somit nicht lösbar:
>> - Durchschnitt von unterschiedlich gewichteten Noten
>> - Berechnen eines Lagerbestandes, wenn du eine Anzahl verschiedener
>> Verpackungen mit jeweils unterschiedlichen Mengen darin hast
>> - Berechnung des Gesamtpreises einer Bestellung, wenn du verschiedene
>> Mengen verschiedener Teile hast.

Harald Wilhelms schrieb:
> Sowas geht problemlos, wenn man einen Rechner mit Memory (MRC, M+,
> M-) hat. Und ich denke, sowas haben auch die billigsten Rechner
> inzwischen.

Um die Diskussion wieder spannender zu machen: Was ist - ich weiss nicht 
wie ich's als Nichtmathematiker ausdrücken soll - das komplizierteste 
Problem bzw. der "most advanced Algorithm", den man mit so einem Rechner 
(Also ohne "Punkt vor Strich" und mit der Möglichkeit genau eine Zahl zu 
speichern und wieder zurückzuholen) lösen kann?

LG, N0R
#3732745
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Norbert S. schrieb:
> Ich bin ja bereit, bei Billigramsch Einschränkungen hinzunehmen und
> vieles davon ist durchaus von akzeptabler Qualität, gerade bei den
> üblichen Discountern. Mit gelegentlichen Fehlkäufen kann ich leben (hier
> wäre das der fehlende Kehrwert, hätte ich ja sehen können), wenn ich
> etwas zuviel erwartet hatte aber dieses Ding ist echt die Krönung.

Aldi-Nord hat ab dem 14.07.2014 seinen Kunden nicht nur den besagten 
Billigst-Taschenrechner für 1,99 angeboten:
http://www.discounter-archiv.de/de/archiv/ALDI-Nord/2014-07-17/Taschenrechner/1343530/
sondern am gleichen Tag auch einen wissenschaftlichen Taschenrechner mit 
240 Funktionen im Angebot gehabt:
http://www.discounter-archiv.de/de/archiv/ALDI-Nord/2014-07-14/Schultaschenrechner/1343480/

Zum Preis von 3,99.

Für die Ausgabe von 3,99 warst Du zu geizig, aber Du stellst dennoch 
Ansprüche an einen Taschenrechner?
#3732747
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Harald Wilhelms schrieb:
> Sowas geht problemlos, wenn man einen Rechner mit Memory (MRC, M+,
> M-) hat. Und ich denke, sowas haben auch die billigsten Rechner
> inzwischen.

Natürlich geht das. Aber es ist erstens umständlich und zweitens 
verliert man damit die Möglichkeit, das Memory z.B. für einen 
Klammerausdruck oder ein komplizierters Zwischenresultat zu nutzen.
Moderator #3732775
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P. M. schrieb:
> Natürlich geht das. Aber es ist erstens umständlich und zweitens
> verliert man damit die Möglichkeit, das Memory z.B. für einen
> Klammerausdruck oder ein komplizierters Zwischenresultat zu nutzen.

Das sagst du, das sage ich, und das sagen wohl die meisten hier im
Forum. Das sind aber fast alles Leute, die in der (Hoch-)Schule gelernt
haben, mit mehr oder weniger komplizierten mathematischen Formeln
umzugehen.

Ein BWLer, für den diese Sorte von Rechnern gedacht ist, ist viel
einfacher gestrickt:

- Normalerweise rechnet er gar nicht, sondern lässt seinen Bauch
  entscheiden.

- Rechnnet er ausnahmsweise doch einmal, dann ist das meist nur ein
  einfaches Aufsummieren von Zahlen. Dazu braucht man weder Klammern
  noch Punkt-vor-Strich.

- Wird die Berechnung doch einmal etwas komplizierter, dann schreibt er
  die Zwischenergebnisse auf Papier (zwei Nachkommastellen reichen dabei
  immer) und tippt sie jedesmal, wenn er sie benötigt, wieder ein.

- Wenn die Rechnung einmal so kompliziert werden sollte, dass ein Blatt
  Papier für die Zwischenergebnisse nicht mehr ausreicht, dann lässt er
  sich dafür von jemandem ein Excel-Sheet erstellen.

Klammern, Punkt-vor-Strich-Rechnung u.ä. sind Dinge, die einen BWLer
verwirren, statt ihm zu helfen. Deswegen haben sie auf einem BWL-Rechner
nichts zu suchen.

Eine Frage bleibt allerdings offen: Wozu haben praktisch alle diese
Rechner eine Wurzelfunktion?

