Hallo,
auf 13,56Mhz darf man ja soweit ich weis mit selbstgebauten Sendern
experimentieren.
Wir hier steht darf man wohl jetzt auch ohne Lizenz in Kurzwellenband
auf 3560Khz und 3579KHz frei Senden, stimmt dass ?
http://www.qrpforum.de/index.php?page=Thread&threadID=1195
Gruß
Fragender schrieb:> Wir hier steht darf man wohl jetzt auch ohne Lizenz in Kurzwellenband> auf 3560Khz und 3579KHz frei Senden, stimmt dass ?
Wo steht etwas von ohne Lizenz ?
Man sollte eine Amateurfunklizenz erwerben, dann darf man auf den
zugelassenen Frequenzen experimentieren.
Yagan
Das mit der 3560 und 3579 kHz in dem Link war anders gemeint. Ohne
Amateurfunklizenz darfst Du da gar nichts machen.
Und auf 13560 kHz auch nicht. Nicht mal mit Amateurfunklizenz.
Hallo Forum,
es ist noch ein wenig komplizierter: wenn man die Prüfung zur
Amateurfunkzeugnis E oder A bestanden hat, erhält man ein
Amateurfunkzeugnis E oder A ausgestellt.
Mit Amateurfunkzeugnis kann man dann noch die Zulassung zum
Amateurfunkdienst beantragen.
Und erhält nach Zahlung der Gebühr von 70€ sein persönliches Rufzeichen.
Man kann dieses natürlich auch zurückgeben, aber das Amateurfunkzeugnis
behält man ein Leben lang.
http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/SpezielleAnwendungen/Amateurfunk/amateurfunk_node.htmlYagan Ζ. Dongobar schrieb:> Fragender schrieb:>> Wir hier steht darf man wohl jetzt auch ohne Lizenz in Kurzwellenband>> auf 3560Khz und 3579KHz frei Senden, stimmt dass ?>> Wo steht etwas von ohne Lizenz ?> Man sollte eine Amateurfunklizenz erwerben, dann darf man auf den> zugelassenen Frequenzen experimentieren.>> Yagan
Nun, IMHO darfst du von 0 bis 9 Khz und von 0,3 bis 8xx THZ (Infrarot +
sichtbares Licht) ohne Frequenzzuweiung "senden". Auch darfst du quasi
überall senden, wenn du unterhalb der Grenzwerten der EMV bleibst. Der
Grenzwert von ca. -40dbm entspricht etwa 100 nW (also 0,1 µW). Das ist
nicht viel.
Ich mein das anders:
Für den CB-Funk brauch man doch keine Zulassung "jedermannsfunk".
Gibt es außer dem CB-Funk und andere Frequenzen die man als
"jedermannsfunk" benutzen darf ?
Was hindert dich daran, einfach zu experimentieren?
Lass dir hier nicht von ü60-Jährigen die Taschen voll machen, dass dann
sofort die Polizei kommt. Viele leben hier noch in den 70ern - da war
Funk noch was besonderes.
Hallo,
es ist aber verboten - und wenn du jemanden (Berechtigten) störst und du
mit hohen Aufwand ausfindig gemacht wirst dann ist die eigentliche
Strafe noch dein geringstes Problem.
Einige Stunden Messeinsatz durch Techniker (oder sind es sogar
Ingenieure ?) sind nicht billig - hinzu kommen dann noch einige weitere
Kostenquellen.
Falls du wirklich nur auf den Afu Frequenzen bleibst und kleine Leistung
an "schlechten" Antennen nutzt ist das Risiko allerdings wirklich
gering, ist dein Sender aber unsauber aufgebaut und eine der Oberwellen
fällt irgendwo im BOS Bereich oder noch schlimmer im Flugfunkbereich
wird es unter Umständen extrem teuer und könnte eventuell zur Strafsache
werden (nicht das Schwarzfunken - sondern der gefährliche eingriff in
den Flugverkehr).
Die "kleine" Amateurfunklizenz ist keine große Herausforderung und schon
damit kann man viel legal machen, und auch die "große" Lizenz ist ohne
E-Technikstudium / Abitur locker zu schaffen.
stay legal
Ham
Zu den 13,56Mhz. Das offiziell verkaufte Lernpaket Tesla Energie sendet
dort beispielsweise - und je nach Aufbau auch weiter als´ aus dem
eigenen Zimmer...
Es gibt noch eine Frequenz bei 27Mhz (bzw. eher einen Bereich) der sich
mit CB überlappt und als Experimentierfrequenz ausgewiesen ist. Hier
sind nicht nur 10mW ERP erlaubt, sondern auch die Bandbreite würde
(anders als bei 13,56Mhz) auch ausreichen um Sprache zu übertragen.
Die Rechtslage ist in der Tat lockerer geworden. Mittlerweile tauchen
legale "Privatkurzwellensender" auf, die so mit 10W QRP Leistung dann
senden - aber - eine Lizenz von der BNETZA haben. Scheinbar gibt´s da
eine neue Regelung. Eine Regelung ähnlich wie in den USA - sagen wir
"eingedeutscht" das man "überall senden darf" wie man will, solang´s net
weiter geht als 10m (mit µV/m begründet oder so) fänd ich gut, klar, wer
da vorsätzlich BOS und co stört sollte auch entsprechend bestraft
werden, aber wen die (noch... existente) Analoge Funktechnik
interessiert, der kann da gut seine Erfahrungen machen Empfänger und
Senderbau. Es sind nicht nur "unwissende" Elekronikbastler unterwegs -
viele verstehen was von ihrem handwerk, wollen aber aus o.g. gründen
keine Afu Lizenz machen da "sinnlos". Auch in der "Röhrenradio
community" ist schon sehr sehr lange der Wunsch nach einem entlich
legalen kleinen AM Sender da, der das eigene Haus mit musik versorgt,
und das man mit ein paar mW, an ner miniatur-drahtantenne nicht wirklich
jemanden stört weis glaube ich jeder. Wäre schon ein super zug von der
BNETZA wenn´s hierfür entlich mal eine offizielle verfüfung gäbe
beispielsweise "25mW auf mittelwelle an einer maximal 2m langen
Antenne". Das reicht für ein paar Zimmer - und außerhalb des Hauses
sollte es nach spätestens 20-30m garnichtmehr empfangbar sein. Denn die
ERP Leistung der antenne dürfte entsprechend gering sein.
Der Haken bei der AFU Lizenz is halt der, das man zwar wirklich extrem
viele Frequenzen mit noch viel mehr Leistung "darf" aber einfach Musik,
oder DvD Filme (ATV) senden ist nicht, dafür gibt´s extra nen
paragraphen der diesen spaß verbietet - du darfst also im prinzip viel,
außer "spaß haben" mit dem Amateurfunk :-)
Such mal nach Verfügung 1/2010 - mit minimalistischen Leistungen,
induktiver Übertragung, und praktischen Reichweiten von 1-2m kannst du
da auch im Mittelwellenband "experimentieren".
Ansonsten gibt´s viele ISM Frequenzen von VHF bis UHF mit zugelassenenen
Sendern - wenn´s dir um Empfängerbau geht, kannst du dich hier ja mal
informieren. Die Sender haben dann gern im Originalzustand bis zu 1km
und mehr Reichweite - einen guten Empfänger mit einer guten Antenne
vorausgesetzt.
Was ist mit Babyfon und Walkietalkie? Die haben doch auch Reichweite und
man darf sie verwenden. Dann noch WLAN und so, wenn meine WLAN Antenne
100mW macht dann darf ich da doch auch beliebiges senden auf der
Frequenz was auch nicht WLAN sein muss. Oder wie sieht das aus?
