Hallo.
Ich will ein eigenes Bussystem aufbauen. (CAN-Bus)
Die TAE Dose wäre ideal geeignet, da sie 6 Pins und Schaltkontakte hat.
Auf den Pins W/E würde ich gerne die Betriebsspannung von 40 - 60 V
anlegen.
Auf den A/B Pins das Datensignal.
An den durchgeschalteten Pins dann die nächste Dose, bzw an der letzten
Dose der Abschlusswiderstand.
Wird ein Gerät angesteckt, wird Bus über das jeweilige Gerät geleitet
und es entsteht keine "Stichleitung".
Allerdings besteht Verwechselungsgefahr mit normalen Analogtelefonen.
Neuere Telefone sind kein Problem, da wird W/E eh nicht mehr benutzt.
Bei älteren Telefonen, wo zwischen a/b und W/E noch eine Verbindung in
irgendeiner Form besteht, besteht die Gefahr, dass sie die
Betriebsspannung auf den Bus bringen und ihn so lahmlegen oder gar
zerstören.
Daher bin ich am überlegen, ob TAE wirklich so gut ist.
Allerdings ist mir kein anderes geeignetes Stecksystem mit Schaltkontakt
bekannt, was auch für die Installation in UP Dosen vorgesehen ist und wo
Abdeckungen für das Schalterprogramm auch Handelsüblich sind.
Wie würdet ihr das machen?
Grüße
Das kommt natürlich darauf an, welche Baudrate du fahren willst. Je
niedriger du diese wählst, desto unkritischer wird das ganze. Ich hab
jetzt gerade keine Übersicht griffbereit, aber ich glaube, bei 125kBit/s
kann man locker mal 10m Stichleitung haben. Wenn du also lange
Stichleitungen brauchst und mit einer niedrigen Baudrate leben kannst,
dann passt das. Wenn ich dazu komme, schau ich heute abend mal nach, ob
ich was finde. Bzw. jemand anderes kann das vielleicht direkt
beantworten.
Die Österreichischen Telefondosen wären schon recht interessant.
Gibts da auch eine Kodierung, wie bei TAE das N oder F?
Und gibts das auch als Einzelsteckdose?
npn schrieb:> Das kommt natürlich darauf an, welche Baudrate du fahren willst.> Je> niedriger du diese wählst, desto unkritischer wird das ganze. Ich hab> jetzt gerade keine Übersicht griffbereit, aber ich glaube, bei 125kBit/s> kann man locker mal 10m Stichleitung haben. Wenn du also lange> Stichleitungen brauchst und mit einer niedrigen Baudrate leben kannst,> dann passt das. Wenn ich dazu komme, schau ich heute abend mal nach, ob> ich was finde. Bzw. jemand anderes kann das vielleicht direkt> beantworten.
Ja, das Problem ist, dass es nicht nur bei einer Stichleitung bleibt,
wenn mehr Busteilnehmer installiert werden.
Welche Datenrate erforderlich ist, weiß ich noch nicht genau, sollte
aber unter 100 kbit/s bleiben.
Wie schnell soll der Bus denn sein? Bei unter 100k sind Stichleitungen
im Einstelligen Meterbereich eigentlich nicht problematisch.
Außerdem können die meisten CAN-Transceiver rund 60V auf dem Bus ab.
Natürlich funktionieren die dann nicht, aber es geht nix kaputt.
Was sollen denn für CAN-Geräte angeschlossen werden? Wenn du die selber
baust kannst du die Schleife doch einfach in dem Gerät. Benutz Rj45
Stecker Wenn kein Gerät angesteckt ist kommt eine Brücke rein.
In der Wand kann man dann auch cat5-Kabel verlegen. Nachdem die
geschirmt und verdrillt sind, fängt man sich dann nicht so viel Dreck
ein.
Dampfplauderer schrieb:> Also wenn die Einheiten stimmen -> 20 KByte/s * 8 Bits/Byte = 160> KBits/s
Das ist in der Tabelle im PDF falsch geschrieben. Dort ist die höchste
Rate bei 1000kByte/s und darüber im Text spricht man von 1MBit/s. Ich
geh mal davon aus, daß in der Tabelle 1000kBit/s gemeint sind.
Demzufolge sind das bei 20kBit/s und einer maximalen Buslänge von 1000m
eine max. Länge der Stichleitungen von 7,5m. Das kommt schon hin. Also
20kBit/s sind gemeint. Und damit habe ich micht wirklich mächtig geirrt
(siehe oben)...
M. Bastel schrieb:> Ja, das Problem ist, dass es nicht nur bei einer Stichleitung bleibt,> wenn mehr Busteilnehmer installiert werden.>> Welche Datenrate erforderlich ist, weiß ich noch nicht genau, sollte> aber unter 100 kbit/s bleiben.
Mache dir keine Sorgen. CAN ist, vor allem bei niedrigen Datenraten,
extrem robust. CAN wurde mal als Bus definiert, mit nur kurzen
Stichleitungen. Die Realität im Auto sieht völlig anders aus, dort sind
Topologien üblich, die auch bei bestem Willen nicht als Bus zu
bezeichnen sind. Und darüber laufen dann 500kBit/s oder 1MBit/s. Die
Terminierung ist dann irgendwo.
Wenn du mit 62,5kBit/s oder 125kBit/s unterwegs bist, ist ein Bit 16µs
lang. Das entspricht rund 3200m Fortpflanzungsstrecke der Flanke (mit
2e8m/s gerechnet). Anders gesagt: so lange die längste Strecke deutlich
unter einem km bleibt, wirst du in einem beliebigen Netz keine Probleme
haben, nach ein paar Reflektionen ist das Signal hinreichend
weggedämpft.
Externe Störungen sind bei CAN kein Thema, 5V Hub differentiell sind so
viel, da muss du schon das Handy direkt an die Leitung halten oder unter
einen Kurzwellen-Funkturm ziehen.
TAE hat zwei Nachteile: alter Standard, irgendwann gibt es keine mehr
(und die Dosen waren schon immer teuer). Außerdem haben sie das Problem,
dass sie, wenn der Stecker längere Zeit drin war und dann rausgezogen
wird, die Kontakte ggf. nicht mehr sauber schließen.
Gruß,
Max
Mein "Hausbus" besteht mehr oder weniger fast ausschliesslich aus
Stichleitungen, viele alte Telefonleitungen (auch nicht gerade das
ideale CAN-Kabel) verwendet, die hier reichlich verlegt waren, fast in
jeden Raum. Ok, läuft nur mit 10kBit, da auch die Heizung mit dran hängt
und ich da an der Software nichts machen kann und will. Der Rest sind
mehr oder weniger Eigengewächse, teils mit MCP2515, teils mit AT90CAN...
Terminierung - naja. An einem Ende ist ein 120R, der Rest hat je einen
2k2 bekommen.
Übertragungsfehler? Fehlanzeige. Habe mal eine Woche mitgeloggt und
ausgewertet.