Die einzige Antwort, die mir dazu einfällt: Mit der Taste kann der BWLer
Blondinen und Kinder beeindrucken.
#3732833
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Yalu X. schrieb:
> Eine Frage bleibt allerdings offen: Wozu haben praktisch alle diese
> Rechner eine Wurzelfunktion?

Weil man die Funktion nicht einfach durch geschickte Eingabe 
reproduzieren kann. Punkt vor Strich Regel lässt sich meist problemlos 
durch die richtige Eingabereihenfolge berechen und wenn das wirklich 
nicht langt gibt es ja noch den Speicher für Zwischenergebnisse.

Je weniger Know-How im Taschenrechner steckt, desto mehr muss halt im 
Bediener stecken. Ist halt wie mit jedem Werkzeug, man muss es benutzen 
können.

Den meisten Menschen langt für ihre täglichen Berechnung ein solcher 
Standardtaschenrechner und selbst im Unialltag eines Ingenieur deckt der 
70%-80% der Rechnungen ab.

Gruß Kai
Persönliche Seite #3732852
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Kai S. schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> Eine Frage bleibt allerdings offen: Wozu haben praktisch alle diese
>> Rechner eine Wurzelfunktion?
>
> Weil man die Funktion nicht einfach durch geschickte Eingabe
> reproduzieren kann. Punkt vor Strich Regel lässt sich meist problemlos
> durch die richtige Eingabereihenfolge berechen und wenn das wirklich
> nicht langt gibt es ja noch den Speicher für Zwischenergebnisse.
>
> Je weniger Know-How im Taschenrechner steckt, desto mehr muss halt im
> Bediener stecken. Ist halt wie mit jedem Werkzeug, man muss es benutzen
> können.
>
> Den meisten Menschen langt für ihre täglichen Berechnung ein solcher
> Standardtaschenrechner und selbst im Unialltag eines Ingenieur deckt der
> 70%-80% der Rechnungen ab.
>
> Gruß Kai

Kauf eine Zange aus dem Euro shop und mach einen Thread dass diese nicht 
plan schliesst, und die Griffhuelle leicht abgeht.

Was erwartest du? Die haben Handy Attrappen als Kinderspielzeug, lass es 
halt einfach liegen und lass dich im Bueroladen beraten wass fuer dich 
richtig ist.
Moderator #3732864
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Marek N. schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> Eine Frage bleibt allerdings offen: Wozu haben praktisch alle diese
>> Rechner eine Wurzelfunktion?
>
> Vielleicht um die Standardabweichung zu berechnen?

Mag sein. Aber wie oft muss ein BWLer eine Standardabweichung berechnen?
Viel häufiger, vor allem bei Bankern, wird doch bspw. der Zinseszins
berechnet werden. Dazu bräuchte es aber eine Potenzfunktion, will man
diese nicht aus n Einzelmultiplikationen zusammensetzen.

Oder man möchte ausrechnen, wie lange ein Geldbetrag bei gegebenem
Zinssatz angelegt werden muss, um eine gewisse Rendite zu erhalten. Dazu
bräuchte man aber den Logarithmus.

Aber die Quadratwurzel? Naja, irgendeinen Grund wird es dafür schon
geben.
(Firma: mechapro GmbH) Persönliche Seite #3732879
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Hallo Norbert,

> zurzeit im Angebot bei Aldi Nord ein simpelster taschenrechner für 1,99.
...
> Aber der kann nichtmal Punkt-vor-Strich!
...
> Wie kann man so einen Unsinn verkaufen? Selbst 2 + 3 x 4 scheitert ja
> schon. Hauptsache das Scheißding hat diese sinnlose %-Funktion.

Schalte mal deinen Windows-Taschenrechner von "Wissenschaftlich" auf 
"Standard" um und tipp die oben stehende Rechnung ein...

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
(Firma: xyz) #3733300
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Martin P. schrieb:
> Die
> Teile werden manchmal "kaufmänniche" Rechner genannt, wohingegen die die
> Punkt-vor-Strich können "wissenschaftlich" genannt werden.

Ja, genauso kenne ich das auch. Die Kaufleute nutzen solche Rechner. Die 
wollen die Punkt- vor Strich-Regel nicht. Gibt es sogar online:

https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=kaufm%C3%A4nnischer+rechner+online

Zu kaufen z. B. bei amazon:

http://www.amazon.de/taschenrechner-kaufm%C3%A4nnisch/s?ie=UTF8&page=1&rh=i%3Aaps%2Ck%3Ataschenrechner%20kaufm%C3%A4nnisch

Auch der Windows-Bildschirm-Rechner arbeitet so. Umschaltung Standard / 
Wissenschaftlich. Testrechnung mal ausprobieren in beiden Modi: 50 + 50 
* 0,19 ( = 19 bzw. = 59,5)
(Firma: irgendeine) #3733381
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Gott habt ihr Probleme, oder seid noch sehr Jung.

