Nein nicht schon wieder ein Labornetzteil... :)
Ich will hier nicht nach einem Schaltplan etc. fragen. Was mich
interessiert, sind Kenndaten, auf die man beim Kauf eines
Labornetzgerätes achten muss, bzw. was eurer Meinung nach ein gutes
LabNT ausmacht??
Spannungsbereich
Strombereich
Auflösung Einstellung
Genauigkeit
Ausregelzeit bei Lastsprüngen
Kurzschlussfestigket
Ansprechzeit für Strombegrenzung
Aktive Lüftung/Passive Lüftung...
Mehr Fällt mir gerade nicht ein.
Ich bitte euch einfach mal das mit Konkreten Zahlen zu füllen, was in
euren Augen gut und brauchbar ist und den Spreu vom Weizen trennt.
Hallo Loeti,
das ist ja mal ne ganze Liste an Anforderungen :)
Wusste gar nicht, dass man auf so viel achten kann...
Aber gut zu wissen.
Habe zur ein paar Kenndaten von dir noch Fragen
Lothar S. schrieb:> Ausregelzeit bei Lastsprüngen: <= 0,5µs
Sollen das wirklich 0,5µs sein das wären ja 500ns was für ein LabNT kann
das so schnell???
Lothar S. schrieb:> Rauschen: -60dB besser -80dB
Was meinst du mit Rauschen? Ich versteh darunter den Ripple, aber den
hast du ja nochmals extra aufgelistet?
Lothar S. schrieb:> Lastausregelung 10->90%: < 0,5%
Das verstehe ich nicht.
Wenns für den professionellen Bereich sein soll, kann eine GPIB, USB,
LAN Schnittstelle auch nicht schaden. So könnte man die Messgeräte über
den PC steuern und Langzeitmessugnen machen.
> Sollen das wirklich 0,5µs sein das wären ja 500ns was für ein LabNT kann> das so schnell???
Gute Profi LabNTs können das.
Ich habe schon 1976 Eines selbst gebaut das konnte 1,5µs... .
> Was meinst du mit Rauschen?
Das immer vorhandene Weiße Rauschen auf der Ausgangsspannung.
Lastausregelung 10->90%: < 0,5%
> Das verstehe ich nicht.
Beispiel
a) Konstant Ausgangsspannung 15V, Strom max. 3A, dann
Ausgangsspannungsänderung, bei Stromänderung von 300mA zu 2,7A, <= 75mV
b) Konstant Ausgangsstrom 1,5A, Spannung max. 30V, dann
Ausgangsstromänderung, bei Spannungshub von 3V zu 27V, <= 7.5mA
Grüße Löti
Dazunehmen sollte man noch:
- Tracking zwischen den beiden 30V Modulen
- Vernünftige simultane Anzeige Strom und Spannung
- Anzeige der Strom-/Spannungslimits
- schaltbarere Outputs (on/off)
- Ausgänge steuerbar durch Arbitrary Waveform
- Sense Eingänge zur Regelung der Spannung am Verbraucher
Philipp schrieb:> Das verstehe ich nicht.
Das ist bei Beiträgen von Loeti ganz normal. ;)
Was vielleicht noch bei einem Netzteil interessant wäre:
- produziert die Regelung Überschwinger bei starken Lastwechseln?
- was passiert beim Einschalten?
Manche Netzteile produzieren hier recht heftige Spannungsspitzen durch
die angeschlossene Schaltungen kaputt gehen können.
Merkst Du was?
Vielleicht hast Du nach den Eigenschaften eines Kinderfahrrads fragen
wollen, auf dem man das Fahrradfahren lernt, und jetzt beschreibt man
Dir Profi-Fahrräder mit Karbonrahmen, Ketten-Gangschaltungen und
Spezial-Lenkern.
Wofür brauchst Du denn das Netzteil?
Ich bin z.B. mit zwei Geräten schon jahrzehntelang glücklich:
5V,12V,-12V Festspannung, mit ICs (78xx,79xx) erzeugt, also max. 1A.
Dazu noch eine Spannung 0....30V 10mA für Kap-Dioden mit 10-Gang-Poti
einstellbar, aus genauer (20ppm) Referenzspannung.
>Lastausregelung 10->90%: < 0,5%
Man nennt diese Eigenschaft auch Innenwiderstand ;-)
deltaU / deltaI.....
im Konstantspannungsmodus muss das möglichst klein sein,
im Konstantstrommodus möglichst groß.
> - Ausgänge steuerbar durch Arbitrary Waveform
Das ist eher unüblich und sehr exklusiv.
Der Rest ist bei besseren Geräten Standard.
> Das ist bei Beiträgen von Loeti ganz normal. ;)
Bei Deinem Intellekt...
Grüße Löti
Unter 1 µs für die Lastausregelung ist schon ausgesprochen schnell - so
schnell geht, ist aber eher die Ausnahmen. Weniger als 10 µs wären schon
ganz gut.
Beim Rest-Rippel sind weniger als 50 mV dagegen noch eine sehr moderate
Forderung. Da kann man deutlich weniger verlangen.
Es hängt aber sehr vom Einsatz ab. Die erste Entscheidung ist der
Spannungsbereich den man benötigt. Es gibt halt welche bis 5 V oder
welche bis über 1000 V. Sehr üblich sind halt bis etwa 30 V: das ist vom
Aufbau noch relativ günstig, und wegen der Sicherheit ist die Spannung
noch unproblematisch.
Und noch ein mögliches Entscheidungskriterium: HF-Störfestigkeit durch
die angeschlossenen Verbraucher.
Für erhöhte Anforderungen bzgl. der Störfestigkeit gibt es entsprechend
geschützte Geräte wie die Baureihe NGSM von Rohde&Schwarz. Diese sind
sehr sinnvoll, wenn man z.B. ein Mobiltelefon testen will, das
normalerweise aus einem internen Akku versorgt, dem HF-Einkopplungen und
Stromspitzen wenig ausmachen.
http://www.rohde-schwarz.de/de/Produkte/messtechnik-testsysteme/stromversorgungsgeraete/NGSM32_10%2C_NGSM60_5-|-Kerndaten-|-4-|-754.html