Hi Leute,
ich möchte euch gerne mal um eure Erfahrung bitten. Anbei die technische
Zeichnung eines LEM LV 25-p Voltage Transducers.
Meine Frage an euch ist:
Wie groß würdet ihr die Löcher sowie die Pads ansetzen?
Z.B. beträgt der Durchmesser der Kreise (- + M) 1mm. Setzt ihr das Loch
zu 1.2mm an, oder 1.5mm? Außerdem, wie groß würdet ihr das Pad drum
herum wählen? Wenn das Loch zu 1.5mm angesetzt ist, wäre das Pad dann
2mm?
Was sind eure Erfahrungen / Meinungen dazu?
Ich frage deshalb, weil ich oftmal die Pads zu klein wähle, was als
Konsequenz bedeutet, dass ich das Pad nicht wirklich warm bekomme und
ich keine gute Lötstelle habe. (Z.B. bei C2 und P6 im Bild PCB1.png)
Vielen Dank.
@ Alex (Gast)
>Wie groß würdet ihr die Löcher sowie die Pads ansetzen?
Für die drei unteren Pin 1.2mm Enddurchmesser, für die oberen reicht
1,1mm (0,9mm Diagonale.
>zu 1.2mm an, oder 1.5mm? Außerdem, wie groß würdet ihr das Pad drum>herum wählen?
So einfach wie möglich, so komplex wie nötig. Man muss den
Mindestrestring des leiterplattenhersteller einhalten, meist so 0,15mm
oder so, macht also mindesten 0,3mm mehr im Durchmesser. Real würde ich
um die 2-2.5mm nehmen.
>Konsequenz bedeutet, dass ich das Pad nicht wirklich warm bekomme
Das liegt aber am Löten, nicht an der Padgröße. AUsreichend Zinn und
FLußmittel nutzen, siehe Löten.
Alex schrieb:> Was sind eure Erfahrungen / Meinungen dazu?
Bei Handlötung möglichst gross.
Einerseits müssen die Pads das schwere Bauteil tragen,
andererseits hat man dadurch mehr Toleranzen beim Löten.
Es gibt nur einen Grund, sie klein zu machen: Der Isolationsabstand
zwischen primär und sekundär.
Man macht sie also so gross wie möglich und so klein wie nötig.
@ MaWin (Gast)
>Einerseits müssen die Pads das schwere Bauteil tragen,
Pads müssen gar keine schweren Bauteile tragen, das macht die
Durchkontaktierung! Ein Grund, warum man für sowas keine einseitigen
Platinen nimmt, sonder immer welche mit Durchkontaktierung, selbst wenn
nur einseitig Leiterbahnen vorhanden wären.
Hallo MaWin.
MaWin schrieb:> Bei Handlötung möglichst gross.>> Einerseits müssen die Pads das schwere Bauteil tragen,> andererseits hat man dadurch mehr Toleranzen beim Löten.
Und beim Bohren!
>> Es gibt nur einen Grund, sie klein zu machen: Der Isolationsabstand> zwischen primär und sekundär.>> Man macht sie also so gross wie möglich und so klein wie nötig.
Richtig!
Zu den Durchmessern der Bohrungen: Oft wird angegenem: 0,2mm mehr als
nötig wäre, um den Draht auf Übergangspassung durch das Loch zu zwingen.
Das ist aber eine Angabe aus der "bleihaltig" Zeit. Bleihaltiges Lot kam
mit engeren Spalten besser zu recht als aktuelles bleifreies.
Ich habe schon damals immer etwas größer gewählt, wenn es der Platz
zuliesse. Also eher 0,3-0,4mm größer.
Gibt auch größere Toleranzen beim Bohren und bei Reperaturen wird es
nicht zum Akt, dass die Lötzinnreste im Loch schwer so weit zu entfernen
sind, dass ein neues Bauteil gut hineinpasst.
Ausserdem ist es dann für die Bestücker nicht so fummelig.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Falk Brunner schrieb:> Pads müssen gar keine schweren Bauteile tragen, das macht die> Durchkontaktierung! Ein Grund, warum man für sowas keine einseitigen> Platinen nimmt, sonder immer welche mit Durchkontaktierung, selbst wenn> nur einseitig Leiterbahnen vorhanden wären.
Es schadet aber nichts, wenn die Durchkontaktierung zusätzlich noch
durch ein breites Pad unterstützt wird.
Ausserdem heben die sich auch nach mehreren Reperaturen nicht so schnell
ab. ;O)
Immer so grob wie möglich und so fein wie nötig.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
@ Bernd Wiebus (berndwiebus) Benutzerseite
>Es schadet aber nichts, wenn die Durchkontaktierung zusätzlich noch>durch ein breites Pad unterstützt wird.
Hat keiner behauptet, bringt aber wenig zusätzliche Festigkeit.
>Ausserdem heben die sich auch nach mehreren Reperaturen nicht so schnell>ab. ;O)
Wie oft willst du denn reparieren?
>Immer so grob wie möglich und so fein wie nötig.
Sicher. Aber auch beim Groben gibt es sinnvolle Obergrenzen.
Hallo Falk.
Falk Brunner schrieb:> Wie oft willst du denn reparieren?
Sooft wie nötig.
Anderer Fall wäre z.b. eine Experimentierplatine.....
>>Immer so grob wie möglich und so fein wie nötig.>> Sicher. Aber auch beim Groben gibt es sinnvolle Obergrenzen.
Durchaus. Aber besser ein 1,5mm Restring als aufs verrecken die 0,15mm
Restringuntergrenze des Herstellers ausreizen zu wollen.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de