Ich weiß ja nicht wie es heute ist, aber früher in der Hauptschule waren 
eigentlich nur solche Rechner zugelassen, und man hat auch gelernt wie 
man effektiv damit umgeht.
In der Realschule waren sogar programmierbare grafikfähige 
Taschenrechner zugelassen (meiner Meinung nach völlig 
überdimensioniert). Und im Gymnasium wird es so gewesen sein wie auf der 
BOS, dass nur nicht programmierbare Taschenrechner zugelassen waren 
(also hatte fast jeder einen wissenschaftlichen TR), wie auch im 
Studium.

Diese Primitivrechner waren die ersten für viele Menschen 
erschwinglichen Taschenrechner, und man muss keine Anleitung lesen, um 
damit umgehen zu können. Er deckt fast alle Alltagsprobleme ab, und er 
wird einem fast wortwörtlich hinterher geschmissen. Für die meisten 
Menschen einfach der ideale Taschenrechner.


Im Ing-Studium konnten viele nicht die Leistungsfähigkeit ihrer 
Taschenrechner ausnutzen, weil sie die Bedienungsanleitung nicht 
verstanden oder gelesen haben.
Die Anleitung eines Casio FX-991.. hat halt doch einige Seiten


Das waren noch Taschenrechner ;) hab so einen mal vor dem Flohmarkt 
gerettet, ist noch fast wie neu :)
http://www.rechenkasten.de/Walther/ETR/ETR_2_3_4_5/index.html
(Firma: xyz) #3733514
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Schon recht OT, aber viell. doch interessant:

Es gab "Taschenrechner" in 1972 auch als Bausatz, wobei man dazu schon 
ziemlich ausgebeulte Taschen brauchte. Ich hab die Maße des 
Bausatz-Taschenrechners "Multiplus" von FG-Elektro-Geräte nicht, aber 
die Höhe dürfte ca. 3cm betragen haben. 5 Mignonzellen brauchte er für 
den portablen Betrieb. Also hatte er auch ein gutes Gewicht.

Das Teil kostete anfänglich fast 800 DM. Später sank der Preis stetig, 
zuletzt erinnere ich mich an ca. 130 DM. Ein "Schnäppchen" (verglichen 
mit den anfänglich 795 DM), dachten viele - auch ich kaufte 2.

So sah er aus:

http://www.eepcworld.de/Taschenrechner/l-m/MULTIPLUS.jpg

Anbei ein Auszug aus seiner Bau- und Bedienungs-Anleitung.
Angehängte Dateien:
#3733856
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Yalu X. schrieb:

> Ein BWLer, für den diese Sorte von Rechnern gedacht ist, ist viel
> einfacher gestrickt:
>

> - Wenn die Rechnung einmal so kompliziert werden sollte, dass ein Blatt
>   Papier für die Zwischenergebnisse nicht mehr ausreicht, dann lässt er
>   sich dafür von jemandem ein Excel-Sheet erstellen.
>
> Klammern, Punkt-vor-Strich-Rechnung u.ä. sind Dinge, die einen BWLer
> verwirren, statt ihm zu helfen. Deswegen haben sie auf einem BWL-Rechner
> nichts zu suchen.

Wie wahr! Zwei Drittel der BWL-er LÄSST rechnen, derweil die andere 
Hälfte schon mal heißluftige Formulierungen auf Powerpoint-Charts 
schreibt... :-)
Persönliche Seite #3733931
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Jörg Wunsch schrieb:
> Einen „Taschen“rechner mit Nixies habe ich in der Tat noch nicht
> gesehen …

Ich hatte mal einen mit VFD. Der hat so viel Strom verbraucht, daß ich 
ein externes Batteriefach drangebastelt habe ...

(in etwa)
http://www.thimet.de/CalcCollection/Calculators/MBO-Monarch-CX50/Contents.htm

... und das Ding glücklicherweise kurz danach durch einen 
Sharp-Taschenrechner mit LC-Display ersetzen konnte
Moderator Persönliche Seite #3734014
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
>> Einen „Taschen“rechner mit Nixies habe ich in der Tat noch nicht
>> gesehen …
>
> Ich hatte mal einen mit VFD.