Gustl Buheitel schrieb:> Was ist mit Babyfon und Walkietalkie? Die haben doch auch Reichweite und> man darf sie verwenden.
Die arbeiten üblicherweise im PMR-Funkband, dafür gibt es eine spezielle
Frequenzzuteilung. Die Frequenz liegt bei 446 MHz, das ist für eigene
Bastel-Experimente schon ziemlich hoch.
Dieses Frequenzband ist eigentlich für komerzielle, gekaufte Geräte
vorgesehen, bei denen der Hersteller dafür verantwortlich ist, dass alle
gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden (Sendeleistung,
Sendezyklus, Oberwellen, ...). Wenn du versuchst, selber so ein Gerät zu
bauen, ist das schon ein ziemlich großer Aufwand.
Fragender schrieb:> Für den CB-Funk brauch man doch keine Zulassung "jedermannsfunk".
Das nicht, trotzdem darfst Du dort nur mit zugelassenen Geräten funken.
Die einzigen die legal einen selbstgebauten Sender betreiben dürfen,
ohne das man damit einer Behörde zur Abnahme vorstellig werden muss,
sind nun mal lizensierte Funkamateure.
Diese ganzen allgemein zugelassenen Geräte sagen lediglich aus, das man
sie nicht vor Benutzung extra bei der Bundesnetzagentur anmelden muss.
Der Hersteller dieser Geräte muss aber nach wie vor eine Typenprüfung
vornehmen lassen, bevor er diese Geräte legal verkauft.
Dort wird unter anderem die Einhaltung der maximal zulässigen Leistung,
die Nebenwellen und Oberwellenfreiheit, sowohl die belegte Bandbreite
festgestellt. Dafür benötigt man entsprechende Messtechnik, wie
Spektrumanalyzer oder wenigstens einen Messempfänger.
Allerdings wo kein Kläger , da kein Richter. Solange ein selbst gebauter
Sender in der abgestrahlten Leistung so begrenzt ist, das es tatsächlich
nur wenige Meter weit zu empfangen ist, und!!!! sich davon kein anderer
gestört fühlt, wird kein Hahn danach krähen, ob wohl es illegal ist.
Kritisch wird es allerdings wenn man ( egal ob mit der Grundwelle oder
einer unerwünschten Nebenausstrahlung ) einen legal betriebenen
Funkdienst stört. Insbesonders Flugfunk und BOSfunk reagieren da sehr
empfindlich.
Diese werden dann die Bundesnetzagentur einschalten, welches dem Treiben
Einhalt gebieten soll. Im Falle eines illegalen Betreiben eines Senders,
wird es dann in der Regel zumindest sehr teuer für den Betreiber.
Ralph Berres
Ralph Berres schrieb:> Diese ganzen allgemein zugelassenen Geräte sagen lediglich aus, das man> sie nicht vor Benutzung extra bei der Bundesnetzagentur anmelden muss.
Vor vielen Jahren musste ich sogar meinen "Sender" Mikrowellenofen
bei der Post anmelden. Eine passende, vorgedruckte Karte lag in der
Bedienungsanleitung.
Gruss
Harald
Na dann noch eine Frage:
Ich bastel etwas mit FPGA und so Digitalschaltungen. Da betreibt man mal
einen Monitor, mal eine schnelle externe Schnittstelle, ... und das zum
Testen oft auch mit ungeschirmten Drähten. Das strahlt doch auch ab?
Also wenn ich da zum Monitor einen schnell Pixel schicke oder ne
serielle Schnittstelle betreibe? Selbst die Leiterbahnen auf dem FPGA
Bord werden doch abstrahlen. Ich hatte mal einen FM-Sender gebaut, das
war am Ende nur eine Antenne (=20cm Draht) an einem FPGA Pin. Das konnte
ich im ganzen Garten empfangen. Das wollte ich dann etwas schwächer
machen und hab die Antenne weggemacht und es war immernoch empfangbar,
weil alleine die Leiterbahn vom FPGA Pin zum Pfostenstecker an dem ich
die Antenne hatte ca. 4cm über die Platine ging.
Kann man wegen sowas unbeabsichtigt Ärger bekommen?
Gustl Buheitel schrieb:> Kann man wegen sowas unbeabsichtigt Ärger bekommen?
Ja klar. Wenn Du jemand stoerst egal ob unbeabsichtigt oder nicht kannst
Du ein Problem bekommen. Als Bastler mit Deinem FPGA Board wird Dein
Problem groesser sein als das der Leute deren Radiowecker den Flugfunk
stoerte
http://www.funkamateur.de/nachrichtendetails/items/radiowecker-stoert-flugfunk.html
Du bist als Bastler mit Deinem FPGA Board dafuer verantwortlich das es
keine stoerenden Nebenaussendungen gibt.
Wenn Deine Experimente als Hobbybastler länger andauern oder Du mit
hohen Feldstärken rechnest, kannst Du das Board doch einfach schirmen
und die Kabel verdrosseln.
Wenn Du allerdings bewusst einen Sender für ein noch dazu dicht belegtes
Band wie das FM Rundfunkband baust und dann auch noch feststellst, dass
der im ganzen Garten empfangbar ist, dann ist das schon etwas
leichtsinnig :).
Wenn Du nur sehr kurze Experimente machst, noch dazu unregelmäßig und
mit kleinen Feldstärken, geht die Gefahr da Ärger zu bekommen sicher
gegen Null.
Wenn man bei Experimenten und Entwicklungsarbeiten allerdings eine
Serienproduktion im Auge hat, gehört von Anfang an Messtechnik zur
Grundausstattung, mit der man prüfen kann, ob EMV Grenzwerte
überschritten werden.
nicht"Gast" schrieb:> schau mal in den Wikipedia Artikel der ISM Bänder. Dort findest dud die> Frequenzen, auf denen du mit Kurzstreckenfunk rumleuchten darfst.
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum zu glauben, das man auf diesen
Bändern ohne eine Typenzulassung des Gerätes, durch die
Bundesnetzagentur, senden darf. Um die Typenzulassung hat sich der
Hersteller zu kümmern, ehe er das Gerät in den Verkehr bringen darf.
Die Geräte , die sich im ISM Band bewegen, sind lediglich anmelde und
Gebührenfrei für den Nutzer.
Nochmal auch ein senden in den ISM-Bändern ist ohne eine entsprechende
Zulassung durch die Bundesnetzagentur illegal.
Jedoch genießen Betreiber von Geräten welche sich auf diese Frequenzen
bewegen keinerlei Schutz gegenüber Störungen von anderen Teilnehmern.
Die Chance das die Bundesnetzagentur auftaucht, sind eher gering,
solange man ein sauberes Signal abstrahlt. ( Keine Nebenwellen und
Aussendungen außerhalb des ISM Bandes ).
Das aber zu kontrollieren bedarf es aber Messtechnik, die der Hobbyist
gemeinhin nicht hat.
Ralph Berres
Ralph Berres schrieb:> Die Chance das die Bundesnetzagentur auftaucht, sind eher gering,> solange man ein sauberes Signal abstrahlt. ( Keine Nebenwellen und> Aussendungen außerhalb des ISM Bandes ).
So ist es. Zumal die in diesem Frequenzbereich üblichen Anwendungen wie
Kunststoffschweißgeräte, Wärmebehandlungen (beim Arzt),
Induktionsöfen... auch nicht gerade wenig HF-Leistung abstrahlen.
Ralph Berres schrieb:> Es ist ein weit verbreiteter Irrtum zu glauben, das man auf diesen> Bändern ohne eine Typenzulassung des Gerätes, durch die> Bundesnetzagentur, senden darf. Um die Typenzulassung hat sich der> Hersteller zu kümmern, ehe er das Gerät in den Verkehr bringen darf.
