'Eimer voll' detektieren

Gast #3783581
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Hi,

ich will den Wasserstand detektieren.

Dazu wird ein uC-Ausgang auf High-Pegel gelegt und über einen 10k 
Widerstand ein 1m langes Kabel angeschlossen. Dieses Kabel wird einfach 
in den Wasserbehälter gelegt.

Ein anderer Pin wird als Eingang verwendet und hat nur ein einfaches 
Kabel dran. Das Ende des Kabels wird in dem Behälter bei bspw. 10cm 
befestigt.

Das Wasser steigt und steigt...

Bei 10cm wird am Eingangspin dann ein High-Pegel detektiert, oder?

Meine Frage:
Funktioniert das so, oder brennt da irgendwann was durch oder passiert 
evtl. Schlimmeres?

Gruß Peter
#3783716
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Ein offener Pin (der Eingang) ist bei den meisten µC keine gute Idee. Es 
ginge zur Not wie geplant über die Leitfähigkeit. Dann sollte der 10 K 
(oder ähnliche) Widerstand aber an den Eingangspin gegen GND.
 Bei der Detektion muss man trotzdem mit Störungen rechnen, und ggf. 
auch Problemen durch ESD, weil die Drähte ja zugänglich sind. Einfach 
nur einmal den Pegel auswerten wird nicht reichen - irgendwas wie 
"Mitteln" über 0,1 - 10 s sollte es schon sein.

Es gibt da bessere, wenn auch aufwendigere Möglichkeiten.
Gast #3783883
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Nimm einen temperaturabhängigen Widerstand (NTC oder PTC), den Du mit 
einem Konstantstrom betreibst. Der Strom bewirkt eine Erwärmung des 
Bauteils. Das Wasser leitet die Wärme viel besser ab, als Luft.

Luft -> NTC warm -> geringer Widerstand -> geringe Spannung
Wasser -> NTC kühl -> hoher Widerstand -> hohe Spannung


Oder etwas abgewandelt: Klebe ein Heizelement an einen Temepraturfühler.

Der Temperaturfühler KTY83 eignet sich dazu sehr gut. Zusammen mit einem 
2,7k Widerstand bildet er einen Spannungsteiler, dessen Ausgangsspannung 
du direkt mit dem ADC erfassen kannst.

Als Heizelement kannst Du einen simplen Widerstand nehmen.
(Firma: matzetronics) #3783978
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d&w schrieb:
> Warum nicht direkt einen Spektrumanalysator mit automatischer
> Grenzkurvenbewertung ;-)

Oh, das ist alles nicht sooo kompliziert. Die AVRFreaks haben ein 
handliches Beispiel in AVR Assembler:
http://www.avrfreaks.net/index.php?module=Freaks%20Academy&func=viewItem&item_id=258&item_type=project
Da es für unbenutzten RAM und Flash auch kein Geld zurück gibt, könnte 
man sowas schon mal implementieren - dümmer wird man dabei jedenfalls 
nicht.
(Firma: matzetronics) #3785400
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d&w schrieb:
> sondern es reicht der Goertzel-Algorithmus, der
> hier im Forum bestimmt schon in mehr als 100 Threads diskutiert wurde.

Na ist doch prima - mir ging es eher um die Idee an sich als um die 
genaue Wahl des Algorithmus (deswegen übrigens habe ich 'FFT?' 
geschrieben und nicht 'FFT!'). . Also eine Wechselspannung ins Wasser 
und die dann erkennen lassen.
Moderator Persönliche Seite #3785450
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Amateur schrieb:
> Das einfachste und PC-kompatibelste dürfte wohl ein Schwimmerschalter
> sein.

Bei so einem (Pollin hatte gerade einen Restposten ;-) bin ich
inzwischen auch angekommen, nachdem ich es ein Jahr zuvor bei einem
Blumengießsystem mit direkt in den Behälter eingelassenen Kontakten
probiert hatte.  Die haben sich mit allem (Veralgung, Restfeuchte
auch nach Ablaufen des Wassers) als zu unzuverlässig erwiesen.  Die
Schwimmerschalter machen bislang einen robusten Eindruck.
#3785451
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Fällt mir gerade ein, bei den neueren Ausgleichsbehältern für die VW 
Motoren ist das über zwei Elektroden gelöst.
Gehen seit dem aber auch mal kaputt.
Wenn ein Autoverwerter in der Nähe ist, mal in einen Mercedes schauen, 
da könnte so ein Schnabelschalter (weiß nicht wie die richtig heißen, 
sieht aber so aus) im Ausgleichsbehälter sein. Vielleicht hast du eh 
noch Schrott zu Hause und kannst im Gegenzug so einen Behälter kostenlos 
mitnehmen.
#3785482
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2 Drähte funktioniert wunderbar. Ich hab allerdings Edelstahldrähte 
genommen Wg. Korrosionsschutz.
Über einen Transistor Schalte ich 5V auf den einen Draht der im Wasser 
hängt wenn der Eimer voll ist. Über Elektrolyse fließt dann ein relativ 
großer Strom wenn man den nicht begrenzt.
Den Eingang vom µC hab ich durch einen OPV abgesichert, der auf High 
geht, wenn am Eingang über 1V anliegt. Über einen 1k Widerstand  gegen 
Ground filter ich Störungen vom Sensordraht.

