Moin an alle,
ich benötige eine Konstantstromquelle mit einer Eingangsspannung von
11-30V und einen Ausgangsstrom von max.2A bei einer Ausgangsspannung bis
Vin-3.5V.
Dazu habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und bitte um konstruktive
Hinweise ob die angehängte Schaltung so funktionieren kann.
Einsatztemperatur sollte bis 50°C ambient möglich sein.
die 5V erzeuge ich später durch einen LM317 oder ähnlich.
Grüße Chris
EGS schrieb:> Unschlagbar im Preis, und wenns nicht innerhalb von 2 Tagen da sein> muss, auch OK (war nach 5 Tagen da ;) ).
Aber leider eine Spannungs- und keine Stromquelle.
Stromer schrieb:> Dazu habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und bitte um konstruktive> Hinweise ob die angehängte Schaltung so funktionieren kann.
Spontan fällt mir auf, dass R1 an GND hängt.
Ich würde aber auch eher zum LT3478 greifen.
Die Hauptprobleme sind ersten:
Es ist ein Spannungsregler (Stepdown), laut Hersteller nicht für
Stromquellen geeignet...
zweitens: JP4 hängt in der Luft
drittens: der OPamp-Ausgang den er anscheinend zum einstellen des
Stromes nutzen möchte, hängt iwie an Masse, der sinn soll anscheinend
sein, den FB-Eingang des LM2576 einen Offset zu geben, damit er früher
seinen
!Spannungswert! erreicht und einen neuen Duty-Cycle startet...
viertens der OPamp ja auch ne Spannungsversorgung benötigt...
Deswegen habe ich leider wohl die Aussage, dass er eine
Konstantstromquelle sucht überlesen :D, sorry dafür.
MfG EGS
> Unschlagbar im Preis, und wenns nicht innerhalb von 2 Tagen da sein> muss
Lese mal meinen Kommentar zu diesen Billigschrott:
Beitrag "Re: Step-Down-Regler aus eBay. Spricht was dagegen?"Die Teile sind, ohne Sonderbehandlung, brandgefährlich!
Grüße Löti
>>Spontan fällt mir auf, dass R1 an GND hängt.
Oh ja den Fehler habe ich korrigiert.
Ich habe mir hier den Artikel zur Konstantstromquelle angesehen und habe
daraus die Schaltung des OPs. Da dieser ja am Ausgang wieder eine
Spannung zur Verfügung stellt wollte ich wie hier schon richtig bemerkt
einfach damit an den Feedback Pin des Spannungsreglers, welcher ja damit
die Ausgangsspannung und somit auch den Strom regelt.
Die Ausgangsspannung soll von ca. 0 je nach Last eben bis Vin -3,5V
ansteigen können, Vout muss also nicht bis Vin ansteigen oder sogar
daüber gehen können.
Aber falls ihr andere Vorschläge habt zu einer mit einem Poti
einstellbaren Stromquelle immer her damit. Den LT3478 werd ich mir
anschauen.
>>Es ist ein Spannungsregler (Stepdown), laut Hersteller nicht für>>Stromquellen geeignet...
Wo steht denn das? Hab ich überlesen?
Stromer schrieb:> Ich habe mir hier den Artikel zur Konstantstromquelle angesehen und habe> daraus die Schaltung des OPs.
ich finde dort diverse Schaltungen, aber nicht deine.
Die "Logik" deiner OPV-Schaltung ist falschrum. Wenn zu wenig Strom
fließt (zu geringer Spannungsabfall an R2), dann reagiert dein OPV mit
einer Erhöhung der Ausgangsspannung. Eine höhere Spannung am OPV-Ausgang
und am Feedback-Eingang des LM2576 bewirkt aber, dass der Schaltregler
die Ausgangsspannung und damit den Strom noch weiter herunterfährt. Du
hast also schon bei DC keine Gegenkopplung sondern eine Mitkopplung, der
LM2576 wird entweder an die obere oder an die untere Begrenzung fahren.
Selbst wenn du das korrigieren würdest: ein OPV, den man selbst in die
Rückkoppelschleife eines Schaltreglers reinpfrimelt, kann die
zusätzliche Phasenverschiebung durch den OPV leicht dazu führen, dass
die Regelung bei höheren Frequenzen instabil wird: der Regler beginnt
dann zu schwingen.
Viel unproblematischer sind Schaltregler, bei denen man nicht das
Feedback-Signal vom OPV steuert sondern bei denen man die Sollgröße
extern vorgeben kann (der ctrl1-Eingang des LT3478). Der LT3478 dürfte
tatsächlich keine schlechte Wahl für dich sein.
Stromer schrieb:> Noch was zur Anwendung, es soll ein Proportionalhydraulikventil damit> angesteuert werden.
ok. Eine stinknormale PWM-Ansteuerung mit deutlich niedrigeren
Frequenzen würde dafür nicht reichen?