Jaja, die kenne ich auch noch.  Davon habe ich hier noch irgendwo
einen liegen, der allerdings nicht mehr geht.  War unser erster
Taschenrechner, irgendein einfaches „West“gerät, welches auf
verschlungenen „Oma bringt's mit“-Pfaden damals seinen Weg in die
DDR gefunden hatte.  Im Gegensatz zu dem von dir gezeigten hatte
er aber auch nur die einfachen Rechenarten (wie bei TE hier), und
selbstverfreilich hatte er auch weder Klammern noch
Punkt-vor-Strichrechnung.
Gast #3735678
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Norbert gib bitte einfach Bescheid wenn Du mal einen einfachen 4-Spezies 
Taschenrechner findest der Deiner Meinung nach Punkt- vor Strichrechnung 
beherrscht.

Irgendwie bis Du wohl in dem Paralleluniversum aufgewachsen in dem es 
solche Rechner gibt.

Kennst Du die alten Gurken mit den += und -= Tasten noch?

Subtraktion: 3+=5-=-2

Mir ist in der Schule beigebracht worden mich mit Eigenheiten eines 
Rechenhilfsmittels Namens "Rechenschieber" ab zu finden, der konnte gar 
keine Strichrechnung und mit Funktionsstörungen nach dem Einsatz als 
Fechtwaffe hatte man auch zu rechnen. Auf der Anzeige war prinzipiell 
das Komma kaputt und es funktionierten nie mehr als 3 Digits.

Angeblich wurden mit Hilfe solcher Teile Raketen konstruiert.

Gruß,

Holm

PS: Ich muß anmerken, dass ich einen (Privileg??)Tischrechner mit VFD 
und Drucker habe bei dem mir die Programmierung mancher Funktionen wie 
z.B. der % Taste auch nicht eingängig ist. Ich nehme den aber trotzdem 
Gerne wenn ich solchen Mist wie z.B. meine Fahrtenbücher auswerten muß. 
Den kann man ohne hinzugucken betippern.
Ich habe aber auch noch einen russischen Tischrechner (Iskra) mit Nixies 
dessen Speicher aus ein paar Stahldrahtschlaufen und 2 akustischen 
Wandlern an jedem Ende des Drahtes besteht (akustische 
Verzögerungsleitung).
Der hat IMHO 14 Stellen und funktioniert.
(Fotos des Speichers auf Anforderung)
#3736315
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Holm Tiffe schrieb:

> Norbert gib bitte einfach Bescheid wenn Du mal einen einfachen 4-Spezies
> Taschenrechner findest der Deiner Meinung nach Punkt- vor Strichrechnung
> beherrscht.

Da man dafür einen Zusatzspeicher braucht, der für andere Funktionen
nicht genutzt werden kann, hat man sich diese Funktion zumindest in
der Anfangszeit der Rechner gespart. Später hatten sich die Bediener
an die etwas andere Eingabeart gewöhnt, und man wollte das auch nicht
mehr ändern. Zumal man dieses Problem ja über die, auch bei Billig-
rechnern inzwischen vorhandenen, MRC und M+ Tasten lösen kann.
Gruss
Harald
Moderator Persönliche Seite #3736385
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J. Ad. schrieb:
> aber ich konnte mit diesen Geräten keine zwei Zahlen addieren

Das stellt einen gewissen Diebstahlschutz dar. :-)

Wenn man das einmal benutzt hat, will man es nicht mehr missen.
Allerdings benutze ich den (immer noch vorhandenen) physischen
HP-48 mittlerweile selten, aber hinter allen „Taschenrechner“-Icons
auf meinen Computern verbirgt sich ein HP-48-Emulator.  Ein
freundlicher Mensch hat den x48 ja sogar auf Android portiert, sodass
man auch auf dem Tablet nicht mehr „ohne“ auskommen muss. ;-)
Persönliche Seite #3736419
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Jörg Wunsch schrieb:
> Wenn man das einmal benutzt hat, will man es nicht mehr missen.

Nuuun, es gibt Leute, die mögen RPN, und es gibt Leute, die das nicht 
mögen, auch wenn sie es schon mal benutzt haben.

Das ist wie bei Photographen*, da gibt es eine Fraktion, die lieber mit 
einer Zeitautomatik arbeitet, und eine Fraktion, die lieber mit einer 
Blendenautomatik arbeitet. Das Ziel ist zwar das gleiche, die 
Herangehensweise aber konträr.

Wofür man sich entscheidet, hat vermutlich irgendwas mit frühkindlicher 
Prägung oder etwas ähnlichem zu tun.