Wenn man ein Gerät "in Verkehr bringt", muss man natürlich viele Sachen
beachten (z.B. CE-Konformitätserklärung). Aber das macht ein privater
Bastler doch gar nicht.
Ein Bastler ist quasi Hersteller und Anwender zugleich, deshalb trägt er
auch alle Risiken alleine, solange er alleine damit experimentiert.
Solange er alle Grenzwerte und Vorgaben einhält, die für das jeweilige
ISM-Band gelten, sehe ich keinen Grund, warum das illegal sein sollte.
Die "Typenzulassung" für derartige Geräte gibt es doch gar nicht mehr,
wenn ich das richtig verstanden habe. Es ist alleine Aufgabe des
Herstellers im Rahmen der Konformitätserklärung, sicherzustellen, dass
ein Gerät den Vorschriften entspricht.
Johannes E. schrieb:> Die "Typenzulassung" für derartige Geräte gibt es doch gar nicht mehr,> wenn ich das richtig verstanden habe.
Ich habe schon seit Jahrzehnte kein CB-Funkgerät mehr in der Hand
gehabt.
Gibt es da kein Zulassungszeichen mehr? so wie Früher mal PR27....
mit dem Pleitegeier als Emblem?
Vielleicht kann ja ein aktiver CB-Funker was dazu sagen.
Das würde mich jetzt doch mal interesieren.
Ralph Berres
Ralph Berres schrieb:> Ich habe schon seit Jahrzehnte kein CB-Funkgerät mehr in der Hand> gehabt.
Speziell für CB-Funkgeräte ist schon noch eine Typ-Zulassung
vorgeschrieben.
Meine Aussage bezog sich auf die ISM-Bänder.
> das war am Ende nur eine Antenne (=20cm Draht) an einem FPGA Pin
Mit Sicherheit hat das FPGA bei 300 MHz deutlich mehr Leistung
abgestrahlt, als bei 100 MHz. Die 20 cm entsprechen fast Lambda/4. Also
einfach die Antenne kürzer machen ist riskant, falls ich ein
Rechtecksignal draufgebe.
Die 20cm waren ungenau angegeben hier, ich hab da schon genau Lambda/4
verwendet, aber auch ohne Antenne war das Signal da. Gut hab zum Testen
nur ein paar Minuten "Barbie Girl" gesendet um zu gucken ob das wirklich
geht das mit dem FM. Aber jetzt wenn ich hier so Threads lese bekomme
ich schon bedenken wenn ich da rumbastel. Ich kann ja auch nicht die
ganze Zeit das komplette Spektrum überwachen ob da was sendet.
Alleine wenn ich hier einen ADC anschließe und den mit einem Takt
versorge, dann geht da ein Rechteck über ein paar cm Leiterbahn. Oder
RS232 bei 921600 Baud, also wenn da kontinuierlich über eine mehrere
Meter lange Doppelader Bytes drüber gehen, dann sendet das doch auch
irgendwie oder genügt es das zu verdrillen?
Mal schön ruhig, Leute.
Erst mal sollten wir klären, was der TO mit "mit selbstgebauten Sendern
experimentieren." überhaupt meint. Ob er also mal mit ner Teslaspule
sich die Haare zu Berge stehen lassen will oder sich die Nasenspitze
versengen, oder ob er dort nen 24/7 Hitsender in AM mit dem Besten der
70er und 100 Watt in Betrieb nehmen will, oder ob er all seine
Quarzfilter ausmessen will oder was auch immer.
Soweit ich weiß, arbeiten die Wärmegeräte "Kurzwelle" beim Onkel Doktor
bei so etwa 13, 27 oder 40 MHz - und die haben um Größenordnungen mehr
Leistung, als man es beim simplen Basteln mit nem FPGA und 3.3 Vss je
erreichen kann. Wer dort also unmoduliert oder mit einer schmalbandigen
Modulation (aber ohne die Hits der 70er) etwas mal ausprobiert, der wird
mit ziemlicher Sicherheit NICHT anecken - solange er einigermaßen
gewissenhaft arbeitet.
Ein Ähnliches gilt für solche Sachen wie das Ausmessen der Antenne mit
dem Netzwerkanalysator. Natürlich kann man da mal eben 14 dBm
applizieren und obendrein auch noch über die gesamte KW bis hin zu 2m
sweepen, aber das macht man ja nicht stundenlang und auch nicht täglich,
sondern eher im Einzelsweep, den man sich dann erstmal analysiert.
Also: Maßhalten und vernünftig bleiben.
W.S.
Ralph Berres schrieb:> Gibt es da kein Zulassungszeichen mehr? so wie Früher mal PR27....> mit dem Pleitegeier als Emblem?
Da hat sich Einiges geändert gegen früher.
Nach der Harmonisierungsrichtlinie des gemeinsamen Marktes wurde die
Typzulassung durch die Konformitaetserklaerung CE ersetzt.
Nach der EU Richtlinie für Funkanlagen ist für die
Konformitaetserklaerung zwar die Einschaltung einer "benannten Stelle"
(EU zertifiziertes Prueflabor) Pflicht. Die Auswahl der benannten Stelle
kann der Inverkehrbringer nach Gusto wählen. Es kann irgendein
Zertifizierlabor in Bulgarien oder Lettland sein. Dss gute alte FTZ ist
heute eine privatwirtschaftluch geführte benannte Stelle unter Vielen.
Gruss
Wer schon mal eine Störungsmeldung bei der Bundesnetzagentur aufgegeben
hat, der weiß dass der Messtrupp im Normalfall nicht sofort ausrückt.
Dafür haben die weder Personal noch technische Ausrüstung in
asureichender Menge. Je nach Art der "Störung" können so bis zu einem
Peileinsatz Tage oder Wochen vergehen. Es gibt wohl auch ein paar
automatisierte Peilstationen über das Land verteilt, aber bis zu denen
muss das Sendesignal erst mal hinreichen.
Anders sieht es natürlich aus, wenn "Gefahr im Verzug ist" - also z.B.
Funkdienste wie BOS oder Flugfunk beeinträchtigt werden, oder der
"Staatsschutz" wegen verdächtiger Sendungsinhalte aktiv wird. Der
Röhrenradioliebhaber sollte also bei der Auswahl des Tonmaterials für
seine Volksempfängervorführung vielleicht etwas umsichtig sein ;-)
Gruß
Arne
Mal frech gefragt:
Welchen kommerziellen Funkdienst könnte ich denn so stören wenn ich mit
z.B. einem halben Kilowatt hier in Sachsen auf 1044 Khz vor mich hin
sende, bei sauberem, entsprechend oberwellenfreiem Signal
selbstverständlich...?
Da gabs mal den lokalen "Orstsender" der gegen meinen Willen trotz
meiner Zahlungen den Betrieb eingestellt hat. Und nu? Wen störe ich da?
Gruß,
Holm
Holm Tiffe schrieb:> Welchen kommerziellen Funkdienst könnte ich denn so stören wenn ich mit> z.B. einem halben Kilowatt hier in Sachsen auf 1044 Khz vor mich hin> sende, bei sauberem, entsprechend oberwellenfreiem Signal> selbstverständlich...?
Sender in anderen Länder die diese Frequenz auch benutzen. Aber das ist
nicht das eigentliche Problem.
Kannst du ohne entsprechende Messtechnik wirklich garantieren, das dein
Sender auch wirklich nur diese geplante Frequenz mit der belegten
Bandbreite abstrahlt?
Genau das ist nämlich das Problem. Nur die wenigsten aus dem Forum haben
einen Spektrumanalyzer greifbar um Aussendungen auch kontrollieren zu
können.