Stromer schrieb:> Noch was zur Anwendung, es soll ein Proportionalhydraulikventil damit> angesteuert werden.
Mit einer Konstantstromquelle?
Das glaube ich eher nicht. hast du ein Datenblatt dieses Ventils?
Ich habe kein DB vom Ventil aber eines von der derzeit eingesetzten
Steuerung:
>>Das glaube ich eher nicht.
Dort steht:
Mit dem kompakten Steuergerät ESSK 106 kann ein Proportionalmagnet
eines Hydraulikventils angesteuert werden.
Durch die Stromregelung bleibt der Strom durch den
Magneten, auch bei Schwankungen der Versorgungsspannung
oder bei Erwärmung des Magneten, konstant.
EGS schrieb:> Letzteren habe ich als Stromquelle für mein Bluetooth-A2D2P Modul am> Auxeingang meines großen Navi-Radios. Erzeugt keine Störgeräusche oder> ähnliches und kann bei Bedarf mit 3 A (max) belastet werden ( ich brauch> bloß 50 mA)...
Stromquelle für ein BT-Modul? Und dann mit variablem Strom? Bist du
zufällig ein Exberde?
Stromer schrieb:> Durch die Stromregelung bleibt der Strom durch den> Magneten, auch bei Schwankungen der Versorgungsspannung> oder bei Erwärmung des Magneten, konstant.
Das bedeutet aber nicht, daß da eine Konstantstromquelle verwendet
wird. Für induktive Lasten wird eine Stromsteuerung i.d.R. mit einem
Chopper realisiert. Das ist im Prinzip eine PWM, allerdings wird die
Einschaltzeit nicht fest vorgegeben, sondern es wird zum Beginn eines
Zyklus eingeschaltet und beim Erreichen des vorgegebenen Sollstroms
wieder ausgeschaltet. Zykluszeit, Sollstrom und Versorgungsspannung
müssen natürlich an die Induktivität angepaßt werden. Und es braucht
eine Freilaufdiode.
Das Prinzip kannst du anhand des Datenblattes eines Motortreibers
studieren. Z.B. L297/298 für Schrittmotoren.
XL
Hallo Axel,
ich denke das Prinzip ist verstanden, PWM und Überwachung des Stromes
bis zum eingestellten Sollwert.
Allerdings schreibst du das Versorgungsspannung an die Induktivität
angepasst werden muss, ich hab hier aber unterschieldiche
Versorgungsspannung von 12 bis 30V.
Und gibts denn IC mit nur einem Ausgang etc. ? ich will nich tunbedingt
einen L298N verbauen.
Stromer schrieb:> Hallo Axel,> ich denke das Prinzip ist verstanden, PWM und Überwachung des Stromes> bis zum eingestellten Sollwert.> Allerdings schreibst du das Versorgungsspannung an die Induktivität> angepasst werden muss, ich hab hier aber unterschieldiche> Versorgungsspannung von 12 bis 30V.
Elementare E-Technik, Watson. Wie verhält sich der Strom, wenn man an
eine Spule eine konstante Spannung anlegt? Bei gegebener Spannung,
Induktivität und Strom - welche Größe kann man dann noch wählen?
> Und gibts denn IC mit nur einem Ausgang etc. ? ich will nich tunbedingt> einen L298N verbauen.
Alle größeren Halbleiterhersteller (und kleinere auch) haben chopperdriver im Programm. Aber einkanalig unipolar und mit einstellbarem
Strom würde man das wohl einfach "zu Fuß" aufbauen. Ein Komparator/OPV,
der am Eingang bis GND kommt. Ein bisschen Logik (Taktgenerator,
Flipflop) und ein MOSFET als Schalter. Fertig die Laube!
Willst du nicht auch den Strom vorgeben können? Wie?
XL
Die Freqenz der PWM muss auf auf die Eigenfrequenz und die Dämpfung des
Feder-Masse-Systems des Ventils angepasst werden und auf den Strom,
sonst wird das nichts mit dem Dither. Vernünftige Regler/Steller
berücksichtigen auch die Erwärmung der Spule. Das sind alles keine
schnell hingebastelte Lösungen.
Da Du aber erst in der Mitte der Beiträge die eigentliche Anwendung
(Prop. Ventil) nennst, vergeht mir die Lust...
Sorry, ich hatte in der Beschreibung nur gelesen das ein Konstantstrom
genutzt wird. Deswegen die Anwendung unterschlagen.
Da aber die Steuerung für unterschiedliche Ventile die gleiche ist
glaube ich nicht das da eine individuelle Anpassung möglich ist un dist
jetzt wohl auch nicht realisiert.
Das jetzige Gerät hab ich hier vor mir liegen, ist aber vergossen sodass
ich nicht sehen kann wie es genau gemach tist. Es wird aber schon sehr
warm im Betrieb.