Hallo Leute,
Ich habe hier im Forum an einigen Stellen gelesen das man PUR Kleber so
flüssig wie Wasser herbekommt.
Kann mir bitte jemand eine Referenz dazu geben wo ich so einen
"dünnflüssigen" Kleber kriegen kann?
Ich hab mir bei ebay einen PUR-Kleber bestellt, der war eher in Richtung
Honig was die Konsistenz angeht. und Beim Vermischen mit Wasser war
dieser leider auch nicht wasserlöslich sondern bildete einfach Kugelchen
(wie bei Öl).
Epoxy ist mir auch recht, falls wer also dazu einen Vorschlag hat wär
das super.
Also nochmal kurz zusammengefasst: Ich bräuchte einen
2Komponentenkleber, wobei beide Komponenten in etwa die Viskosität von
Wasser haben. Wie suche ich nach sowas?
Vielen Dank für etwaige Antworten.
Hallo,
also soweit ich weiß können solche Produkte nur verdünnt werden, wenn
diese in Lösungsmittel gelöst sind.
Vll gibt es vom Hersteller eine Produktionformation/Datenblatt mit
Hinweisen zum Verdünnen.
Vll hilft dir das weiter.
Gruß
Lukas
Renato schrieb:> Ich hab mir bei ebay einen PUR-Kleber bestellt, der war eher in Richtung> Honig was die Konsistenz angeht.
PUR-Harze sind so dickflüssig wie kaum ein anderes System. Das Einzige
das dort recht niedrigviskos ist, ist der Härter.
Echtes Epoxy-Gießharz ist meist recht dünnflüssig. Aber sehr teuer und
auch bei weitem nicht so dünn wie Wasser.
Die einzige Möglichkeit wäre tatsächlich, die Temperatur zu erhöhen.
Beschleunigt das Aushärten aber gewaltig, und auf der Klebefläche ist
das Zeugs auch gleich wieder kalt, also dickflüssig...
Es gibt ungefüllte Epoxidharze, die Lösungsmittel enthalten. Die sind
sehr sehr dünnflüssig, aber zum Kleben auch wieder ungeeignet, weil das
Lösungsmittel vorm Abbinden ausdünsten muss. Falls das wider Erwarten
nicht stört, kannst Du mal nach 2K-Grundierungen suchen, aber wie gesagt
unbedingt ungefüllt, also bei weitem keine 100% Feststoffanteil.
Vermutlich wird es das gewünschte Harz einfach nicht geben.
0815 schrieb:> Es gibt ungefüllte Epoxidharze, die Lösungsmittel enthalten. Die sind> sehr sehr dünnflüssig, aber zum Kleben auch wieder ungeeignet, weil das> Lösungsmittel vorm Abbinden ausdünsten muss. Falls das wider Erwarten> nicht stört, kannst Du mal nach 2K-Grundierungen suchen, aber wie gesagt> unbedingt ungefüllt, also bei weitem keine 100% Feststoffanteil.
100% brauch ich nicht.
Ich hätt lediglich gern das es bei einer Schichtdicke von 0.5mm bis 1mm
nicht auseinanderfällt wenn ichs in die Hand nehme.
Schon mal ausprobiert mit einer 2K Grundierung?
Lukas H. schrieb:> Was willst du denn damit machen? Etwas vergießen??
Ich würds Versprühen als Trennschicht mit kleiner <0.2mm dicke.
nach 10 Schichten (1 bzw. 2mm) sollts zumindest "anfassbar" sein.
Renato schrieb:> Schon mal ausprobiert mit einer 2K Grundierung?
Ja, mit (dem mittlerweile nicht mehr erhältlichen) Stopox IL. Das
enthält geschätzt 3/4 Massenanteile an Lösungsmitteln, und ist zumindest
ähnlich flüssig wie Wasser (im Gegensatz zu dem o.g. PU-Harz, das kann
da nie im Leben mithalten. Es zieht z.B. in Holz oder Beton SOFORT
richtig tief ein, so als würde man diese Materialien mit reinen
Lösungsmitteln streichen.
Wichtig bei diesen ungefüllten Harzen ist halt, daß nur je eine dünne
Schicht aufgetragen wird, damit die Lösungsmittel ablüften können. Aber
das scheint ja bei Dir gegeben.
Ein (zugegebenermaßen etwas lächerlicher) Hinweis zur Viskosität dieses
Harzes: zum Mischen ist kein Spatel o.ä. nötig, sondern man füllt beide
Komponenten nur z.B. in ein Konservenglas. Schüttelt man dieses stark,
macht es nicht "plopp, plopp" wie bei normalem Harz, sondern "krrrrr,
krrrrr", so wie bei Wasser eben auch. Es entstehen sofort Millionen
winzige Bläschen, die sehr schnell wieder verschwinden.
Ich denke, es ist das, was Du suchst. Ist aber unbedingt was für
draußen...
0815 schrieb:> Ein (zugegebenermaßen etwas lächerlicher) Hinweis zur Viskosität> dieses> Harzes: zum Mischen ist kein Spatel o.ä. nötig, sondern man füllt beide> Komponenten nur z.B. in ein Konservenglas. Schüttelt man dieses stark,> macht es nicht "plopp, plopp" wie bei normalem Harz, sondern "krrrrr,> krrrrr", so wie bei Wasser eben auch. Es entstehen sofort Millionen> winzige Bläschen, die sehr schnell wieder verschwinden.> Ich denke, es ist das, was Du suchst. Ist aber unbedingt was für> draußen...
Hehe die 2te Erklärung war doch genial - besser könnt ich die Viskosität
wohl auch nicht beschreiben :D
Danke
Renato schrieb:> Ich würds Versprühen als Trennschicht mit kleiner <0.2mm dicke.> nach 10 Schichten (1 bzw. 2mm) sollts zumindest "anfassbar" sein.
Warum nimmst Du keinen 2K Klarlack?
Auch "Plastik70" aus der Sprühdose kann man gut verwenden, ich sprühe es
in den Deckel und pinsele die Teile zB Platinen mit Bauteilen da ja
nicht alles isoliert bzw Bauteile wie LEDs mit dem Zeug vollgehonkt
werden sollen.
0815 beschrieb:
>Schüttelt man dieses stark,>macht es nicht "plopp, plopp" wie bei normalem Harz, sondern "krrrrr,>krrrrr", so wie bei Wasser eben auch.
Das ist der sog. "Sturm im Wasserglas".
;-)
MfG Paul
Renato schrieb:> PUR-Kleber bestellt, der war eher in Richtung> Honig was die Konsistenz angeht. und Beim Vermischen mit Wasser war> dieser leider auch nicht wasserlöslich sondern bildete einfach Kugelchen> (wie bei Öl).
Na wunderts dich :D
Kannst mal versuchen Aceton unterzumischen. So machs ich bei manchen
Klebern. Das verflüchtigt sich dann schnell wieder und die Pampe ist
fest.
ralf schrieb:> Kannst mal versuchen Aceton unterzumischen. So machs ich bei manchen> Klebern.
Das kann aber gerade bei 2K zu unerwünschten Veränderungen führen. Kann,
muss nicht, müsste man probieren. Wenn dann vielleicht aber eher mit
Epoxy, das olle Standard-PUR-Harz ist nicht so der Renner...
mahwe schrieb:> laminierhartz
Schade, als Berufstätiger bekommt man dieses Hartz wohl eher nicht?
Obwohl sogar Monatsanfang ist, also der Zeitpunkt zum Kauf wäre
grundsätzlich schon optimal...;-)