Alle anderen wissen nicht was sie wirklich abstrahlen. Oberwellen
entstehen schnell in einen Sender.
Ralph Berres
Ralph Berres schrieb:> Nur die wenigsten aus dem Forum haben> einen Spektrumanalyzer greifbar um Aussendungen auch kontrollieren zu> können.
Die anderen koennen sich ja z.B. hiermit
http://www.rtl-sdr.com/rtl-sdr-wide-spectrum-analyzer/ behelfen. Klar
ist das kein echter Spekki aber um den Uberblick zu behalten ist es
vielleicht ganz brauchbar.
73
Holm Tiffe schrieb:> Mal frech gefragt:> Welchen kommerziellen Funkdienst könnte ich denn so stören wenn ich mit> z.B. einem halben Kilowatt hier in Sachsen auf 1044 Khz vor mich hin> sende, bei sauberem, entsprechend oberwellenfreiem Signal> selbstverständlich...?>> Da gabs mal den lokalen "Orstsender" der gegen meinen Willen trotz> meiner Zahlungen den Betrieb eingestellt hat. Und nu? Wen störe ich da?>> Gruß,>> Holm
Du störst da niemanden. Ich schlage vor, probier es einfach aus. Und
berichte dann hier. OK?
mit einen halben Kilowatt auf Mittelwelle?
Da kommst du nachts weltweit mit. Tagsüber europaweit.
Die IARU koordiniert u.A. die Zuteilung der Rundfunkfrequenzen im LWK
Bereich.
Wenn du da mit einer halben Kilowatt auf einer Rundfunkfrequenz in die
Luft gehst, freut sich sicherlich ein anderer Sender irgendwo auf der
Welt, der die Frequenz legal zugewiesen bekommen hat.
Ralph Berres
Ralph Berres schrieb:> mit einen halben Kilowatt auf Mittelwelle?>> Da kommst du nachts weltweit mit. Tagsüber europaweit.
Und warum verwend(et)en Radiosender auf MW die 1000-fache Leistung und
haben tagsüber mitnichten ganz Europa erreicht?
Winfried J. schrieb:> den hier ?> http://de.wikipedia.org/wiki/Funkturm_Wilsdruff
Ich denke, genau um den ging es bei den 1044 kHz, den Holm meinte.
Schade drum, ich habe den großen Sender noch in Funktion erlebt. Und das
war wirklich ein Erlebnis. Der Röhrensender in Aktion ist schon
sehenswert. Ein Sendesaal fast so groß wie ein Fußballfeld, der
Modulationstrafo füllte einen ganzen Raum aus und war nur von außen
zugänglich...
Und im Abstimmhaus, wo der große Mast mit der Spitze draufstand, hätte
man sich locker eine Wohnung einrichten können. Unvorstellbar.
In den letzten Jahren war ja nur noch der kleine Hilfssender in Betrieb.
Teilweise auch mit dem "Bleistift" (der großen Antenne). Aber der kleine
Transistorsender war einfach nicht das gleiche.
SWL schrieb:> Und warum verwend(et)en Radiosender auf MW die 1000-fache Leistung und> haben tagsüber mitnichten ganz Europa erreicht?
Ganz einfach weil konsum-Rundfunkempfänger keine vernünftigen Antennen
für den Empfang benutzen. Da braucht man entsprechend höhere
Feldstärken.
Dann schaue dich mal bei den Funkamateure rum , wie weit die auf dem
160m Band mit nur 100 Watt ERP kommen. Das liegt im Frequenzbereich
ähnlich wie Mittelwelle. OK Funkamateure verwenden SSB das ist um ca.
6db effizienter als AM.
Ralph Berres
@Ralph:
Gehe einfach mal davon aus das ich es "richtig" machen würde und das
Signal wirklich sauber wäre. Irgendwelche Spanier die da regional mit
scheinbar mehr als der zugelassenen Leistung herumbraten gehen mir nicht
so dermaßen nahe das es mich kümmern würde...
Fakt ist, das weniger meine Oberwellenaussendungen zum Problem würden,
das Problem sind eher Gabriels blödsinnige Entscheidung die Glühlampe zu
verbieten und die Folgen dieser Entscheidung.
Auch zweifle ich an, dass ich einen Internationalen Rundfunksender mit
meinen 500 Watt stören würde, ich kann mir Antennen wie Wilsdruff nicht
leisten, dementsprechend verhält sich dann auch die Abstrahlung. Dein
Herumgeeiere auf Nebenschauplätzen sagt mir aber:
Ich störe dort Niemanden, aber es kann ja nicht sein was nicht sein
darf.
Genau das wollte ich festgestellt haben.
BTW: Spektrumanalyzer.. als Funkamateur (bin Keiner) darf ich Sender
bauen und in Betrieb nehmen...von Besitz eines Spektrumanalysators steht
Nichts in den Gesetzen. Überlege mal wie lange es Spekkies gibt und wie
lange schon Sender gebaut werden, da gibts keinen Zusammenhang.
Mit gesundem Menschenverstand bekommt man Sowas auch auf die Reihe.
@npn: ja ich meinte Wilsdruff, ich kenne den alten Röhrensender aber
leider nur noch von Fotos. Ein Versuch mal eine Führung durch den Sender
mit den Teilnehmern meines Röhrentreffens hier in Kleinschirma zu machen
scheiterte schon vor Jahren an "zu spät", leider.
Gruß,
Holm, der sicher nicht mit einem halben KW auf 1044 herumbraten wird...
Nachtrag:
http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/beitraege/2013/mw_sachsen.htmlhttp://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/beitraege/2013/wilsdruff_2.htmlhttp://www.ighft.de/exkursionen/wilsdruff/wilsdruff.htmhttp://www.havel-web.de/peter/touren/bauwerke/wilsdru0.htmhttp://www.oldtimeradio.de/sender-R-dresden-wilsdruff.php
ok, reicht dann wohl..
Holm Tiffe schrieb:> das Problem sind eher Gabriels blödsinnige Entscheidung die Glühlampe zu> verbieten und die Folgen dieser Entscheidung.
Meinst du den Erzengel Gabriel?
Der wars nicht. Es war die EU-Kommission mit der Oekodesign Richtlinie
2005
Ralph
Holm Tiffe schrieb:> Ich störe dort Niemanden, aber es kann ja nicht sein was nicht sein> darf.
Solange es nur einer bzw. ganz wenige Menschen machen, ist es eigentlich
kein Problem. Das gilt auch bei vielen anderen Themen
(Umweltverschmutzung, Raubkopieren, Steuerhinterziehung, ...).
Es ist aber trotzdem verboten, weil sonst möglicherweise viele andere
Menschen auf die gleiche Idee kommen und auch mit 500 W auf dieser
Frequenz senden. Dann stören sie sich mindestens gegenseitig und relativ
schnell dann auch andere Funkdienste, weil sich dann auch die
ungewollten Störaussendungen aufsummieren.
Holm Tiffe schrieb:> Fakt ist, das weniger meine Oberwellenaussendungen zum Problem würden,
In der Regel sind es Ober bzw Nebenwellenausstrahlungen die unangenehm
auffallen, weil sie in der Nähe ansässige Funkdienste stören können, die
sich zu Recht beschweren.
Holm Tiffe schrieb:> Auch zweifle ich an, dass ich einen Internationalen Rundfunksender mit> meinen 500 Watt stören würde, ich kann mir Antennen wie Wilsdruff nicht> leisten, dementsprechend verhält sich dann auch die Abstrahlung. Dein> Herumgeeiere auf Nebenschauplätzen sagt mir aber:
Klar ist es nicht ganz einfach, einen Lambda/2 Fullsize Dipol für 160m
zu bauen, bzw. aufzuhängen. Es gibt sogar Funkamateure die ein 30m hohen
Gittermast im Garten stehen haben. Mit dem könnte man sogar einen
verkürzten Vertikalstrahler aufbauen.