Die Beiden Drähte hab ich in eine Lüsterklemme geschaubt, damit die sich 
nicht berühren. Bei einem Abstand von 10mm und 30mm Drahltlänge hat  bei 
mir Leitungswasser rund 200 Ohm effektiven Widerstand. Regenwasser Rund 
800 Ohm.

Damit ich nicht den ganzen Eimer in Wasserstoff verwandeln schalte ich 
die 3,3V nur jeweils für 2 ms alle 10s durch. Läuft jetzt schon seit 5 
Jahren störungsfrei.
#3785509
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F. Fo schrieb:
> Weil ich das noch nie gemessen hatte, habe ich jetzt gerade mal mit dem
> DMM im Waschbecken gemessen und dabei ca. 20 KOhm gemessen.

Mit dem Multimeter hatte ich damals auch ca. 100kOhm gemessen. Leg mal 
5V an und mess den Strom. Da kommt was anderes raus. Man sieht dann aber 
auch wie sich der Wasserstoff/Sauerstoff an den Drähten bildet.
(Firma: Vescomp) #3785522
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Fabian F. schrieb:
> nicht berühren. Bei einem Abstand von 10mm und 30mm Drahltlänge hat  bei
> mir Leitungswasser rund 200 Ohm effektiven Widerstand. Regenwasser Rund
> 800 Ohm.

 Was kriegst du als Leitungswasser geschickt ?

F. Fo schrieb:
> Weil ich das noch nie gemessen hatte, habe ich jetzt gerade mal mit dem
> DMM im Waschbecken gemessen und dabei ca. 20 KOhm gemessen.

 Das könnte schon eher hinhauen.

Fabian F. schrieb:
> Mit dem Multimeter hatte ich damals auch ca. 100kOhm gemessen. Leg mal
> 5V an und mess den Strom. Da kommt was anderes raus. Man sieht dann aber

 5V aus uC, nicht aus 25A Netzteil.
#3785684
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Peter Dannegger schrieb:
> Der ist gut. Du willst für einen spannungsgesteuerten MOSFET den Strom
> verstärken.

Zum einen hat mir der OP nicht veraten, was für einen uC er benutzt, zum 
anderen wird er mit einem offenen Gate mit langem Draht alles erkennen, 
vielleicht auch wenn Wasser da ist.
Daß Du ihm wirklich zu einem offenen Eingang raten willst, hätte ich 
nicht erwartet.
Gast #3786149
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Die Sache mit der Leitfähigkeitsmessung hängt stark davon ab, was da im 
Eimer ist. Für mich hat das auch schonmal funktioniert (und läuft sei 
ca. 20 Jahren ohne Korrosionsschaden oder sonstige Störung), aber da 
handelt es sich auch um Schornstein-Kondenswasser, so daß es keine Algen 
gibt, und der Ausgang der Schaltung liegt parallel zum Türklingeltaster, 
so daß sich immer schnell jemand findet, der die Korrosion unterbindet. 
:)

Bei einer Regentonne würde ich auch lieber einen Schwimmerschalter 
nehmen. Und für die Blumentopffeuchtigkeit vielleicht etwas kapazitives, 
damit ich da keine Metallionen in die Blumenerde eletrolysiere.
Gast #3786314
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Stefan us schrieb:
> Nimm einen temperaturabhängigen Widerstand (NTC oder PTC), den Du mit
> einem Konstantstrom betreibst. Der Strom bewirkt eine Erwärmung des
> Bauteils. Das Wasser leitet die Wärme viel besser ab, als Luft.
>
> Luft -> NTC warm -> geringer Widerstand -> geringe Spannung
> Wasser -> NTC kühl -> hoher Widerstand -> hohe Spannung

Genau. So funktioniert das sogar in sicherheitskritischen Bereichen 
(Grenzwertgeber Öltank z.B.) seit Jahrzehnten top.
Ansonsten ist der Phantasie ja keine Grenzen gesetzt: Ultraschall, 
Gewicht, Druck, Leitfähigkeit (Korrosion...), Reflexio, Absorption usw..
Mit einem Schwimmerschalter sollte man allerdings, je nach 
Anwendungsfall und Ausführungsart (zumindest der Verlinkte von 
Reichelt), aufpassen: Wenn das Medium nicht sauber ist und bleibt 
(Algen, Dreck usw.), kann der Schwimmer gerne mechanisch blockiert 
werden. Dann eignet sich eher die "Toilettenvariante" (Hebelarm auf 
Mikroschalter).
Für einmalige Detektion eignet sich natürlich auch der Klassiker:
http://www.zabex.de/frames/wassermelder.html

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