Guten Morgen,
ich entferne gerade ein altes Badezimmer in meinem Haus. Da dieser Raum
nun als Büro dienen soll, habe ich mir überlegt die alte
Kaltwasserzuleitung als Leerrohr für das Telefonkabel nutzen. Strom und
Netzwerk / SAT habe ich bereits (kommen vom Etagenverteiler).
Die Wasserleitung wird im Keller getrennt und würde in der Wand liegen
bleiben. Dadurch könnte ich von der Telefonanalge relativ leicht ein
neues Kabel einziehen, ohne groß im Keller bis hoch in den ersten Stock
ein neues Kabel verlegen zu müssen. Es handelt sich um eine
Kupferleitung, spricht etwas dagegen dieses Rohr zu nutzen?
Oliver R. schrieb:> Außer den Schwierigkeiten das Kabel durch 90°-Bögen zu bekommen nichts.
Kabel mit Öl(auch Olivenöl ist gut) schmieren...
Kabel von oben nach unten einführen...
Lieber erst mit dem Staubsauger eine Schnur in das Rohr einsaugen, an
diese entweder gleich die Telefonstrippe anbinden oder noch einen
Zwischenschritt einfügen und mit der Schnur ein Zugband einziehen und
mit diesem dann die Telefonleitung einziehen. Das hat den Vorteil, dass
man mit einem Helfer an beiden Enden gleichzeitig Kraft aufbringen kann;
der eine schiebt, der andere zieht.
Problematisch sind insbesondere die Absätze im Rohr, die an den
Verschraubungen auftreten - daran hakt sich eine einzuziehende Leitung
gerne mal fest. Das vordere Ende der Leitung sollte daher möglichst
stromlienienförmig aussehen.
skorpionx schrieb:> Kabel mit Öl(auch Olivenöl ist gut) schmieren...
Jack, willst deir neben Gestank auch noch Schimmel, Pilze und Ungeziefer
ins Leerrohr holen?
>Kupferrohr, also eher gelötete Verbindungen.
Wenn man da Kraft ausübt, WAR das eine Verbindung.
>Lieber ein Oel das sich nicht so zersetzt.
Lieber gar kein Öl, denn es ist so, daß die Leitungen nicht ölfest sind.
Lieber Talkum.
Hei,
also bei etwas, was 30 Jahre und länger halten soll, würde ich nichts
nehmen, bei dem die chemische Beständigkeit nicht sichergestellt ist!
So ein Kabelgleitmittel kostet ja nur wenige Euro...
Grüße,
Tom
Berger schrieb:> Netzwerk / SAT habe ich bereits (kommen vom Etagenverteiler).
da frag ich mich halt, warum der Etagenverteiler nicht genügende Anzahl
an Leitungen berücksichtigt hat, um auch noch eine Doppelader fürs
Telefon mit zur Verfügung zu stellen ...
Matthias L. schrieb:> Lieber erst mit dem Staubsauger eine Schnur in das Rohr einsaugen, an
Aha so wird das also gemacht. Habe mich schon oft gefragt aber nie
darauf gekommen.
Takao K. schrieb:> Matthias L. schrieb:>> Lieber erst mit dem Staubsauger eine Schnur in das Rohr einsaugen, an>> Aha so wird das also gemacht. Habe mich schon oft gefragt aber nie> darauf gekommen.
huch falscher button sorry...
Nach Schmolke "Elektroinstallation in Wohngebäuden", VDE Band 45, ist es
zulässig (Er ist ein Kommentator zur 0100). Es sollte ein geeigneter
Leitungstyp gewählt werden (NYM, NYY, evtl. NYMT).
- die scharfen Kanten am Anfang und Ende der ehemaligen "Wasser"leitung
aber mal innen und außen entgraten, der Kabelmantel des FM-Kabels wird
sich darüber auch freuen, so er denn da mitmacht!
Ein starres Zugband > GF sollte aber vorher schon gut durchpasssen,
sonst wird das mit dem I-Y(St)-Y auch eher nichts!
Wenn die Leitung nur aus einem geraden Stück Rohr besteht, daß durch die
Decke geht, könnte es klappen. Sonst eher nicht. Weil: Kupferrohr wird
entweden gelötet oder verpresst. Die Fittinge (Bögen, T-Stücke) haben
sehr enge Radien, das wird Probleme geben. Außerdem wird Kupferrohr bei
der Verlegung meistens mit Rohrschneidern abgelängt. Diese hinterlassen
innen einen mächtigen Grat, also eine Verengung + scharfe Kante. Wenn
das Kabel da nicht gleich hängenbleibt, wird es beim Ziehen beschädigt.
Ich weiß, man sollte das Rohr nach dem Abschneiden entgraten, macht aber
praktisch niemand.
Also, Versuch macht klug!
Klempner schrieb:> Außerdem wird Kupferrohr bei> der Verlegung meistens mit Rohrschneidern abgelängt. Diese hinterlassen> innen einen mächtigen Grat, also eine Verengung + scharfe Kante.
Anständig arbeitende Klempner entfernen den, unter anderem um
Strömungsgeräusche zu vermeiden.