Man braucht ein Grundstück um mindestens 80m Draht aufzuhängen.
Aber es gibt genügend Funkamateure allein in Deutschland die solche
Antennen haben. Das in bei erlaubten 750Watt Ausgangsleistungen dann
auch fast 750W ERP.
Holm Tiffe schrieb:> Ich störe dort Niemanden,
Das ist eine Annahme die du letztendlich nicht garantieren kannst.
Aber im Zweifelsfalle wird die Bundesnetzagentur dir das schon
kostenpflichtig widerlegen.
Holm Tiffe schrieb:> BTW: Spektrumanalyzer.. als Funkamateur (bin Keiner) darf ich Sender> bauen und in Betrieb nehmen
Das ist richtig. Und man übernimmt damit eine große Verantwortung.
Holm Tiffe schrieb:> von Besitz eines Spektrumanalysators steht> Nichts in den Gesetzen.
Das ist auch richtig. Aber es steht was in den Gesetzen von der
Einhaltung maximaler Störausstrahlungen. ( steht im Amateurfunkgesetz ).
Früher war es mal u.A. innerhalb der Rundfunkbänder 4nW ansonsten
unterhalb 30MHz -40db bezogen auf den Träger und oberhalb 30MHz -60db
bezogen auf den Träger.
Wer damit aufgefallen ist, bekam mehr oder weniger freundlichen Besuch
der damaligen FTZ ( heute Bundesnetzagentur ).
Ich weis es aus Erfahrung, weil ich mit Erlangung der Lizenz mir ein
gebrauchtes Funkgerät gekauft habe, und promt mit einer ( mir nicht
bekannten ) Nebenausstrahlung den Betriebsfunk der Justizvollzugsanstalt
lahm gelegt habe. Ich kann dir sagen, da ging die Post ab ( im wahrsten
Sinne des Wortes denn FTZ war damals noch Bundespost ).
Damals hatte ich noch keinen Spektrumanalyzer. Nur mit Hilfe
befreundeter Funkamateure ( übrigens arbeiteten die beim
Funkstörmessdienst ) konnte ich den groben Abgleichfehler beseitigen.
Vor ein paar Jahren hatte ich mir ein gebrauchtes 2m/70cm Allmodegerät
zugelegt. Den habe ich Gott sei Dank zuvor mit einen Spektrumanalyzer
durchgemessen. Der hatte 1 Watt Leistung bei 124MHz abgestrahlt. Also
Flugfunkband. Dreimal darfst du raten wie lange es gebraucht hätte, bis
das aufgefallen wäre, und wie das für mich ausgegangen wäre.
Holm Tiffe schrieb:> Mit gesundem Menschenverstand bekommt man Sowas auch auf die Reihe
Klar mit gesunden Menschenverstand kann man einen Sender bauen, der
höchstwarscheinlich sauber ist. Dazu gehört viel Erfahrung und mag 100
mal Gut gehen. Aber HF geht bekanntlich mitunter seltsame Wege.
Und wieviel Leute hier im Forum hat diese Erfahrung?
Ich wage mal vorsichtig zu behaupten, es geht sicher nicht wesentlich
über den einstelligen Bereich hinaus.
Ich will keine Panik machen. Aber die Behauptung man könne ungestraft
mit ein halbes Kilowatt eine Mittelwellenrundfunkfrequenz kapern ist
doch ein wenig dreist.
Ralph Berres
Ralph Berres schrieb:> Holm Tiffe schrieb:>> Fakt ist, das weniger meine Oberwellenaussendungen zum Problem würden,>> In der Regel sind es Ober bzw Nebenwellenausstrahlungen die unangenehm> auffallen, weil sie in der Nähe ansässige Funkdienste stören können, die> sich zu Recht beschweren.
Ralph ich komme nicht auf der Wurschtsuppe dahergeschwommen!
>> Holm Tiffe schrieb:>> Auch zweifle ich an, dass ich einen Internationalen Rundfunksender mit>> meinen 500 Watt stören würde, ich kann mir Antennen wie Wilsdruff nicht>> leisten, dementsprechend verhält sich dann auch die Abstrahlung. Dein>> Herumgeeiere auf Nebenschauplätzen sagt mir aber:>> Klar ist es nicht ganz einfach, einen Lambda/2 Fullsize Dipol für 160m> zu bauen, bzw. aufzuhängen. Es gibt sogar Funkamateure die ein 30m hohen> Gittermast im Garten stehen haben. Mit dem könnte man sogar einen> verkürzten Vertikalstrahler aufbauen.>> Man braucht ein Grundstück um mindestens 80m Draht aufzuhängen.>> Aber es gibt genügend Funkamateure allein in Deutschland die solche> Antennen haben. Das in bei erlaubten 750Watt Ausgangsleistungen dann> auch fast 750W ERP.
Bei dem Aufwand würde ich dann aber auch eine dickere Lampe an den Draht
hängen. :-)
>> Holm Tiffe schrieb:>> Ich störe dort Niemanden,>> Das ist eine Annahme die du letztendlich nicht garantieren kannst.> Aber im Zweifelsfalle wird die Bundesnetzagentur dir das schon> kostenpflichtig widerlegen.
Ist ist ziemlicher Sülz, meinst Du nicht?
Im Endeffekt sind die Störausstrahlungen von Millionen Energiesparlampen
in Summe deutlich höher als meine 500 Watt (..auf der Hauptwelle!).
Was unternimmt die BNA dagegen das ich nicht mehr ungestört auf den
Bändern bis ca. 30Mhz Rundfunk hören kann? Nichts.
Ralph mir geht es ausdrücklich nicht um die Gesetzeslage, Sesselfurzer
oder sonstige Idioten, auch nicht um die technischen Belange, sondern
einfach um die Frage "Wen störe ich da?"
Übrigens ging die Richtlinie der EU Kommission auf die "Anregung" des
Erzengels zurück, nur falls Dir das nicht klar sein sollte.
Unserer gesamten Regierung inklusiver der nie demokratisch Gewählten EU
Kommission fehlt jedes naturwissenschaftlich/technische Verständnis wie
Du weist, sonst wären die schon eher dahinter gekommen das die ESL weder
umweltfreundlich noch energiesparend sind, zumal der Anteil der
eingesetzten Energie für die Beleuchtung von Privathaushateln gerade mal
2% am Gesamtenergiebedarf der Bundesrepublik ausmacht. Ich sage doch:
Idioten.
>> Holm Tiffe schrieb:>> BTW: Spektrumanalyzer.. als Funkamateur (bin Keiner) darf ich Sender>> bauen und in Betrieb nehmen>> Das ist richtig. Und man übernimmt damit eine große Verantwortung.>
Ja.. und darf damit man dann haftbar wird noch die Selbsterklärung
zusammenstückeln..
> Holm Tiffe schrieb:>> von Besitz eines Spektrumanalysators steht>> Nichts in den Gesetzen.>> Das ist auch richtig. Aber es steht was in den Gesetzen von der> Einhaltung maximaler Störausstrahlungen. ( steht im Amateurfunkgesetz ).>> Früher war es mal u.A. innerhalb der Rundfunkbänder 4nW ansonsten> unterhalb 30MHz -40db bezogen auf den Träger und oberhalb 30MHz -60db> bezogen auf den Träger.>> Wer damit aufgefallen ist, bekam mehr oder weniger freundlichen Besuch> der damaligen FTZ ( heute Bundesnetzagentur ).>> Ich weis es aus Erfahrung, weil ich mit Erlangung der Lizenz mir ein> gebrauchtes Funkgerät gekauft habe, und promt mit einer ( mir nicht> bekannten ) Nebenausstrahlung den Betriebsfunk der Justizvollzugsanstalt> lahm gelegt habe. Ich kann dir sagen, da ging die Post ab ( im wahrsten> Sinne des Wortes denn FTZ war damals noch Bundespost ).