Wenn es darum geht, in Postscript oder Forth zu programmieren, hat die 
RPN-Taschenrechner-Fraktion natürlich gewisse Vorteile.




*) Der Vereinfachung halber sind hier die Fraktionen, die 
"Program"-Automatiken, Vollautomatiken oder gar keine Automatiken 
benutzen, ignoriert.
#3736426
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Harald Wilhelms schrieb:

> Später hatten sich die Bediener
> an die etwas andere Eingabeart gewöhnt, und man wollte das auch nicht
> mehr ändern.

Ich würde auch anfügen, dass die Leute früher durchaus gewillt waren, 
bei der Eingabe in den Taschenrechner mitzudenken. Der Rechner machte 
genau das, in genau der Reihenfolge, in der die Tasten gedrückt wurden.
Da auch keine alphanumerischen Displays zur Verfügung standen, in denen 
der Rechner den eingebebenen Ausdruck mathematisch korrekt mitschreiben 
konnte, war die Eingabe von komplexeren Ausdrücken mittels der Klammer 
Tasten sowieso immer etwas problematisch, weil man nie wusste (zumindest 
mir gings so) welche und wieviele Klammern noch 'offen' waren und welche 
noch zu schliessen sind. Da ist das Prinzip 'du kriegst was du tippst' 
viel einfacher, wenn man sich im Vorfeld schon ein wenig überlegt was 
man eigentlich in welcher Reihenfolge rechnen muss.

In einem gewissen Sinne ist das wie der Unterschied zwischen Assembler 
und Hochsprache :-)

> Zumal man dieses Problem ja über die, auch bei Billig-
> rechnern inzwischen vorhandenen, MRC und M+ Tasten lösen kann.

Das reicht erstaunlicherweise auch für viele Aufgabenstellungen aus dem 
kaufmännischen Bereich völlig aus.
#3736589
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Jörg Wunsch schrieb:

...UPN...

> Wenn man das einmal benutzt hat, will man es nicht mehr missen.

Nun, als die "Rechner mit Klammertaste" rauskamen, habe ich mich
wieder zurückgewöhnt. :-)
Interessanterweise kam zu der "UPN-Zeit" ja auch die "UPN-Program-
miersprache" Forth heraus. Nach der ersten Euphorie ist die aber
auch schnell wieder im "Tiefkeller" verschwunden. Kein Wunder, wenn
man "Kellerspeicher" verwendet. :-)
Gruss
Harald
Persönliche Seite #3736888
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Karl Heinz schrieb:
> Meinen HP41 hab ich geliebt. Mit Forth konnte ich mich aber nie
> anfreunden.

Mein erster Computer wurde in Forth programmiert. Das war ein "Jupiter 
Ace", Z80 mit 3.5 MHz Takt, insgesamt 3 kiB RAM, davon 956 Bytes als 
Programm- und Datenspeicher nutzbar, und der Forth-Interpreter in zwei 
EPROMs à 4 kiB.

Komplette Schaltungsunterlagen etc. gibt es hier:
http://www.jupiter-ace.co.uk/index.html

Nein, weder hat mich das Ding besonders von Forth überzeugen können, 
noch bin ich danach beim Z80 geblieben, mein nächster Computer war ein 
Selbstbau mit 6809.
Moderator #3737727
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Bisher dachte ich immer:

- Wissenschaftliche Rechner:
  Algebraische Eingabe (Infix mit Punkt-vor-Strich und Klammern)
  oder UPN

- Alle anderen Rechner:
  Kettenrechnung (Auswertung von links nach rechts direkt bei der
  Eingabe)

Es gibt neuerdings aber tatsächlich Rechner, die keine Winkelfunktionen,
Logarithmen usw. können, aber trotzdem Punkt-vor-Strich rechnen. Ein
Beispiel ist der TI-106 II. Obwohl er nur +, -, ×, ÷, % und √ kann, ist
er auf der TI-Webseite unter den wissenschaftlichen Rechnen aufgeführt,
Ein Glück, denn damit gilt meine obige These weiterhin ;-)

Ein weiterer interessanter Rechner von TI ist der BAII PLUS, der sowohl
starke Finanzfunktionen (Annuitäten, Amortisation usw.) als auch
mathematische Funktionen (Sinus, Logarithmus usw.) hat. Da er damit
gleichermaßen im kaufmännischen wie im wissenschaftlichen Bereich
eingesetzt werden kann, stellt er konsequenterweise auch zwei
umschaltbare Eingabemodi bereit, nämlich Kettenrechnung und algebraische
Eingabe.

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