006 schrieb:
> Ich will 4 Mikrocontroller miteinander über jeweils ein RFM12 Funkmodul
> kommunizieren lassen. Geht nur darum 1 oder 2 Byte pro Sekunde hin und
> her zu senden. Die Funkstrecke ist lediglich 10 bis 20 cm. Brauche ich
> da pro Modul auch eine Antenne oder ist die irgendwie auf dem Modul
> integriert?
Auf dem Modul ist zumindest nicht absichtlich ein Antenne integriert.
Aber natürlich wirkt jedes Stück Leiterbahn auch als Antenne und auch
das ziemlich kompakte RFM12 kommt nicht ganz ohne Leiterbahnen aus...
Je nach Anwendung kann so eine "parasitäre" Antenne durchaus ausreichend
sein. Ich würde fast behaupten, daß es für die Eckbedingungen deiner
Anwendung tatsächlich auch ganz ohne "richtige" Antenne gehen würde, auf
jeden Fall würde es aber mit einer gegenüber dem Optimum radikal
gekürzten gehen (Lambda/4 oder Lambda/8). Also rund 4 bzw. 2 cm
Draht/Leiterbahn.
Meine Annahme rührt aus folgender Erfahrung her: Ich wollte ein RFM12
mal dazu benutzen, um die Trägerfrequenz und die AM-Modulation von
Funksteckdosen-Fernbedienungen herauszubekommen. Es war überhaupt kein
Problem, die Modulation zu sehen, die kam wie im Bilderbuch. Aber beim
Versuch, die Trägerfrequenz zu ermitteln, stieß ich auf das Problem, daß
ich das Scheißding auf jeder verdammten Frequenz hören konnte.
Nach tagelanger Suche eines (nicht vorhandenen) Fehlers in der Software
stellte sich letztlich heraus: Das Teil war einfach nur viel zu "laut".
Erst als ich das Ding 15m weit weg getragen hatte, ergab sich auch
bezüglich der Frequenz eine halbwegs auswertbare Differenzierung der
Meßwerte, wobei aber immer noch im halben Band "volle Pulle" zu sehen
war.
Erst als ich meinen zum Messen verwendeten RFM12 seiner Antenne beraubt
hatte, konnte ich dann wirklich die Frequenzmessung machen, also mit
einem deutlich erkennbaren Peak unterhalb der Aussteuerungsgrenze. Das
aber nur bei nach wie vor 15m Abstand zum Sender! Sobald der Sender
wieder 0,5m neben dem RFM12 lag, war auch ganz ohne Antenne am RFM12
schon wieder das halbe Band "dicht".
Ach so, falls jemanden das Ergebnis meiner damaligen Versuche
interessiert: Alle üblichen Funksteckdosen-FBs senden offenbar einfach
auf der Mitte des 433MHz-Bandes. Oder anders ausgedrückt: Die Arbeit
hätte ich mir auch sparen können...