Geil :-)
>> Damals hatte ich noch keinen Spektrumanalyzer. Nur mit Hilfe> befreundeter Funkamateure ( übrigens arbeiteten die beim> Funkstörmessdienst ) konnte ich den groben Abgleichfehler beseitigen.>> Vor ein paar Jahren hatte ich mir ein gebrauchtes 2m/70cm Allmodegerät> zugelegt. Den habe ich Gott sei Dank zuvor mit einen Spektrumanalyzer> durchgemessen. Der hatte 1 Watt Leistung bei 124MHz abgestrahlt. Also> Flugfunkband. Dreimal darfst du raten wie lange es gebraucht hätte, bis> das aufgefallen wäre, und wie das für mich ausgegangen wäre.>
Nochmal, Du weist auf die Gefahr der Nebenausstrahlungen hin, ich hatte
aber schon eingangs geschrieben das ich voraussetze das das Signal
sauber ist.
Du kurierst hier ständig am Symptom herum und hast meine eigentliche
Frage gar nicht verstanden wie es aussieht.
> Holm Tiffe schrieb:>> Mit gesundem Menschenverstand bekommt man Sowas auch auf die Reihe>> Klar mit gesunden Menschenverstand kann man einen Sender bauen, der> höchstwarscheinlich sauber ist. Dazu gehört viel Erfahrung und mag 100> mal Gut gehen. Aber HF geht bekanntlich mitunter seltsame Wege.> Und wieviel Leute hier im Forum hat diese Erfahrung?>> Ich wage mal vorsichtig zu behaupten, es geht sicher nicht wesentlich> über den einstelligen Bereich hinaus.>> Ich will keine Panik machen. Aber die Behauptung man könne ungestraft> mit ein halbes Kilowatt eine Mittelwellenrundfunkfrequenz kapern ist> doch ein wenig dreist.>> Ralph Berres
Ungestraft...werden Atomwaffenfähige Uboote an Israel verschenkt, werden
Steuermilliarden tagtäglich vergeudet und es werden Waffen in
Krisengebiete exportiert.
Bestraft wird in Deutschland nur der kleine Ladendieb, Leute die sich
einen Spektrumanalysator kaufen können bleiben ungestraft :-)
Ich freue mich über jeden niederländischen Piraten der Mucke auf
Mittelwelle macht und sich gegen die aufgedrückte Ordnung wehrt. Diese
Leute stören Niemanden, es ist nur verboten weil wo kämen wir denn da
hin...
Mir ist völlig klar das Du als Funkamateur die Pflicht hast mich zu
agitieren, nur geht das halt völlig am Thema vorbei.
Ich habe auch nicht vor mir Ärger auf den Hals zu ziehen geschweige denn
die Zeit DJ zu spielen, ich werde also einer der Letzten sein die ihren
privaten Mittelwellensender in Betrieb nehmen..
Ich sehe nur eben deutlich das es nicht mehr gewollt ist das Leute nicht
kontrollierbare Informationen erhalten, oder was denkst Du ist das Ziel
der ständigen Werbung für Digitalradio und der Abschaltung deutscher
Mittelwellensender? Die Leute sollen ihre alten Radios wegschmeißen. UKW
läuft noch weil das Kurzstreckenfunk ist. Wenn man da was empfangen
will, dann steht der Sender in Deutschland und ist kontrollierbar.
Globale nicht kontrollierbare Kommunikation ist unerwünscht!
Ja.. alles klar wenn ich in der Karibik mal kurz deutsche Nachrichten
hören will nehme ich dort die nächste Flatrate und höre mit mir einer
App Digitalradio aus D an.. spinnen die?
Gruß,
Holm
Fragender schrieb:> Hallo,>> auf 13,56Mhz darf man ja soweit ich weis mit selbstgebauten Sendern> experimentieren.>> Wir hier steht darf man wohl jetzt auch ohne Lizenz in Kurzwellenband> auf 3560Khz und 3579KHz frei Senden, stimmt dass ?> http://www.qrpforum.de/index.php?page=Thread&threadID=1195>> Gruß
Hallo Fragender,
dürften wir erfahren woher du ungefähr kommst?
Weil: wir könnten Dir dann auch einen Kontakt zu Funkamateueren
herstellern bzw. Dir eine Kontaktadresse eines (oder mhererer)
Ortsverbände heraussuchen und zukommen lassen! Da gibt es einige AFus
mit Ausbildungsrufzeichen, und du kannt (theoretisch) unter Verwendung
des Ausbildungsrufzeichen mit dem Sender "spielen"!
Im allgemeinen finde ich selber es nicht schlimm wenn du z.b. bei den
13,56MHz experimentierst. Aleine schon weil RFID dort auch senden. Wenn
Du aber jemand störst, kann das ärger geben. Allerdings ist das
unwarscheinlich das du diese Leistungen dafür handhaben kannst um ein
RFID in der Nachbarschaft lahm zu legen.
Bei CB-Funk darf zwar jeder die Geräte nutzen, aber die Geräte selber
müssen gefrüft sein. Ich hab früher auch eine 27MHz-Fernsteuerung
zerlegt und den Sender für was anderes verwendet. Meine Finger habe ich
noch alle, ich bin nicht ins Gefängnis gekommen, keiner hat sein
Augenlicht verlohren, von mir wurde kein Flugzeugabsturz verursacht,
aber am Mauerfall könnte ich schuld sein!
Du kannst aber zum "spielen" solche Funkmodule (ISM) auf 433MHz (achtung
diese Frequenz wird auch von Funkamateueren genutzt) mit max 10mW und
bei 868MHz mit max 500mW betrieben werden. Bei 868MHz ist aber die
Sendedauer auch von der Sendeleistung abhängig und auch vom Bereich in
dem Band (nicht überall ist 500mW erlaubt).
Grüße
Alex
Holm Tiffe schrieb:> Ich sehe nur eben deutlich das es nicht mehr gewollt ist das Leute nicht> kontrollierbare Informationen erhalten, oder was denkst Du ist das Ziel> der ständigen Werbung für Digitalradio und der Abschaltung deutscher> Mittelwellensender?
Jetzt weis ich worauf du hinaus willst. Doch das ist eine ganz andere
Baustelle, wo ich dir sogar rechtgeben möchte.
Gott sei Dank ist das aber hier in Deutschland noch nicht so ausgeprägt,
wie z.B. in Russland oder der Türkei. ( Von östlichen Schurkenstaaten
mal ganz zu schweigen ).
Ich bin auch nicht gerade glücklich über den zugenommenen Störnebel der
Energiesparlampen, DSL-Modems Plasmafernseher ( doch die sterben Gott
sei Dank aus ) und was da sonst noch so vorhanden ist.
Ich war auch nie darüber glücklich, das jeder eine Kabelnetzverteilung
sogar ohne Ausbildung errichten und betreiben darf. ( S6 Probleme im 2m
Amateurband ). Es war Anfangs mal so, das man eine errichtete Anlage
zumindestens unter Einreichung der kompletten Installationsunterlagen
samt Messprotokoll anmelden musste.
Das hätte man besser beibehalten.
Ich kann mir nicht vorstellen, das das komplette LMK Band irgendwann
komplett den Funkamateuren überlassen wird. Wie du schon selbst
geschrieben hast, will man den zwar Nutzern die Möglichkeit nehmen sich
unabhängig zu informieren. Aber das Militär hat noch ein Auge auf diese
Frequenzen, und nutzt sie auch. Sie will nämlich unter allen Umständen
unabhängig von irgendwelcher Netzinfrastruktur bleiben. Und das geht nun
mal am besten auf Kurzwelle und niedrigeren Frequenzen.
Ralph Berres
Sollte es um Rundfunk gehen, dann habe ich den Eindruck, dass die
zuständigen Behörden da nicht mehr so genau hinschauen.
In meiner Gegend tummelt sich zum Beispiel seit Jahren 24/Tag ein nicht
identifizierbarer UKW-Sender mit Dauermucke auf einer früher von einem
offiziellen Rundfunksender genutzten Frequenz. Der sendet keine Werbung,
keine Nachrichten, keine Wortbeiträge, ausgenommen um 0:00 und 12:00 Uhr
ein Jingle mit kurzer Ansage.
Der Sender muss einen guten Standort und gutes Equipment haben. Die
Signalqualität ist 1A. Gelegentlich gönnt man sich RDS.
Der Sender hat keine Webseite. Googlen nach der Frequenz, dem Namen usw.
bringt genau Null-Komma-Nichts.
Fragt man in Rundfunkforen nach was/wer das sein könnte, wird man
freundlich gebeten den Sender nicht zu diskutieren. Solange sich niemand
beschwert lässt man den einfach laufen. Auch wenn er sicher irgendwann
fällig sein wird. Das ist ein gewaltiger Unterschied zu den Zeiten als
man große Jagten auf UKW-Schwarzsender aus der Alternativen- und
Sponti-Szene durchführte.
Ralph Berres schrieb:> Ich kann mir nicht vorstellen, das das komplette LMK Band irgendwann> komplett den Funkamateuren überlassen wird.
Das wird eher den Schaltnetzteilen überlassen...
Das Militär hat längst seine interne (Funk~ und
Draht~)Netzinfrastruktur. Damit wurde schon zu DDR-Zeiten angefangen als
Luftlagebilder auf Schiffen per Funkmodem aktuell gehalten wurden. Ja
man hatte in den Achtzigern auch bei der VM sowas aufgebaut. Aber das
war Mitte der Achtziger als ich dann ab und ausgestiegen bin bei dem
Verein.
@ Holm Tiffe
Keine Zeit die nicht wieder kommt und keine Macht die nicht an ihrem
Versuch alles zu kontrollieren gescheitert wäre, scheitern wird.
Es wird zwar subtiler, nicht aber effektiver kontrolliert, da das
Wissen, ja die schiere Informationsmenge expotentiell schneller wächst
als die Möglichkeit diese zu kontrollieren. Und was Du hier als Problem
siehst ist eine lokale Erscheinenung. Global fährt der Zug in die andere
Richtung, was bei den hiesigen Betonköpfen zu Panikreaktionen führt,
welche sie nur noch schneller dahinbringt, wogegen sie sich noch
streuben.
Das Rad der Geschichte rollt, und nimmt sowohl an Masse als
Beschleunigung zu. Gelegentlich hüpft es über einen Stein, aber es hat
noch jede Mauer durchbrochen welche ihm versucht wurde in den Weg zu
stellen.
dont worry be happy
Namaste
Dabei ist die Frage des TO "darf man wohl jetzt auch ohne Lizenz in
Kurzwellenband auf 3560Khz und 3579KHz frei Senden, stimmt dass ?" so
leicht zu beantworten:
Nein! Es stimmt nicht.
Was haben wir sonst noch aus dem ganzen Sermon hier gelernt:
Inhaber eines gesunden Menschenverstandes, die nicht auf der
Wurschtsuppe hergeschwommen sind, haben das gefühlte Recht, überall dort
zu senden, wo das die Energiesparlampen auch tun.
@RaRu:
You made my Day! Die Zusammenfassung ist köstlich und paßt!
@Namaste:
100% Übereinstimmung. Das ist aber auch der Grund weshalb ich keine
Schaltungsunterlagen brauche um ggf. einen Mittelwellensender zu bauen,
ich nehme da auch stark veraltete Teile wenn es drauf ankommt,
Nebenwellen interessieren mich dann aber auch eher weniger.
@Mark99
..wo ist denn deine Gegend? ..gerne als PN. Ich habe eine 8 Element
Yagi für UKW, aber meine Chancen sind wohl eher schlecht, die Leistung
des Senders wird sicherlich eher verschwindend gering sein.
@Ralph:
Na also :-)
Das Militär und Geheimdienste haben sowieso ihre eigenen Gesetze die
auch nicht notwendigerweise irgendwo aufgeschrieben sind. Im
Zweifelsfalle machen die was sie wollen (und nicht nur das was ihnen
aufgetragen wurde).
Die kapern sich wenn es darauf an kommt sowieso Alles was sie brauchen,
natürlich auch Frequenzen die man eben gerade noch höchst offiziell
benutzte nebst dem Sender wenn sie ihn brauchen.. da lohnt es sicher
nicht darüber nachzudenken.
Gruß,
Holm
Holm Tiffe schrieb:> Na also :-)> Das Militär und Geheimdienste haben sowieso ihre eigenen Gesetze die> auch nicht notwendigerweise irgendwo aufgeschrieben sind. Im> Zweifelsfalle machen die was sie wollen (und nicht nur das was ihnen> aufgetragen wurde).
Naja du must schon noch unterscheiden zwischen Militär und
Geheimdienste.
Holm Tiffe schrieb:> Die kapern sich wenn es darauf an kommt sowieso Alles was sie brauchen,> natürlich auch Frequenzen die man eben gerade noch höchst offiziell> benutzte nebst dem Sender wenn sie ihn brauchen..
Im Verteidigungsfalle stimmt das sicher.
Aber im Normalfall kann das Militär sich auch nicht einfach Rundfunk und
Fernsehsender nebst Frequenzen kapern.
Wir leben hier Gott sei Dank immer noch in sowas ähnliches wie ein
Rechtsstaat und Demokratie.
Betroffene ( legale ) Sender werden sich schon juristisch zur Wehr
setzen.
Das Verhalten was du ansprichst, würde ich eher an einer Diktatur
denken.
Was Geheimdienste betreffen, gebe ich dir insofern Recht, das sie sich
zunehmend der palamentarischen Kontrolle entziehen. Sie starten zwar
(illegale ) Lauschangriffe, aber das sie legal vergebene Frequenzen oder
gar Sender gekapert haben wäre mir neu. Und das sie die Lizenz zum töten
haben ala James Bond möchte ich auch erst mal bewiesen haben.
Ralph Berres
Rlaph Du setzt bei Deinem Urteil über Geheimdienste den BND vorraus (der
ja auch keine weiße Weste hat) aber der CIA, die NSA der Mossad und auch
damals die Stasi gehen/gingen erwiesenermaßen über Leichen und das in
jeweils einer "Demokratie".
Wir leben in einer Demokratie? Womit begründest Du das EU Recht über
nationales Recht geht und Du Niemanden in der EU-Bürokratour
demokratisch wählen durftest? Wie siehts aus, hast Du bei einem
Volksentscheid zum Euro oder bei der Schuldenübernahme in einem
Referendum Deine Stimme abgeben dürfen? Ich nicht.
Die Wahlen in D sind seit Jahrzehnten nicht Grundgesetzkonform und die
dazugehörigen Gesetze sind derart "vergiftet" das es unmöglich ist diese
Konformität mittles Gesetzen wieder herzustellen. Das kannst Du Alles
nachlesen wenn Du willst.
Einigen wir uns auf den allgemein üblichen Begriff "Postdemokratie" was
auch immer das bedeutet. Genug Politik, wir bewegen uns damit an der
Grenze des hier erlaubten.
BTW: Demokratie bedeutet Mehrheitsentscheidungen und das Dein doofer
Nachbar mit einem IQ von 40 auch was zu melden hat, willst Du das?
(siehe Volker Pispers)
Gruß,
Holm
Holm Tiffe schrieb:> BTW: Demokratie bedeutet Mehrheitsentscheidungen und das Dein doofer> Nachbar mit einem IQ von 40 auch was zu melden hat, willst Du das?
Da haette ich eine Lösung:
Das Stimmrecht wird mit dem IQ gewichtet. Der Typ mit IQ 40 haette dann
0,4 Stimmen. Man sollte eine Petition zur Aenderung des Wahlrechts
initiieren.
@RARU
bitte lass das nächste mal bitte nicht die Sarkasmus-Tags weg.
es gibt Leute die so etwas sehr ernst nehmen. ;) ...und ebenso voten.
[sark]
[/sark]
@ Ralph Barres
Ich wünche Dir, dass du dir deine Sicht noch lang erhalten kannst.
Mit etwas mehr Realitätsinn ist es deutlich schlechter auszuhalten und
man muss sich täglich klarmachen dass, die Tendenz in Summe positiv sei
auch wenn die negativen Wahrnehmungen das Dank Infotainment schwer zu
überwiegen scheinen.
Namaste
Winfried J. schrieb:> Das Rad der Geschichte rollt, und nimmt sowohl an Masse als> Beschleunigung zu. Gelegentlich hüpft es über einen Stein, aber es hat> noch jede Mauer durchbrochen welche ihm versucht wurde in den Weg zu> stellen.
Schöne Aussichten...
Dem Rad der Geschichte sind solche Dinge wie Kultur und Zivilisation und
Freiheit und dein eigenes Leben schnurz.
Man überlege mal, was es z.B. nach dem relativ geordneten römischen
Reich so alles gegeben hat. Die Merowinger in Europa, Mohammed in
Kleinasien,...
Es hat fast 1000 Jahre bis zur Renaissance gebraucht, um den herben
Rückschlag wieder auszubügeln - jedenfalls hierzulande. Jahrhunderte
nach den römischen Glasfabriken in Bayern hingen sich die edlen
Rittersleut winters Felle in die Fenster, um sich nicht den Hintern zu
erfrieren. Und von arabischen Natur- und technischen Wissenschaften,
von arabischen Dampfmaschinen, Automobilen, Elektromotoren, Fernsehern,
Computern und Mobiltelefonen hört man selbst heutzutage herzlich wenig.
W.S.
Mark 99 schrieb:> Sollte es um Rundfunk gehen, dann habe ich den Eindruck, dass die> zuständigen Behörden da nicht mehr so genau hinschauen.
Naja, das Hauptproblem heutzutage ist nicht, dass da ein Sender ist (da
gibts Tausende), sondern dass ein anderer gestört wird. Solange du mit
deinem Sender niemand störst, juckt das kaum jemand.
Wenn man also mit seinem Selbstbausender sich eine freie Frequenz sucht
(was gar nicht so leicht ist!) und schön die Oberwellen wegfiltert,
passiert zumeist herzlich wenig. Bestimmte Frequenzbereiche sollte man
aber tunlichst meiden: (Flugfunkt, Rettungsfunk, Polizeifunk,
Betriebsfunk usw), denn da fällt es sehr schnell auf.
Du kannst ja mal den Frequenznutzungsplan ansehen:
http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/Frequenznutzungsplan.pdf?__blob=publicationFile
Da gibts z.B. Frequenznutzungsteilplan:110 mit Eintrag 110004.
Experimentalfunk für Bildungseinrichtungen
Adolf Schläger schrieb im Beitrag #3773210:
> Den technischen Hintergrund (Schaltungsveränderung, die zur Störung der> Flugzeug-Navigation führte) bleibt allerdings auch der FA schuldig.
In einem Radio befindet sich ein Oszillator, dessen Frequenz um 10,7 MHz
über der des zu hörenden Senders liegt. Oszillatorfrequenz und
Sendersignal werden gemischt, das gibt eine Zwischenfrequenz von 10,7
MHz, die dann verstärkt und demoduliert wird. Stichwort
"Superhet-Empfänger". Eigentlich soll dieser Oszillator nicht über den
Antenneneingang des Radios abstrahlen. Eigentlich.
Du hörtst 98,0 MHz. Der Oszillator schwingt auf 108,7 MHz. Das VOR des
Verkehrslandeplatzes DOR liegt bei 108,65 MHz.
Ein VOR sendet ein stehendes Signal mit FM und ein rotierendes mit AM
(oder umgekehrt?). Aus der Phasenlage kann man den Anflugwinkel
berechnen. Wenn Du da reinbläst und die Phase versaust (lokal versaust,
über Deinem Wohngebiet), dann ist das uncool.
BTW: wer Wetter hören will (ATIS), tut dies auf 125.12 MHz. Der Tower
ist auf 134.17 MHz.
soul eye schrieb:> Eigentlich soll dieser Oszillator nicht über den> Antenneneingang des Radios abstrahlen. Eigentlich.
Maximal zulässiger Pegel am Antenneneingang ist 4nW !!!.
In der Regel werden die auch eingehalten.
Ralph Berres
Bei dem konfiszierten Gerät lag der Pegel wohl "etwas" darüber.
Die stolzen Besitzer des Radioweckers haben es sogar mit Foto in den
Stadtanzeiger geschafft.
>Maximal zulässiger Pegel am Antenneneingang ist 4nW !!!.>In der Regel werden die auch eingehalten.
Nee, werden sie nicht. Gerade billige UKW Radios strahlen ihren LO so
kräftig ab, dass er in 50m bis 100m noch mit einem Funkscanner
nachweisbar ist. Teilweise mit schwach hörbarer FM des empfangenen
Senders, weil der LO vom NF Teil nicht ausreichend entkoppelt ist.
Bernhard schrieb:> Gerade billige UKW Radios strahlen ihren LO so> kräftig ab, dass er in 50m bis 100m noch mit einem Funkscanner> nachweisbar ist.
Ich würde das aber nicht verallgemeinern.
Wenn dem tatsächlich so massiv auf breiter Front wäre, hätten sich
längst gestörte Funkdienste bei der Bundesnetzagentur beschwert.
Ralph Berres
W.S. schrieb:> Und von arabischen Natur- und technischen Wissenschaften,> von arabischen Dampfmaschinen, Automobilen, Elektromotoren, Fernsehern,> Computern und Mobiltelefonen hört man selbst heutzutage herzlich wenig.
du solltest mal ein wenig über den Tellerrand schauen
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Automaten#Das_arabische_Zwischenspielhttp://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%BCtezeit_des_Islam
Das ist nur mal als Einstieg erwähnt. Wenn du etwas intensiver
einsteigst wirst du erkennen, das die arabische Kultur nach dem
Untergang des römischen Reiches anders als die "Heilige Dreifaltigkeit"
bis zu Renaisance der wesenteliche Motor der Wissenschaft und Kultur in
der damaligen westlichen Hemisphäre war. Germanien sowie Nordwesteuropa
profitierten bis dahin auf kulturellem und wissenschaftlichem Gebiet vom
römischen Einflus. Doch dieses ging an seiner Hegemonie zu Grunde. Und
genau das ist der Weg aller Hegemonialen Imperien, das ist das Rad der
Geschichte oder m.a.W das natürliche Werden und Vergehen von
Superstaaten als gesellschaftliches Äquivalent zu Superorganismen. Das
Alte muss vergehen um Neues möglich werdenzu lassen.
Namaste